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Veröffentlicht am 20.03.2025

Märchenhaft schöne Geschichte

Das Mädchen, das in den Wellen verschwand
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Diese Geschichte war richtig schön. Ich habe mich sofort in Mina verliebt und gleich danach in die Welt, und ich hatte einfach so viel Spaß mit diesem Buch über Schicksal und Bestimmung und darüber, seinen ...

Diese Geschichte war richtig schön. Ich habe mich sofort in Mina verliebt und gleich danach in die Welt, und ich hatte einfach so viel Spaß mit diesem Buch über Schicksal und Bestimmung und darüber, seinen eigenen Weg zu wählen, anstatt das, was vielleicht für einen gewählt wird, und es war wirklich gut, in meinen Augen.
Die Romanze kam für mich zu kurz (ich habe zwar die Gefühle gespürt, als sie da waren, aber sie sind einfach plötzlich aufgetaucht und es gab für mich nicht wirklich eine Geschichte, die dazu geführt hat, also verstehe ich nicht wirklich, wie die Gefühle zwischen dem ersten Treffen und den späteren Gefühlen entstanden sind: die Figuren schienen nett zu sein, aber ich habe nicht wirklich etwas Romantisches gespürt, bevor es dann plötzlich da war) und das war nicht ideal, aber abgesehen davon habe ich wirklich alle Interaktionen der Charaktere geliebt, die Freundschaft, die Familie, das Mitgefühl und die Hoffnung für andere, und Mina war einfach so ein starker Charakter, der genau wusste, was sie wollte und sogar harte Entscheidungen getroffen hat, um das zu erreichen, während sie weiterhin versucht hat, nett zu sein und die Menschen dazu zu bringen, auch nett zu sein. Habe ich sehr gemocht.
Und auch, dass die Figuren Bindungen außerhalb von Mina haben, war super. Mina ist eindeutig die Hauptfigur, aber die anderen Leute existieren auch ohne sie, oder so fühlt es sich an, und ich denke, das war wirklich gut gemacht.

Außerdem hat mir sehr gut gefallen, wie sich das Ganze am Ende abgespielt hat. Das meiste habe ich kommen sehen, aber bei einigen anderen Dingen war ich doch erstaunlich blind, bis zu dem Punkt, an dem ich es erst eine Seite vorher herausgefunden habe, obwohl es im Nachhinein so offensichtlich war, und ich finde, dass es Axie Oh echt gut gemacht hat, wie alles in dieser Geschichte zusammenhängt und einen Sinn ergibt.
Ich habe mich wirklich gut amüsiert, auch wenn die Gefühle für mich nicht viel Sinn ergeben haben, aber abgesehen davon hat mich nichts wirklich gestört, sondern ich war einfach nur sehr zufrieden mit allem und fand‘s super!

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Starke Geschichte, schöne Illustrationen, sehr emotional berührend.

Der Magische Fisch
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Ich mochte die Verbindung zwischen Märchen/Geschichten und dem wirklichen Leben sehr, und auch wie Einwanderung, Familie, Liebe und all das in das Buch einbezogen wurde. Die wechselnden Farben, je nachdem, ...

Ich mochte die Verbindung zwischen Märchen/Geschichten und dem wirklichen Leben sehr, und auch wie Einwanderung, Familie, Liebe und all das in das Buch einbezogen wurde. Die wechselnden Farben, je nachdem, auf welche Geschichte sich das Buch gerade konzentriert, waren eine wirklich schöne Note, und ich habe beim Lesen durchaus ein paar Tränen vergossen, denn obwohl ich die Erfahrungen der Charaktere nicht teile, war Trung Le Nguyen zu 100 % in der Lage, mir alle Figuren näherzubringen und für und mit ihnen zu fühlen.
Leider war ich nicht ganz überzeugt davon, wie schnell das Ende war, vor allem, nachdem alles andere ein wenig langsamer war, und das gab mir beim Lesen ein eher unbeteiligtes Gefühl. Es fühlte sich für mich einfach zu überstürzt an.
Trotzdem ist es ein echt gutes Buch, das mir gut gefallen hat, und hätte man sich beim Ende etwas mehr Zeit genommen, wären es ziemlich sicher fünf Sterne geworden.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Sehr düster aber dafür lustig

Wespennest
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Ich fühle mich fast ein wenig schlecht dafür, das zu sagen, aber das war wirklich eines der lustigsten Reacher-Bücher für mich bisher. Vielleicht habe ich auch welche vergessen, ein paar sind wirklich ...

Ich fühle mich fast ein wenig schlecht dafür, das zu sagen, aber das war wirklich eines der lustigsten Reacher-Bücher für mich bisher. Vielleicht habe ich auch welche vergessen, ein paar sind wirklich lange her für mich, aber ich hatte einfach unglaublich viel Spaß daran, wie die Dinge hier liefen. Reacher klaut viel zu viele Autos in viel zu kurzer Zeit? Niemand kommt auf die Idee zu kommunizieren, weshalb sich alle Gegenseitig im Weg stehen? Reacher versucht eigentlich gar nicht, irgendwem so richtig das Handwerk zu legen, aber alle überreagieren so sehr, dass sie sich das Leben selbst viel zu schwer machen? Und dann sind die ganzen Schlussfolgerungen der Bösewichte auch ... speziell. Aber auf eine für mich wirklich gute Art und Weise, weil oh mein Gott hatte ich Spaß an dem Chaos.

