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Veröffentlicht am 16.03.2025

Chick-Lit

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Ein Buch geschrieben von einer Frau für Frauen. Zuzurechnen ist es der Art leichter Frauenliteratur, die als sog. Chick-Lits bekannt sind. Ihre Charakteristika finden sich auch hier: Eine Protagonistin, ...

Ein Buch geschrieben von einer Frau für Frauen. Zuzurechnen ist es der Art leichter Frauenliteratur, die als sog. Chick-Lits bekannt sind. Ihre Charakteristika finden sich auch hier: Eine Protagonistin, fast 50, mit Beziehungsproblemen nach der Scheidung und einer sich anbahnenden Beziehung mit einem 20 Jahre alten jüngeren Mann, dauernd umgeben von einer besten, lesbischen Freundin, hier obendrein noch von einer Schwester mit Eheproblemen und einer durchgeknallten Mutter. Die Handlung kommt nicht so recht in Fahrt, es dreht sich zu viel um Sex. Das Ende ist Friede, Freude, Eierkuchen. Die Dialoge wirken oft gekünstelt. Positiv hervorzuheben ist, dass das Buch zum Nachdenken anregt über die MeeToo-Thematik, die die Geschichte wie ein roter Faden durchläuft. Mir hat das frühere Buch der Autorin „Wir von der anderen Seite“ eindeutig besser gefallen. Zum entspannten Lesen aber allemal geeignet.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Leichte Unterhaltung

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Der erste Roman der Autorin „Wir sind doch Schwestern“ hat mich vor einigen Jahren nachhaltig beeindruckt. Anders war es dann schon bei ihrem Roman „Wir sind schließlich wer“, einem Vorgängerband zu dem ...

Der erste Roman der Autorin „Wir sind doch Schwestern“ hat mich vor einigen Jahren nachhaltig beeindruckt. Anders war es dann schon bei ihrem Roman „Wir sind schließlich wer“, einem Vorgängerband zu dem hier besprochenen Buch. Er hat mich enttäuscht. Dennoch habe ich es jetzt noch einmal mit dem Fortsetzungsroman der Autorin versucht und muss sagen, dass das Buch auf einem seichten Niveau verharrt. Beide Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen. Auf den einen oder anderen Gesichtspunkt aus der Vergangenheit wird stichwortartig eingegangen. Die Geschichte ist erneut in der Heimat der Autorin am Niederrhein angesiedelt, so dass sie für dort Ansässige ein gewisses Interesse wecken könnte. Thematisch erscheint mir alles künstlich aufgesetzt genauso wie die Dialoge der Romanfiguren, die unnatürlich wirken. Die nicht dem Familienbild entsprechende Protagonistin Anna ist als Pastorin in ihrer Heimat tätig. Allerdings wundere ich mich immer wieder, dass sie eigentlich überwiegend Freizeit zu haben scheint. Im Wesentlichen ist die Geschichte eine Mischung aus etwas Krimi – bei dem sich durchaus gut miträtseln lässt - und Familiengeschichte. Zu viel dreht sich um den vermeintlichen Standesdünkel der Adligen, was ich als aus der Zeit gefallen empfinde. Viele durchaus ernsthafte Themen werden angerissen, aber letztendlich nicht vertieft behandelt, wie z.B. Diskriminierung und political correctness.
Als leichte Unterhaltung geeignet, anspruchsvolle Lektüre darf nicht erwartet werden.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Eher eine Lektüre für junge Leser

Only Margo
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Vermutlich bin ich schlichtweg zu alt für dieses Buch mit seiner zu mir um vier Jahrzehnte älteren Protagonistin, die sich das Geld für ihren Lebensunterhalt und den ihres außerehelich geborenen Babys ...

