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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2024

Unschuldig

Allein gegen die Lüge
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Matt Pine wird aus seinem Leben gerissen. Er bekommt mitgeteilt, dass seine komplette Familie bei einem Gasunfall in Mexiko gestorben ist. Das FBI bezweifelt dies und geht von Mord aus. Die Familie war ...

Matt Pine wird aus seinem Leben gerissen. Er bekommt mitgeteilt, dass seine komplette Familie bei einem Gasunfall in Mexiko gestorben ist. Das FBI bezweifelt dies und geht von Mord aus. Die Familie war vor sieben Jahren in den Fokus der Medien gerückt, als Matts Bruder Danny angeblich seine Freundin getötet haben soll und seitdem im Knast sitzt. Gibt es eine Verbindung zu der damaligen Tat zu seiner Familie und ist Danny unschuldig? Das versucht Matt herauszufinden und begibt sich selbst in große Gefahr.

Das Buch ist sehr spannend gestaltet, da man Auszüge aus der True-Crime-Serie zu lesen bekommt, welche Zweifel an Dannys Schuld hegen. Im Mittelpunkt steht Matt, der endlich aufklären will, was damals wirklich geschehen ist. Die Kapitel sind kurz und knackig. Es gibt zahlreiche Wendungen, wodurch die Spannung von Anfang bis Ende hoch bleibt. Bis zum Ende bleibt es spannend, wie die ganzen Fakten, die Matt herausfindet, zusammengehören. Ich fand die Auflösung sehr schlüssig, actionreich und knifflig. Das ist ein Thriller, den man kaum aus den Händen legen kann, bis man endlich weiß, was geschehen ist.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Die Schöne und der Lisman

Die Spur der Sehnsucht
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Die junge Sventje führt ein hartes Leben als Frau eines Walfängers, bei dem man nie weiß, ob er von der See zurückkommt. Sie bewältigt auf Borkum ihren Familienalltag und steht kurz vor der Geburt des ...

Die junge Sventje führt ein hartes Leben als Frau eines Walfängers, bei dem man nie weiß, ob er von der See zurückkommt. Sie bewältigt auf Borkum ihren Familienalltag und steht kurz vor der Geburt des 4. Kindes. Einer wacht ständig im Hintergrund über sie, der Gutsherr Valentin von Halversberg, was für Sventje immer verwirrender wird. Was will er von ihr und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen, obwohl sie ihren Mann Lian doch liebt?

Die Geschichte ist sehr liebevoll erzählt. Die Charaktere sind fast alle sehr sympathisch angelegt. Man bekommt einen guten Einblick in den Alltag auf der Insel. Nicht nur die alltäglichen Dinge sind 1775 mühsam zu erledigen, man ist auch der Natur auf der Insel wehrlos ausgesetzt. So steht Sventje im Mittelpunkt, zwar verheiratet, aber irgendwie doch alleinerziehend, da ihr Mann ständig auf Walfang ist. Sie kämpft sich sehr durchs Leben, ist immer liebevoll zu ihren Kindern und hilft den anderen wo es nur geht. Die Geschichte ist sehr turbulent, weil ständig was Neues passiert. Sventje wird immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert, in denen sie schnell und besonnen handeln muss. So kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Erzählt wird im Wechsel aus der Sicht von den verschiedenen Charakteren. So kriegt man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt. Der Gutsherr Valentin ist ein sehr interessanter Charakter, da er einerseits so hartherzig wirkt, andererseits aber auch seine liebevolle Seite zeigt. Was für Absichten hat er? Da dies der erste Band der Saga ist, bleibt das Ende natürlich offen. Zum Ende hin verbinden sich ein paar Fäden, die aber wiederum neue Fragen aufwerfen. Daher bleibt es spannend, wie die entdeckten Details richtig zusammengehören werden und wer mit wem das große Glück finden wird.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Erschütternde Geschichte

Im Namen der Barmherzigkeit
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Diese Geschichte zu lesen kostet viel Nerven und Kraft. Es macht fassungslos, was Steffi in ihrem jungen Leben alles ertragen musste. Immer vor Augen, dass dieses Buch ein Tatsachenbericht ist, macht das ...

