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Veröffentlicht am 20.01.2025

Enttäuschend

Nachtflut
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Den Einwohnern von Bad Seeberg droht eine Sturmflut. Sie werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Unter ihnen Elisa Marbach, die immer noch nicht den Tod ihrer Schwester ...

Den Einwohnern von Bad Seeberg droht eine Sturmflut. Sie werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Unter ihnen Elisa Marbach, die immer noch nicht den Tod ihrer Schwester verarbeitet hat und starke Depressionen hat. Als sie schließlich aufbricht, entdeckt sie die Katze ihrer Nachbarn und möchte sie retten, muss dann feststellen, dass diese gar nicht abgereist sind. Jetzt sitzen sie alle fest.

Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Sichten erzählt, aber nicht in Ich-Form. Zum einen fokussiert man sich auf die Überlebenden Elisa, Paul und Max und zum anderen auf Elisas mysteriösen Nachbarn Joachim und Vera. Dazu kommen außerdem Rückblenden in Form von Tagebucheinträgen. Diese haben mich leider nur verwirrt, weil ich eine Zeit lang nicht wusste, von wem sie stammen. Zu den Figuren konnte ich nie eine Verbindung aufbauen und wurde nicht warm mit ihnen. Elisa hat mich anfangs einfach nur geschockt mit ihrem extremen Medikamentenmissbrauch, entwickelte sich dann zu einer sehr nervigen Figur. Ihre ständig depressiven Phasen waren anstrengend. Deutlich interessanter und vor allem geheimnisvoller waren dagegen die Nachbarn.

Das Buch klang vom Inhalt her sehr spannend, konnte meine Erwartungen aber nicht erfüllen. Die Handlung plätscherte so vor sich hin und es entwickelte sich in meinen Augen nie eine Spannung. Der Schreibstil war vor allem einfach und leicht verständlich, was mir gut gefallen hat. Das Cover ist ein wahrer Hingucker.

In meinen Augen kein Thriller und eher enttäuschend. Ich finde sowieso Bücher schwierig, bei denen man mit den Figuren nicht warm wird. Mich hat die Geschichte weder berührt noch gefesselt und es fehlten ganz klar Gänsehautmomente. Von mir gibt's keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Tödliche Yoga-Auszeit

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Kriminalinspektorin Maya Topelius hat zu Mittsommer Urlaub und verbringt diesen bei einem Yoga-Retreat auf Svartlöga, den ihre Freundin Emely leitet. Als sie ein altes Geheimnis erfährt, droht die Freundschaft ...

Kriminalinspektorin Maya Topelius hat zu Mittsommer Urlaub und verbringt diesen bei einem Yoga-Retreat auf Svartlöga, den ihre Freundin Emely leitet. Als sie ein altes Geheimnis erfährt, droht die Freundschaft der beiden Frauen zu zerbrechen. Dann wird auch noch eine Leiche gefunden und Maya hat alle Hände voll zu tun.

"Still ist die Nacht" ist nach "Im Herzen so kalt" der zweite Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius. Für mich war der erste Fall letztes Jahr ein Lesehighlight, deshalb habe ich mich sehr gefreut auf diese Fortsetzung.

Bei diesem Buch stand neben Maya auch wieder eine ihrer Freundinnen im Fokus. Nämlich Emely. Ich mochte sie sofort, auch wenn ich Sanna gerne weiter begleitet hätte. Das Zerwürfnis zwischen Emely und Maya empfand ich als sehr anstrengend und später nur noch als Kindergarten. Mitleid hatte ich nur mit der Yogalehrerin, nicht so sehr mit Maya. So sehr ich sie im Auftakt mochte und mich mit ihr verbunden gefühlt habe, hat sie mich dieses Mal die meiste Zeit genervt. Sie war mir unsympathisch und für ihr Alter war sie oft unglaubwürdig. Sie denkt und handelt sehr widersprüchlich und egoistisch und ist keine gute Freundin in meinen Augen. Ihr Partner und Kollege Pär Stenqvist agierte eher als Nebenfigur. Das war sehr bedauerlich. Jonas Geschichte war unnötig. Seine Geschichte war doch abgeschlossen, also wieso wieder aufwärmen?

