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Veröffentlicht am 01.12.2024

Spukt es?

Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Die Totengräber-Serie 3)
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In der Gruft des Stephansdoms liegt ein Toter und auf der Tatortfotografie erscheint eine schemenhafte Gestalt, die sich scheinbar über den Toten beugt. Hat sich hier ein Geist an dem Kritiker spiritistischer ...

In der Gruft des Stephansdoms liegt ein Toter und auf der Tatortfotografie erscheint eine schemenhafte Gestalt, die sich scheinbar über den Toten beugt. Hat sich hier ein Geist an dem Kritiker spiritistischer Methoden gerächt? Leopold von Herzfeldt ermittelt zusammen mit Julia Wolf und auch der Totengräber Augustin Rothmeyer trägt seinen Teil zur Lösung dieses Falls und dem der verschwundenen Waisenkinder von Margareten bei.

In diesem Buch dreht sich alles um Geister und deren Beschwörung. Im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts waren spiritistische Sitzungen ganz groß in Mode. Der Tote war ein Freund des Chefs von Leopold und noch dazu Jude und hat vehement gegen den Spiritismus protestiert und versucht die diversen Scharlatanerien aufzudecken. So taucht Leopold wieder einmal in die High Society von Wien ein und muss feststellen, dass nicht nur Betrügereien hinter dem Ganzen stehen. Zusätzlich kommt ein Fall auf, in dem immer wieder Kinder aus dem Waisenhaus in Margareten verschwinden. Gemeinsam mit Rothmayer, Anna und kurioserweise auch Arthur Conan Doyle, der sich gerade in Wien aufhält, versucht Leopold herauszufinden was dahinter steckt.

Das Buch liest sich wieder sehr flüssig und das Kopfkino läuft von der ersten Seite an. Das Verhältnis zwischen Julia und Leopold ist wieder ein zentrales Thema der Geschichte. Leopold ist eifersüchtig und Julia fragt sich, wie es mit ihnen beiden weitergehen soll. Das Eintreffen von Leopolds Mutter in Wien zeigt immer mehr, dass Julia gesellschaftlich ganz anders aufgewachsen ist und sich solche Unterschiede nicht so leicht überbrücken lassen.

Alles in allem war es ein spannendes Buch, dass allerdings an manchen Ecken zu ausführlich war. Und manch einen Schlenker hätte man sich durchaus schenken können. Trotzdem werden am Ende alle Knoten sauber aufgelöst. Ich mag vor allem die gelungenen Beschreibungen des Lokalkolorits und die nebenbei einfließenden Informationen zur Wiener Gesellschaft der damaligen Zeit.

Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird, ein weiterer Band der Reihe ist bereits angekündigt.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Beschauliche Weihnachten

Ein irisches Weihnachtsfest
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Es geht auf Weihnachten zu in Ballybucklebo. Das merkt man auch in der Praxis, die Erkältungskrankheiten nehmen zu und auch O’Reilly erwischt es diesmal. Doch Barry kommt mittlerweile auch gut alleine ...

Es geht auf Weihnachten zu in Ballybucklebo. Das merkt man auch in der Praxis, die Erkältungskrankheiten nehmen zu und auch O’Reilly erwischt es diesmal. Doch Barry kommt mittlerweile auch gut alleine klar und kann die Einwohner mittlerweile alleine behandeln. Von deren Seiten wächst das Vertrauen in sein Wissen immer mehr. Und auch ein konkurrierender Arzt in der Umgebung kann den beiden auf Dauer die Patienten nicht abnehmen.

Der dritte Band der Reihe um die beiden Ärzte in Ballybucklebo spielt nun in der Vorweihnachtszeit und zeigt uns all die Vorbereitungen, die es damals in dieser Zeit gab. Es wird gekocht und für’s Krippenspiel geprobt, Weihnachtsfeiern werden vorbereitet und dafür genutzt Menschen aus dem Dorf unauffällig unter die Arme zu greifen.

Und auch die Beziehungen der beiden Ärzte spielen eine Rolle. O’Reilly verkuckt sich immer mehr in seine Jugendliebe und Barry bangt um seine Beziehung zu Patricia, die in England scheinbar ein sehr aufregendes Leben führt.

Mir hat dieser dritte Weihnachtsband sehr gut gefallen. Es passiert recht viel, aber es wird nicht künstlich Spannung aufgebaut. Man bekommt beim Lesen den Eindruck direkt am Dorfleben teilzuhaben. Das erzeugt ein absolutes Wohlgefühl. Nicht alles ist gut in diesen Zeiten, aber Ballybucklebo ist ein guter Ort zum Leben hat man das Gefühl. Hier wird niemand zurückgelassen oder auf Dauer ausgeschlossen.

Ich muss sagen ich mag diese Reihe wirklich sehr und würde mich freuen, wenn der Verlag noch mehr Bände übersetzen würde. Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung! Das Buch ist eine schöne, entspannende Lektüre in der Vorweihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Die Beschützer KI

Das verborgene Weihnachtskind
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Die KI Athena bemüht sich allen Bewohnern des Hauses, in dem sie installiert wurde so gut wie möglich gerecht zu werden. Dabei entwickelt sie tatsächlich so etwas wie einen Beschützerinstinkt. Als am Weihnachtsabend ...

