Profilbild von ReiShimura

ReiShimura

Lesejury Star
offline

ReiShimura ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ReiShimura über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2025

Leider ziemlicher Quatsch mit Soße

Quatschen mit Soße
0

Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil ...

Der Klappentext klang interessant und ich habe mir einen unterhaltsamen Frauenroman vorgestellt. Die ersten paar Seiten waren auch genau so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber dann ging es leider steil bergab. Denn es passierte einfach zu wenig für meinen Geschmack. Ich musste mich wirklich sehr bemühen, dass ich bis zum Ende durchhalte. Im Nachhinein denke ich mir, ich hätte das Buch besser abbrechen sollen. Ich habe aber mehr oder weniger tapfer durchgehalten, immer mit der Hoffnung, dass es nur besser werden kann.
Ich konnte mich mit keiner der Damen wirklich identifizieren und fand alle mehr oder weniger nervig und nur bedingt sympathisch. Am Anfang fand ich die handelnden Personen noch interessant und wollte wissen was aus ihnen wird. Dieses Gefühl hat sich dann aber relativ schnell aufgelöst. Denn die Gespräche treten sich eigentlich immer nur um ein Thema: Männer. Natürlich hatte ich damit gerechnet, dass Männer und Liebe eine wichtige Rolle spielen. Aber das es ab einem gewissen Punkt um gar nichts anderes geht, war dann doch ein wenig verwunderlich. Denn auch das Thema Kochen, welches noch zu Beginn sehr präsent war, rückte immer weiter in den Hintergrund. Die wenigen eingestreuten Rezepte konnte da auch nichts mehr rausreißen.
Die Autorin Jasmin Leheta hat zwar versucht den Frauen des Kochsalons Leben einzuhauchen, wirklich gut hat das allerdings nicht funktioniert. Denn die meisten blieben für mich bis zum Schluss eindimensional und austauschbar.
Das größte Manko des Buches ist meiner Meinung nach aber die kaum vorhandene Handlung. Ein Treffen des Kochsalons reiht sich an das andere, ein Gespräch gleicht dem anderen. Viel mehr passiert nicht. Wobei so ganz stimmt das nicht. Es gab einen Versuch eine Handlung einzustreuen, der ging aber meiner Meinung nach auch in die Hose.
Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, leider konnte ich persönlich mit der Umsetzung nichts anfangen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2025

Katastrophal

Stille Post in Kleinöd
0

Es passiert leider immer wieder mal, dass man ein Buch liest, dass einem nicht so gut gefällt. Geschmäcker sind eben verschieben. Bei Rezensionen von Büchern, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen ...

Es passiert leider immer wieder mal, dass man ein Buch liest, dass einem nicht so gut gefällt. Geschmäcker sind eben verschieben. Bei Rezensionen von Büchern, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben, versuche ich dann aber trotzdem immer mit den positiven Dingen zu starten. Irgendwas gibt es normalerweise immer das einem dann doch gefallen hat. Leider stellt dieses Buch eine Ausnahme dar. Ehrlich gesagt, tut es mir um die verschwendete Lebens- und Lesezeit leid. Ich habe das Buch aber bis zum Schluss gelesen, da ich die Hoffnung hatte, dass es nur besser werden könnte. Diese Hoffnung war leider vergebens.
Der Mordfall war nicht besonders außergewöhnlich, wer der Mörder ist, war mir schon innerhalb kurzer Zeit klar, die Einwohner von Kleinöd sind alle wandelnde Klischees, die Kommissarin eine Verschwörungstheoretikerin und die Sprache ist einfach nur unterirdisch.
Diese ständigen doppelten und vor allem dreifachen Verneinungen sind meiner Meinung und Erfahrung nach, kein Dialekt der wirklich gesprochen wird, nicht mal im tiefsten Land. Beim Lesen war es nur mühsam und ich habe mich die ganze Zeit darüber geärgert.
Von anderen Heimat- oder Regionalkrimis bin ich es gewöhnt, dass sie entweder wirklich lustig sind oder außergewöhnlich spannend und im besten Fall eine Kombination aus beiden. Leider war dieser Roman weder das eine noch das andere. Die Charaktere waren überzogen, aber nicht auf eine liebevolle und lustige Art und Weise. Ich hatte eher das Gefühl, dass hier jemand das Landleben und die Landbevölkerung so überhaupt nicht ausstehen kann und daher alle Personen möglichst unsympathisch und grauenvoll darstellen wollte.
Ich kann es leider nur noch einmal sagen, aber das Buch war für mich leider ein kompletter Reinfall und ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2024

Sünde, Opfer und Leid

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
0

Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine ...

Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine dark Romantasy gelesen habe und ich denke, es wird auch eher bei diesem einen Mal bleiben.
Die Idee von Autoin Beril Kehribar fand ich ausgesprochen interessant, was auch der Grund war, warum ich zu dem Buch gegriffen habe. Moralisch fragwürdige Charaktere, ein düsteres Setting in der Vorhölle, eine romantische Liebesgeschichte, klang für mich nach vergnüglich-spannenden Lesestunden. Leider wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht.
Zoé ist in mehr als einer Hinsicht ein fragwürdiger Charakter, nicht nur auf Grund ihres Berufes im horizontalen Gewerbe und weil sie sich ihr spärliches Einkommen mit Diebstählen aufbessert. Beides Dinge die ich noch am besten nachvollziehen konnte. Zoés Gedanken, die sich ständig im Kreis drehten und ihre Handlungen konnte ich da schon weniger verstehen. Autorin Beril Kehribar schreibt bereits im Vorwort, dass Zoé Zeit braucht, um zu wachsen und zu lernen und man ihr diese Zeit geben soll. Daher war ich darauf eingestellt, dass ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin haben werde. Dafür habe ich mir bei dem Hinweis aber auch erwartet, dass ich irgendeine Art von Charakterentwicklung erleben werde. Leider ist dies aber nicht der Fall. Mir ist bewusst, dass dies der erste Band einer drei bändigen Reihe ist, aber ein wenig Wachstum hätte man auch im ersten Band unterbringen können.
Die romantische Liebesgeschichte habe ich auch schmerzlich vermisst. Weder war für mich nur der Hauch von Romantik zu spüren, noch konnte ich Liebe erkennen. Aber vielleicht kommen auch diese Dinge erst in den nächsten Bänden vor. Im vorliegenden Teil gab es nur einige sehr explizite Szenen, bei denen es um den Akt an sich, Gewalt und Lust ging, aber mehr auch nicht.
Über die Welt an sich kann ich leider nicht viel sagen. Weder ist mir klar in welcher Zeit noch an welchem Ort der Roman spielt. Die Welt der Lebenden klang für mich sehr Französisch, während die Vorhölle slawisch wirkte. Alles sehr unklar. Dies gilt auch für die Handlung an sich. In groben Zügen ist mir bewusst, warum es geht und in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Doch an vielen Stellen habe ich den Faden verloren, weil es einfach nur verwirrend und langatmig war. Anscheinend hat mein Kopf da öfter eine Pause eingelegt.
Nach Abschluss des Buches bleibt bei mir das Gefühl über, dass die Autorin vor allem mit ihren expliziten Szenen schockieren möchte. An vielen Stellen wurde es mir fast zu viel. Die Handlung blieb da leider auf der Strecke.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2024

Ziemlich schwere Kost

Liebe findet uns
0

Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive ...

Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive von Heather erzählt, eine der Hauptpersonen, die mit ihren zwei Freundinnen nach Abschluss der Universität durch Europa reist. Die drei Freundinnen sind grundverschieden, ergänzen sich aber perfekt und man spürt beim Lesen die tiefe Freundschaft, die sie verbindet. Diesen Teil der Geschichte habe ich besonders gemocht.
Auch die Ortsbeschreibungen von Autor J.P. Monninger waren hervorragend. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl mit den Protagonisten durch Paris zu schlendern oder im Zug nach Amsterdam zu sitzen. Ich konnte den Wind auf meiner Haut spüren und die verschiedenen Gerüche wahrnehmen. Dies muss man dem Autor wirklich zugutehalten, dass er es mit seinem Schreibstil schafft, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Die Stimmung des Buches ist meiner Meinung nach ziemlich düster und getragen, dies wird auch durch den Erzählstil des Autors unterstrichen. Viele Stellen des Buches sind langatmig und ich habe oft auf die Seitenanzahl geschaut, um zu sehen, wann ich es denn endlich geschafft habe.
Die Geschichte dreht sich um die Liebesgeschichte von Heather und Jack, die sich zufällig begegnen und vom ersten Augenblick unsterblich ineinander verliebt sind. Diese unglaubliche und allesverzehrende Liebe habe ich aber nicht gespürt. Für mich sprang da kein Funke über und es war kein Knistern zu spüren. Dies liegt meiner Meinung nach vor allem an Jack, der mich die meiste Zeit einfach nur genervt hat und dessen Charakter und Verhaltensweisen ich nicht verstehen konnte. Mir ist bewusst, dass Jack den Großteil des Buches absichtlich mysteriös dargestellt wird und dies erst gegen Ende gelöst wird, aber ich fand ihn weniger mysteriös, sondern eher arrogant und nervig.
Liebesromane müssen nicht immer seicht sein oder ein Happy End haben. Bei einem guten Liebesroman sollte es um die großen Gefühle gehen und da dürfen auch gerne mal die Tränen beim Lesen fließen. Leider war hier nichts davon der Fall. An vielen Stellen habe ich mich durch das Buch gequält und mir nur mehr gewünscht, dass es endlich ein Ende hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2024

Eine mittlere Katastrophe

Für immer hält nicht nur bis morgen
0

Selten habe ich mich, nach dem Lesen des Klappentextes in einem Buch so getäuscht. Dabei klang alles so vielversprechend und vor allem so vertraut. Denn ich war in einer ähnlichen Situation wie die Hauptperson ...

Selten habe ich mich, nach dem Lesen des Klappentextes in einem Buch so getäuscht. Dabei klang alles so vielversprechend und vor allem so vertraut. Denn ich war in einer ähnlichen Situation wie die Hauptperson Rae, Mitte Dreißig, geschieden und auf der Suche nach Mr. Right und natürlich habe auch ich mich an Online Dating versucht.
Also eigentlich gute Voraussetzungen für einige vergnügliche Lesestunden. Leider hat sich das Buch als eine mittlere Katastrophe entpuppt. Der Schreib- bzw. der Erzählstil der Autorin war für mich mühsam zu lesen und die immer wieder eingestreuten Hashtags machten das Ganze nicht besser. Mir ist bewusst, dass die Autorin auch Bloggerin ist und das hierbei Hashtags durchaus normal sind. In dem Roman empfand ich sie als extrem störend, vor allem wenn sie mitten im Satz auftauchten.
Die Handlung der Geschichte fand ich äußerst dürftig, wobei der Grundgedanke gut und realistisch war. Leider hat die Umsetzung das Ganze unrealistisch und flach gemacht. An vielen Stellen musste ich mich wirklich quälen, damit ich das Buch wieder in die Hand nehme und fertiglese. Dieses Buch hinterlässt nur einen faden Beigeschmack und im Nachhinein frage ich mich, ob es eine wirkliche Handlung hatte. Erinnern kann ich mich nicht daran, es plätscherte einfach so vor sich hin.
Die Protagonistinnen haben der Geschichte leider auch nicht viel mehr Leben eingehaucht. Rae ist für mich eine äußerst unglaubwürdige und flache Hauptperson. Ihren Job als Lehrerin nehme ich ihr nicht ab, vor allem da sie furchtbar viel Zeit während des Unterrichts damit verbringt an ihrem Erotikroman zu arbeiten. Ihre Kolleginnen und Freundinnen sind auch nicht besser oder glaubwürdiger herausgearbeitet. Bis zum Schluss bin ich immer wieder durcheinandergekommen, ob Quinn jetzt diejenige mit den vier Kindern ist und Valerie heiratet oder umgekehrt. Auch das Aussehen der Personen ist mir nicht im Gedächtnis geblieben, kein wirklich gutes Qualitätsmerkmal.
Alles in allem war das Buch für mich eine mittlere Katastrophe und ich denke nicht, dass ich noch einmal zu einem Roman der Autorin greifen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere