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Veröffentlicht am 27.02.2025

Sehr düster aber dafür lustig

Wespennest
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Ich fühle mich fast ein wenig schlecht dafür, das zu sagen, aber das war wirklich eines der lustigsten Reacher-Bücher für mich bisher. Vielleicht habe ich auch welche vergessen, ein paar sind wirklich ...

Ich fühle mich fast ein wenig schlecht dafür, das zu sagen, aber das war wirklich eines der lustigsten Reacher-Bücher für mich bisher. Vielleicht habe ich auch welche vergessen, ein paar sind wirklich lange her für mich, aber ich hatte einfach unglaublich viel Spaß daran, wie die Dinge hier liefen. Reacher klaut viel zu viele Autos in viel zu kurzer Zeit? Niemand kommt auf die Idee zu kommunizieren, weshalb sich alle Gegenseitig im Weg stehen? Reacher versucht eigentlich gar nicht, irgendwem so richtig das Handwerk zu legen, aber alle überreagieren so sehr, dass sie sich das Leben selbst viel zu schwer machen? Und dann sind die ganzen Schlussfolgerungen der Bösewichte auch ... speziell. Aber auf eine für mich wirklich gute Art und Weise, weil oh mein Gott hatte ich Spaß an dem Chaos.

Abgesehen davon kann ich mich aber auch an kein Reacher Buch bisher erinnern, das so düster war. Auch da kann ich natürlich was vergessen, aber dieses Buch hat es für mich echt geschafft, einerseits unglaublich lustig zu sein, und andererseits wirklich schrecklich, einfach weil die Bösewichte wirklich heftig waren. (Aber es ist Reacher, also immerhin haben alle bekommen, was sie verdient haben, so mehr oder weniger, daher wenigstens etwas.)

Geschrieben mit genau der Art von trockenem und schwarzen Humor, die ich liebe, und von der Geschichte her sehr spannend. Ich habe zwar geahnt, worauf es hinausläuft, gleichzeitig hatte ich aber auch die Hoffnung, falsch zu liegen, und ich hatte nicht alles vorausgesehen, also ein bisschen Überraschung war am Ende doch mit dabei. Insgesamt sehr unterhaltsame Lektüre, und trotz des Falls vermutlich eins meiner Lieblingsbücher. (Ich bin aber vermutlich recht voreingenommen, weil der Humor mir so zugesagt hat und ich außerdem sehr positiv überrascht von fehlender Ablenkung durch romantischen Nebenplot war, denn objektiv gesehen sind einige Dinge schon sehr weit hergeholt oder etwas zu passende Zufälle, also ziemlich sicher nicht für jeden was, aber das ist vermutlich erwartbar.)

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Humorvoll, wie ich es von Moers gewohnt bin

Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
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Blaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das ...

Blaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das hat tatsächlich endlich einmal dafür gesorgt, dass ich die Motivation für so ein dickes Buch gefunden habe.
Es ist eher eine Aneinanderreihung einzelner Kurzgeschichten, bzw. fühlt sich nicht wie eine wirklich zusammenhängende Geschichte an, auch wenn sie durchaus chronologisch nacheinander passiert, entsprechend kann ich durchaus nachvollziehen, warum einige Menschen es als "echte" Geschichte nicht so mögen, für mich hat es allerdings wunderbar funktioniert, und Moers fängt für mich sehr schön das Gefühl ein, als würde Blaubär wirklich mir die Geschichten von dem erzählen, was er erlebt hat (oder sie erfinden, ganz sicher kann man sich da vermutlich nicht sein).
Wie so oft spielt Moers angenehm mit Sprache und kleineren und größeren Literarischen "Easter Eggs", wenn man so will, wodurch ich sehr viel Spaß am Lesen hatte. Die Figuren sind eine lebendige Mischung aus allem möglichen, die Probleme und Herausforderungen alle auf eine sehr zamonische Art ganz unterschiedlich, irgendwie hängen Geschichten und Figuren manchmal doch mehr zusammen als erwartet, und am ende gibt es sogar einen schönen Abschluss zu dem ganzen.
Ich bin Blaubär und seinen (vorübergehenden) Gefährten auf jeden Fall gerne durch die Geschichte gefolgt.
Einzig die Länge der Kapitel war teilweise wirklich eine Herausforderung für mich, denn die Mischung aus mal 30 Seiten und mal 200 war schon sehr hart. Hat auch irgendwie funktioniert und ergibt vermutlich Sinn, immerhin kann man nicht in jedem Leben gleich viel erleben, aber es war eindeutig anstrengend.
Für mich dennoch ein gelungener Einstieg in die Welt (auch wenn es nicht mein Einstieg war, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es als erstes Zamonien-Buch auch super funktionieren würde) und auch wenn es manchmal vielleicht etwas langatmig wird, wenn die Kapitel einfach nicht zu enden scheinen, wurde ich trotzdem super unterhalten und habe im großen und ganzen nichts daran auszusetzen. Es ist eben die Geschichte eines mehr oder weniger makellosen Helden, jedenfalls fühlt sie sich so an, aber sie ist amüsant und kreativ, und manchmal braucht es genau das.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Unglaublich spannend, leider gewöhnungsbedürftig zu hören