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war fesselnd und flüssig. Allerdings entstand nie richtige Spannung und die Geschichte plätscherte teilweise nur so vor sich hin. Atmosphärisch hat die Autorin sowohl die Stimmung als auch das Land gut eingefangen. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr enttäuscht von diesem Teil und noch unsicher, ob ich den dritten Fall überhaupt lesen werde.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Langatmig

Das zweite Kind
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In der Provinz Grosetto wird der elfjährige Junge Fosco Agnelli aufgefunden. Er ist nackt, unterernährt und total verstört. Niemand fühlt sich für den Jungen zuständig und die Sache wird als Lappalie abgetan. ...

In der Provinz Grosetto wird der elfjährige Junge Fosco Agnelli aufgefunden. Er ist nackt, unterernährt und total verstört. Niemand fühlt sich für den Jungen zuständig und die Sache wird als Lappalie abgetan. Da kommt Commissaria Valentina Medici vom Zentralen Operationsdienst der Staatspolizei SCO aus Rom ins Spiel, die gemeinsam mit ihrem Assistenten Andrea Zucca abklären soll, was dahinter steckt. Dann wird ein weiteres Kind entführt.

"Das zweite Kind" ist das Debüt von dem italienischen Autor Marco de Franchi zu einer neuen Krimireihe um Valentina Medici. Im Italienischen ist bereits ein weiterer Teil veröffentlicht worden. Der Autor ist selbst Hauptkommissar und war einige Jahre in der Spezialeinheit der italienischen Polizei tätig.

Was mir gleich negativ aufgefallen ist, war die erschreckende Einstellung der Polizei gegenüber offensichtlichen Verbrechen und Opfern. Selbst Valentina war anfangs so und hatte klischeehafte Vorurteile gegenüber der Kollegen auf dem Land. Solche Vorurteile sind in meinen Augen nicht unterhaltsam und nerven mich ungemein. Mit dem Auseinanderhalten der Figuren hatte ich zum ersten Mal Probleme.

Gut waren die kurzen Kapitel, dessen Anzahl man aber hätte kürzen können. Mit fast 700 Seiten war mir das Buch einfach zu lang und teilweise einfach nur langatmig. Auch hatte ich das Gefühl, die Geschichte wäre nach der Hälfte zu ende erzählt, doch dann ging es doch weiter. Bei mir war allerdings die Luft raus und ich habe mich nur noch durch die Seiten gekämpft.

Es war anders als erwartet. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Außerdem war es kein Thriller wie versprochen, sondern eher ein Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Abschließender Teil

Die Kraft der Ebbe
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Der Tod ihres Kollegen steckt allen noch in den Knochen. Die Nerven liegen bei allen blank. Doch das Team rund um Lina Lübbers und Kea Siefken reißt sich zusammen und tut alles, um endlich den de Jong-Clan ...

Der Tod ihres Kollegen steckt allen noch in den Knochen. Die Nerven liegen bei allen blank. Doch das Team rund um Lina Lübbers und Kea Siefken reißt sich zusammen und tut alles, um endlich den de Jong-Clan zur Strecke bringen zu können. Für Hauke wird es derweil immer gefährlicher und der Clan ist nicht zu unterschätzen.

Das ist der dritte Teil der Trilogie von Anna Johannsen und Elke Bergsma rund um Lina Lübbers und Kea Siefken. Ich empfehle, alle Teile in der Reihenfolge zu lesen, um einen besseren Durchblick zu erhalten und Zusammenhänge zu erkennen.

