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Veröffentlicht am 07.10.2025

Spannende Lesestunden garantiert

Der Totensäer: Thriller
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Dies ist mein zweiter Thriller aus der Feder von Chris Karlden und ich muss ehrlich gestehen: Als ich mir „Der Totensäer“ zugelegt habe, war mir gar nicht bewusst, dass es sich um den zweiten (!) Band ...

Dies ist mein zweiter Thriller aus der Feder von Chris Karlden und ich muss ehrlich gestehen: Als ich mir „Der Totensäer“ zugelegt habe, war mir gar nicht bewusst, dass es sich um den zweiten (!) Band der Speer-und-Bogner-Thriller handelt. Genau gesagt ist es die Fortsetzung von „Der Totensucher“, den ich nun natürlich noch nachholen muss ;) Aber eines vorweg: Ja, mir ist aufgefallen, dass mir wohl ein paar Infos vom Auftakt der Buchreihe fehlen, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas Grundlegendes entgangen ist. Meiner Meinung nach kann das nur sein, wenn der Autor großes Talent im Erzählen besitzt, es ist eine wahre Kunst, wenn alle Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.

Aber nun zum Buch, denn um was geht es eigentlich?
Vor zwei Jahren wurde Lucy, die Tochter von Hauptkommissar Adrian Speer entführt und plötzlich bekommt Adrian während der Aufklärung einer Mordserie Hinweise auf Lucy. Sein Partner Robert Bogner unterstützt Adrian voll und ganz bei seiner Suche, doch plötzlich wird auch Adrians Familie bedroht und schnell wird klar, dass Adrian und Robert niemanden mehr trauen können, selbst nicht ihren eigenen Kollegen.

Mein Eindruck vom Buch:
Ganz ehrlich bin ich deutschen Thrillern gegenüber immer sehr skeptisch. Umso erfreuter war ich, als ich merkte, dass mich der „Der Totensäer“ genauso fesseln konnte wie „Der Todesprophet“ – ein Thriller ebenso geschrieben von Chris Karlden. Ich mag den Schreibstil und die Kapitel haben die perfekte Länge. Besonders gefallen hat mir, dass man auch immer wieder Lucy begleiten darf. Durch die Kapitel mit Adrians Tochter wurde der Spannungsbogen konstant hochgehalten. Von mir aus hätte es gerne noch ein bißchen mehr über Adrians und Roberts Privatleben handeln dürfen, aber das ist grad jammern auf sehr hohem Niveau ;)

Fazit:
Wie schon angeschnitten steht jetzt bei mir „Der Totensucher“ an. Ich kann diese Buchreihe definitiv jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach stundenlang fesselnden Stoff ist.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Die Autorin ist eine Meisterin des Thrillers! ACHTUNG SPOILER!

NACHT
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„Nacht“ ist nach „DNA“, „SOG“ und „SCHNEE“ mein vierter Thriller der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttier und sie hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht! Im Gegenteil… für mich war „NACHT“ bisher ...

