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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Eine sehr gelungene Adaption für jüngere Leser*innen

Animox als Comic-Roman 3. Die Stadt der Haie
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Meine Meinung:
Wir sind große Fans der fantastischen Animox-Reihe von Aimée Carter und haben bereits alle Bände, inklusive der „Erben der Animox“, regelrecht verschlungen.

Für etwas jüngere Lesende wurde ...

Meine Meinung:
Wir sind große Fans der fantastischen Animox-Reihe von Aimée Carter und haben bereits alle Bände, inklusive der „Erben der Animox“, regelrecht verschlungen.

Für etwas jüngere Lesende wurde die Reihe nun in Form von Comic-Romanen herausgebracht. Hier ist der Inhalt der Originalromane deutlich verkürzt, die Sprache etwas einfacher gehalten und viele Szenen werden in stimmungsvollen Comic-Abschnitten erzählt. Schriftbild und Zeilenabstand sind etwas größer, so dass die Comic-Romane mit einer Leseempfehlung ab 8 Jahren (die Original-Romane werden ab 10 Jahren empfohlen) angegeben sind, der ich mich anschließen kann.

Ich war wirklich erstaunt, wie gut es hier gelungen ist, die deutlich zusammengekürzte Geschichte zu erzählen, ohne dass wesentliche Punkte entfallen wären. Dadurch weisen die Comic-Romane natürlich ein noch höheres Tempo auf, so dass man hier regelrecht „hindurchfliegen“ kann, denn auch die Comic-Romane haben das gleiche Suchtpotenzial wie die Romane. Die vielen Comic-Abschnitte sorgen dabei für Abwechslung und zwischenzeitliche „Erholung vom Lesen“ und fangen Stimmung und Action perfekt ein.

Alles in allem eine sehr gelungene Adaption der Animox-Romane, mit denen man die jungen Lesenden ganz schnell an diese packende Reihe „fesseln“ kann.

Sehr gut gemacht!

FAZIT:
Die Animox-Bücher sind einfach großartig – auch in dieser Adaption!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2025

Ein stimmungsvoller und atmosphärischer Wohlfühl-Krimigenuss

Salute - Die letzte Fahrt
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„Schau nicht so weit nach vorne und nicht so weit nach hinten. Sonst übersiehst du das Hier und Jetzt“ (S. 259)

Meine Meinung:
„Die letzte Fahrt“ ist nach „Der letzte Espresso“, in dem ein Toter im Café ...

„Schau nicht so weit nach vorne und nicht so weit nach hinten. Sonst übersiehst du das Hier und Jetzt“ (S. 259)

Meine Meinung:
„Die letzte Fahrt“ ist nach „Der letzte Espresso“, in dem ein Toter im Café von Neu-Barista Paul „Paolo“ Zeitler aufgefunden wurde, der zweite Fall für den Ex-Kommissar aus München und sein italienisches Pendant Commissario Lanza.

Wie von Friedrich Kalpenstein gewohnt und von mir bevorzugt, lässt der Fall nicht lange auf sich warten: schon auf Seite 5 treibt die Leiche des lokalbekannten Bootsbauers mit Hang zu Glücksspiel, Vincenzo Morelli, im Gardasee. Natürlich triggert das die Kriminaler-Gene Zeitlers und er nimmt beherzt die Spur auf. Schnell gibt es ein Wiederlesen mit einigen alten Bekannten aus Band eins, was mir ebenfalls gefällt und dafür sorgt, dass ich mich wieder ruck-zuck „mittendrin“ fühle. Natürlich ergänzt der Autor seine „Stamm-Crew“ nach und nach um ein paar fallbezogene Charaktere, so dass das Ensemble für diesen Band zügig Formen annimmt.

Neben dem Fall kommt natürlich auch diesmal das „Dolce Vita“-Feeling nicht zu kurz, so dass ich beim Lesen den ein oder anderen Espressoduft in der Nase oder manch einen Italo-Hit im Ohr zu vernehmen meine. So macht mir das Mit-Ermitteln einfach Spaß und lässt mich den grauen deutschen Winter vollkommen vergessen. Gespannt begleite ich Zeitlers und Lanzas parallel verlaufende Ermittlungsbemühungen und mache mir dabei so meine ganz eigenen Gedanken, wer sich wohl für diese Tat verantwortlich zeigen könnte.

