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Veröffentlicht am 29.04.2025

Gute Idee, die aber in der Umsetzung nicht ganz gelungen ist

Heiress Takes All
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Grundsätzlich hat mir die Geschichte gefallen, allerdings gab es auch Dinge, die mich gestört haben. Ich finde, es mal was anderes, dass die Handlung sich nur in ein paar Stunden abspielt. In den paar ...

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gefallen, allerdings gab es auch Dinge, die mich gestört haben. Ich finde, es mal was anderes, dass die Handlung sich nur in ein paar Stunden abspielt. In den paar Stunden den Charakteren genug Raum zur Entwicklung zu geben ist allerdings schwer. Olivia, aus deren Perspektive man liest, ist gerade am Anfang nur am Jammern, wie hart ihr Leben ohne Geld ist. Ständig erklärt sie uns, wie sehr sie ihren Vater verabscheut, aber auf sein Geld will sie freilich nicht verzichten. Ein Anrecht auf seinen Besitz hat sie schon mal gar nicht. Schon hier werden mir, gerade für junge Leser, zu materielle Werte vermittelt. Letztlich bekommen wir auch nie einen Einblick, wie ihre Mutter zu dem Thema steht, schließlich hat sie den Ehevertrag unterschrieben. Des Weiteren gibt es zu viele überraschende Wendungen, die in nur drei Stunden verarbeitet und bei Seite gewischt werden. Ein Ex-Lehrer, der sich mit minderjährigen strafbar macht ist moralisch gesehen unangemessen und wird als völlig banal abgetan. Wie er sich vor den Teenagern kleinredet, ist schon fast peinlich, da er ja die autoritäre Person sein sollte. Die Motive von Olivias Mitstreitern werden nur angekratzt und agieren eher blass. Bis auf Kevin, der für mich den amüsantesten Part ausführt. Da sich alle vorher noch nie gesehen haben, ist es erst recht kein Garant für eine erfolgreiche Mission. Die Wörter Crew und Coup werden gerade auch in den finalen Kapiteln so häufig angewendet, dass sie nur noch lächerlich wirken. Insgesamt hat mir der Schreibstil gefallen, da ich mich gut in die Situationen hineinversetzen konnte. Die letzte Wendung ist für mich am Besten gelungen und hätte potenzial für mehr gehabt, ging in der Hastigkeit, aber leider auch unter.

Heiress takes all ist zwar eine temporeiche Lektüre für junge Leute, vermittelt aber stellenweise fragwürdige Werte. Olivia ist sehr hochnäsig und ihre Gang bleibt sehr zurückhaltend, lediglich Kevin bringt den nötigen Schwung in die Handlung. Einer Fortsetzung würde ich trotzdem eine Chance geben, wenn auch nur um zu sehen, wie es den Charakteren ergangen ist und wie sie wieder zueinanderfinden.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Handlung dreht sich im Kreis und zieht sich unnötig in die Länge

Degrees of Engagement
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Ich bin das erste Drittel schwer in die Geschichte gekommen. Ich finde, den Schreibstil etwas hölzern, was sich im weiteren Verlauf deutlich bessert. Biancas Situation fand ich sehr traurig und ich konnte ...

Ich bin das erste Drittel schwer in die Geschichte gekommen. Ich finde, den Schreibstil etwas hölzern, was sich im weiteren Verlauf deutlich bessert. Biancas Situation fand ich sehr traurig und ich konnte ihre Enttäuschung sehr gut nachempfinden. Allerdings finde ich die Entwicklung der Handlung nicht überzeugend. Zwar sind die Charaktere sympathisch, doch die Handlungsweisen und Gedanken eher anstrengend. Dieses umeinander herumschleichen ist anfangs noch witzig und erträglich, zieht sich aber dermaßen in die Länge und verpufft schließlich. Es wird geredet (über belangloses Zeug), miteinander geschlafen und geredet, zwischendrin macht Bianca noch ihre Freunde glücklich. Es fehlte an einer überraschenden Wendung oder etwas Außergewöhnliches, so ist alles vorhersehbar. Die Sorgen hätten klar benannt werden können, gerade zum Schluss wird ersichtlich, dass die Probleme keine sind. Dazu die oft grenzwertigen Spitzen der Autorin (Djokovic ein Mistkerl?). Am Ende bin ich doch etwas enttäuscht.

