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Veröffentlicht am 21.01.2025

Nicht mein Fall

Single All the Way. A Christmas Roadtrip
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Cover

Dieses Cover passt nicht nur perfekt zur Winterzeit, sondern ebenso zum Inhalt dieses Buches. Ich mag die Schlichtheit und die kleinen Details.

Meine Meinung

Dieses hübsche Buch habe ich auf ...

Cover

Dieses Cover passt nicht nur perfekt zur Winterzeit, sondern ebenso zum Inhalt dieses Buches. Ich mag die Schlichtheit und die kleinen Details.

Meine Meinung

Dieses hübsche Buch habe ich auf der Frankfurter Buchmesse 2024 entdeckt und ebenso gekauft. Bevor dieses Jahr zu Ende geht bzw. bevor das letzte Jahr zu Ende gegangen ist, wollte ich zumindest noch die Bücher, die ein weihnachtliches Thema aufgreifen, von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien. Ich kenne bereits von beiden Autorinnen Bücher, welche ich soweit ich mich erinnern kann, stets genossen habe.
Leider wurde diese Geschichte offensichtlich nicht für mich geschrieben. Ich würde mich selbst nicht als Grinch oder Weihnachtsallergiker beschreiben, aber ich fand das Verhalten der weiblichen Protagonistin in Bezug auf Weihnachten zu überspitzt dargestellt. Darüber hinaus konnte ich mit Sam einfach nicht viel anfangen. Ihr Leben wird so wenig beschrieben und wirkt dadurch furchtbar eintönig und langweilig. Neben ihren offenen Obsessionen für Weihnachten, alles Weihnachtsbezogene sowie ihre Mission dem Klimawandel entgegen zu wirken macht ihr Charakter nicht viel her. Ich mochte ihre Gespräche mit Tristan und Nick meistens, es gab aber auch genug Momente, wo ich weder ihre Reaktionen noch ihre Aktionen wirklich verstanden habe. Außerdem habe ich mich immer mal wieder gefragt, ob Sam nie in den Sinn gekommen ist, welchen Einfluss ihr Handeln auf Tristan haben könnte. Auch hat es mich ein wenig gestört, wie sehr sie Nick, Tristans Zwillingsbruder dazu benutzt hat Tristan eins auszuwischen oder ihn zu ärgern.
Tristan hat leider einen ähnlichen eindimensionalen Kern wie Sam auch. Ich finde ihn nicht unsympathisch aber so richtig mögen tue ich ihn nicht. Gefallen haben mir die humorvollen Zänkereien zwischen ihm und Sam, und zwischen ihm und Nick, doch auch sein Verhalten war mir an vielen Stellen zu überspitzt. Ich glaube ich hätte ihn und sein Handeln besser verstehen können, wenn wir den Verlust seiner Eltern, den Umgang seiner Großmutter mit ihm, aber ebenso seine und Nicks Zeit im englischen Internat greifbarer zu lesen bekommen hätten. Der Charakter hat großes Potenzial, welches nur leider nicht genutzt wurde.
Ich habe es bereits angesprochen, aber mit dem Verhalten der Charaktere konnte ich bis zu Letzt nicht allzu viel anfangen. Mir wars zu kitschig, zu überdreht, teils zu kindisch, auch das häufig was zu Bruch gegangen ist hat mich genervt und mich fragen lassen, ob Nick und Tristan glauben immer mit Geld um sich werfen zu können. Während Sam irgendwie nie Geldsorgen hatte, was in Anbetracht der Tatsache, dass wir über ihr Leben rein gar nichts wissen, mysteriös bleibt.
Der Schreibstil als solcher war nicht schlecht, es fällt mir allerdings schwer etwas positives zu benennen, wenn die Charaktere es mir so schwer machen. Das Buch liest sich flüssig, größtenteils verständlich und ich konnte es innerhalb von wenigen Tagen beenden, auch wenn ich am Ende echt mit mir kämpfen musste, um voran zu kommen.
Ich habs schon ein Paar Mal durchscheinen lassen, aber dieses Buch war leider nichts für mich. Ich bin von beiden Autorinnen besseres gewohnt und würde zukünftig wieder Bücher von beiden lesen, nur dieses hier kann ich schweren Herzens leider nicht weiterempfehlen. Außer ihr sucht nach einem kurzweiligem, einfachen und von Kitsch durchzogenem Liebesroman, dann seid ihr hier wohl richtig.

