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Veröffentlicht am 24.02.2025

Wieder ein absoluter Wohlfühlroman

This could be home
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"This could be home" ist der zweite Band der Hawaii-Love-Trilogie von Lilly Lucas.

Im ersten Band durften wir bereits die Liebesgeschichte zwischen Tennisprofi Louisa und Surferboy und Hostel-Besitzer ...

"This could be home" ist der zweite Band der Hawaii-Love-Trilogie von Lilly Lucas.

Im ersten Band durften wir bereits die Liebesgeschichte zwischen Tennisprofi Louisa und Surferboy und Hostel-Besitzer Vince Greenfield verfolgen.
Im zweiten Band steht nun seine Schwester Laurie im Fokus der Geschichte.

Laurie studiert eigentlich gerade noch und möchte später was im Marketing machen. Doch ihre Auszeit auf Hawaii bringt sie zum Nachdenken, ob sie sich nicht doch etwas anderes im Leben wünscht. Zufällig stößt sie auf eine Anzeige, in der RettungsschwimmerInnen gesucht werden und ihr Interesse ist geweckt.

Über ihren Kumpel Chip gelangt sie an ein Praktikum bei den Rettungsschwimmern. Betreuen soll sie Chips Bruder Tristan - doch der ist mehr als skeptisch, ob Laurie den harten Bedingungen an der rauen North Shore standhält. In Laurie steckt jedoch mehr, als er zuerst vermutet hatte. Und auch Laurie überdenkt bald ihren ersten negativen Eindruck von Tristan, scheint ihm doch etwas auf der Seele zu lasten, dass ihn so unnahbar erscheinen lässt ...

Es hat nur wenige Seiten gebraucht, um mich innerlich ins sonnige Hawaii zu transportieren. Durch Lauries Tätigkeit als Rettunsschwimmerin befinden wir uns in der Geschichte viel am Strand und lernen auch einiges über die Bedingungen als Lifeguard dort. Diese sind härter als gedacht und gerade deswegen gibt es nur wenige Frauen in dem Beruf.

Laurie lernt man im ersten Band als etwas schüchterne oder unsichere Schwester von Vince kennen. Es war schön, sie im zweiten Band besser kennenzulernen und mitzuerleben, wie sie im Gespräch mit Tristan für sich einsteht und als Rettungsschwimmerin an den Herausforderungen wächst.

Die Liebesgeschichte mit Tristan beinhaltete die Tropes Grumpy x Sunshine, Enemies-to-Lovers und Slow Burn. Laurie und Tristan nähern sich langsam an, es gibt einige Missverständnisse, aber auch immer eine unbestreitbare Anziehung. Es wird zudem versucht, viel über Kommunikation zu lösen. Es gab einen Punkt, den ich leider als moralisch fragwürdig und nicht ganz nachvollziehbar empfunden habe - falls ihr das Buch schon gelesen habt, wisst ihr vielleicht, welche Szene ich meine.

Ansonsten war es eine wunderschöne cozy Lovestory, die für mich sogar noch größere Hawaii-Vibes hatte, als Band eins. Immer wieder wird es auch emotional oder berührend, wenn Schicksalsschläge thematisiert werden.

Laurie selbst war eine liebenswerte Protagonistin und auch die Nebenfiguren bekommen ihre eigenen kleinen Geschichten - wie bei Kay und Gabe. Ich freue mich darauf, im dritten Band noch einmal zu allen liebgewonnenen Figuren nach Hawaii zurückzukehren.


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Veröffentlicht am 31.12.2024

Witzig und herzerwärmend

Fake Dates and Fireworks
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"Fake Dates und Fireworks" von Kira Groh erschien mir wie die perfekte Abschlusslektüre für dieses Jahr.

Becca und Nils lernen sich an Silvester kennen und haben einen One-Night-Stand. Seitdem haben ...

"Fake Dates und Fireworks" von Kira Groh erschien mir wie die perfekte Abschlusslektüre für dieses Jahr.

Becca und Nils lernen sich an Silvester kennen und haben einen One-Night-Stand. Seitdem haben sie den Kontakt miteinander nie verloren. Für das 10. Jubiläum ihres jährlichen ONS hat Becca nun einen Aufenthalt in einem romantischen Chalet in den Alpen geplant. Hier möchte sie Nils endlich ihre Liebe gestehen. Außerhalb ihrer Treffen an Silvester sehen sie sich nicht - das möchte Becca endlich ändern.

