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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Stimmungsvoller und eher klassisch erzählter Spannungsroman

Die blaue Stunde
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Meine Meinung :
Nach "Girl on the train" zählte Paula Hawkins zu einer meiner liebsten Autorinnen, wenn ich auch sagen muss, dass ihre nachfolgenden Bücher zwar immer sehr gut waren, an dieses Highlight ...

Meine Meinung :
Nach "Girl on the train" zählte Paula Hawkins zu einer meiner liebsten Autorinnen, wenn ich auch sagen muss, dass ihre nachfolgenden Bücher zwar immer sehr gut waren, an dieses Highlight aber nie so richtig heranreichen konnten.
Natürlich geht man, bei so vielen Vorschusslorbeeren umso kritischer an ein Buch heran, denn natürlich hoffte ich immer wieder, dass sie an diesen Erfolg mal wieder heranreichen kann.
Aber was soll ich sagen, das Buch beginnt zunächst eher ruhig, mit einer tiefgründigen und untergründigen Spannung, die vor allem durch eine sehr dichte Atmosphäre zu überzeugen weiß. So ist die Geschichte von Anfang an spannend, sehr undurchsichtig und von einer solch schauerlichen Atmosphäre, dass man während des Lesens beinahe des Gefühl bekommt, man würde gerade einen Klassiker der Spannungsliteratur lesen. Erst nach und nach steigert sich der Spannungsbogen und nimmt gerade zum Ende hin immer mehr an Spannung auf. In meinen Augen ist dieser Roman eher ein ruhigerer, sehr klassisch erzählter, der durchaus spannend ist, aber nicht atemberaubend spannend.

Fazit :
Für mich ein überzeugender, stimmungsvoller und klassischer Kriminalroman.

Veröffentlicht am 29.09.2024

Spannend und unterhaltsam

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Meine Meinung:
Dieses Buch sieht von außen zunächst aus, wie ein ganz gewöhnliches Fantasybuch, das sich möglicherweise auch an etwas jüngere Leser richten könnte. Umso überraschter war ich dann, dass ...

Meine Meinung:
Dieses Buch sieht von außen zunächst aus, wie ein ganz gewöhnliches Fantasybuch, das sich möglicherweise auch an etwas jüngere Leser richten könnte. Umso überraschter war ich dann, dass dieses Buch oft doch ganz eigene und sehr unterhaltsame und kluge Wege geht. Doch ganz langsam, welcher Thematik widmet sich dieses Buch überhaupt?
In "The games gods play" geht es hauptsächlich um die griechische Mythologie, die jedoch lediglich von dieser inspiriert und dieser nicht immer komplett original nachempfunden ist.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lyra, eine Protagonistin, deren Handlungsmotive mir manchmal ein wenig zu oberflächlich und vorhersehbar waren, die aber dennoch ihren ganz eigene Charme und ihre ganz eigene Stärke mit sich bringt, sodass diese gerade zur Mitte hin dann doch mein Herz gewonnen hat.

Der Plot ist sehr spannend und klug aufgebaut, sodass man als Leser nur so durch die Seiten fliegt und die Geschichte geradezu verschlingt. Der Schreibstil ist sehr solide und weiß auch den wirklich gelungen konstruierten Weltenaufbau, perfekt zu tragen und zu meistern.

Mein Fazit:
Ein super spannendes und unterhaltsames Buch, das ich mehr als gerne gelesen habe. Dessen Protagonistin jedoch gerade zu Anfang nicht immer meinen Nerv hat treffen können, weshalb ich einen Stern abziehe.