Fazit

Dieses Buch weckt leider meinen inneren Grinch, denn obwohl ich eigentlich kein Problem mit Weihnachten habe, war mir dieses Buch in vielerlei Hinsicht zu viel Kitsch, Kinderkram und dafür zu wenig Inhalt.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2025

Hab mehr erwartet

A Bookboyfriend for Christmas
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Cover

Grundsätzlich gefällt mir was auf diesem Cover abgebildet ist. Doch mir sind die Farben einerseits zu kontrastreich und andererseits gefällt mir die Gestaltung als solche einfach nicht so sehr. ...

Cover

Grundsätzlich gefällt mir was auf diesem Cover abgebildet ist. Doch mir sind die Farben einerseits zu kontrastreich und andererseits gefällt mir die Gestaltung als solche einfach nicht so sehr.

Meine Meinung

Bisher kannte ich noch kein Buch dieser Autorin und habe es mir signiert aus einer Laune heraus und aufgrund des einnehmenden Titels gekauft. Ich gestehe, dass ich bereits etwas misstrauisch war, ob mir die Geschichte zusagt, als ich das Buch zu Hause ausgepackt habe. Das Cover ist niedlich und das Buch macht optisch ein wenig her, doch, dass es so dünn ist habe ich nicht geahnt – und in der Regel finde ich kurze Bücher inhaltlich nicht besonders gut ausgearbeitet, was leider auch „A bookboyfriend for christmas“ einschließt.
Zunächst einmal bin ich davon ausgegangen, dass wir nur Kapitel aus Sicht der weiblichen Protagonistin Mia bekommen, dem ist allerdings gar nicht so, da es ungefähr gleich viele aus Sicht von Nick gibt. Leider ändert dies in meinen Augen wenig an der Tatsache, dass sowohl die Geschichte als solche, als auch die beiden Hauptcharaktere ziemlich blass und mit wenig Tiefgang daherkommen. Durch die Tatsache, dass dieses Buch als lustig-romantische Weihnachtsgeschichte beworben worden ist konnte ich mir bereits denken, dass wir hier kein Meisterwerk an Emotionen und Vielfältigkeit erleben, und doch bin ich ziemlich enttäuscht. Zu keinem von beiden konnte ich eine Verbindung aufbauen, beider Leben wirkten ziemlich langweilig, die Erzählungen zu einfallslos und im Gesamten betrachtet fand ich keine einzige Gefühlsregung authentisch.
Auch der Verhalten der Charaktere konnte ich nicht immer nachvollziehen. Die beiden verlieben sich quasi innerhalb von 48 Stunden ineinander und wenn wir die Lebenssituation von Mia und Nick näher betrachten möchte ich behaupten, dass beide einfach nur nicht alleine sein wollen. In meinen Augen haben die beiden wenige Gemeinsamkeiten, das körperliche Verlangen kommt zu plötzlich und dadurch zu wenig überzeugend und auch die Dynamik, also wie der Umgang der beiden mit dem jeweils anderen ist, fand ich sterbenslangweilig.
„Friede-Freude-Eierkuchen“ scheint ziemlich offensichtlich ein weiteres Motto dieser Geschichte zu sein, denn neben einem ziemlichen flachen Plot, gibt es sogar für den Einbrecher der Buchhandlung ein Happyend. Von den Anfangskapiteln mal abgesehen hätte ich mir zumindest einen kleinen, ernsthaften Konflikt gewünscht.
Ich möchte nicht gemein sein, aber ich fand den Schreibstil ziemlich plump. Die Charaktere handeln sehr eindimensional und denken ebenso in den immer gleichen Bahnen. Es fehlt an Tiefgang und Emotionen und selbst das Setting, eine Buchhandlung zur Weihnachtszeit, klingt zwar wunderbar magisch, warum Mia allerdings so extrem von einer Buchhandlung gleich um die Ecke ihres Zuhauses so fasziniert war, bleibt wohl im Dunkeln.
Diesem Buch fehlt es leider an allem, was für mich ein richtig gutes Buch ausmacht. Ich möchte nicht sagen, dass ich zukünftig kein Buch dieser Autorin mehr lesen werde, aber ich werde wohl vorsichtiger beim Kauf werden, wenn ich sehe, wie wenige Seiten ein Buch hat.

