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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2024

Ungewöhnlicher historischer Roman

Das Geheimnis der Glasmacherin
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"Das Geheimnis der Glasmacherin" ist ein historischer Roman, der sich nicht nur optisch von der Masse der historischen Romane abhebt. Das bunte Cover sticht heraus, passt allerdings hervorragend zum Inhalt, ...

"Das Geheimnis der Glasmacherin" ist ein historischer Roman, der sich nicht nur optisch von der Masse der historischen Romane abhebt. Das bunte Cover sticht heraus, passt allerdings hervorragend zum Inhalt, denn wir erleben die Geschichte des weltberühmten Muranoglases.

Erzählerisch wird dabei ein Kniff angewendet, den ich so noch nie gelesen hatte, denn wir begleiten ein und dieselbe Familie in verschiedenen Jahrzehnten. Also es gibt Zeitsprünge zu bedeutenden Episoden in der venizianischen Geschichten, wie z.B. den Ausbruch der Pest, aber wir erleben diese immer mit den gleichen Figuren, bei denen die Zeit auch linear weitergeht. Das ist natürlich nicht sehr realistisch, macht das Geschehen aber gut erlebbar, da man seine Identifikationsfiguren behält.

Fazit: Ein gut lesbarer Roman für alle Fans von Italien und oder Glasarbeiten mit einem Hauch Liebesgeschichte, der aber nicht dominiert.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Steigerung zu den Vorgängern

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Bisher war die Reihe für mich ein eher mittelprächtiges Leseerlebnis. Allerdings scheint sich der Autor jetzt zu steigern. Ob es daran liegt, dass man die Figuren so langsam ins Herz geschlossen hat oder ...

Bisher war die Reihe für mich ein eher mittelprächtiges Leseerlebnis. Allerdings scheint sich der Autor jetzt zu steigern. Ob es daran liegt, dass man die Figuren so langsam ins Herz geschlossen hat oder weil ich vom Medium Buch auf Hörbuch gewechselt bin, weiß ich nicht so genau.

Jedenfalls gefiel mir dieser Teil hier besser als die beiden Vorgängerbände, während er bei Neueinsteigern in die Serie eher in Kritik geraten ist. Ich würde deswegen nicht empfehlen, quer durcheinander zu lesen, sondern schon in der Reihenfolge zu bleiben, um die Figuren so kennenzulernen, wie es sich der Autor gedacht hat.

Allerdings sollte man schon Unterhaltungsliteratur erwarten und keine realistisch Ermittlung. So fand ich persönlich es schade, dass die drei Freundinnen dieses Mal mit Erlaubnis der Polizei ermitteln durften, statt ihr eigenes Ding zu machen. Da ging etwas Witz verloren. Ansonsten aber eine Steigerung zu den beiden letzten Fällen.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Schönes Kinderbuch mit kleineren Schwächen

Die Goldene Schreibmaschine
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Als Buch von Carsten Henn kommt es für mich nicht an seine anderen Bücher heran, allerdings sind die ja auch für eine ganz andere Zielgruppe als dieses ... Denn manche Erwachsene lesen zwar auch Kinderbücher, ...

Als Buch von Carsten Henn kommt es für mich nicht an seine anderen Bücher heran, allerdings sind die ja auch für eine ganz andere Zielgruppe als dieses ... Denn manche Erwachsene lesen zwar auch Kinderbücher, aber Kinder lesen in der Regel ja keine Bücher von Erwachsenen und können das dann nicht vergleichen.

Als Kinderbuch gefällt mir "Die goldene Schreibmaschine" ganz gut. Es gibt eine spannende Geschichte und man kann mindestens einen schönen Lehrpunkt für sich mitnehmen. Emily und ihre Freunde und Familie sind Helden mit denen man sich gut identifizieren kann, wobei Carsten Henn es schafft, dass sie nicht zu klischeehaft sind, sondern angenehme Ecken und Kanten haben.

Lediglich die Figur des bösen Lehrers Dresskau und seine Machenschaften waren mir dann zu überzeichnet. Das war für mich ein zu krasser Bruch zu allen Personen, denn der Typ ist einfach ... drüber. Ein Überbösewicht bei dem man sich fragt, wieso er mit allem durchkommt. Im echten Leben hätten ihn sicherlich schon alle Helikoptereltern der Schule verklagt!

Insofern hat es mir als erwachsener Leserin einfach gar nicht gefallen, bei Kindern der Altergruppe ab 10 würde ich schauen, ob diese Person und ihre Machenschaften eventuell unnötige Ängste auslösen oder ob das Kind durch die Überspitzung der Ereignisse erkennt, dass es falsch ist. Da sind Kinder ja doch sehr unterschiedlich und eventuell sollte man mit der Lektüre dann 1-2 Jahre über das empfohlene Lesealter hinaus warten.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Beste Geschichte aus der Reihe?

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald
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Also rein von der Geschichte her hat mir dieses Abenteuer mit Spekulatius am Besten aus der Reihe gefallen. Vielleicht, weil es zwei meiner liebsten Dinge kombiniert: Den Herbst, sowie Tiere und Natur!
Außerdem ...

Also rein von der Geschichte her hat mir dieses Abenteuer mit Spekulatius am Besten aus der Reihe gefallen. Vielleicht, weil es zwei meiner liebsten Dinge kombiniert: Den Herbst, sowie Tiere und Natur!
Außerdem hat die Geschichte eine schöne Botschaft, die sehr realitätsnahe ist. Immerhin leben wir in einer Gesellschaft, in der Schein leider mehr wert ist als Sein und das wird in Zukunft sicherlich noch mehr zunehmen. Insofern kann man Kinder gar nicht früh genug damit konfrontieren!
Allerdings habe ich die Reihe immer als Hörbuch verfolgt und ich finde, dass man (leider auf die nicht gute Art) merkt, dass ein Verlagswechsel stattgefunden hat. Der Sprecher ist zum Glück gleich geblieben, aber bei den von argon produzierten Teilen gab es zum Beispiel mehr passende Musikuntermalungen beim Kapitelwechsel. Bei diesem Teil wirkt es, als hätte man daran gespart, was mir nicht so gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Anders als erwartet...

Kleine Monster
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... aber in dem Fall gut anders als erwartet. Zwar ist das Buch kein 5-Sterne-Highlight in meinem diesjährigen Lesejahr, allerdings muss man zugeben, dass die Konkurrenz aber auch ziemlich groß war. Auf ...

... aber in dem Fall gut anders als erwartet. Zwar ist das Buch kein 5-Sterne-Highlight in meinem diesjährigen Lesejahr, allerdings muss man zugeben, dass die Konkurrenz aber auch ziemlich groß war. Auf jeden Fall ist es das bisher beste Buch aus dem Hanserverlag, das ich dieses Jahr gelesen habe.

Man erwartet einen literarischen, gesellschaftskritischen Roman und bekommt ein Buch, das man schon fast als Psychothriller durchgehen lassen kann.

Dabei spielt die Autorin geschickt mit den Grauzonen menschlichen Verhaltens und verschiebt immer wieder unseren moralischen Kompass was (und wer) gut und böse ist. Besonders gelungen fand ich dabei, dass sich ein Buch getraut hat, einmal herauszustellen, dass auch Kinder grausam sein können!

Ich würde lediglich einen Stern abziehen, weil die Rückblenden für mich insgesamt zuviel Raum eingenommen haben. Die Idee ist gut, aber das Buch ist nicht dick und davon fast die Hälfte mit Abschweifungen zu verbringen, passt für meinen Geschmack nicht von der Gewichtung her.

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