Mein Leben nach dem Tod
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Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt ...

Ich habe in den letzten Tagen eine Menge Videos mit Benecke geschaut, in denen er mir wirklich sehr sympathisch war, weshalb ich sehr begeistert war, als ich dann seine Biographie als Hörbuch entdeckt habe, womit ich noch etwas mehr über ihn und seine Arbeit erfahren konnte. Und besonders inhaltlich hat mich das Buch auch wirklich überzeugt.
Benecke schafft es, wirklich spannend über Untersuchungen zu schreiben/sprechen, und dabei durch seine eigene Begeisterung auch mich anzustecken, selbst wenn ich vielleicht selbst gar nicht so interessiert bin. Dabei waren sowohl die persönlichen Informationen zu seinem Aufwachsen und seiner Sicht auf die Welt sehr interessant, als auch die eher beruflichen Informationen, die er über einzelne Anekdoten, Forschungen und Errungenschaften geteilt hat. Was in Beneckes Leben natürlich beides sehr nah miteinander verknüpft ist, und tatsächlich macht das die ganze Sache nur noch spannender.
Einzig und allein das Vorlesen hat mich beim Hörbuch leider eine ganze Weile gekostet, um mich daran zu gewöhnen. Wo Benecke in seinen Vorträgen und Auftritten sehr angenehm spricht und fließend mit seinen Betonungen die Aufmerksamkeit der Zuhörer einfangen kann, liest er hier eher abgehackt und starr, was das Zuhören am Anfang doch erschwert hat. Die letzten 4 bis 4,5 Stunden ist es mir dann gar nicht mehr aufgefallen und ich kam gut damit zurecht, zu Anfang hat es allerdings dafür gesorgt, dass ich nicht sofort in die Erzählung abtauchen konnte.
Auch damit allerdings nicht weniger spannend und ich bin wirklich froh, dass ich die Gelegenheit hatte, mir das Hörbuch anzuhören.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Großartige Vorlage für mehr Fragen und Gedanken

Fahrenheit 451
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Ich habe Fahrenheit 451 schon erstaunlich lange vor mir hergeschoben, weil ich dann irgendwie doch immer dachte, nicht in der Stimmung zu sein, aber heute habe ich mich endlich zum aufschlagen des Buches ...