Degrees of Engagement überzeugt mich nur im ersten Drittel des Buches. Danach verfällt die Handlung in dieselben schon zu oft gelesenen Muster. Mit klaren Fakten wäre das Buch nach 200 Seiten zu Ende gewesen und es hätte trotzdem nichts gefehlt. Schade, denn es gab Potenzial für mehr.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Longevity - ein teurer Lifestyle mit zu vielen englischen Begriffen

Lifestyle of Longevity
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Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend. In glänzenden Buchstaben steht Longevity im Vordergrund, dazu zwei Lesebändchen in Pink und Gelb. Die Hauptthemen stehen auf pinken Seiten, die Überschriften ...

Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend. In glänzenden Buchstaben steht Longevity im Vordergrund, dazu zwei Lesebändchen in Pink und Gelb. Die Hauptthemen stehen auf pinken Seiten, die Überschriften und einige Markierungen sind eher in Rosa gehalten. Das liegt vermutlich daran, dass sich der Inhalt hauptsächlich auf die Zielgruppe der Frauen fokussiert. Trotz der Dicke ist das Buch sehr handlich und leicht.

Ich finde gut, dass die beiden sich vorgestellt haben und ihren Beweggrund für Longevity erörtert haben. Es gibt viele Einblicke in die Themen Ernährung, Sport oder mentale Gesundheit. Diese werden locker und nicht zu komplex erläutert. Dazu viele kleine Tipps, wie Longevity langsam in den Alltag integriert werden kann. Dabei habe ich festgestellt, dass ich verschiedene Methoden (Spazieren gehen, Atemübungen) bereits in meinen Alltag eingebaut habe, bevor ich je von dem Thema gehört habe.

Allerdings gibt es viele Punkte, die mir weniger gefallen haben. Da sich das Buch auch an die ältere Generation richten soll, ist es viel zu viel mit englischen Begriffen gespickt. Ja, sie werden zwar erklärt, aber schon an der Aussprache dürfte es scheitern und dann macht das Lesen ehe keinen Sinn oder Spaß mehr. An dem Wort Langlebigkeit ist meiner Meinung nach auch nichts auszusetzen. Gerade was Nahrungsergänzungsmittel, Proteinpulver oder Messungen bestimmter Werte angeht, sollte vieles mit Ärzten abgeklärt werden. Das ist für mich nicht zielführend. Überhaupt gewinnt man den Eindruck, dass die beiden Autorinnen quasi alles mit Ärzten, Therapeuten oder Trainern absprechen. Das ist alles ein riesiger Aufwand, den man sich auf dem Land oder alleinerziehend kaum leisten kann. Des Weiteren werden teure Fitnessgeräte, Uhren oder Messungen in Fitnessstudios vorgestellt, die sich die wenigsten leisten können oder wollen und bei denen man am Ende nicht mal genaue Werte erhält. Ja, es sind nur Vorschläge, aber wenn ich diese Methoden alle ausklammere, bleibt letztlich nur das übrig, was ich bereits selbst in meinen Alltag integriert habe.

Lifestyle of Longevity bietet durchaus Anregungen, wie man sein Leben positiver gestalten kann und auch sollte. Doch leider werden durch die Praxis der beiden Autorinnen die sozialen Gesellschaftsschichten sichtbar. Gerade auf dem Land sind viele der hier genannten Beispiele selten umsetzbar, sei es Ärzte, ÖPNV, Trainer, Fitnessstudios oder kurze Arbeitswege. Longevity ist, wenn man das komplette Potenzial ausschöpfen möchte, sehr teuer!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Titel suggeriert eine andere Handlung, als sie tatsächlich ist

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht von der Geschichte. How to kill a guy in ten ways soll ein schwarzhumoriger Krimi sein, nur leider ohne Humor. Der Titel passt überhaupt nicht zum Inhalt. Ich ...