Vermutlich bin ich schlichtweg zu alt für dieses Buch mit seiner zu mir um vier Jahrzehnte älteren Protagonistin, die sich das Geld für ihren Lebensunterhalt und den ihres außerehelich geborenen Babys durch Aktivität auf einem Porno-Onlinekanal verdient, indem sie pornografische Bilder von sich postet. Jedenfalls ist es mir sehr schwer gefallen, bis zum Ende bei der Stange zu bleiben. Allein schon die Strukturen und Zusammenhänge der verschiedenen Social Media-Kanäle waren für mich schwer zu durchschauen. Getoppt wurde das Ganze noch dadurch, dass der Vater der Protagonistin in der Wrestler-Szene beheimatet ist und dadurch jede Menge mir unverständliches Vokabular aus diesem Bereich Eingang in die Geschichte erhielt. Die Sprache ist auf einem eindeutig jugendlichen Niveau angesiedelt. Einziger Pluspunkt für mich war, dass die Hauptfigur eine intelligente Frau mit durchaus vernünftiger Lebenseinstellung ist.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Ein etwas anderer Roman zum Thema Krankheit

Atlas unserer spektakulären Körper
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Einen Roman wie diesen, basierend auf experimentellem Schreiben, habe ich zuvor noch nie gelesen, so dass ich mich erst auf ihn einlassen musste. Es wechselt sich wiederkehrend der eigentliche Handlungsstrang ...

Einen Roman wie diesen, basierend auf experimentellem Schreiben, habe ich zuvor noch nie gelesen, so dass ich mich erst auf ihn einlassen musste. Es wechselt sich wiederkehrend der eigentliche Handlungsstrang ab mit Passagen, in denen sich ein Wesen durch die Körperteile der Protagonistin Lia bewegt und der Krebs selbst zu Wort kommt. In der Sache selbst geht es um die Kinderbuchillustratorin Lia, deren vor einigen Jahren besiegt geglaubter Brustkrebs in andere ihrer Organe gestreut hat, so dass sie sich jetzt erneut einer Chemotherapie unterziehen muss. Ihre Kindheit und Jugend als Atheistin in einem streng konservativen Pfarrhaus werden geschildert, ihr zerrüttetes Verhältnis zur Mutter, ihre toxische Beziehung zu einem Jungen, den ihre Eltern wie einen Sohn aufgenommen haben, ihr späteres glückliches Familienleben mit Mann und Tochter und immer wieder ihr gesundheitlicher Leidensweg. Dabei erhalten auch immer wieder die Personen aus ihrem engen Umfeld das Wort. Leicht ist der Roman nicht zu lesen und entsprechend stark sollte man sein. Denn nicht nur die zerstörerische Krankheit nimmt großen Raum ein, auch Lias große Schuldgefühle, die meint, den Krebs in ihr Leben eingeladen zu haben.
Wer sich einmal an andere als die gängige Literatur heranwagen will, ist mit diesem Buch gut bedient.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Aufarbeitung einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehnung

Der Morgen nach dem Regen
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Es handelt sich um einen der typischen Familienromane, die ich zwischendurch, wenn mir der Sinn nach leichterer Literatur steht, gerne einmal lese, wenngleich ich vorliegend etwas enttäuscht wurde.
In ...

Es handelt sich um einen der typischen Familienromane, die ich zwischendurch, wenn mir der Sinn nach leichterer Literatur steht, gerne einmal lese, wenngleich ich vorliegend etwas enttäuscht wurde.
In sich abwechselnden Kapiteln erzählen Mutter Johanna und Tochter Elsa aus ihrem Leben, den Schwerpunkt auf ihre seit Elsas Kindheit an belastete Beziehung legend, was auf die vielen berufsbedingten Abwesenheiten von Johanna im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Vereinten Nationen zurückzuführen ist, die von ihr über alles gestellt wurde. Mich hat die Geschichte insgesamt nicht fesseln können. Mir hat eine wirkliche Handlung gefehlt. Der Ausgang ist schon sehr früh erkennbar. Beide Protagonistinnen sind mir unsympathisch geblieben – vielleicht, weil sie Workaholics sind, Johanna damit einhergehend das Bild einer Rabenmutter vermittelnd. Als unpassend und verzichtbar empfand ich, wie Johanna immer wieder Zwiegespräche mit der verstorbenen Tante geführt hat, die zudem noch sehr auf den Sockel gehoben wurde. Sehr interessant hingegen fand ich die Passagen, in denen es um die Tätigkeit der UN-Mitarbeiter in Krisenregionen in aller Welt sowie die Tätigkeit eines Verteidigers am Internationalen Staatsgerichtshof in Den Haag ging, weil ich durch sie viel Neues erfahren habe.
Insgesamt ein von mir im Mittelfeld angesiedeltes Buch.

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