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Veröffentlicht am 17.04.2025

Man ist zwiespältig

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Da stoßen Welten aufeinander im altehrwürdigen Oxford. Obwohl, bei den Protagonisten fällt einem das „Altehrwürdig“ fast wieder aus dem Mund. Eine Tote im Arbeitszimmer von Provost Sir James, Leiter der ...

Da stoßen Welten aufeinander im altehrwürdigen Oxford. Obwohl, bei den Protagonisten fällt einem das „Altehrwürdig“ fast wieder aus dem Mund. Eine Tote im Arbeitszimmer von Provost Sir James, Leiter der Barnabas Hall. Der Fall wird DI Wilkins übertragen, aber nicht DI Ray Wilkins, wie eigentlich angeordnet, sondern DI Ryan Wilkins. Der daraufhin, wie es seine Art ist, alle vor den Kopf stößt und von einem Fettnäpfchen ins nächste hüpft, was DI Ray Wilkins, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, zukünftig verhindern soll. Ryans Auftreten ist nicht nur ungehobelt, wie der Klappentext glauben machen will, es ist schlicht inakzeptabel. Selbst wenn er auf der richtigen Spur zu sein scheint, geht sein Vorgehen nicht nur seinem Partner und seinen Vorgesetzten gegen den Strich. Auch als Leser ist man zwischenzeitlich genervt. Die Geschichte nicht ohne Witz und Hinterlist erdacht und erzählt. Sie hält den Spannungsbogen durch das viele „Falschabbiegen“ der Detectives in dieser verzwickten Geschichte hoch. Sie ist rasant erzählt und menschelt zwischendurch durchaus. Wenn nur das Verhalten von Ryan nicht so arg überzogen dargestellt wäre. Da gibt es eigentlich keine Entschuldigung, auch wenn man mit ihm leidet, wenn so viele unerträgliche Verhaltensweisen, wie z.B. vom Provost, nicht geahndet werden. Die Bewertung ist eigentlich 3,5.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Etwas undurchschaubar

Und immer wieder Blut
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Ereignisse in 1992, 1989 und 2012 werden hier miteinander verwoben, auch die Jahre dazwischen, denn die haben für Geschehnisse 2012 eine Bedeutung, die David Thomsen aber nicht recht begreift, soll er ...

Ereignisse in 1992, 1989 und 2012 werden hier miteinander verwoben, auch die Jahre dazwischen, denn die haben für Geschehnisse 2012 eine Bedeutung, die David Thomsen aber nicht recht begreift, soll er doch eigentlich „nur“ eine Politikerin von Lima nach Genf eskortieren. Das erweist sich als Fake und er soll plötzlich sein Leben in einem Land, das er nicht versteht, für Menschen, die ihm fremd sind und für eine Sache, die ihm egal ist, riskieren. So beschreibt der Klappentext zutreffend. Ein Polit-Thriller, wie ausgewiesen wird, ist dieses Buch aber nicht wirklich. Es geht zwar um politische Vorkommnisse und Verwicklungen, um Korruption, Machtmissbrauch, Intrigen, in deren Umfeld David merkwürdig unwissend, fast naiv erscheint. Wirklich nahegebracht wird der Leserschaft diese Geschichte, die sich in Guatemala, Peru und Angola abspielt, aber nicht, dazu ist einem das politische Geflecht in den ereignisreichen Jahren zu weit weg, zu fremd, zu undurchschaubar. Auch das Geschehen um ehemalige DDR-Söldner nach der Wende. Tatsächlich fremdelt man ein wenig. Ruhig und stringent erzählt, gewährt der Erzählstil einen angenehmen Lesefluss. Das Geschehen bleibt dennoch spannend, aber eben nicht thrillerhaft. Das Ende kommt dann ziemlich plötzlich.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Schwermütig

Schattenkiller
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Ein durch den Krebstod seiner Frau schwer traumatisierter Kommissar will sich ausschließlich auf den Fall des Verschwindens eines Onkologen konzentrieren und mit dem Fund einer schwer entstellten Leiche ...

