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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2025

Gefühlsintensiv, Dramatisch, Fesselnd!

Wo die Sterne am hellsten leuchten
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Den Roman “Wo die Sterne am hellsten leuchten” hat Josefine Weiss gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke im Januar 2025 herausgebracht. Das Cover passt sehr gut in das Genre und ist auf Anhieb als ein Josefine-Weiss-Roman ...

Den Roman “Wo die Sterne am hellsten leuchten” hat Josefine Weiss gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke im Januar 2025 herausgebracht. Das Cover passt sehr gut in das Genre und ist auf Anhieb als ein Josefine-Weiss-Roman erkennbar.

Von Josefine Weiss habe ich fast alle Romane gelesen, die sie auf dem Büchermarkt gebracht haben. Sie haben alle eines gemeinsam. Sie sind mindestens sehr gut und manche sind ausgezeichnet. Dieser hier ist einer davon. Gestern hat mir das winterliche Schmuddelwetter einen Lesetag beschert und den habe ich mit dieser Geschichte verbracht.

Die Journalistin Mila möchte eine Reportage über die Einrichtung “Horizont” schreiben. Sie hat diese Idee schon lange in ihrem Kopf, doch getraut hat sie sich bisher nicht. Horizont ist eine Einrichtung in der schwerkranke Menschen ihre letzten Tage verbringen oder genesen können. Dort trifft sie auf David, der mit seinem Sohn Liam dort ist. Durch Milas Arbeit kommen sie sich näher als sie sollten. Während David und Mila mit ihren Gefühlen kämpfen passiert etwas, das von beiden alles fordert.

Diese Geschichte habe ich mit in einem Zug durchgelesen. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich an den Zeilen geklebt. Immer wollte ich unbedingt wissen, wie es denn nun weitergeht. Josefine Weiss beschäftigt mich dem Tod und der Trauer. Einfühlsam zeigt sie, wie Mila sich ihrer Vergangenheit stellt, mit sich kämpft, beinahe kapituliert und dennoch die Kraft für einen Neuanfang findet.

Josefine Weiss hat mit einer geschickten Mischung aus Liebe, Drama und Schmerz eine sehr schöne Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, mit der ich einige unterhaltsame Stunden verbracht habe. Gerne empfehle ich die Geschichte “Wo die Sterne am hellsten leuchten” weiter und verleihe der Autorin fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Eiskalt, Temporeich, Atemraubend!

Eiskalte Surselva
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Den Kriminalroman “Eiskalte Surselva” hat Regine Imholz im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover lässt mich bereits frösteln. Die atemraubende Landschaft ...

Den Kriminalroman “Eiskalte Surselva” hat Regine Imholz im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover lässt mich bereits frösteln. Die atemraubende Landschaft verlangt Respekt von mir und in mir drängt sich ein einziger Gedanke auf. Was ist, wenn da mal einer runterfällt?

Dies ist mein erstes Werk von Regine Imholz und sicher nicht mein letztes. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben gelingt es der Autorin eine packende Spannung aufzubauen, die mich an das Buch fesselt und mich erst erlöst, als ich auf Seite 240 angekommen bin. Da habe ich eine Verschnaufpause auch dringend nötig.

Die Autorin startet in einem Schneesturm und mir wird schon beim Lesen kalt. Zwei junge Frauen verschwinden und werden unterhalb des Baumwipfelpfads gefunden. Sie sind tot. War es ein Unfall? War es Mord? Und warum sind es gleich zwei Tote? Diese Fragen drängen sich mir auf und lassen mich nicht los. Gemeinsam mit Matti Coray und Katja Kurz begebe ich mich auf Mördersuche. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht. Doch mir, Matti und Katja ist das viel zu einfach und so ermitteln wir weiter und weiter und weiter. Ein Hinweis jagt den nächsten und sie haben alle eines gemeinsam. Sie führen uns in die Irre. Doch da ist noch unser Bauchgefühl, das uns sagt, das uns eine Aussage viel zu glatt ist.