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht von der Geschichte. How to kill a guy in ten ways soll ein schwarzhumoriger Krimi sein, nur leider ohne Humor. Der Titel passt überhaupt nicht zum Inhalt. Ich dachte, Millie erzählt uns zehn Wege einen Typen zu erledigen (sein es erpressen, Ruf schädigen,...), doch stattdessen tötet sie quasi jeden Typen, der sie schräg anguckt. Schon da habe ich mich gefragt: Was soll das? Mit schwarzem Humor wäre es noch erträglich gewesen, nur habe ich keinen entdecken können. Millie ist besessen von Rache und am Ende muss man trotzdem festhalten, dass man sie irgendwie verstehen kann. Es gibt eine Szene, die einfach nur abartig ist und die mich aufgrund der Detailliertheit entsetzt hat. Das Ende ist bitterböse, viel zu wirr und konstruiert dargestellt. Allgemein handeln die Charaktere zu skrupellos und teilweise extrem naiv. Der Schreibstil ist zwar flüssig zu lesen und man kann sich in die Handlung hineinversetzen, aber es gibt viele sich wiederholende Worthülsen und Passagen, da schweift Millie ins Belanglose ab.

How to kill a guy in ten ways ist für mich eine kleine Enttäuschung. Ich finde die Geschichte nicht per se schlecht, nur habe ich mir aufgrund des Titels eine heitere Handlung versprochen. Es macht auch absolut keinen Sinn, da es weder nur ein Typ ist, noch zehn verschiedene Arten aufgezeigt werden. Also entweder habe ich irgendwo die Pointe verpasst oder der Titel ist schlichtweg mies. Als reiner Thriller würde die Geschichte locker durchgehen, da Millie eine zum Teil brillante eiskalte Killerin ist.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Großartige Idee, die Umsetzung hapert allerdings an mehreren Stellen

A Bookboyfriend for Christmas
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Die Idee zu der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Ich denke, dass jeder Leseverrückte gern mal in einem Buchladen eingeschlossen werden will. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mia ...

Die Idee zu der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Ich denke, dass jeder Leseverrückte gern mal in einem Buchladen eingeschlossen werden will. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Mia und Nick erzählt. Dadurch konnte ich die beiden gut kennenlernen und ihre Gefühlswelt nachvollziehen. Mias Wandlung vollzog sich für mich allerdings zu schnell. Anfangs ist sie einsam und depressiv und innerhalb von ein paar Tagen wird sie aufgeschlossen und fast schon mütterlich. Nick wandelt sich vom Workaholic zu einem wahren Gentleman. Auch hier vergehen nur wenige Tage. Mir fehlte es an Tiefe. Ich konnte die Anziehung der beiden nicht nachvollziehen. Es fehlte an pep, insbesondere weil beide so unterschiedliche Ansichten haben, hätte ich mir spritzigere Dialoge gewünscht. Insgesamt plätschert die Handlung vorhersehbar vor sich hin. Nicht mal mit überraschenden Wendungen wird aufgewartet, obwohl das Ende echt süß ist. Die Beschreibungen sind lebendig und ich konnte mich in die winterliche Szenerie hineinversetzen. Der Schreibstil konnte mich ebenfalls packen, vor allem der kurze dramatische Part zum Ende hin.

A Bookboyfriend for Christmas ist eine niedliche Liebesgeschichte für zwischendurch. Die Idee hat so viel Potenzial und wurde letztlich nur angerissen. Eine Nacht zum Seelenstriptease reicht leider nicht, um wahrhaft im Gedächtnis zu bleiben.

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