Ein durch den Krebstod seiner Frau schwer traumatisierter Kommissar will sich ausschließlich auf den Fall des Verschwindens eines Onkologen konzentrieren und mit dem Fund einer schwer entstellten Leiche einer Frau nichts zu tun haben. Als Profiler vom Polizeipräsidenten angefordert, der eine Serie vermutet, legt er eine entschiedene, dennoch wankelmütige Haltung an den Tag, denn er untersucht der den Fall dennoch. Die Handlung ist gekennzeichnet von der Schwermütigkeit des Kommissars, den Panikattacken, nicht nur von ihm, sondern auch einer Kollegin, die die Tatorte fotografiert und letztendlich auch von der Trauer und dem Hass auf Täterseite. Es geht um den Krebstod geliebter Menschen, das zieht sich als roter Faden durch das Buch. Und genau deshalb sollten Menschen, die in einer solchen Situation stecken, dieses Buch eher nicht lesen. Ansonsten spannend erzählt, die Protagonisten vielschichtig, die wechselnden Perspektiven, erzählt aus der Sicht der Ermittler wie der Täterschaft, sorgen für einen guten Lesefluss und eben für Spannung. Das Ende nicht wirklich überraschend, aber gut inszeniert. Und wer schon in Rom war, findet sich in den Destinationen gut zurecht.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Ruhige Spannung

Rain Dogs
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Die Story, die in dem 2017 veröffentlichten Buch präsentiert wird, trägt sich 1987 zu. Man muss sich schon sehr in diese Zeit zurückversetzen, um die Handlungen nachvollziehen zu können, und sich mit der ...

Die Story, die in dem 2017 veröffentlichten Buch präsentiert wird, trägt sich 1987 zu. Man muss sich schon sehr in diese Zeit zurückversetzen, um die Handlungen nachvollziehen zu können, und sich mit der Geschichte Nordirlands und der IRA auseinandersetzen, um bestimmte Sichtweisen und eine gewisse Fatalität zu verstehen. Die Geschichte ist ruhig, mit gewissem Wortwitz und eben der beschriebenen Fatalität der Denkweise des Protagonisten Sean Duffy präsentiert: der Tod einer Journalistin, die sich mit Kindesmissbrauch in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche befasst und dabei auch Personen in höchsten Kreisen auf die Füße zu treten in Begriff ist. Der Mord wird als Selbstmord inszeniert und Sean Duffy soll dazu instrumentalisiert werden, eben dies zu beweisen. Aber er wäre nicht Sean Duffy, wenn er da nicht nachhaken würde. Auf der Rückseite wird Ian Rankin zitiert: „McKinty haut einen vom Hocker“, das kann man so nicht unterschreiben. Grundsolide Spannung trifft es aber schon.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Seichter Cosy Crime

Nuss und Schluss. Ein Hansel & Pretzel Krimi
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Wer leichte Kost mag, Cosy Crimes mit leicht unbedarften Protagonisten, der ist hier richtig. Linn gerade erst nach einer gescheiterten Beziehung in Kitchener angekommen, stolpert über die Leiche der Stadträtin ...

Wer leichte Kost mag, Cosy Crimes mit leicht unbedarften Protagonisten, der ist hier richtig. Linn gerade erst nach einer gescheiterten Beziehung in Kitchener angekommen, stolpert über die Leiche der Stadträtin Stark. In den ermittelnden Kommissar, der ihrem Beuteschema - groß, blauäugig, blond - entspricht, verguckt sie sich prompt. Und steckt ihre Nase in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen. Hört hier und da etwas, reimt sich dies und jenes zusammen, sagt dem von ihr vermuteten Täter seine Taten auf den Kopf zu. Dass sie die Zusammenhänge als einzige herausfindet, dass die Polizei extrem schlampig ermittelt - eher unglaubwürdig. Aber Cosy Crime eben.

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