Mit “Eiskalte Surselva” bringt Regine Imholz einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt, der Gänsehaut garantiert, mich fesselt und mir den Atem raubt. Dafür bekommt die Autorin eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 warm verpackte Lesesterne. Es ist einer der Krimis, die ein Krimifan auf keinen Fall verpassen sollte.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Unterhaltsam, Humorvoll, Spannend!

Tod auf Schloss Solitude
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Den Kriminalroman “Tod auf Schloss Solitude” hat Martina Fiess im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das Titelbild zeigt das Stuttgarter Schloss Solitude über dem bedrohlich dunkle ...

Den Kriminalroman “Tod auf Schloss Solitude” hat Martina Fiess im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das Titelbild zeigt das Stuttgarter Schloss Solitude über dem bedrohlich dunkle Wolken schweben. Es passt gut zur Geschichte. Es ist mein erster Krimi von Martina Fiess. Da ich gerne neue Autoren kennen lerne, beginne ich neugierig mit dem Lesen.
Bea Pelzer finde ich auf Anhieb sympathisch. Sie arbeitet in einer Werbeagentur. Im historischen Kostüm führt sie durch das Schloss Solitude. Die Führung sollte mit einer Weinverkostung enden. Statt dessen findet Bea eine Leiche. Es ist ihre Kollegin. Während der Kommissar ermittelt, folgt Bea ihren eigenen Spuren und begibt sich damit in gefährliche Situationen.
Martina Fiess zeigt gekonnt, dass Humor perfekt in einen Kriminalroman passt. Geschickt setzt sie Protagonisten in Szene und zeigt Buchstabe für Buchstabe mehr von ihnen. Über und mit Bea Pelzer habe ich oft geschmunzelt und ihr Erzählton ist genau der richtige für meine Humorlinie. Dabei geizt sie nicht mit Spannung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben wollte ich einfach nur immer weiter lesen und so habe ich die ca. 270 Seiten in zwei Abschnitten gelesen.
Martina Fiess hat mit “Tod auf Schloss Solitude” einen humorvollen Regionalkrimi aus Stuttgart auf den Büchermarkt gebracht, der einfach Spaß macht. Gerne empfehle ich diese Erzählung all denen weiter, die auch bei einem Krimi auch mal lachen mögen. Von mir bekommt die Autorin 5 blankpolierte Lesesterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Lustig, Spannend, Lesenswert!

Prost, auf die Gaukler
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Den Kriminalroman “Prost, auf die Gaukler” hat Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag Edition M im Dezember 2022 herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Kommissar Tischler und seinem ...

Den Kriminalroman “Prost, auf die Gaukler” hat Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag Edition M im Dezember 2022 herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Kommissar Tischler und seinem Kollegen Fink. Das Cover ist auf Anhieb als Teil der “Prost-Reihe” erkennbar und passt gut zur Geschichte. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Nur weil ein Lied nicht gefällt, bringt man doch nicht gleich den Sänger um. Auf dem Volksfest in Brunngries herrscht eine ausgelassene Stimmung. Der Sänger Ron Goldinger bringt das Festzelt zum Kochen und die Frauenherzen zum Schmelzen. Doch dann wird er nach seinem Auftritt tot hinter dem Bierzelt gefunden. Der Pfeil einer Armbrust steckt in seinem Hals. Damit ist Kommissar Tischler gefragt, der gemeinsam mit seinem Kollegen Fink die Ermittlungen aufnimmt. Schnell wird klar, der Sänger hatte nicht nur Freunde.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schon war ich tief in der Brunngrieser Welt versunken. An der Seite von Tischler und Fink habe ich mich auf die Mördersuche gemacht. Dabei hat Friedrich Kalpenstein sein Bestes gegeben. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben kann ich mich seinem Krimistrang nicht entziehen. Er geizt nicht mit Hinweisen. Auch nicht mit falschen. Und so bin ich lange auf einer falschen Spur. Gott sei Dank gibt es noch Tischer und Fink, die am Ende erfolgreicher sind als ich.
Es ist eine kurzweilige Erzählung, die von ihren schrägen, skurrilen und zumeist liebenswerten Charakteren lebt. Und von unerwarteten Wendungen. Diese hat Friedrich Kalpenstein geschickt an die richtigen Stellen gesetzt. Oft hat der Autor mich schmunzeln lassen. Meine Lieblingsszene in diesem Band ist der Grillabend der Kollegen Tischler und Fink auf Finks Balkon. Da habe ich herzhaft gelacht. Wer Hunde mag, kommt hier auf seine Kosten. Für einen Kollegen, der zur Reha ist, passt Tischler auf die Dackeldame Resi auf. Dies führt zu jeder Menge Schmunzelszenen und macht einfach gute Laune.
Friedrich Kalpenstein hat mit “Prost, auf die Gaukler” einen Provinzkrimi auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich richtig viele amüsante und spannende Lesestunden verbracht habe. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, für die Humor kein Fremdwort ist. Der Autor erhält 5 verdiente Lesesterne.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Lesenswert, Vielschichtig, Spannend!