Ich habe Fahrenheit 451 schon erstaunlich lange vor mir hergeschoben, weil ich dann irgendwie doch immer dachte, nicht in der Stimmung zu sein, aber heute habe ich mich endlich zum aufschlagen des Buches bekommen, und es dann beinahe in einem Rutsch durchbekommen, und bin wirklich ziemlich begeistert.
Nicht zwingend als Geschichte, obwohl ich sie auch da ganz gut finde, selbst wenn die Figuren mir nicht sonderlich sympathisch oder so sind, aber einfach als eine erschreckend zutreffende Abbildung dessen, wie unsere Welt tatsächlich ist. Natürlich im Buch auf die Spitze getrieben, aber das macht den Inhalt nicht weniger real. Weshalb ich das ganze Buch auch als Vorlage für mehr Gedanken und dass man Dinge mehr hinterfragen und aufmerksamer sein sollte, wirklich unglaublich gelungen fand. Wie viele Leute reden immerhin heute nicht mehr richtig miteinander? Alle hängen irgendwie in ihrer eigenen Welt, jeder nur mit Kopfhörern unterwegs, wenn man sich trifft wird häufig ein Filmabend draus oder man unterhält sich nur oberflächlich über Dinge ... wo ich mich auch vollkommen einschließe. Und natürlich ist es in echt (noch) nicht so weit, wie es hier in dem Buch bereits auf die Sitze getrieben ist, aber wiedererkennen kann man so einiges aus der Realität auf jeden Fall, und gerade die Überspitztheit sorgt eindeutig dafür, dass man eigentlich nicht umhin kommt, etwas darüber nachzudenken, und daher für mich auch wenn ich unsicher in Bezug auf die Geschichte direkt bin, ein wirklich gutes Buch und ich bin sehr froh, es endlich einmal aufgeschlagen zu haben.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Spannend und düster

His Dark Materials 2: Das Magische Messer
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Ich gebe zu, dass ich vermutlich zu lange gewartet habe, um mit der Reihe fortzufahren, denn nachdem ich Band 1 im Dezember beendet hatte, konnte ich mich nun nach der langen Pause kaum noch daran erinnern, ...

Ich gebe zu, dass ich vermutlich zu lange gewartet habe, um mit der Reihe fortzufahren, denn nachdem ich Band 1 im Dezember beendet hatte, konnte ich mich nun nach der langen Pause kaum noch daran erinnern, was genau in Band 1 eigentlich passiert war.
Umso länger ich gelesen habe, umso mehr kam aber die vergangene Geschichte zurück, und da wir mit Will nun einen neuen Charakter und damit auch irgendwie einen neuen Einstieg in die Geschichte haben, hat es auch mit Pause recht gut für mich funktioniert. Mit einigen Figuren konnte ich die größte Zeit namentlich leider nichts anfangen, aber spannend war die Geschichte dennoch, und vermutlich hatte der "Neuanfang" auch ein wenig etwas Gutes, denn Lyra zum Beispiel mochte ich in diesem Buch sehr gerne, und habe mich nur im Nachhinein jetzt erinnert, dass ich sie in Band 1 eigentlich gar nicht so leiden konnte, weil sie mir da zu überheblich war, wenn ich mich richtig erinnere.
Hier hatte ich das Problem aber gar nicht, bzw. fand ich, dass es in die Geschichte super reingepasst hat und Lyra auch mit Will ein echt gutes Team war. Will selbst mochte ich als Charakter auch von Anfang an. Er ist sehr getrieben von seinen Wünschen, und die Art, wie er seine Mutter beschützen will, hat sofort dafür gesorgt, dass ich ihn ins Herz geschlossen habe. Und einerseits finde ich alle Figuren ein wenig zu "unecht" sodass sie sich nicht so richtig wie Menschen anfühlen, andererseits passt genau das aber auch echt gut in die Geschichte, sodass es mich nicht wirklich gestört hat.
Abgesehen von Lyra und Will als Hauptfiguren habe ich aber auch die Geschichte wieder sehr genossen. Es bleibt weiterhin spannend und düster, und vielleicht sogar etwas zu düster für ein Kinderbuch, aber gleichzeitig ist es auch genau die richtige enge, um mich auch in volljährigem Alter noch zu packen. Einige Dinge gehen mir persönlich wieder zu gut oder zu schlecht auf, sodass ich manchmal das Gefühl habe, die Balance fehlt, in diesem Band war es (nach meinen Erinnerungen) aber wesentlich ausgeglichener und ich war an viel weniger Stellen unzufrieden damit, wie manche Dinge aufgelöst worden.
Insgesamt eine in meinen Augen wirklich solide Fortsetzung und generell ein ziemlich solider Geschichten-Abschnitt, und ich hoffe sehr, dass ich zu Band 3 schneller kommen werde, um hoffentlich mehr Zusammenhänge erkennen zu können, und mich nicht erst wieder in alles einarbeiten zu müssen.