Diese Geschichte zu lesen kostet viel Nerven und Kraft. Es macht fassungslos, was Steffi in ihrem jungen Leben alles ertragen musste. Immer vor Augen, dass dieses Buch ein Tatsachenbericht ist, macht das Gelesene nur noch schlimmer. Man kann kaum nachvollziehen, wie erwachsene Menschen so grausam zu Kindern sein können. Hera Lind schafft es, dieses sehr schwer zu ertragende Thema mit viel Fingerspitzengefühl niederzuschreiben. Das Nachwort beschreibt ihre eigenen Bedenken und Ängste, wenn es um ein so sensibles Thema geht, was ich total nachvollziehen konnte. Dies ist sogar noch eine entschärfte Version von dem, was wirklich geschehen ist. Ich finde es gut, dass die Autorin den Zustand in Pflegefamilien der 70er Jahre beleuchtet und beispielhaft die Geschichte von Steffi niederschreibt. Man konnte dem Geschehen gut folgen und es war wirklich fesselnd zu lesen, wie sich Steffi zurück ins Leben gekämpft hat. Diese Geschichte wird mich noch eine Weile beschäftigen. Ein sehr lesenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Detektivarbeit

Bis in alle Endlichkeit
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Privatdetektiv Lee Crowe wird von einer sehr reichen Frau engagiert und soll herausfinden, was mit ihrer Tochter wirklich passiert ist. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch die Ermittlungen führen ...

Privatdetektiv Lee Crowe wird von einer sehr reichen Frau engagiert und soll herausfinden, was mit ihrer Tochter wirklich passiert ist. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch die Ermittlungen führen Crowe in eine ganz andere Richtung.

Was hier mit einer normalen Detektivgeschichte beginnt, entwickelt sich sehr schnell zu einem rasanten Thriller. Es geht in ein Themengebiet, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Crowe ist ein unkonventioneller Ermittler, der überallhin Kontakte hat. Ich fand ihn sehr sympathisch, weil er bei seiner Arbeit sehr gewissenhaft und hartnäckig blieb. Der Autor hat einen sehr mitreißenden Schreibstil und versteht es, durch die recht kurz gehaltenen Kapitel die Spannung aufrecht zu erhalten. Zum Ende hin wird es sehr rasant und es kommt zu einem Showdown. Mich hat der Thriller von Anfang bis Ende sehr gefesselt, weil es vom Thema her in eine unerwartete Richtung ging und je mehr Puzzleteile zusammengesetzt wurden, desto spannender wurde es. Die Auflösung war schlüssig. Sehr empfehlenswerter Thriller!

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Bergleben

Über allen Bergen
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Vadim wird von seinen Eltern in die französischen Alpen geschickt. Fern von seiner Familie und von Paris, hoch oben in einem kleinen Bergdorf, findet er Zuflucht bei einer netten Familie und lebt von nun ...

Vadim wird von seinen Eltern in die französischen Alpen geschickt. Fern von seiner Familie und von Paris, hoch oben in einem kleinen Bergdorf, findet er Zuflucht bei einer netten Familie und lebt von nun an als Vincent sein Leben. Doch auch dort rückt der Krieg immer näher.

Die Autorin erzählt hier zwar eine Geschichte während des 2. Weltkriegs. Dieser spielt jedoch nur aus der Ferne eine Rolle. Im Fokus steht die Natur, das Landleben und wie das jüdische Stadtkind Vadim dieses neue Leben, das ganz anders ist, als alles was er bisher kannte, als Vincent erlebt. Fest an seiner Seite steht Moinette, die ihm dort oben alles beibringt, was er wissen muss. Vincent muss sich nun mit Heuernte, Kühe melken und anderen Dingen der Landwirtschaft beschäftigen, merkt aber schnell, wie erholsam es oben in den Bergen ist und wie er durchatmen kann. Aufgeteilt ist das Buch in drei Abschnitte, die sich farblich an den Jahreszeiten orientieren. Vincent sieht nämlich vieles in Farben, so geht es abschnittsweise von weiß über grün bis gelb durch das Jahr. Die Autorin lässt in ihrem Roman eine ganze Dorfgemeinschaft aufleben, schildert sehr bildhaft, das damalige Leben. Es entsteht eine sehr atmosphärische Geschichte über die Schönheit der Berge, über Menschen die im Einklang mit der Natur leben und dem Bewusstsein, dass noch was Schlimmes auf sie zukommen wird.

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