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Veröffentlicht am 22.12.2024

Harter Ausflug ins Stockholm der 90er Jahre...

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Zum Buch: Stockholm Silvesternacht 1994: in einem Bordell wird ein Freier erschossen und eine Prostituierte flieht nackt durch die eiskalte Nacht. Tomas Wolf und sein Kollege Zingo fangen an zu ermitteln. ...

Zum Buch: Stockholm Silvesternacht 1994: in einem Bordell wird ein Freier erschossen und eine Prostituierte flieht nackt durch die eiskalte Nacht. Tomas Wolf und sein Kollege Zingo fangen an zu ermitteln. Zufällig ergibt es sich, dass auch die Reporterin Vera sich in den Fall einmischt. Und wie es der Zufall will, stellen Tomas und Vera wieder einmal fest, dass sie im Team einfach stärker sind und jeder vom anderen profitieren kann. Und so kommt es auch hier wieder zu einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit…

Meine Meinung: So heiß wie es im Vorgängerbuch „Sommersonnenwende“ war, so kalt ist es hier in der „Wintersonnenwende“! Knallhart ist der Fall, der Tomas auf den schlimmsten Straßenstrich Europas führt und Vera erlebt im Privaten auch so manche Überraschung. Tomas ist ein sehr stark traumatisierter Mensch, der meiner Meinung nach eigentlich gar nicht mehr ermitteln dürfte. Doch da er nicht mehr viel zu verlieren hat, wagt er auch viel und kann dadurch viel erreichen! Auch Zingo hat so mit seinen Altlasten zu kämpfen. Aber so kaputte Charaktere tun der Geschichte wirklich gut. Es ist ein typischer Nordic Noir, der nichts beschönigt.

Das mag sicherlich auch daran liegen, dass die Autoren mit ihrem Werdegang wissen, wovon sie schreiben. Aber ich mag den Stil total gerne! Die beiden führen den Leser in ein Stockholm der 90er Jahre, die Estonia ist gerade in diesem Jahr gesunken und die Prostitution floriert. Schneestürme, bei dem Brücken gesperrt werden, runden das ganze Szenario, was ich vor meinem geistigen Auge hatte, ab.

Mein Fazit: Da das Buch mit einem Cliffhanger endet, wage ich zu hoffen, dass es weitergeht mit Vera, Tomas und Zingo. Denn es gibt da durchaus noch eine Sache zu klären… Mir hat der Ausflug nach Stockholm wieder sehr gut gefallen, spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Ganz klare Empfehlung, aber ich würde dann mit „Sommersonnenwende“ anfangen!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Was ist nur mit Schröder los?

Zorn – Der Fall Schröder
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Zum Buch: Auf einer Skisprunganlage begeht ein Vater Selbstmord. Es stellt sich schnell heraus, dass Schröder den Toten von früher kannte. Doch als noch ein weiterer Mord geschieht, zieht sich Schröder ...

Zum Buch: Auf einer Skisprunganlage begeht ein Vater Selbstmord. Es stellt sich schnell heraus, dass Schröder den Toten von früher kannte. Doch als noch ein weiterer Mord geschieht, zieht sich Schröder plötzlich völlig in sich zurück. Entgegen seinem Pflichtbewusstsein erscheint er nicht zur Arbeit, wirkt ungepflegt und teilnahmslos. Zorn macht sich Sorgen. Nicht nur, dass er jetzt plötzlich ganz allein an der Mordermittlung hängt, das Verhalten von Schröder macht ihm Angst – und nicht nur ihm…

Meine Meinung: Und wieder hat der Autor mich hier auf eine harte Probe gestellt! Der Schröder, den die werten Leser kennen, ist sortiert, klar im Kopf, reinlich und pfiffig. Den Schröder, der uns hier serviert wird, ist ein komplett anderer Mensch. Was ist da nur los? Zorn kommt hier wirklich an seine Grenzen. Nicht nur, dass er im Büro komplett auf sich allein gestellt ist, sondern auch Frieda nicht da ist, um ihm den Rücken zu stärken, denn sie weilt noch in einer Reha-Klinik. Dabei ist sie die einzige Person, der Zorn seinen fürchterlichen Verdacht, der sich immer stärker erhärtet, mitteilen kann…

Hier zeigt sich, dass alle nur Menschen sind und Zorn sogar richtig toll ermitteln kann, wenn er muss! Hat mir sehr gut gefallen! Ansonsten muss der Leser hier wieder ganz stark sein, die Geschichte hat wirklich etwas Traumatisches…

Gewohnt locker in seinem Schreibstil nimmt der Autor den Leser wieder mit in eine Geschichte, die weit zurückreicht und doch nicht zuende ist… Der Fall ist wirklich spannend, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin!