Fazit

Zwar war dieses Buch für mich ohnehin für Zwischendurch gedacht, doch mochte ich nur wenig daran. Schade.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2024

Den Hype nicht wert

Burning Crown
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Wissenswertes

Autor: Marie Niehoff
Titel: Burning Crown
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2024
Verlag: Kyss Verlag
ISBN: 978-3-499-01412-3
Preis: 18,00 € (Paperback) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: ...

Wissenswertes

Autor: Marie Niehoff
Titel: Burning Crown
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2024
Verlag: Kyss Verlag
ISBN: 978-3-499-01412-3
Preis: 18,00 € (Paperback) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 429 Seiten

Inhalt

In der Armee von Eldeya sind Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern streng verboten. Zuwiderhandlungen werden mit dem Tod bestraft. Doch als Captain Yessa Hayes ein neuer Drache zugeteilt wird, ist ihr sofort klar, dass es schwer wird, diese Regel zu befolgen. Cassim übt eine ungeahnte Anziehungskraft auf sie aus. Und je mehr sie hinter seine verschlossene, misstrauische Fassade blickt, desto heftiger wird das verbotene Knistern zwischen ihnen. Yessa kämpft mit aller Macht gegen ihre wachsenden Gefühle an, denn schon ein falscher Blick könnte ihr Schicksal besiegeln. Nur ahnt sie nicht, dass die größte Gefahr für ihr Leben von Cassim selbst ausgeht …

Cover

Ich liebe dieses Cover! Gerade die dunkle Hintergrundfarbe mit der klaren farblichen Abgrenzung zum Titel sowie zu den beiden abgebildeten Drachen sieht einfach klasse aus. Auch kann wohl niemand die deutliche Verbindung zum Inhalt leugnen.

Meine Meinung

Ich kenne bereits die Vampire Royals Dilogie dieser Autorin, welche mir vergleichsweise, wenn ich mir die allgemeine Meinung dazu ansehe, nicht ganz so gut gefallen hat. Doch gerade nach dem Hype rund um "Fourth Wing" von Rebecca Yarros fand ich die Thematik total ansprechend und musste mir das Buch dementsprechend kaufen. Und trotz der Tatsache, dass ich versucht habe die beiden Bücher nicht miteinander zu vergleichen, kam ich nicht umhin genau das zu tun. Dabei muss ich zugeben, dass "Burning Crown" in meinen Augen wesentlich schlechter abschneidet.
Eine Sache, die mir zeitnah aufgefallen ist, ist die simple Tatsache, dass das Worldbuildung nicht überzeugt. Gerade die Elemente des gestürzten Drachenkönigs, das Drachendasein als solches, der Krieg sowie andere wichtige Aspekte werden nicht ansatzweise so sehr beleuchtet wie ich mir das gewünscht hätte. Besonders, dass wir mit Cassim als Drachengestaltwandler ein wichtiges Element dieses Buches regelrecht ignorieren, tat mir in der Seele weh. Gerade seine Verwandlung zum Drachen, seine Wahrnehmung als solcher sowie die Balance zwischen Mensch und Tier, die es meiner Meinung nach zumindest geben sollte, werden weder aussagekräftig thematisiert noch überzeugend dargestellt.
Yessa, als unsere weibliche Protagonistin war gar nicht was ich erwartet habe. Der Klapptext suggerierte mir, dass wir es mit einer starken, selbstbewussten und durchsetzungsstarken Persönlichkeit zu tun bekommen, und diesem Bild entspricht Yessa meines Erachtens nach nicht. Sie ist stark harmoniebedürftig, zeitweilen naiv und besitzt ungefähr so viel Durchsetzungsvermögen wie eine Obstfliege, wenn sie nicht durch äußere Umstände zu ihrem widernatürlichem Verhalten gezwungen wird. Gerade ihren Eintritt in die Armee unter dem Motto "Vielleicht kann ich die Welt ändern", war an Monotonie und Einfachheit kaum zu überbieten. Was mich ebenso zu der Überlegung veranlasst, wie sie es überhaupt in den Rang einer Captain geschafft hat, denn es passt gar nicht zu dem Bild, welches ich von ihr habe. Die ewigen Entschuldigungen, das fast schon zwanghafte Bedürfnis Cassim von ihrer Ehrlichkeit zu überzeugen sowie die fehlende Überzeugungskraft ihres Wesens an sich, machen sie mir leider unsympathisch.
Cassim, der Drachenwandler auf den ich so große Hoffnungen gesetzt habe, hat meiner Meinung nach wenig mit dem perfekten Bookboyfriend zu tun. Wie bereits etwas weiter oben angesprochen vermisse ich schmerzlich eine greifbare Verbindung zwischen Mensch und Drache, mir fehlt eine detailgetreue Darstellung seines Wesens in Drachenform und überhaupt fand ich die Beschreibung seiner Äußerlichkeiten ziemlich dürftig. Dadurch, dass wir Kapitel aus seiner Sicht bekommen, fehlt es ihm massiv an einer geheimnisumwobenen und undurchschaubaren Art, die ich persönlich sehr gerne beim Love Interest der Geschichte habe. Seine Intentionen sind ziemlich deutlich, die Freiheit zu erlangen und die Armee hinter sich zu lassen. Doch das wie macht es mir schwer ihn zu mögen. Cassim ist - ähnlich wie Yessa – ziemlich sprunghaft, seine körperliche Anziehung zu ihr macht wenige nachvollziehbare Gedankengänge möglich und die Tatsache, dass er seine Pläne immer und immer wieder ändert, hat mich wahnsinnig gemacht.
Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht wirklich glücklich. Neben den eher blassen Beschreibungen von der hiesigen Welt, sowie dem noch dürftigerem Setting, bin ich mit vielen Begriffen einfach nicht warm geworden. Beispielsweise die Zusammensetzung der beiden Wörter "die Captain". Inhaltlich absolut richtig, glaube ich. Bin ich trotzdem jedes Mal aufs Neue darüber gestolpert? Ja. Auch gibt es im Laufe des Buches ein Treffen der höherrangigen Mitglieder der Armee, den Generälen. Ich bin weiß Gott nicht unfehlbar, aber der Satz "In der Regel versammeln sich für den Rat die Generals" (vgl. S. 122) hat mich in dieser Form massiv verwirrt. Für mich würde es richtiger klingen, wenn der Satz "In der Regel versammeln sich für den Rat die Generäle" lauten würde. Außer mit Generals ist der englische Begriff mit der gleichen Bedeutung gemeint, was ich so aus dem Stehgreif allerdings nicht hundertprozentig verifizieren kann.
Nach derzeitigem Stand tendiere ich dazu diese Reihe nicht weiterzuverfolgen. Gerade wenn ich, wie zu Beginn geschrieben, den direkten Vergleich zu "Fourth Wing" ziehe bin ich nicht ansatzweise so begeistert vom Inhalt, wie ich mir selbst versprochen hatte.