Doch im Chalet läuft nichts so wie gedacht: Erst trifft Becca auf Raphael, der der Onkel einer ihrer Schützlinge aus dem Kindergarten ist und sich mit seiner chronischen Unzuverlässigkeit die Antipathien von Becca eingespielt hat.

Und dann taucht Nils auch noch mit einer Verlobten auf, von der Becca nichts wusste.

In ihrer Verzweiflung fragt sie Raphael, ob er ihren Fake-Freund spielen würde. Dabei fliegen zwischen den beiden schon die Funken, als Becca gedanklich eigentlich noch mit ihrer unglücklichen Affäre mit Nils beschäftigt ist ...

Der Schreibstil ist so locker und witzig, dass ich echt einige Male lachen musste. Dabei fehlt es in der Geschichte aber keinesfalls an den tiefgründigen oder nachdenklichen Momenten. So ist die Affäre zwischen Becca und Nils toxisch und sogar schon eine Freundschaft dadurch zerbrochen - doch Becca kann Nils nicht loslassen.

Und auch wenn Becca teilweise recht naiv auftritt oder dazu neigt, sich selbst zu belügen, hat Kyra ihre Figur doch so liebevoll beschrieben, dass man Verständnis hat und mit ihr mitfühlt.

Wer ein Buch sucht, das einen gleichermaßen zum Lachen und Nachdenken bringt, sollte zu "Fake Dates und Fireworks" lesen.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Spannender historischer Plot mit starken Frauenfiguren

Sisters in Blood - Der Schwur
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"Sisters in Blood - der Schwur" von Genevieve Gornichec ist eine Neuerzählung der isländischen Saga von Gunnhild und Erik.

"Eine von euch verdunkelt die Zukunft der anderen. Auf Gedeih und Verderb sind ...

"Sisters in Blood - der Schwur" von Genevieve Gornichec ist eine Neuerzählung der isländischen Saga von Gunnhild und Erik.

"Eine von euch verdunkelt die Zukunft der anderen. Auf Gedeih und Verderb sind eure Schicksale miteinander verwoben."

Dies ist die Weissagung, die den Schwestern Oddny und Signy und ihrer engen Freundin Gunnhild gemacht wird. Ihre Chancen, eine gute Ehe zu schließen, scheinen danach hoffungslos - niemand traut sich, eine "verfluchte" Frau zu heiraten. Dafür versprechen sie sich gegenseitig jedoch mithilfe eines Blutschwurs, immer füreinander da zu sein.

Gunnhild entschließt sich, der Weissagung und ihrem lieblosen Elternhaus zu entkommen, in dem sie mit der Seherin mitgeht und sich von ihr ausbilden lässt. Oddny und Signy bleiben zurück, hoffen für ihre Freundin aber das Beste.

Zwölf Jahre vergehen, in denen Gunnhild heimlich über ihre Freundinnen wacht. Dann wird der Hof der beiden Schwestern überfallen und Signy von Wikingern entführt.
Gunnhild und Oddny setzen daufhin alles daran, Signy zu retten ...

Ich lese nicht häufig historische Romane oder solche über nordische Mythologie und war überrascht, wie sehr mich diese Geschichte mitgerissen hat!

Es wird sowohl aus der Sicht von Gunnhild, als auch aus der von Oddny erzählt. In der Handlung dieses Buches steckt eine detaillierte Recherche, die die Autorin mit einem konstanten Spannungsbogen und starken Frauenfiguren verbindet. Diese versuchen, gegen Widerstände und trotz Schicksalsschlägen ihren eigenen Weg zu gehen. Obwohl die Geschichte in den frühen 900er-Jahren in Norwegen spielt, werden auch immer wieder Bezüge zu aktuelleren Themen geschaffen.

Zwar setzt die Handlung am Anfang eher den Fokus auf die Einführung der Figuren und ihrer Welt, wird dann aber schnell spannungsgeladener und wirft Fragen auf, die ich unbedingt beantwortet haben musste.

