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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Enttäuschend

Als ich dich traf
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Nachdem ich ihr voriges Werk gelesen habe und mir das sehr gefallen hatte, wollte ich unbedingt auch ihr neues Werk lesen. Es war eine absolute Enttäuschung. Meine Erwartungen wurden so gar nicht erfüllt.

Der ...

Nachdem ich ihr voriges Werk gelesen habe und mir das sehr gefallen hatte, wollte ich unbedingt auch ihr neues Werk lesen. Es war eine absolute Enttäuschung. Meine Erwartungen wurden so gar nicht erfüllt.

Der Roman verbreitet durchweg Propaganda und Indoktrination. Ich hatte jetzt keine große Lust auf so viel politische und religiöse Themen.

Insgesamt haben mich zudem inhaltlich zwei Punkte extrem gestört. Eine Operation kann man nicht einfach so gut verstecken in meinen Augen. Zudem wirkte der Roman insgesamt wegen des Endes komplett unstimmig, nicht rund in sich. Da habe ich mich am Ende gefragt: Ja, wozu denn dann das Ganze überhaupt erzählt, wenn das das Fazit sein soll? Es wirkt als hätte es am Anfang eine wichtige Botschaft haben sollen und das Ende hat es einfach nur komplett vermasselt.

Ich denke, dass ich auf weitere Werke von Serle verzichten werde.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Negative Vibes durch und durch

Achtzehnter Stock
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Wanda, eine arbeitslose Schauspielerin im 18. Stock eines Plattenbaus in Berlin, lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter. Ihr großes Ziel ist, aus dem Elend herauszukommen. Das klingt spannend, aber an der ...

Wanda, eine arbeitslose Schauspielerin im 18. Stock eines Plattenbaus in Berlin, lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter. Ihr großes Ziel ist, aus dem Elend herauszukommen. Das klingt spannend, aber an der Umsetzung hapert es.

Es gibt durchweg kaum einen roten Faden, Wanda ist von vorn bis hinten unsympathisch. Versucht sich als gute Mutter und versagt. Am Anfang dachte ich, sie ist eine rücksichtslose Mutter, am Ende bekam ich das Gefühl, sie ist eine latente Helikoptermutter.

Ihre besten Freundinnen leben im gleichen Bau und heißen Ming und Aylins Mutter. Durchweg hat diese Frau keinen Namen bekommen. Das hat mich so genervt. Wer macht das? Wer geht durchs Leben und hat mit einer Person täglich Kontakt, übergibt sein eigenes Kind in die Obhut der besten Freundin/Nachbarin und kennt den Namen nicht?

Das Ende konnte mich dann auch nicht überzeugen. Im Großen und Ganzen und der Roman eine Warnung an alle, die den falschen Partner und den falschen Karriereweg einschlagen wollen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Verzettelt

Die blaue Stunde
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Paula Hawkins hat sich in meinen Augen in ihrem neuen Werk Die blaue Stunde mit den vielen Charakteren ein bisschen verzettelt. Es ist seitenweise nichtssagend und langweilig. Daher wirkt es zäh und öde.

Es ...

Paula Hawkins hat sich in meinen Augen in ihrem neuen Werk Die blaue Stunde mit den vielen Charakteren ein bisschen verzettelt. Es ist seitenweise nichtssagend und langweilig. Daher wirkt es zäh und öde.

Es geht um eine tote Künstlerin, die in einem ihrer Werke einen menschlichen Knochen verwendet hat. Nun ist es an der Zeit herauszufinden, wem der Knochen gehörte und woher sie ihn hatte...

Es gibt zudem Handlungsort- und Zeitsprünge. Alles in allem sehr verwirrend. Man muss sich extrem gut konzentrieren, um mitzukommen und alles zu nachvollziehen zu können und merken. Ich will aber beim Lesen den Kopf abschalten und entspannen.

Persönlich finde ich es zudem extrem langweilig, wenn der Protagonist den Fall löst, indem eine andere Person einfach alles erzählt. Ich will lieber, dass er auf die Lösung durch Forschen und Recherchieren kommt.

Ich fand daher Woman on the train viel besser und spannender als diesen vor sich hin dümpelnden Roman.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Magisch

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Nachdem rund um Matt Haig in den letzten Jahren solch ein Hype ausgebrochen ist, wollte ich die Hysterie um ihn verstehen und habe zu seinem neuen Buch gegriffen mit großen Erwartungen. Nach dem Beenden ...

Nachdem rund um Matt Haig in den letzten Jahren solch ein Hype ausgebrochen ist, wollte ich die Hysterie um ihn verstehen und habe zu seinem neuen Buch gegriffen mit großen Erwartungen. Nach dem Beenden kann ich den Trubel um sein Talent nicht verstehen, zumindest nicht bei diesem Roman.
Es fing alles ganz normal und interessant an. Der Roman wirkte halbwegs relateable und halbwegs logisch. Man muss immer etwas um die Ecke denken, wenn nicht Blutsverwandte Großes erben, aber da habe ich gerne ein Auge zugedrückt. Mit Fortschreiten im Roman wurde es aber plötzlich magisch und ging mir zu sehr ins Abstruse Mystische. Ich kann mit Vorsehung und Wahrsagerei absolut nichts anfangen. Daher war ich einfach nur negativ verblüfft, verwirrt, verwundert und enttäuscht.

Die Protagonistin war langweilig und nervte mit ihren Erzählungen über Tote und ihre Planlosigkeit. Der Trip durch Ibiza war dabei noch das Schönste. Aber auch ein Hauch zu viel Christentum dabei.

Von mir eine mäßige Empfehlung. Gerne an Menschen, die an Hellseherei glauben.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Dümpelt

Das Wesen des Lebens
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Das Werk klingt interessant und außergewöhnlich. Es sticht aus der breiten Masse an Romanen heraus mit ihrer einzigartigen Idee. Allerdings konnte mich der Inhalt leider so gar nicht überzeugen. Es ist ...

Das Werk klingt interessant und außergewöhnlich. Es sticht aus der breiten Masse an Romanen heraus mit ihrer einzigartigen Idee. Allerdings konnte mich der Inhalt leider so gar nicht überzeugen. Es ist extrem wissenschaftlich. Es fühlte sich teilweise an, als ob ich eine trockene Abhandlung lesen würde. Stellenweise so zäh und mitunter uninteressant, dass ich nur mit den Augen las, aber den Geist abgeschaltet habe und gedanklich abgedriftet war.

Empfehlenswert für Menschen, die sich für die Materie wirklich intensiv interessieren und gerne über die Vergangenheit lesen und dabei vor allem großen Wert auf ausführliche, detaillierte Ausschmückungen und Beschreibungen legen. Der Roman ist nicht chronologisch, sondern springt in der Zeit und ist teilweise wie ein Museumskatalog aufgebaut, in dem Exponate detailliert mit Stichpunkten vermerkt wurden.

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