Mein Fazit: Auch der mittlerweile 14. Fall mit Zorn und Schröder hat mich wieder völlig begeistern können! Wie für die anderen Teile gibt es auch hier wieder eine ganz klare Empfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Hassliebe - bis zum bitteren Ende...

Bruder
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Zum Buch: Hier geht es um die Familie Morrow. Diese ist keine „normale“ Familie. Denn sie wohnen so weit ab von der Straße, dass es nicht auffällt, wenn junge Anhalterinnen verschwinden und nie wiedergesehen ...

Zum Buch: Hier geht es um die Familie Morrow. Diese ist keine „normale“ Familie. Denn sie wohnen so weit ab von der Straße, dass es nicht auffällt, wenn junge Anhalterinnen verschwinden und nie wiedergesehen werden. Oder warum der junge Michael den ganzen Garten umgräbt. Oder warum Rebel, sein Bruder, in der Stadt und im Umland auf „Menschensuche“ geht. Aber eigentlich ist es eine Geschichte um zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Und um den erbitterten Kampf, wer am Ende die Oberhand behält…

Meine Meinung: Ja, es handelt sich um eine ziemlich brutale Geschichte, in der viel Blut fließt. Es ist schließlich aus dem Hause „Festa Verlag“ und darf so sein. Aber es ist auch eine Geschichte, die mich im Herzen sehr berührt hat! Denn zwischen den blutigen Szenen gibt es viele leise Töne, die mich sehr begeistert haben! Es ist also nicht nur eine flache Geschichte, in der viel Blut fließt, sondern es geht um die Gefühlswelt von Michael. Er fühlt sich nicht richtig dazugehörig. Und er scheint auch im Inneren anders zu ticken als der Rest der Familie. Naja, nicht ganz, denn da ist noch seine Schwester Misty, die ist auch anders. Rebel, sein älterer Bruder fordert immer Dinge von Michael ein, die er nicht möchte. Aber er ist schließlich sein großer Bruder und er folgt ihm bedingungslos. Bis etwas geschieht, das sich so niemand ausgemalt hat…

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet: auf der einen Seite den emotional tickende Michael, der innerlich sehr zerrissen ist und auf der anderen Seite der gefühlskalte Rebel, der Michael dauernd drangsaliert. Warum Michael das mitmacht? Nun, dafür muss man die Geschichte lesen, um das zu verstehen.

Mein Fazit: Von mir gibt es für dieses blutige, aber auch total gefühlsstarke Buch die volle Punktzahl! Ich wurde emotional von einer zur anderen Seite geschmissen und war am Ende wirklich sehr aufgewühlt! Nicht platt, sondern sehr gefühlvoll erzählt dieses Buch von zwei Brüdern, die sich lieben und hassen – bis zum bitteren Ende.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Auch Teil 3 ist ein Pageturner!

Sie wird dich finden
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Zum Buch: Millie ist mittlerweile sesshaft geworden, sie hat einen Job als Sozialarbeiterin, ist mit Enzo verheiratet und hat zwei Kinder, Ada und Nico. Sie sind gerade in ihr erstes gemeinsames Haus gezogen, ...