"Sisters in Blood" möchte ich nicht nur Menschen ans Herz legen, die Fans von Wikingergeschichten und historischen Romanen sind, sondern auch solchen, die sonst nicht so viel in diesem Genre unterwegs sind und Lust auf ein fesselndes Buch mit einem bildlichen Schreibstil und einnehmenden Figuren haben.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Freundschaften in allen Facetten

Hot Mess
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Lexi, Joanne und Claire haben teilweise Freundinnen, die sie schon seit ihrer Kindheit begleiten.

Lexi moderiert mit ihrer besten Freundin Amanda einen Podcast, der sehr erfolgreich ist.

Joanne ist ...

Lexi, Joanne und Claire haben teilweise Freundinnen, die sie schon seit ihrer Kindheit begleiten.

Lexi moderiert mit ihrer besten Freundin Amanda einen Podcast, der sehr erfolgreich ist.

Joanne ist die erste Mama in ihrem Freundeskreis. Während sie sich um ihr Baby kümmert, feiern ihre Freundinnen weiter Partys. Auch von ihrem Freund Bert fühlt sie sich unverstanden und entwickelt mit der Zeit eine richtige Abneigung gegen ihn.

Claire ist versunsichert, weil es in der WhatsApp-Gruppe mit ihren Freundinnen immer ruhiger wird. Haben sie eine Gruppe ohne sie gegründet?

Hot Mess wird aus wechselnder Sicht der drei Frauen erzählt. Jede der drei hat einschneidende Erlebnisse oder Umbrüche in ihrem Leben erfahren oder zweifelt an ihren aktuellen Lebensumständen.

Lexis Podcast könnte nicht erfolgreicher sein und mit ihrem Freund möchte sie in ihr Traumhaus ziehen. Doch wie sehr leidet die Freundschaft zu Amanda unter dem Podcast? Ihr Freund ist auch gleichzeitig ihr Manager - macht sie das alles noch glücklich?
Eine Demütigung auf offener Bühne bringt Lexi schließlich dazu, ihr Leben zu überdenken.

Joanne hingegen fällt es schwer, sich an das neue Leben mit Kind zu gewöhnen. Auch die Beziehung zu Bert scheint sich verändert zu haben und seine scheinbare Unfähigkeit in bestimmten Situationen macht sie mit der Zeit rasend. Zusätzlich belastet sie ihr plötzlicher Jobverlust.

Claire liebt ihre Arbeit als Nanny und ihren Freund. Ihre beste Freundin aus Kindheitstagen heiratet bald, meldet sich jedoch immer weniger und scheint Absprachen mit den anderen Freundinnen zu treffen, bei denen Claire außen vor ist. Immer wieder versucht sie die Gunst ihrer besten Freundin für sich zu gewinnen und scheint zu scheitern.

Zufällig treffen die Frauen im Laufe der Handlung aufeinander und scheinen in den anderen zu finden, was ihnen vorher gefehlt hat: Vertrauen, Verständnis und Unterstützung.

Insbesondere Claire wird die Unterstützung ihrer Freundinnen brauchen, als sie in eine psychische Krise gerät. Das war teilweise schwer zu lesen, hat die Autorin diese Szenen doch so berührend und beklemmend beschrieben, dass es einen als Leser/in auch emotional mitnimmt. Gleichzeitig wurde eine stigmatisierte psychische Erkrankung mit so viel Empathie beschrieben, dass es eben genannter Stigmatisierung entgegenwirkt und auch ein Stück Aufklärungsarbeit leistet.

Hot Mess ist nicht nur ein Buch, in denen drei unterschiedliche Frauen versuchen, ihren Weg im Leben zu finden, es setzt dabei auch Freundschaften in den unterschiedlichsten Facetten in den Fokus.

Wächst und verändert sich eine Freundschaft wie das Leben selbst? Wie schließt man neue Freundschaften in den 30ern? Fühlt sich ein Zerwürfnis mit den Freundinnen genauso wie Liebeskummer an? Ab wann ist eine Freundschaft stark genug, um gemeinsam Krisen zu meistern und sich emotional verletzlich und offen zu zeigen?

Lexi, Joanne und Claire treffen sich alle in einem Moment in ihrem Leben, in denen sie nicht ihr bestes Selbst präsentieren können oder wollen - trotzdem akzeptieren sie sich so, wie sie sind und bereichern gegenseitig ihre Leben. Es ist ein bisschen Freundschaftsliebe auf den ersten Blick.