Abgesehen davon kann ich mich aber auch an kein Reacher Buch bisher erinnern, das so düster war. Auch da kann ich natürlich was vergessen, aber dieses Buch hat es für mich echt geschafft, einerseits unglaublich lustig zu sein, und andererseits wirklich schrecklich, einfach weil die Bösewichte wirklich heftig waren. (Aber es ist Reacher, also immerhin haben alle bekommen, was sie verdient haben, so mehr oder weniger, daher wenigstens etwas.)

Geschrieben mit genau der Art von trockenem und schwarzen Humor, die ich liebe, und von der Geschichte her sehr spannend. Ich habe zwar geahnt, worauf es hinausläuft, gleichzeitig hatte ich aber auch die Hoffnung, falsch zu liegen, und ich hatte nicht alles vorausgesehen, also ein bisschen Überraschung war am Ende doch mit dabei. Insgesamt sehr unterhaltsame Lektüre, und trotz des Falls vermutlich eins meiner Lieblingsbücher. (Ich bin aber vermutlich recht voreingenommen, weil der Humor mir so zugesagt hat und ich außerdem sehr positiv überrascht von fehlender Ablenkung durch romantischen Nebenplot war, denn objektiv gesehen sind einige Dinge schon sehr weit hergeholt oder etwas zu passende Zufälle, also ziemlich sicher nicht für jeden was, aber das ist vermutlich erwartbar.)

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Humorvoll, wie ich es von Moers gewohnt bin

Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
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Blaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das ...

Blaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das hat tatsächlich endlich einmal dafür gesorgt, dass ich die Motivation für so ein dickes Buch gefunden habe.
Es ist eher eine Aneinanderreihung einzelner Kurzgeschichten, bzw. fühlt sich nicht wie eine wirklich zusammenhängende Geschichte an, auch wenn sie durchaus chronologisch nacheinander passiert, entsprechend kann ich durchaus nachvollziehen, warum einige Menschen es als "echte" Geschichte nicht so mögen, für mich hat es allerdings wunderbar funktioniert, und Moers fängt für mich sehr schön das Gefühl ein, als würde Blaubär wirklich mir die Geschichten von dem erzählen, was er erlebt hat (oder sie erfinden, ganz sicher kann man sich da vermutlich nicht sein).
Wie so oft spielt Moers angenehm mit Sprache und kleineren und größeren Literarischen "Easter Eggs", wenn man so will, wodurch ich sehr viel Spaß am Lesen hatte. Die Figuren sind eine lebendige Mischung aus allem möglichen, die Probleme und Herausforderungen alle auf eine sehr zamonische Art ganz unterschiedlich, irgendwie hängen Geschichten und Figuren manchmal doch mehr zusammen als erwartet, und am ende gibt es sogar einen schönen Abschluss zu dem ganzen.
Ich bin Blaubär und seinen (vorübergehenden) Gefährten auf jeden Fall gerne durch die Geschichte gefolgt.
Einzig die Länge der Kapitel war teilweise wirklich eine Herausforderung für mich, denn die Mischung aus mal 30 Seiten und mal 200 war schon sehr hart. Hat auch irgendwie funktioniert und ergibt vermutlich Sinn, immerhin kann man nicht in jedem Leben gleich viel erleben, aber es war eindeutig anstrengend.
Für mich dennoch ein gelungener Einstieg in die Welt (auch wenn es nicht mein Einstieg war, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es als erstes Zamonien-Buch auch super funktionieren würde) und auch wenn es manchmal vielleicht etwas langatmig wird, wenn die Kapitel einfach nicht zu enden scheinen, wurde ich trotzdem super unterhalten und habe im großen und ganzen nichts daran auszusetzen. Es ist eben die Geschichte eines mehr oder weniger makellosen Helden, jedenfalls fühlt sie sich so an, aber sie ist amüsant und kreativ, und manchmal braucht es genau das.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Unglaublich spannend, leider gewöhnungsbedürftig zu hören

Mein Leben nach dem Tod
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Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt ...

Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt habe, womit ich noch etwas mehr über ihn und seine Arbeit erfahren konnte. Und besonders inhaltlich hat mich das Buch auch wirklich überzeugt.
Benecke schafft es, wirklich spannend über Untersuchungen zu schreiben/sprechen, und dabei durch seine eigene Begeisterung auch mich anzustecken, selbst wenn ich vielleicht selbst gar nicht so interessiert bin. Dabei waren sowohl die persönlichen Informationen zu seinem Aufwachsen und seiner Sicht auf die Welt sehr interessant, als auch die eher beruflichen Informationen, die er über einzelne Anekdoten, Forschungen und Errungenschaften geteilt hat. Was in Beneckes Leben natürlich beides sehr nah miteinander verknüpft ist, und tatsächlich macht das die ganze Sache nur noch spannender.
Einzig und allein das Vorlesen hat mich beim Hörbuch leider eine ganze Weile gekostet, um mich daran zu gewöhnen. Wo Benecke in seinen Vorträgen und Auftritten sehr angenehm spricht und fließend mit seinen Betonungen die Aufmerksamkeit der Zuhörer einfangen kann, liest er hier eher abgehackt und starr, was das Zuhören am Anfang doch erschwert hat. Die letzten 4 bis 4,5 Stunden ist es mir dann gar nicht mehr aufgefallen und ich kam gut damit zurecht, zu Anfang hat es allerdings dafür gesorgt, dass ich nicht sofort in die Erzählung abtauchen konnte.
Auch damit allerdings nicht weniger spannend und ich bin wirklich froh, dass ich die Gelegenheit hatte, mir das Hörbuch anzuhören.

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