Dieser Teil hat sich sehr gezogen. Man hat gemerkt, dass es zu einem Abschluss kommen soll. Alle Ermittlungsansätze wurden irgendwie abgeschlossen, was hin und wieder unglaubwürdig und zu gewollt wirkte. Ein paar Fragen bleiben allerdings offen, ich weiß nicht, ob das Absicht ist. Neben den zu vielen Ermittlungssträngen gab es einfach zu viele Personen. Ich kenne ja nun alle Teile, aber ich kann mir vorstellen, dass Leser, die die Vorgänger nicht kennen, Probleme haben alles zu verstehen und durchzusehen. Da hätte mich die kurze Zusammenfassung am Anfang auch nicht weiter gebracht.

Für mich war es einfach der schwächste Teil von der Reihe. Es gab keinerlei Überraschungen oder Wendungen. Von Anfang an war klar, wer die eigentlichen Täter sind und wer mit drin steckt. Der letzte Teil war nur noch da, um handfeste Beweise gegen den Clan zu finden und ihn endlich anklagen zu können. Wenn die Reihe mit einem anderen Fall weiter gehen sollte, wäre ich wieder dabei, schon weil ich die Figuren sympathisch fand. Fürs Erste bin ich aber froh, dass es jetzt zuende ist.  

Der finale Teil war für mich bedauerlicherweise auch der schwächste Teil von der Trilogie. Was mir gefallen hat war, dass das Buch leicht und schnell zu lesen war.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Mörderische Ostern

Blutbuße
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Die Geschäftsführerin von der Swedish Establishment Group, Charlotte Wretlind, plant den Bau eines exklusiven Luxushotels in Storlien, doch das gefällt nicht jedem. Dann wird sie kurze Zeit später brutal ...

Die Geschäftsführerin von der Swedish Establishment Group, Charlotte Wretlind, plant den Bau eines exklusiven Luxushotels in Storlien, doch das gefällt nicht jedem. Dann wird sie kurze Zeit später brutal ermordert und Hanna Ahlander und Daniel Lindskog übernehmen ihren Fall. Hanna hat eine schwere Zeit hinter sich, die sie nur dank Daniels Unterstützung gemeistert hat. Auch er hat sich aufgrund seiner Aggressionsprobleme professionelle Hilfe gesucht, um seine Beziehung zu retten.

Das ist bereits der dritte Teil der Polarkreis-Reihe und wir begleiten Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ein weiteres Mal bei einem ihrer Fälle.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt, unter anderem aus Hannas, Daniels und Antons. Dazu kommen Ein- und Rückblicke ins Leben von Tiina, die in einer verbitterten Ehe steckt, der jungen Monica in den 1970ern und der ausländischen Aada, die Zeugin von der Ermordung Charlottes wurde. Ihre Angst und ihr Misstrauen gegenüber der Polizei ist spürbar und vollkommen nachvollziehbar. Das Opfer Wretlind war mir von Anfang an unsympathisch und ich habe mich mit ihrer Geschichte nicht verbunden gefühlt. Sie war arrogant ud sehr von sich überzeugt und liess das ihre Mitmenschen spüren. Da konnten mich die Nebenfiguren und ihre Storys mehr überzeugen wie bspw die von Aada oder Monica.

Die sich entwickelnde (oder auch nicht) Liebesgeschichte zwischen Hanna und Daniel finde ich weiterhin unnötig, weil es sich unter anderem auf ihre Arbeit auswirkt und sie sich ihre tolle Freundschaft bewahren sollten. Was mir negativ aufgefallen ist, dass sich privat nur wenige Entwicklungen oder Fortschritte bei beiden Ermittlern einstellen und ich diesbezüglich seit dem ersten Fall immer dasselbe lese. Die Nebengeschichte rund um Morris war sehr süß. Mit Katzen kriegt man mich immer. Der Schreibstil von der Autorin ist fesselnd und wunderbar atmosphärisch. Allerdings kam bei mir bis zum Schluss nie richtig Spannung auf. Die Aufklärung zog sich immer wieder in die Länge. Man hätte die Geschichte ruhig um 100 Seiten kürzen können.

Für mich leider der bisher schwächste Teil aus der Polarkreis-Reihe. Weiter verfolgen werde ich sie aber erstmal trotzdem. Mal sehen, wie der nächste Fall werden wird.

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