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Veröffentlicht am 24.06.2025

Starker Anfang, aber dann ging es steil bergab

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
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Der Klappentext des Buches versprach so einiges, nordische Mythologie, Magie, Liebe und vor allem eine starke, weibliche Hauptperson. In Ansätzen trifft das Ganze auch zu, allerdings leider nur in Ansätzen.
Die ...

Der Klappentext des Buches versprach so einiges, nordische Mythologie, Magie, Liebe und vor allem eine starke, weibliche Hauptperson. In Ansätzen trifft das Ganze auch zu, allerdings leider nur in Ansätzen.
Die nordischen Götter werden zwar namentlich immer wieder mal erwähnt und auch, dass sie hin und wieder einem sterblichen Kind einen Tropfen Blut schenken, um ihnen göttliche Macht zu verleihen. Das wars es dann aber auch schon wieder mit der ganzen Mythologie. Auch Magie kommt natürlich vor, gekoppelt eben an diesen Tropfen Blut. Aber für mich persönlich war das Ganze ebenfalls zu wenig und vor allem zu unausgegoren. Meiner Meinung nach hätte die Autorin hier viel mehr Hintergrundinformationen liefern müssen und alles ein wenig ausführlicher beschreiben müssen. Den Platz dafür hätte sie ja eigentlich gehabt, immerhin umfasst der Roman 544 Seiten.
Leider hat sich Danielle L.Jensen dazu entschieden den Großteil der Seiten nicht mit einem wirklichen Story Building zu beschäftigen, sondern sich auf die Liebesgeschichte zwischen Freya und Bjorn versteift. Im ersten Augenblick war ich zwar enttäuscht, aber dachte mir okay, dass ist dann eben mehr ein Liebesroman mit historischem Setting und kein Fantasyroman. Soll eben so sein und ich mach das Beste daraus. Doch da kam schon die nächste Enttäuschung um die Ecke.
Die Liebesgeschichte ist in meinen Augen nämlich keine. Denn um Liebe geht es den Beiden von Anfang an nicht wirklich, auch wenn manche Aussagen der Protagonisten uns das Glauben machen sollen. Die beiden treffen sich und bamm! Instantan haben sie Lust aufeinander, doch natürlich darf diese Lust nicht ausgelebt werden. Immerhin ist Freya mit Bjorns Vater verheiratet, obwohl man dazusagen muss, dass es sich dabei um eine Zwangsehe handelt.
Die starke, unabhängige Heldin, die genug davon hat, der Spielball der Männer zu sein und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen möchte blinzelt ab und zu ein wenig durch. Vor allem wenn ihr Lustobjekt nicht in der Nähe ist. Dann erkennt man, was in Freya stecken würde, doch leider ist Bjorn nie weit entfernt und schon versinkt sie wieder in Tagträumen was er alles mit ihr und ihrem Körper anstellen soll.
Danille L.Jensen hat sich im Grunde eine gute und solide Geschichte ausgedacht, aus der man sehr viel machen hätte können. Zu meinem Missfallen hat sie denn Weg des Groschenromans genommen und mich damit auf dem Weg ziemlich schnell verloren. Ich habe das Buch zwar beendet, werde die Dilogie aber unbeendet lassen.
Etwas positives muss ich aber abschließend noch anmerken. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, dieses wird von Leonie Landa gelesen. Mit ihr hatte ich bereits in einem anderen Hörbuch das Vergnügen, das mir spannenderweise, genauso wenig zugesagt hat wie dieses Buch, sogar aus ziemlich ähnlichen Gründen. Aber ich wollte ja etwas Positives erwähnen. Leonie Landas Stimmmelodie finde ich sehr schön und angenehm, ich habe ihr wirklich gerne zugehört. Auch Betonung und Geschwindigkeit fand ich wirklich passend zu der Geschichte. Im letzten Hörbuch hatte ich Schwierigkeiten damit, die Emotionen zu spüren, da sie sehr von oben herab gelesen hat. Dies war in dem Buch jetzt nicht der Fall und ich konnte die Gefühle, vor allem Freyas Wut gut durch die Stimme von Leonie Landa spüren.
Alles in allem muss ich sagen, dass dieses Buch für mich einfach nicht das richtige war. Ich mag Fantasybücher mit einer gut ausgearbeiteten Welt, einem verständlichen Magiesystem und starken Helden. Davon gab es in diesem Buch einfach zu wenig. Wer allerdings gerne einen Haufen spicy Szenen in seiner Geschichte hat, wird an diesem Buch seine wahre Freude haben.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Leider ziemlicher Quatsch mit Soße

Quatschen mit Soße
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Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil ...

Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil bergab. Denn es passierte einfach zu wenig für meinen Geschmack. Ich musste mich wirklich sehr bemühen, dass ich bis zum Ende durchhalte. Im Nachhinein denke ich mir, ich hätte das Buch besser abbrechen sollen. Ich habe aber mehr oder weniger tapfer durchgehalten, immer mit der Hoffnung, dass es nur besser werden kann.
Ich konnte mich mit keiner der Damen wirklich identifizieren und fand alle mehr oder weniger nervig und nur bedingt sympathisch. Am Anfang fand ich die handelnden Personen noch interessant und wollte wissen was aus ihnen wird. Dieses Gefühl hat sich dann aber relativ schnell aufgelöst. Denn die Gespräche treten sich eigentlich immer nur um ein Thema: Männer. Natürlich hatte ich damit gerechnet, dass Männer und Liebe eine wichtige Rolle spielen. Aber das es ab einem gewissen Punkt um gar nichts anderes geht, war dann doch ein wenig verwunderlich. Denn auch das Thema Kochen, welches noch zu Beginn sehr präsent war, rückte immer weiter in den Hintergrund. Die wenigen eingestreuten Rezepte konnte da auch nichts mehr rausreißen.
Die Autorin Jasmin Leheta hat zwar versucht den Frauen des Kochsalons Leben einzuhauchen, wirklich gut hat das allerdings nicht funktioniert. Denn die meisten blieben für mich bis zum Schluss eindimensional und austauschbar.
Das größte Manko des Buches ist meiner Meinung nach aber die kaum vorhandene Handlung. Ein Treffen des Kochsalons reiht sich an das andere, ein Gespräch gleicht dem anderen. Viel mehr passiert nicht. Wobei so ganz stimmt das nicht. Es gab einen Versuch eine Handlung einzustreuen, der ging aber meiner Meinung nach auch in die Hose.
Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, leider konnte ich persönlich mit der Umsetzung nichts anfangen.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Katastrophal

Stille Post in Kleinöd
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Es passiert leider immer wieder mal, dass man ein Buch liest, dass einem nicht so gut gefällt. Geschmäcker sind eben verschieben. Bei Rezensionen von Büchern, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen ...

Es passiert leider immer wieder mal, dass man ein Buch liest, dass einem nicht so gut gefällt. Geschmäcker sind eben verschieben. Bei Rezensionen von Büchern, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben, versuche ich dann aber trotzdem immer mit den positiven Dingen zu starten. Irgendwas gibt es normalerweise immer das einem dann doch gefallen hat. Leider stellt dieses Buch eine Ausnahme dar. Ehrlich gesagt, tut es mir um die verschwendete Lebens- und Lesezeit leid. Ich habe das Buch aber bis zum Schluss gelesen, da ich die Hoffnung hatte, dass es nur besser werden könnte. Diese Hoffnung war leider vergebens.
Der Mordfall war nicht besonders außergewöhnlich, wer der Mörder ist, war mir schon innerhalb kurzer Zeit klar, die Einwohner von Kleinöd sind alle wandelnde Klischees, die Kommissarin eine Verschwörungstheoretikerin und die Sprache ist einfach nur unterirdisch.
Diese ständigen doppelten und vor allem dreifachen Verneinungen sind meiner Meinung und Erfahrung nach, kein Dialekt der wirklich gesprochen wird, nicht mal im tiefsten Land. Beim Lesen war es nur mühsam und ich habe mich die ganze Zeit darüber geärgert.
Von anderen Heimat- oder Regionalkrimis bin ich es gewöhnt, dass sie entweder wirklich lustig sind oder außergewöhnlich spannend und im besten Fall eine Kombination aus beiden. Leider war dieser Roman weder das eine noch das andere. Die Charaktere waren überzogen, aber nicht auf eine liebevolle und lustige Art und Weise. Ich hatte eher das Gefühl, dass hier jemand das Landleben und die Landbevölkerung so überhaupt nicht ausstehen kann und daher alle Personen möglichst unsympathisch und grauenvoll darstellen wollte.
Ich kann es leider nur noch einmal sagen, aber das Buch war für mich leider ein kompletter Reinfall und ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Sünde, Opfer und Leid

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine ...

Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine dark Romantasy gelesen habe und ich denke, es wird auch eher bei diesem einen Mal bleiben.
Die Idee von Autoin Beril Kehribar fand ich ausgesprochen interessant, was auch der Grund war, warum ich zu dem Buch gegriffen habe. Moralisch fragwürdige Charaktere, ein düsteres Setting in der Vorhölle, eine romantische Liebesgeschichte, klang für mich nach vergnüglich-spannenden Lesestunden. Leider wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht.
Zoé ist in mehr als einer Hinsicht ein fragwürdiger Charakter, nicht nur auf Grund ihres Berufes im horizontalen Gewerbe und weil sie sich ihr spärliches Einkommen mit Diebstählen aufbessert. Beides Dinge die ich noch am besten nachvollziehen konnte. Zoés Gedanken, die sich ständig im Kreis drehten und ihre Handlungen konnte ich da schon weniger verstehen. Autorin Beril Kehribar schreibt bereits im Vorwort, dass Zoé Zeit braucht, um zu wachsen und zu lernen und man ihr diese Zeit geben soll. Daher war ich darauf eingestellt, dass ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin haben werde. Dafür habe ich mir bei dem Hinweis aber auch erwartet, dass ich irgendeine Art von Charakterentwicklung erleben werde. Leider ist dies aber nicht der Fall. Mir ist bewusst, dass dies der erste Band einer drei bändigen Reihe ist, aber ein wenig Wachstum hätte man auch im ersten Band unterbringen können.
Die romantische Liebesgeschichte habe ich auch schmerzlich vermisst. Weder war für mich nur der Hauch von Romantik zu spüren, noch konnte ich Liebe erkennen. Aber vielleicht kommen auch diese Dinge erst in den nächsten Bänden vor. Im vorliegenden Teil gab es nur einige sehr explizite Szenen, bei denen es um den Akt an sich, Gewalt und Lust ging, aber mehr auch nicht.
Über die Welt an sich kann ich leider nicht viel sagen. Weder ist mir klar in welcher Zeit noch an welchem Ort der Roman spielt. Die Welt der Lebenden klang für mich sehr Französisch, während die Vorhölle slawisch wirkte. Alles sehr unklar. Dies gilt auch für die Handlung an sich. In groben Zügen ist mir bewusst, warum es geht und in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Doch an vielen Stellen habe ich den Faden verloren, weil es einfach nur verwirrend und langatmig war. Anscheinend hat mein Kopf da öfter eine Pause eingelegt.
Nach Abschluss des Buches bleibt bei mir das Gefühl über, dass die Autorin vor allem mit ihren expliziten Szenen schockieren möchte. An vielen Stellen wurde es mir fast zu viel. Die Handlung blieb da leider auf der Strecke.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Ziemlich schwere Kost

Liebe findet uns
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Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive ...

Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive von Heather erzählt, eine der Hauptpersonen, die mit ihren zwei Freundinnen nach Abschluss der Universität durch Europa reist. Die drei Freundinnen sind grundverschieden, ergänzen sich aber perfekt und man spürt beim Lesen die tiefe Freundschaft, die sie verbindet. Diesen Teil der Geschichte habe ich besonders gemocht.
Auch die Ortsbeschreibungen von Autor J.P. Monninger waren hervorragend. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl mit den Protagonisten durch Paris zu schlendern oder im Zug nach Amsterdam zu sitzen. Ich konnte den Wind auf meiner Haut spüren und die verschiedenen Gerüche wahrnehmen. Dies muss man dem Autor wirklich zugutehalten, dass er es mit seinem Schreibstil schafft, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Die Stimmung des Buches ist meiner Meinung nach ziemlich düster und getragen, dies wird auch durch den Erzählstil des Autors unterstrichen. Viele Stellen des Buches sind langatmig und ich habe oft auf die Seitenanzahl geschaut, um zu sehen, wann ich es denn endlich geschafft habe.
Die Geschichte dreht sich um die Liebesgeschichte von Heather und Jack, die sich zufällig begegnen und vom ersten Augenblick unsterblich ineinander verliebt sind. Diese unglaubliche und allesverzehrende Liebe habe ich aber nicht gespürt. Für mich sprang da kein Funke über und es war kein Knistern zu spüren. Dies liegt meiner Meinung nach vor allem an Jack, der mich die meiste Zeit einfach nur genervt hat und dessen Charakter und Verhaltensweisen ich nicht verstehen konnte. Mir ist bewusst, dass Jack den Großteil des Buches absichtlich mysteriös dargestellt wird und dies erst gegen Ende gelöst wird, aber ich fand ihn weniger mysteriös, sondern eher arrogant und nervig.
Liebesromane müssen nicht immer seicht sein oder ein Happy End haben. Bei einem guten Liebesroman sollte es um die großen Gefühle gehen und da dürfen auch gerne mal die Tränen beim Lesen fließen. Leider war hier nichts davon der Fall. An vielen Stellen habe ich mich durch das Buch gequält und mir nur mehr gewünscht, dass es endlich ein Ende hat.

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