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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Guter Geschmack beim Essen lässt sich wissenschaftlich erklären

Flavorama
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Wie hängen eigentlich Geruch und Geschmack zusammen? Woher kommt Geschmack? Und wie kann es eigentlich sein, dass ein und dasselbe Gericht mit den gleichen Zutaten nicht bei jedem Kochvorgang genau gleich ...

Wie hängen eigentlich Geruch und Geschmack zusammen? Woher kommt Geschmack? Und wie kann es eigentlich sein, dass ein und dasselbe Gericht mit den gleichen Zutaten nicht bei jedem Kochvorgang genau gleich schmeckt? Das sind Fragen, die ich mir immer mal gestellt habe, die ich aber vor Falvorama nicht wirklich fundiert beantworten konnte. Dank dieses Sachbuchs zur Geschmackswissenschaft konnte ich mein Unwissen zumindest ein großes Stück bekämpfen.
Ich habe wahnsinnig viel lernen dürfen in diesem Buch. Denn es erklärt Geschmack und Geruch von Anfang an und so wissenschaftlich fundiert, dass man die Zusammenhänge wirklich begreift. Dabei wird zwar eine detailliert beschreibende Sprache verwendet, die aber nicht in wissenschaftlich Ergüsse abdriftet, sondern leicht verständlich bleibt. Gut gefällt mir auch die einfache Gliederung der Texte und der sehr geführte Lesefluss. Dank dieses roten Fadens und der Unterbrechungen durch Infoboxen oder Aufzählungen wird es auch nicht langweilig. Besonders angesprochen haben mich aber auch die bunten Infografiken, die das Verständnis unterstützen und mich als Leser auch sehr bei Laune gehalten haben.
Als kleines Highlight sind mir auch die eingestreuten Rezeptideen in Erinnerung geblieben. Sie werden geschickt in den Textfluss eingebaut und passen immer zu dem, was gerade erläutert wurde. So hat man die Chance nicht nur beim Lesen zu verstehen, sondern es auch direkt auszuprobieren.
Ein wirklich gelungenes Sachbuch, zu einem Thema, dass wir jeden Tag als ganz selbstverständlich nehmen. Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Ein Nachschlagewerk über alles, was Frau zum eigenen Körper wissen muss

Das große Gynbuch
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Man sollte meinen, dass man zumindest über den eigenen Körper alles weiß, was es zu wissen gibt. Schließlich gehört er schon das ganze Leben zu einem und wird das auch noch bis zum Ende weiterhin tun. ...

Man sollte meinen, dass man zumindest über den eigenen Körper alles weiß, was es zu wissen gibt. Schließlich gehört er schon das ganze Leben zu einem und wird das auch noch bis zum Ende weiterhin tun. Dass dieses große Ziel nicht erreicht ist, merkt man spätestens, wenn Frau beim Zwicken während der Menstruation oder anderen Beschwerden Doktor Google um Rat fragen muss. Und wem geht es nicht ab und an so. Mir jedenfalls ist dieses Vorgehen durchaus bekannt und ich habe beschlossen, mit diesem Sachbuch Abhilfe zu schaffen und mir viele Informationen zu meinem Körper aus einer seriösen Quelle anzueignen.
Das große Gynbuch bietet da eine Ansammlung an allem, was Frau über den eigenen Körper wissen sollte oder sich vielleicht schon immer gefragt hat. Wer jetzt Sorge hat, es mit einem dicken Medizinwälzer in erschreckend wissenschaftlicher Sprache zutun zu bekommen, den kann ich beruhigen. Das Buch hat den Schreibstil einer netten Frauenärztin, die auf eine einfache Frage, eine einfache, aber fundierte Antwort gibt, die auch wir Nicht-Mediziner verstehen können. Dabei sind die Themen nach einfachen Oberbegriffen geclustert und durch Unterkapitel angereichert. Daher kann man sich bei einer Frage, ganz leicht durch das Inhaltsverzeichnis zum entsprechenden Kapitel navigieren. Die Texte bieten für mein Verständnis genau den richtigen Informationsgehalt und schaffen es, die meisten Fragen zu antizipieren und direkt mit zu beantworten. Auch die zusätzlichen Erklärboxen und Infografiken fand ich sehr hilfreich.
Insgesamt ein Buch, das für mein Verständnis jede Frau gelesen haben sollte!

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Spannend, emotional und echt interessant!

Im Warten sind wir wundervoll
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Dass sich während der Besatzungszeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg junge deutsche Mädchen in britische oder amerikanische Soldaten verliebten, habe ich auf meinen bisherigen Streifzügen durch ...

Dass sich während der Besatzungszeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg junge deutsche Mädchen in britische oder amerikanische Soldaten verliebten, habe ich auf meinen bisherigen Streifzügen durch historische Romane durchaus schon gelesen. Wie solche Verbindungen gesellschaftlich gesehen wurden und wie schwer es vor allem war, dass die deutschen Verlobten ihren Geliebten in die USA folgen durften, wusste ich allerdings nicht. Mit im Warten sind wir wundervoll habe ich unheimlich viel über die sogenannten War Brides lernen dürfen. Die Geschichte hat mich emotional berührt und war durch ihren Bezug zur Gegenwart besonders spannend für mich.
Wir lernen zu anfangs des Buches Luise Adler kennen, wie sie mit ihrer Familie die Besatzungszeit erlebt. Mit der Zeit und aus der Not heraus, verschafft sie sich einen Job bei den amerikanischen Besatzern als Zeitungsausträgerin. So lernt sie auch Jo Hunter kennen, den amerikanischen Soldaten, in den sie sich später verliebt. Sie folgt ihm bis in die USA, wo sie bange Tage verbringen muss, weil er sie nicht, wie geplant, abholt. Und als wäre diese Vergangenheit, die sich an den echten War Brides orientiert, nicht aufregend genug, gibt es auch noch eine Gegenwartsschiene in der Erzählung. In ihrem Zentrum steht die Enkelin von Luise, die ebenfalls wegen eines Mannes in die vereinigten Staaten gereist ist. Auch bei ihr läuft es anders, als sie sich das vorgestellt hatte.
Für mich war diese Geschichte sehr emotional. Einerseits wird die Atmosphäre im Nachkriegsdeutschland sehr nahbar herübergebracht, sodass ich die Stimmung gut nachempfinden konnte. Andererseits lernen wir zwei Frauen kennen, die bereit sind, für die Liebe alles zu opfern und die sich damit sehr verletzlich machen. Sie sind stark in ihren Entscheidungen und doch weich, weil sie ihre Träume teilen und auf die Liebe hoffen. Die gewisse Spannung kam dadurch in die Geschichte, dass man bei Luises Enkelin nicht wusste, wie es mit ihrem Verlobten ausgeht und wie sich ihr Verhältnis zu dem fremden Mitreisenden entwickelt. Dagegen fiebert man bei Luise selbst mit, weil man schon zu Anfang erfährt, dass sie am Flughafen nicht abgeholt wird. Danach aber bekommen wir zunächst die ganze Kennlerngeschichte aus Deutschland von Jo und Luise erzählt, bis schließlich die Auflösung folgt, was aus Luise in den USA wird. Dieser Spannungsbogen hat mir sehr gut gefallen. Ebenso mochte ich die zwei Zeitschienen der Erzählung sehr gerne.
Für mich war das eine wirklich gelungene, emotionale Geschichte zweier starker Frauen, die ihren Herausforderungen auf ganz ähnliche, anpackende Weise mutig begegnen.

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Mich hat es richtig in den Advent katapultiert

Friesenmeermagie
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Zu Weihnachten gelten bei mir andere Romanbewertungskriterien als das restliche Jahr über. Denn normalerweise bin ich der erste, der es realistisch haben möchte und dem es wichtig ist, dass die Handlungen ...