Fazit

Leider ein zu unrecht gehyptes Buch. Viele, in meinen Augen, wichtige Aspekte bekommen keinen richtigen Raum, die Protagonistin passt nicht ins Bild und auch so bin ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2024

Zu schnelllebig um tiefgründig zu sein

Daughter of the Pirate King - Fürchte mein Schwert
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Wissenswertes

Autor: Tricia Levenseller
Titel: Daughter of the Pirate King – Band 1: Fürchte mein Schwert
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 29. Juli 2024
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 978-3-7341-6388-3
Preis: ...

Wissenswertes

Autor: Tricia Levenseller
Titel: Daughter of the Pirate King – Band 1: Fürchte mein Schwert
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 29. Juli 2024
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 978-3-7341-6388-3
Preis: 16,00 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 303 Seiten

Inhalt

Captain Alosa hat nur ein Ziel vor Augen: Im Auftrag des Piratenkönigs Kalligan soll sie das Fragment einer Schatzkarte beschaffen. Ein Kinderspiel für sie, da kein Freibeuter es mit ihr aufnehmen kann. Das brutale Training ihres Vaters Kalligan hat sie zu seiner Geheimwaffe gemacht, denn sie setzt ihren Gegnern nicht nur ihre Kampfkraft, sondern auch die Sirenenmagie ihrer Mutter entgegen. Siegesgewiss beginnt Alosa ihre Mission auf einem Schiff voll verfeindeter Piraten, doch hat sie dabei nicht mit dem unverschämt attraktiven Ersten Maat Riden gerechnet, der gegen all ihre Kräfte immun zu sein scheint …

Cover

Ich weiß noch gar nicht so genau, was ich von diesem Cover halten soll. Mir gefällt die Verbindung zum Inhalt, aber mir ist es zu dunkel und irgendwie zu unspektakulär.