„Nacht“ ist nach „DNA“, „SOG“ und „SCHNEE“ mein vierter Thriller der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttier und sie hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht! Im Gegenteil… für mich war „NACHT“ bisher fast (!) das bisher stärkste Buch von ihr! Doch um was geht es in dieser Geschichte, die 2022 im isländischen Original erschien?
Die frisch getrennte Sóldís will nicht mehr als einen kompletten Tapetenwechsel, der sie auf andere Gedanken bringt und sie nicht jede Sekunde an ihren Ex denken lässt. Da kommt der Job als Haushaltshilfe in einem komplett abgelegenen Anwesen gerade recht und sie ist extrem dankbar für diese Chance. Doch schnell merkt sie, dass etwas Angsteinflößendes im Gange ist und je länger sie auf dem riesigen Grundstück lebt, umso gruseliger wird es, bis sie sich nur noch eines wünscht: „Weg hier!!“
Mein Eindruck vom Buch:
Ich mag den Schreibstil von Yrsa Sigurdardóttíer sehr und ich bin auch riesiger Island-Fan. Leider ist meine Reise dorthin schon lange her, deshalb lass ich meine Erinnerungen mit isländischen Thrillern aufleben  Die Autorin hat dieses Buch in zwei Stränge aufgeteilt: Der eine handelt von vor dem schrecklichstem Ereignis, der andere handelt von hinterher, als die Ermittlungen liefen. Sóldís wird wunderbar menschlich mit Ecken und Kanten gezeichnet und ich konnte schnell eine Verbindung mit ihr aufbauen. Was ja oftmals nicht gleich so offensichtlich ist, gab es allerdings hier: Schon in den ersten Kapiteln wird klar, dass Sóldís das Anwesen nicht lebend verlassen wird. Ich habe bisher wenige Thriller gelesen, in denen es so schnell glasklar war und bin ehrlich gesagt immer noch am Überlegen, ob ich die Story nicht doch noch einen Funken spannender gefunden hätte, wäre mir diese Info erstmal verborgen geblieben. Àsa und Reynir… das Paar, bei dem Sóldís gearbeitet hat, hätte ich gerne ein wenig besser kennengelernt, hier wurde einiges angedeutet, jedoch (leider) nicht ausgebaut. Den Ermittler Týr hat die Schriftstellerin interessant gestaltet und seine Vergangenheit hat die Story „danach“ ebenso fesseln lassen wie auch die Grundstory auf dem Luxus-Anwesen. Ich habe noch nicht nachgeforscht, ob Týr auch in anderen Werken der Autorin vorkommt, aber es würde mich nicht wundern, denn da wäre einiges an Potenzial und im Grunde endete das Buch ja in Bezug auf Týr mit einem Cliffhanger. Nun kommt mein größter Kritikpunkt, warum ich das Buch als nur „fast“ stärkste von ihr empfand: Im Finale hört Sóldís Schreie, weswegen sie ins Haupthaus läuft. Da war allerdings der Kampf zwischen Ása, Reynir und Bogi in vollem Gange und auch als Leser wurde man in diese Szene reinkatapultiert! Hier hätte ich mir dann doch einiges mehr an Infos gewünscht: Wie kam Bogi ins Haus bzw. wie ist eigentlich klar, aber in welcher Situation ist er auf Ása und Reynir gestoßen? Was ist zwischen Bogi und Alvar passiert, leider gibt’s hier nur ein kurzes Statement von Bogi, das so „hingenommen“ wurde. Für mich war der Schluss zu abrupt, zu wenig detailliert, einfach, als würde man gerne zum Schluss kommen.
Fazit:
Ich war, bin und bleibe Fan der isländischen Autorin und freu‘ mich auf weitere Werke. Für mich sind ihre Geschichten mega spannend und ein paar Kritikpunkte findet man ja immer Ich würde es definitiv jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Spannende Lesestunden garantiert!

Deep Fake
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Oh wow, was für ein Cover! Und der Farbschnitt! Ich liebe es und die Aufmachung des ganzen Buches ist ein absoluter Blickfang! Und auch der Klappentext macht total neugierig auf die Geschichte! Doch um ...

Oh wow, was für ein Cover! Und der Farbschnitt! Ich liebe es und die Aufmachung des ganzen Buches ist ein absoluter Blickfang! Und auch der Klappentext macht total neugierig auf die Geschichte! Doch um was genau geht es in diesem Thriller, der von der deutschen Autorin Cleo Konrad geschrieben wurde?

Mira ist geschockt, als sie ein Nacktvideo sieht, das ihren eigenen Körper zeigt und noch schlimmer: Auch ihr Gesicht ist deutlich erkennbar. Dieser Skandal droht ihre Karriere zu zerstören, dabei liebt sie ihren Job als Lehrerin. Sie versucht der Sache auf den Grund zu gehen und entdeckt mit einem ihrer Schüler, dass wohl die Wurzel in ihrem Heimatdorf liegt. Aber will sie sich wirklich mit der Vergangenheit konfrontieren? Was geschah damals wirklich? Und warum will jemand ihr Leben ruinieren? Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als in ihre alte Heimat zu gehen, doch dort wird sie bereits erwartet…

Mein Eindruck vom Buch:
Die Story hat mich gleich auf den ersten Seiten total gepackt, auch wenn ich mit der Protagonistin Mira nicht so wirklich eine Verbindung aufbauen konnte. Dennoch: Ich war von Anfang an mega gespannt, wer hinter Mira her ist und was damals, als Mira noch eine Jugendliche war, wirklich passiert ist. Ich finde es total gelungen, wie die Geschichte aufgebaut wurde! Der Leser begleitet Mira in der Gegenwart, aber da gibt es auch noch Tagebucheinträge von einem Mädchen namens Kat, die über 20 Jahre zurückliegen. Wer ist Kat? Was hatte Mira mit ihr zu tun, wenn überhaupt? In die Spannung wurde perfekt eingeflochten, wie kompliziert Freundschaften sein können, besonders unter Jugendlichen. Es wird deutlich sichtbar, wie sehr die Jugendlichen in Kats Erzählstrang ihren eigenen Weg und ihre eigene Identität suchen. Auch das Setting finde ich toll! Liegt vielleicht daran, dass ich selbst in Bayern aufgewachsen bin

Fazit:
Mit diesem Thriller sind spannende Lesestunden garantiert! Ich habe gesehen, dass aus der Feder dieser Schriftstellerin noch ein Buch veröffentlicht wurde: Tödlicher Podcast. Dieses werde ich mir natürlich auch zulegen und freu mich drauf!