In den meisten Büchern spielt die romantische Liebe die Hauptrolle, obwohl freundschaftliche Beziehungen ähnliche Dynamiken haben. Als erwachsene Personen neue Freundschaften zu schließen, fühlt sich manchmal tatsächlich wie Dating an. Eine langjährige Freundin zu verlieren, kann großen Kummer auslösen - besonders wenn man zum Beispiel einfach geghosted wurde. Und auch eine Freundschaft kann sich über die Jahre verändern, erfordert teilweise Beziehungsarbeit oder geht durch Höhen und Tiefen - doch gerade das festigt Freundschaften auch immer wieder.

Hot Mess hat mich mit der Authentizität für sich eingenommen, mit der das Leben von Lexi, Claire und Joanne beschrieben wird. Bestimmte Gedanken oder Situationen sind wie aus dem Leben gegriffen. Besonders das letzte Drittel hat mich dann noch einmal echt berührt und die Autorin richtet sich zum Schluss noch einmal mit einem Brief an ihre Leser/innen, um ihre persönliche Geschichte zu teilen.

Hot Mess ist ein Buch, durch dessen Figuren sich viele Leser/innen gesehen fühlen werden.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Wundervolle RomCom

Was wir im Stillen fühlten
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Mit "Was wir im Stillen fühlten" wollte Brittainy Cherry ein Buch schreiben, das an die romantischen RomComs der frühen 2000er Jahre erinnert. Und das ist ihr wirklich gelungen!

Yara lebt im idyllischen ...

Mit "Was wir im Stillen fühlten" wollte Brittainy Cherry ein Buch schreiben, das an die romantischen RomComs der frühen 2000er Jahre erinnert. Und das ist ihr wirklich gelungen!

Yara lebt im idyllischen Honey Creek in Illinois. Sie hat gerade eine schlimme Trennung hinter sich. Ihr Ex-Mann Cole verbreitet Gerüchte hinter ihrem Rücken, akzeptiert die Trennung nicht und verschreckt jeden potentiellen neuen Datingpartner von Yara.

Yara versucht gute Miene zum bösen Spiel zu machen - niemand weiß, wie sehr Cole sie hinter verschlossenen Türen immer wieder emotional verletzt hat.

Alex ist Sternekoch und in den kleinen Ort gezogen, um ein exquisites Restaurant zu eröffnen. Noch vor der Ladeneröffnung wird sein Restaurant jedoch wiederholt durch Vandalismus beschädigt und er fühlt sich in Honey Creek denkbar unwillkommen.

Da die kleine Hundepension von Yara gegenüber von dem Restaurant ist und beide im gleichen Gebäude leben, begegnen sie sich immer wieder. Und während Alex mit Yaras übersprudelnder Freundlichkeit nicht klar kommt, verschreckt er Yara mit seiner schroffen Art.

Doch ein Golden Retriever braucht seinen schwarzen Kater und aus der anfänglichen Abneigung entsteht immer mehr gegenseitige Anziehung. Beim gegenseitigen Fake-Dating kommen sie sich dann unweigerlich näher ...

"Was wir im Stillen fühlten" hatte alles, was ich mir bei einer Romance im cosy Kleinstadtsetting gewünscht habe: Einen Ort mit teilweise etwas verschrobenen Einwohnern, die letztendlich aber (meistens) ihr Herz am rechten Fleck haben und Traditionen pflegen, an denen man beim Lesen gerne selber teilgenommen hätte.

Die Wortgefechte zwischen Yara und Alex waren ebenfalls toll zu verfolgen. Beide ergänzen einander auf eine Art, die sie gegenseitig wachsen lässt.

Es bleibt in der Handlung aber nicht nur bei leichten Themen: Yara hat noch mit ihrer toxischen Beziehung zu kämpfen und auch Alex hat Wunden aus der Vergangenheit, die ihn nicht loslassen. Ich hatte jedoch nie das Gefühl, dass die Leichtigkeit der Geschichte dadurch verloren gegangen wäre. Vielmehr gab es den Figuren dadurch mehr Tiefe und Komplexität.

Das Ende war etwas kitschig - eben wie in einer 2000er Jahre RomCom, die perfekt als Comfort Binge geeignet ist.

"Was wir im Stillen fühlten" hat mir wirklich Freude beim Lesen bereitet! Ich bin gespannt, was Yaras Schwestern in Band 2 und 3 erleben und möchte Honey Creek bald unbedingt wieder besuchen.






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