Meine Meinung

Wie es in Vergangenheit schon häufiger der Fall war, kannte ich bis zu diesem Buch noch nichts von der Autorin. Ich habe das Buch eigentlich schon auf der Frankfurter Buchmesse 2024 als Teil einer Box der Bücherbüchse entdeckt. Gekauft habe ich es eher zufällig da ich besagte Box einer Freundin zum Geburtstag schenke und mir dachte, naja, dann kann ich mir selbst auch gleich eine gönnen.
Eigentlich habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass diese Geschichte leider nicht ganz meinem Geschmack entspricht. Da ich Bücher nicht abbreche, und es zum Glück recht kurz ist, habe ich es innerhalb von zwei Tagen dennoch durchgelesen.
Alosa als unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir die komplette Geschichte erleben. Sie war mir zu arrogant und ganz allgemein gesagt nicht tiefgründig genug ausgearbeitet. Ihre Gedanken sind ziemlich sprunghaft, bei mir sind nur wenige echte Emotionen angekommen und für jemanden, der so überzeugt von sich selbst ist, habe ich mehr erwartet. Ich konnte nicht jede von ihren Handlungen nachvollziehen, fand einige sogar unlogisch und hätte mir mehr Fingerspitzengefühl für ihr Wesen gewünscht.
Riden, als erster Maat und Love Interest des Buches, war mir wesentlich sympathischer als Alosa. Insgesamt ist sein Charakter ruhiger, er ist ein zuverlässiger Typ, seinem Bruder gegenüber unfassbar loyal und trotz gegenteiliger Behauptungen würde er Alosa niemals ein Haar krümmen.
Grundsätzlich mag ich die Dynamik zwischen Alosa und Riden, gleichzeitig wirkt diese in meinen Augen ziemlich eindimensional und fast etwas erzwungen. Den Gesprächen fehlt es am dringend benötigtem Tiefgang, an Emotionen und Glaubhaftigkeit. Mit wenigen Ausnahmen hatte ich durchgängig das Gefühl keinen der Charaktere richtig gut zu kennen. Das betrifft sowohl die beiden Protagonisten als auch zahlreiche Nebencharaktere die für mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach viel zu blass geblieben sind.
Der Schreibstil war eine Mischung aus „Ging-ganz-gut“ und „ups-Stolperstein“. Daughter of the Pirate King ist superschnelllebig, was sich deutlich im Schreibstil widerspiegelt. Einerseits kam ich gut voran, andererseits bin ich ziemlich häufig über Sätze gestolpert oder musste diese mehrfach lesen, da ich den Inhalt nicht verstanden habe. Bis zuletzt bin ich nicht gänzlich damit warm geworden.
Wie eben bereits geschrieben schreitet das Buch extrem schnell voran. Die Protagonistin bekommt wenig Zeit, um ihre eigenen Taten und Handlungen zu überdenken oder sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Einen Spannungsbogen konnte ich gar nicht erkennen, da keine Zeile zum Spannungsaufbau genutzt worden ist. Es geht Schlag auf Schlag, ohne viele Erklärungen und ohne sich die Mühe zu machen uns Leser an Bord zu holen.
Ich werde diese Reihe mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weiterverfolgen, da ich insgesamt einfach enttäuscht bin.

Fazit

Leider ein Flop. Weder mit der Protagonistin, noch ihrem Verhalten konnte ich viel anfangen. Auch der Schreibstil sowie alles Drumherum konnten mich nur wenig begeistern und ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2024

Nicht meins

Everlasting Fate – Ein Reich aus Silber und Magie
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Wissenswertes

Autor: Amelia Cadan
Titel: Everlasting Fate – Band 1: Ein Reich aus Silber und Magie
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. September 2024
Verlag: cbj Verlag
ISBN: 978-3-570-16720-5
Preis: ...

Wissenswertes

Autor: Amelia Cadan
Titel: Everlasting Fate – Band 1: Ein Reich aus Silber und Magie
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. September 2024
Verlag: cbj Verlag
ISBN: 978-3-570-16720-5
Preis: 17,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 385 Seiten

Inhalt

Als der im ganzen Land berühmte Dieb Ilya von Kopfgeldjägern geschnappt wird, teilt er sein Los mit einer jungen Gefangenen, vor der die grobschlächtigen Häscher aus unerfindlichen Gründen zittern. Ilya findet das zarte Mädchen eher bemitleidenswert, und als er entkommen will, befreit er auch sie. Bei der Flucht riskiert sie ihr Leben, um ihn zu schützen und Ilya nimmt das schwer verletzte Mädchen mit sich. Die Umstände und ihre Verfolger zwingen die beiden ungleichen jungen Helden, das von Dämonenkriegen und einem unbarmherzigen Herrscher gebeutelte Land gemeinsam zu durchqueren. Doch erst als die Gefahr am größten ist, wird seine Schicksalsgefährtin Leianna nicht nur ihren Namen enthüllen, sondern auch ihr größtes Geheimnis ... Und in Ilya, der schon lange nach einem Weg sinnt, sein unterdrücktes Volk zu retten, wächst ein verwegener Plan heran.