Zum Buch: Millie ist mittlerweile sesshaft geworden, sie hat einen Job als Sozialarbeiterin, ist mit Enzo verheiratet und hat zwei Kinder, Ada und Nico. Sie sind gerade in ihr erstes gemeinsames Haus gezogen, in eine gute Gegend. Doch die Nachbarn sind etwas gewöhnungsbedürftig. Während Janice von gegenüber alles und jeden permanent beobachtet und ihren Sohn kaum von der Leine lässt, haben ihre direkten Nachbarn nebenan, Suzette und Jonathan, keine Kinder. Sie rücken den beiden ziemlich auf die Pelle, besonders Enzo hat es Suzette angetan. Aber das Hausmädchen Martha benimmt sich irgendwie komisch…

Meine Meinung: Der dritte Teil der Housemaid-Reihe ist ruhiger als die anderen Teile, aber die Spannung ist unterschwellig natürlich zu spüren. Millies Selbstvertrauen ist ein wenig eingerostet und da ist es natürlich nicht hilfreich, wenn ihr Mann auf die Flirtereien von Suzette reagiert! Dazu kommt noch, dass ihr Sohn Nico ihr Sorgen bereitet. Sonst war er immer der Sonnenschein der Familie, doch er zieht sich immer mehr in sich zurück. Ada ist die einzige, die noch an ihn herankommt. Seine Aggressionen anderen gegenüber können doch nicht von der Pubertät rühren? Millie wird immer misstrauischer und tut Recht daran!

Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel lassen einen nur so durch das Buch fliegen! Das Ende ist schon schlimm, damit hat am Anfang des Buches so sicherlich niemand gerechnet! Aber genau das kann die Autorin halt total gut.

Mein Fazit: Wieder mal eine tolle Story, von der man am Anfang gar nicht ahnt, wohin sie wohl führt! Gute Geschichte mit vielen Twists, hat mir wieder sehr gut gefallen! Millie ist einfach ein tolles Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille...

Die Frau des Serienkillers
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Zum Buch: Beth lebt mit ihrem Mann Tom und ihrer kleinen Tochter Poppy in einer englischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und lebt ein ruhiges Leben. Während ihr Mann täglich nach London zur Arbeit ...

Zum Buch: Beth lebt mit ihrem Mann Tom und ihrer kleinen Tochter Poppy in einer englischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und lebt ein ruhiges Leben. Während ihr Mann täglich nach London zur Arbeit pendelt, hat sie ein Keramik-Café eröffnet, das war immer ihr großer Traum. Alles könnte perfekt sein – würde nicht eines Abends die Polizei vor der Tür stehen und Tom zu einer vor Jahren verschwundenen Frau befragen. Es handelt sich bei der Vermissten um Toms Ex-Freundin. Beth ist fassungslos und versucht, das Beste aus der Situation herauszuholen…

Meine Meinung: Das Buch nimmt den Leser von Anfang an gefangen, wirft ihn geradezu in das Geschehen! Denn nicht nur Beth fällt aus allen Wolken, auch der Leser stellt sich sofort die Frage, ob das denn sein kann… Gut, aber, wenn man sich nochmal den Titel ansieht, soll es wohl möglich sein! Tom geht also in Untersuchungshaft und Beth sortiert sich neu. Sie knüpft gerade Freundschaft mit ihrer Nachbarin Julia und mit dem frisch verwitweten Adam.

In kurzen Kapiteln erzählen jeweils die Eheleute abwechselnd, was gerade geschieht. Dieser Stil macht das Buch sehr greifbar, man hat das Gefühl, mitten drin zu sein! Dann gibt es noch Kapitel aus der Sicht eines Menschen, von dem man lange nicht weiß, wer er ist. Hier kommen unglaubliche Dinge zutage und verwirren den Leser zunehmend.

Während des gesamten Buches stellt man sich die Frage, was Beth wirklich weiß und zu was die Frau fähig ist. Denn auch, wenn man anderes vermutet, hier ist eindeutig Beth die Hauptprotagonistin. Man mag sie oder auch nicht, aber sie ist schon sehr clever. Sie muss halt ihre Familie zusammenhalten, oder zumindest Poppy…

Zum Ende hin werden alle losen Fäden zu einem Ende aufgedröselt und ich war wirklich erstaunt! Ich habe mir hier gewünscht, dass Karma einmal dort zu Besuch kommt!

Mein Fazit: Hier ist die Spannung ziemlich unterschwellig und man lauert förmlich auf die nächsten Ereignisse. Das hat das Buch für mich zu einer wirklich außergewöhnlichen Lektüre gemacht! Ich empfehle das Buch unbedingt weiter und freue mich auf die Folgebände!

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