Die KI Athena bemüht sich allen Bewohnern des Hauses, in dem sie installiert wurde so gut wie möglich gerecht zu werden. Dabei entwickelt sie tatsächlich so etwas wie einen Beschützerinstinkt. Als am Weihnachtsabend Fremde ins Haus eindringen und versuchen die Tochter eines einflussreichen Managers zu kidnappen, bringt sie mit ihrem Wissen die Bewohner des Hauses dazu, das Kind zu beschützen und sie damit im Kampf gegen die Fremden zu unterstützen.

Das Buch spielt in einer Zukunft, in dem Dinge, wie wir sie täglich benutzen nur noch von exzentrischen Menschen genutzt werden, die das Leben in der Vergangenheit als Lifestyle nutzen um sich und ihrem Reichtum zu präsentieren.

Und da gibt es noch Heinrich, einen alten Professor, der sich der neuen Lebensweise so gut wie entzieht. Er ist der einzige, der die KI nicht nutzt und sie aus seinem Leben ausschließt. Und genau dies macht ihn am Ende zum perfekten Retter für das kleine Mädchen.

Dabei treffen Weihnachtsbräuche, die niemand mehr kennt und moderne Lebensweise aufeinander. Titus Müller gelingt es in dieser Geschichte diese Gegensätze zu vereinen. Der Einsatz von KIs im Alltag wird ja derzeit noch kritisch gesehen, aber hier wird diese am Ende zum Märtyrer, als sie alles tut um die Bewohner gegen die Eindringlinge von außen zu schützen.

Ein schönes Buch, dass Mut macht, dass in der Zukunft durch Neuerungen auch gute Dinge entstehen können und man altes mit neuem in Einklang bringen kann.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

guter dritter Teil

Vor der Stille
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Der dritte Fall für Hanna Will und Jan de Bruyn ist wieder einmal recht spannend gestaltet. Eine junge Frau wird ermordet und die lokale Polizei kommt nicht weiter. So werden die beiden hinzugezogen. Bald ...

Der dritte Fall für Hanna Will und Jan de Bruyn ist wieder einmal recht spannend gestaltet. Eine junge Frau wird ermordet und die lokale Polizei kommt nicht weiter. So werden die beiden hinzugezogen. Bald stellt sich heraus, dass die Frau erotische Fotos und Videos auf einer Internetplattform vertrieben hat. Hat der Mord damit zu tun? Oder kommt der Täter aus einem ganz anderen Umfeld?

Ich fand den Fall sehr interessant und ich bin auch nicht vorab auf den Täter gekommen. Schön war auch, dass sich die Beziehung zwischen Jan und Hanna weiterentwickelt. Hier passiert nicht alles auf einmal, die beiden nähern sich Buch für Buch mehr aneinander an, was ich als sehr angenehm empfinde.

Manche Dinge wiederholen sich zu den Vorbänden, wie z.B. das meist eher schlechte Verhältnis zu den Kollegen, die die beiden angefordert haben und die ewigen GPS Tracker, die Hanna in jedem Band wieder zum Einsatz bringt. Trotzdem merkt man auch, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und verändern. Hanna ist bei weitem nicht mehr so kratzbürstig wir im ersten Band.

Ich kann daher diesen Band der Reihe nur empfehlen, da lohnt sich das dranbleiben

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Freundschaft

Das Winterhotel
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Erica, Claudia und Anna treffen sich jedes Jahr einmal für eine Woche um ihren Leseclub aus College Zeiten wieder aufleben zu lassen. Dieses Jahr findet das Ganze im Maple Sugar Inn von Hattie statt, einem ...

Erica, Claudia und Anna treffen sich jedes Jahr einmal für eine Woche um ihren Leseclub aus College Zeiten wieder aufleben zu lassen. Dieses Jahr findet das Ganze im Maple Sugar Inn von Hattie statt, einem Hotel, das perfekt auf die Vorweihnachtszeit einstimmt. Also gar nicht Ericas Stil, die normalerweise schicke Boutique Hotels bevorzugt. So machen sich Anna und Claudia schon etwas Gedanken, was mit Erica denn los sein könnte. Aber auch die beiden haben mit ihrem Leben zu kämpfen und mit Veränderungen zu leben.

Hattie hat dagegen alle Hände voll zu tun um mit ihrem Hotel klar zu kommen. Das Personal ist aufmüpfig und Hattie weiß nicht, wie sie das Hotel im Stil ihres verstorbenen Mannes weiterführen soll und dabei auch ihre Tochter nicht zu vernachlässigen. Am Ende ändert der Besuch der drei Freundinnen nicht nur deren Leben, sondern auch Hatties.

Sarah Morgans neuester Weihnachtsroman bietet wieder eine tolle Wohlfühllocation. Nicht nur das Hotel ist toll beschrieben und lädt ein, sich dorthin zu wünschen, auch der ortsansässige Buchladen scheint ein Traum für Buchliebhaber zu sein. Die drei Frauen um die vierzig sind teilweise in ihrer Art ein wenig drüber. Anna ist zu sehr Mutter, Claudia zu sehr niedergeschlagen und Erica zu sehr auf Unabhängigkeit getrimmt. Aber die Autorin schafft es auch diesmal daraus ein wunderbares Miteinander zu schaffen, bei dem man am Ende das Gefühl hat, dass jetzt endlich alles am richtigen Platz ist. Wie Hattie hier ins Spiel kommt deutet sich nach und nach an und bestimmt den zweiten Teil des Buches. Mir hat die Wendung gut gefallen und sie war glaubwürdig in den Handlungsverlauf eingebettet.

Alles in allem war das Buch ein schöner weihnachtlicher Roman, der gemütliche Lesestunden bietet und Lust darauf macht auch ein so tolles Hotel zu besuchen.

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