Cover

Ich finde dieses Cover sehr gelungen. Neben der satten dunkelblauen Hintergrundfarbe, passen die gekreuzten Schwerter zum Inhalt und ergeben ein schönes Gesamtbild.

Meine Meinung

Mal wieder habe ich mich im Buchladen von einem hübschen Cover zu einem Buch verführen lassen, von deren Autorin ich bisher nichts kannte. Neben dem schönen Äußeren klang auch der Inhalt wahnsinnig vielversprechend, weshalb ich gerade dieses Buch zeitnah von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit habe. Wer mich und meine Rezensionen etwas kennt, sollte bereits wissen, dass dünne Bücher mich immer etwas misstrauisch werden lassen. Leider fügt sich diese Geschichte in mein bereits vorhandenes Bild, was knappe Geschichten betrifft, ein.
Zunächst lernen wir den spitzbübischen Ilya kennen, dessen Schicksal genau das verspricht, was uns der Klapptext verrät: Nämlich, dass sich dieser als Gefangener einer Kopfgeldjägerbande wiederfindet. Ilya ist ein großartiger Dieb, mit einer verspielten und charmanten Art andere Menschen, um den kleinen Finger wickeln zu können. Darunter verbirgt sich allerdings auch jemand, der seine Heimat schmerzlich vermisst und hofft, dass Leianna die Lösung des Dämonenproblems ist.
Leianna war mir persönlich etwas zu sprunghaft. Einerseits ist sie häufig der Überzeugung, Ilyas Taten seien falsch, andererseits versucht sie diese wieder und wieder für sich selbst zu rechtfertigen. Im Vergleich zu Ilya kann ich sie leider nur als feige und unbedarft beschreiben. Wie sie mehrere Sommer alleine überlebt haben soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
Trotz der Tatsache, dass wir das Buch in unregelmäßigem Sichtwechsel zwischen Ilya und Leianna erleben dürfen, konnte ich zu beiden keine Beziehung aufbauen. Emotional bin ich nur sehr wenig abgeholt worden, mit wenigen Ausnahmen wirkten die Dialoge zu erzwungen und hölzern und auch die Beziehung zwischen den beiden überzeugt mich leider gar nicht. Gerade was die Anziehung der beiden zueinander oder die tiefergehenden Gedanken füreinander betrifft, finde ich, da hätte sich die Autorin viel mehr Mühe geben können.
Auch Setting und Worldbuilding lassen für mich leider zu weiten Teilen zu wünschen übrig. Die Idee durch unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Menschen zu reisen, alles vermeintlich orientalisch angehaucht, klingt spannend, war in der Realität wenig überzeugend. Es mangelt an farbenprächtigen und überzeugenden Erklärungen. Egal ob es sich dabei um das Leben in den Städten handelt oder wie diese letztlich aussehen. Wir bekommen zu Beginn immer eine kleine Einleitung in die verschiedenen Ländereien, danach verblasst das Setting leider immer wieder zu einem farblosen Einerlei. Auch die Elemente der Magie oder die Anwesenheit der Dämonen werden nicht ausreichend erklärt, dabei besteht durchaus Potenzial. Gleiches gilt für den schrecklichen Kaiser, bzw. einige andere Nebencharaktere, die zwar da sind, aber eigentlich auch total unwichtig sind.
Der Schreibstil war mir ähnlich, wie bereits bei den Dialogen erwähnt, insgesamt zu hölzern. Es gibt kaum Tiefgang, wenig Emotionen und ehrlich gesagt habe ich nicht jeden Satz verstanden. Schade.
Ich werde mir den zweiten Teil dieser Dilogie wohl nicht kaufen. Auch weiß ich nicht, ob ich zukünftig noch ein Buch dieser Autorin kaufen würde, aber da mag ich mich nicht festlegen.

Fazit

Leider fanden diese Geschichte und ich nicht zusammen. Mir war es zu schnelllebig, es gab zu wenig Tiefgang, zu wenig Emotionen und ich werde mir nicht die Mühe machen die Reihe weiterzuverfolgen.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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