Zu Weihnachten gelten bei mir andere Romanbewertungskriterien als das restliche Jahr über. Denn normalerweise bin ich der erste, der es realistisch haben möchte und dem es wichtig ist, dass die Handlungen der Protagonisten genauso schlüssig sind, als hätten sie im echten Leben stattgefunden. Wenn es aber in Richtung Advent geht, dann mag ich die modernen Weihnachtsmärchen, in denen die Protagonistin oder Protagonist die Extrameile für einen Unbekannten geht oder aus reiner Nächstenliebe jemand unbekanntem einen riesigen Gefallen tut. Und da Friesenmeermagie ein Weihnachtsbuch ist sind wir mit den Kriterien à la Wintermärchen goldrichtig.
Malin ersteigert mit ihrer besten Freundin und Arbeitskollegin aus Jux einen kleinen roten, glänzenden Kinderkoffer bei einer Auktion für verloren gegangene Gepäckstücke der deutschen Bahn. Was sie nicht weiß, ist, dass genau dieser Koffer von der Besitzerin Irma Witt absichtlich abgestellt wurde. Sie hat darin nicht nur die typischen Nordseeurlaubsmitbringsel verstaut, sondern auch einen Brief, in dem sie dem Finder ihr kleines Häuschen in St. Peter Ording vermacht. Schließlich kann sie dort nicht mehr alleine leben und hofft irgendwie auf ein Wunder, dass sie aus dem fernen München, wo sie bei ihrer Tochter untergekommen ist, wieder zurück an die Nordsee bringt. Und jetzt kommen meine Weihnachtsbewertungskriterien: Malin ist hin und weg von dem Brief. Sie setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um das Häuschen ausfindig zu machen und es möglich zu machen, dass Frau Witt wieder alleine darin leben kann. Belohnt wird ihr Einsatz durch eine große Portion Knistern und vielleicht durch die große Liebe ihres Lebens.
Für mich ist Friesenmeermagie das perfekte, moderne Weihnachtsmärchen. Denn natürlich würde man unter normalen Umständen bezweifeln, dass jemand aufgrund eines Briefes wirklich die Suche nach einem Haus beginnt. Und vermutlich würde man auch kritisieren, dass jemand ein Haus für einen wildfremden Menschen renoviert. Aber zu Weihnachten liebe ich solche Geschichten der Nächstenliebe. Und so habe ich mit Malin mitgefiebert, ob ihr Plan funktioniert und es ein Weihnachtswunder für Frau Witt geben wird. Das wird durch den besonderen Schreibstil unterstützt, der uns Leser postwendend an die Nordsee transportiert und Atmosphäre schafft. Ich konnte es mir richtig vorstellen und bin richtig in Weihnachtsstimmung gekommen.
Für mich war es ein wunderschönes Leseerlebnis, das ich sehr gerne weiterempfehle an alle, die sich gerne in Weihnachtsstimmung bringen lassen möchten.

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Sehr süß geschrieben und ein Muss im Kinderbuchregal

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald
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Spekulatius den Weihnachtsdrachen kennen wir bislang nur aus der Adventszeit. Denn eigentlich darf er nur während dieser von der Weihnachtsinsel runter und zu den Menschen. In diesem Glauben sind auch ...

Spekulatius den Weihnachtsdrachen kennen wir bislang nur aus der Adventszeit. Denn eigentlich darf er nur während dieser von der Weihnachtsinsel runter und zu den Menschen. In diesem Glauben sind auch seine Menschenkinderfreunde Mathilda und Mats. Doch in diesem Jahr kommt ihr kleiner Drachenfreund ausnahmsweise auch schon im Advent vorbei, um Ihnen bei einem Abenteuer im Wald beizustehen.
Mathilda und Mats sind in der Schule in der Waldgruppe und freuen sich tierisch darauf, mit ihren Schulkameraden und der Lehrerin viel Neues über den Wald zu lernen. Leider begegnet ihnen schon am ersten Waldtag der fiese Freiherr von Freysinn, der sie aus seinem Wald verscheucht und obendrein noch eine Jagd auf die Waldtiere veranstalten will. Das müssen die Kinder verhindern, wobei die Hilfe von Spekulatius nicht fehlen darf.
Dass Spekulatius jetzt nicht mehr nur ein Weihnachtsdrache ist, sondern auch den Herbst unsicher macht, tut der Lesefreude keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil sogar. Es ist eine Freude von dem kleinen Drachen, der mit seinen vielen ös, äs und üs so lustig spricht, zu lesen. Es ist spannend und sehr abwechslungsreich. Man könnte fast sagen, es ist wie ein Kinderkrimi, in dem ein Wilddieb zur Strecke gebracht wird. Unterstützt wird die wendungsreiche Erzählung durch viele bunte Bilder von den beschriebenen Szenen, sodass Spekulatius und seine Freunde leicht vor dem inneren Auge erwachen.
Bei uns kam der Drache wahnsinnig gut an, auch außerhalb der Adventszeit und ich mag die lustige Erzählweise in dieser Buchreihe sehr. Von daher gibt es auf jeden Fall 5 Sterne!

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