Zürcher Verrat
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Den Kriminalroman “Zürcher Verrat” hat Gabriela Kasperski im November 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Für ihren Kriminalroman “Zürcher Verstrickungen” erhielt sie 2024 den “Zürcher ...

Den Kriminalroman “Zürcher Verrat” hat Gabriela Kasperski im November 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Für ihren Kriminalroman “Zürcher Verstrickungen” erhielt sie 2024 den “Zürcher Krimipreis”. Es ist der neunte Fall des Ermittlerehepaares Schnyder & Meier. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß. Da es sich um eine besonders gute Reihe handelt, empfehle ich, diese in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Mein erster Blick fällt auf das Cover. Das Zürcher Opernhaus. Ein Ort an dem Kunst stattfindet. Hier wird gesungen. Doch was passiert? Ein Mann stürzt in den Orchestergraben und ist tot. Im Publikum sitzt Werner Meier mit seiner hörbehinderten Tochter Lily, die dennoch im Chor singt. Meier übernimmt die Ermittlungen. Unter allen Umständen möchte er Lily aus den Ermittlungen heraushalten. Ob das so eine gute Idee ist? Schnell wird die Chorleiterin Lou Müller der Tat verdächtig. Sie hatte kurz vor dem Vorfall einen heftigen Streit mit dem Mann. Lou flieht und eine spannende Verfolgungsjagd beginnt.
Han Ly, die Leiterin der Oper, wird zeitgleich erpresst. Der Erpresser droht, ihre Vergangenheit aufzudecken. Welches Geheimnis verbirgt sie?
In ihrer Zürcher-Reihe bringt die Autorin Gabriela Kasperski dem Leser regelmäßig ein Stück unrühmlicher Schweizer Geschichte näher. In diesem Teil beschäftigt sie uns mit der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg. Das macht sie sehr geschickt und mich fesselt dieser Teil so sehr, dass ich mich in die Geschichte von Tuli verliere und mit Gänsehaut ihre Briefe lese. Dabei vergesse ich, das ich mich in einem Kriminalroman befinde.
Von ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Kriminalroman unglaublich spannend. Auch wenn es verlockend ist, ihn als Pageturner in einem Stück durchzulesen, rate ich dringend davon ab. Ich selbst habe ihn in wohl dosierten Abschnitten langsam gelesen, damit mir möglichst wenig entgeht. Dennoch habe ich bis kurz vor Schluss kaum eine Ahnung, wie denn die Erzählstränge zusammenhängen und lasse mich von der Autorin durch einen spannenden Showdown führen. Am Ende ist alles aufgeklärt und meine Fragen sind beantwortet.
Gabriela Kasperski hat schon viele gute Kriminalromane geschrieben. Dies ist mit Abstand ihr bester. Sie hat mit “Zürcher Verrat” eine fesselnde Geschichte auf den Büchermarkt gebracht, die vom Anfang bis zum Ende unglaublich spannend ist und geschickt einen historischen Part aus der NS-Zeit einbindet. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung für alle aus, die komplexe, tiefgründige und actionreiche Geschichten lieben. Von mir bekommt die Autorin 5 blitzeblank polierte Lesesterne.

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