Am Ende überrascht mich Friedrich Kalpenstein einmal mehr mit seiner Auflösung, die ich in dieser Form und Dimension nicht vorhergesehen habe und die mein Krimifreund-Herz voll und ganz befriedigt. Dazu verbleibt nach dem Zuklappen des Buches noch ein wohliges Bauchgefühl, als hätte ich gerade einen Kurztrip an den Gardasee hinter mir.

FAZIT:
Molto ben fatto, Frederico Kalpenpietra!

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein genial-verrückter Comic-Spaß in großartigen Bildern

Willkommen in Gravity Falls - Verschollene Legenden
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„Aber Mr Pines, Comics sind eine echte Kunstform! Wie Ostereierbemalen oder Straßenpantomime.“

Meine Meinung:
Vier verschollene Legenden und nie erzählte Abenteuer, erzählt von Shmebolock – ja, richtig: ...

„Aber Mr Pines, Comics sind eine echte Kunstform! Wie Ostereierbemalen oder Straßenpantomime.“

Meine Meinung:
Vier verschollene Legenden und nie erzählte Abenteuer, erzählt von Shmebolock – ja, richtig: erzählt! Denn einmal in 1000 Jahren bekommt dieser kleine Kobold seine Fähigkeit zu sprechen zurück! Und das nutzt er hier ganz grandios und erzählt uns wie Patricia lernt, dass Schönheit nicht alles ist, wie Gronkel Stan in einen Comic eingesogen wird, was alles im unheimlichen Mabel-Versum (was für ein geniales Wortspiel!) vor sich geht und last but noch least noch eine ganz besondere Geschichte: über die ursprünglichen Mystery-Zwillinge – Stan & Ford! Inklusive Shanklin, dem Killer-Opossum, einer überraschenden Mystery-Zwillings-Konkurrenz und natürlich… dem Jersey-Teufel!

Wow – obwohl ich ehrlicher Weise Gravity Falls zuvor nicht kannte, bin ich nach diesem Comic vollauf begeistert! Die Geschichten sprühen nur so vor phantastischen und abgedrehten Ideen und wunderbar schrägem Humor, egal ob Ober-Gauner „Mr. Gesichtslos“ oder auch dem skurrilen „Garfield-Odie-Mix“ namens „Spotti“. So abgedrehte und gleichzeitig fesselnde Storys liest man wirklich selten!

Aber (mindestens!) genauso genial wie die Stories sind die Zeichnungen. Jede Seite ist ein reiner Augenschmaus und die dreizehn (!) Zeichner, die hier mitgewirkt haben, erklären die große Abwechslung bei den Illustrationen, was am besten bei der rasanten „Stil-Fluktuation“ in der Story „Comixe Ereignisse“ ersichtlich wird, wo es von Vintage bis Manga geht! Großartig, einfach nur großartig!

FAZIT:
Einfach großartig – Gravity Falls hat mit mir einen neuen Fan gewonnen!

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Ein klassischer Krimi in sehr atmosphärischen Bildern

Der Passagier der Polarlys
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Meine Meinung:
Es handelt sich hier um eine Graphic Novel, die auf dem 1930 verfassten Krimi des belgischen Schriftstellers Georges Simenon basiert. Die Geschichte beginnt im freizügigen Treiben von Paris, ...

Meine Meinung:
Es handelt sich hier um eine Graphic Novel, die auf dem 1930 verfassten Krimi des belgischen Schriftstellers Georges Simenon basiert. Die Geschichte beginnt im freizügigen Treiben von Paris, wechselt dann aber schnell den Schauplatz auf den Dampfer „Polarlys“, der von Hamburg aus seine Versorgungsfahrt bis ins Eismeer des nördlichen Norwegens aufnimmt.

Es ist eine dunkle Geschichte, die hier in düsteren und sehr atmosphärischen Bildern erfolgreich umgesetzt wurde. Mit seiner überschaubaren Anzahl an teils zwielichtigen Charakteren, lebt diese Geschichte vor allem von dem räumlich stark eingegrenzten Schauplatz des Linien-Dampfers. Während draußen auf See, vor der winterlichen Küste Norwegens, die Lebensumstände immer feindlicher werden, häufen sich auf der Polaris die rätselhaften Vorfälle. Obgleich Polizei mit an Bord ist, kommt es hier aber – ganz standesgemäß – dem intelligenten Kapitän der Polarlys zu, diesen Fall unaufgeregt, aber genauso unnachgiebig zu verfolgen.