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Eine Geschichte, die zu Tränen rührt...

Nicht weg und nicht da
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Eigentlich bin ich ja eher Fan von Thrillern und Fantasy-Romanen, aber bei diesem tollen Cover und dem Klappentext musste ich einfach das Buch haben! Es geht um Luise, die ihren Bruder durch Suizid verloren ...

Eigentlich bin ich ja eher Fan von Thrillern und Fantasy-Romanen, aber bei diesem tollen Cover und dem Klappentext musste ich einfach das Buch haben! Es geht um Luise, die ihren Bruder durch Suizid verloren hat. Sie ist verzweifelt und versteht die Welt nicht mehr. Da begegnet sie Jacob, der Gefühle in ihr weckt, die sie am Liebsten unterdrücken möchte… denn darf sie tatsächlich glücklich sein, wenn ihr Bruder so traurig war und nicht mehr auf dieser Welt sein möchte?
Mein Eindruck vom Buch:
Erstmal fand ich es schon mal klasse, dass die Geschichte in München spielt, meine Heimatstadt. Ich musste immer lächeln, sobald ich einen Ort entdeckte, den ich selber kenne. Luise ist wundervoll emotional gezeichnet und man kann als Leser spüren, wie aufgewühlt sie ist und wie durcheinander Jacob ihre Gefühlswelt bringt. Auch Jacob ist toll charakterisiert und seinen Bruder habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Der Schreibstil der Autorin ist klar und sie versteht es, Gefühle so authentisch zu Papier zu bringen, so dass man als Leser automatisch mitfühlt und greifen kann, wie Luise sich gerade fühlt. Ebenso hat sie Talent dafür, die Besonderheiten von zwischenmenschlichen Beziehungen realistisch darzustellen. Das hat vor allem bei Luises Konflikt mit ihrer Mutter bemerkt.

Fazit:
Zauberhaft! Es ist nicht nur eine Geschichte für Jungendliche, nein, diese Story berührt Menschen in jedem Alter zutiefst! Als ich bei den letzten Seiten ankam, habe ich Tränen vergossen und das ist mir schon seit Jahren nicht mehr passiert. Danke an Anne Freytag für dieses wunderbare Buch!

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Und wieder sind Mädels unterwegs...

One of the Girls
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Nach „The Hike“ war ich sehr gespannt auf einen weiteren Psychothriller von Lucy Clarke. Beim Klappentext fällt schon auf, dass sich der Aufbau der Geschichte stark an „The Hike“ anlehnt. Man trifft wieder ...

Nach „The Hike“ war ich sehr gespannt auf einen weiteren Psychothriller von Lucy Clarke. Beim Klappentext fällt schon auf, dass sich der Aufbau der Geschichte stark an „The Hike“ anlehnt. Man trifft wieder auf Freundinnen, diesmal eine Gruppe von 6 Mädels, und wieder verreisen sie zusammen. Meine Neugier wuchs, ob es Lucy Clarke mit diesem Schreibstil wieder gelingt, mich zu fesseln.

Mein Eindruck vom Buch:
Der Leser trifft, wie bereits erwähnt, auf sechs Freundinnen. Lexi möchte auf einer griechischen Insel ihren Junggesellinnenabschied feiern und bei der Ankunft sind alle begeistert: eine griechische Villa mit Meerblick und malerische Tavernen in weiß getünchten Straßen erwartet sie, der perfekte Ort also, um ausgelassen zu feiern. Doch die Idylle trügt und Lucy Clarke versteht sich darauf, auf die Folter zu spannen! Unterschwellig lässt sie immer mehr erkennen, dass die sechs Frauen, die größtenteils nicht unterschiedlicher sein können, schwerwiegende Geheimnisse verbergen. Doch die Fassade bröckelt immer mehr und die wahren Emotionen sind kurz vor dem Ausbrechen. Eifersucht, Neid, Missgunst und Versteckspiele treten schnell in den Vordergrund und durch den ständigen Perspektivenwechsel fällt es wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Das Ende fand ich nicht so ganz unvorhersehbar wie „The Hike“ und etwas arg melodramisch, dennoch hat es mich überzeugt und ich fand die komplette Story enorm fesselnd.

Fazit:
Ich könnte mir hier sehr gut eine Verfilmung vorstellen. So sehr mich auch die beiden Werke von Lucy Clarke gefesselt haben… ich bin mir unsicher, ob ich noch weitere Thriller von ihr lesen werden, da im Grunde der Aufbau immer gleich ist: Freundinnen verreisen und plötzlich kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. Nur das Setting ändert sich. Deshalb hoffe ich sehr, dass wir auch einen anderen Stil dieser Autorin kennenlernen werden, denn sie hat definitiv ein großes Talent dafür, Leser zu fesseln.

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