Es ist ein klassischer Who-Dun-It-Krimi und ein Abbild seiner Zeit in den ausklingenden goldenen 20er Jahren. Die Vorzeichen des aktuellen Weltgeschehens werden immer düsterer und so spiegelt diese Graphic Novel das auch gekonnt wider. Die Zeichnungen sind in gedeckten Farben gehalten, die Lichtgestaltung ist dunkel. So versprühen die Bilder eine dichte, trostlose und stets latent gefährliche Atmosphäre.

Es hat mir großen Spaß gemacht, dieser Geschichte zu folgen und die Bilder auf mich wirken zu lassen. In einem Rutsch habe ich diese (nicht nur) für Liebhaber klassischer Krimis sehr empfehlenswerte Graphic Novel verschlungen und genossen. Danke!

FAZIT:
Eine klassische who-dun-it-Story mit düsterer Atmosphäre und sehr gekonnt in fesselnden Bildern erzählt.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Der perfekte Reisevorbereiter und -begleiter

MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER London MM-City
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Wir planen derzeit einen mehrtägigen Trip nach London nächstes Jahr und waren auf der Suche nach guten Inspirationsquellen dafür. Mit Ralf Nestmeyers Reiseführer sind wir definitiv fündig geworden!
Die ...

Wir planen derzeit einen mehrtägigen Trip nach London nächstes Jahr und waren auf der Suche nach guten Inspirationsquellen dafür. Mit Ralf Nestmeyers Reiseführer sind wir definitiv fündig geworden!
Die Umschlaginnenseiten bieten eine Übersichtskarte der Londoner Innenstadt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten (gut, das bieten die meisten Reiseführer), aber auf der hinteren Umschlaginnenseite ist der Netzplan der Londoner U-Bahn abgedruckt und das finde ich schon extrem praktisch. Dazu kommt noch ein ausfaltbarer Stadtplan, der den wichtigsten Bereich abdeckt. Sehr gute Grundausstattung also.

Der Reiseführer beginnt mit zwölf Seiten „Orientiert in London“, auf denen der Autor uns einen ersten kurzen & knackigen Überblick über die Stadt und die Hauptsehenswürdigkeiten sowie Tipps zum Essengehen, Ausgehen und Shopping gibt. Danach hat man auf jeden Fall schon eine gehörige Portion Fernweh nach London und die ersten konkreten Ideen für die eigene „London-Bucketlist“.

Das Herzstück des Reiseführers sind aber unbestritten die von Nestmeyer ausgearbeiteten 18 Touren durch London, die jeweils sehr ausführlich beschrieben und bebildert sind und Vorstellungen aller wichtigen Sehenswürdigkeiten auf der Route beinhalten. Zu jeder Route gibt es auch einen entsprechenden Kartenausschnitt (mit Markierung des Start- und Endpunkts) und nahegelegene Gastro- und Shoppingtipps. Entfernungsangaben fehlen zwar, aber alle Routen sind von den Entfernungen recht kurzgehalten und damit zurecht auch als „Spaziergänge“ tituliert, so dass man seine Urlaubszeit mit dem Bestaunen der vielen Sehenswürdigkeiten verbringen kann, anstatt viel Zeit darauf zu verwenden, von A nach B zu kommen.

Dazu gibt es noch vier Ausflugsvorschläge in die Umgebung von London, auch wenn diese mehr zu bieten hat als nur diese vier Ziele. Da der Reiseführer aber nun mal den Fokus auf London legt (was allein ja schon mehr als genug Interessantes zu bieten hat!), empfinde ich die vier Tipps als nettes „add-on“, wenn man genug Reisezeit zur Verfügung hat und den Trubel der Londoner City mal hinter sich lassen möchte.

Im letzten Drittel des Reiseführers findet mal alles an Informationen, was man wissen muss, von der Anreise über Geschichte & Kultur bis hin zu einem Veranstaltungskalender und einem kleinen Speisenlexikon – und sogar Literaturtipps gibt es hier! Wirklich umfangreich und hilfreich. So bleibt (zumindest bei mir) keine Frage offen! 😊

Ein tolles Zusatz-Gimmick ist die „Mmtravel“- App, für die sich ein Freischaltcode im Buch befindet, der einem den Zugang zum Online-Reiseführer für 12 Monate bietet. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, da ich es erst kurz vor Reiseantritt freischalten werde.

FAZIT:
Voller praktischer Tipps und Ideen, mitunter auch abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

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