Veröffentlicht am 15.09.2024

Psychologisches Vexierspiel vom Feinsten

Mein Mann
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Meine Meinung:
Dieses Buch ist in faszinierender Weise eine Mischung aus der Serie "You" und mit den Büchern von Laila Slimani zu vergleichen, denn die psychologisch versierte und gnadenlos, ja beinahe ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist in faszinierender Weise eine Mischung aus der Serie "You" und mit den Büchern von Laila Slimani zu vergleichen, denn die psychologisch versierte und gnadenlos, ja beinahe schonungslos ehrliche Art des Erzählens, war für mich im positivsten Sinne verwunderlich und absolut packend.
Die französische Autorin schafft ein Psychogramm einer Ehe, welches so absurd und dabei aber so detailreich beschrieben wird, dass es in dieser abstrusen Konstruktion eben doch wieder absolut glaubhaft und dabei unheimlich verstörend wirkt.
Getragen wird dies von einem Schreibstil, der auf eine Art und Weise ganz zart auf das Wesentliche reduziert ist und dabei aber niemals an Direktheit spart. Wie es die Autorin jedoch schafft, jede Regung und jede Handlung ihrer Charaktere zu sezieren und dabei so in die Tiefe einzudringen ist bemerkenswert und verstörend zugleich.
Selten habe ich ein so kluges Vexierspiel gelesen, das psychologisch dermaßen intelligent ausgearbeitet ist, dass man oft einfach nur mit offenem Mund vor der Lektüre sitzt.

Das Ende war so etwas von überraschend und brillant ausgearbeitet, dass man das Buch völlig perplex zuschlägt und das gelesene kaum glauben kann.
Dennoch hat mir zu einem wahren Highlight doch das letzte Fünkchen gefehlt. Was genau dieses Fünkchen war, welches mir gefehlt hat, vermag ich jedoch nicht in Worte zu fassen.

Veröffentlicht am 01.09.2024

Ein großartiger und wuchtiger Schmöker

Unsere Jahre auf Fellowship Point
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Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein sehr besonderes, dessen man seine Wertigkeit im literarischen Sinne definitiv nicht absprechen kann und das mich über weite Strecken auch wirklich von sich überzeugen ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein sehr besonderes, dessen man seine Wertigkeit im literarischen Sinne definitiv nicht absprechen kann und das mich über weite Strecken auch wirklich von sich überzeugen konnte, dennoch war es für mich auch kein volles Highlight.

Zum einen schafft es die Autorin auf ganz wunderbare und eindrückliche Weise, die Stellung der Frau im 20 Jahrhundert in den USA zu schildern, aber dabei auch geschichtliche und politische Ereignisse bis in die frühen 2000er nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern intelligent in die Geschichte zu verweben. Zentrale Rolle oder prägendes Leitbild der Geschichte ist dabei eine tiefe Freundschaft zwischen zwei 80-jährigen Frauen, die bereits ihr ganzes Leben befreundet sind. Getragen hiervon begleiten wir deren Leben, welches in einer unheimlich detaillierten, authentischen und schonungslos ehrlichen Sprache und Symbolik erzählt ist, sodass es die Autorin wirklich schafft diese zum Leben zu erwecken.

Den weitaus komplexeren und tiefgründigeren Part stellt dabei die Liebe zur Natur und dem fiktiven Ort Fellowship Point dar. Und hier bringt die Autorin unglaublich viel Gespür für die Wahrhaftigkeit der Natur und der Frage danach wem diese gehört hinein. Zentrales Thema spielt hierbei auch die Entwurzelung und Vertreibung der indigenen Völker, welches die Autorin sehr feinfühlig und respektabel umgesetzt hat.

Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch trotz aller Begeisterung und Bewunderung für das schriftstellerische Können der Autorin und die Handlung an sich, das Buch aufgrund seiner manchmal doch langatmigen Erzählweise und des ein oder anderen Zufalls nicht gänzlich überzeugen konnte.

Mein Fazit:
Ein großartiger und wuchtiger Schmöker, der durchaus seine Längen hat und dessen letzter Satz wirklich an die Nieren geht.

Veröffentlicht am 07.07.2024

Prickelnder Roman

Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglichkeiten
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Meine Meinung:
Obwohl mich dieses Buch anhand des Covers überhaupt nicht angesprochen hat, da ich es irgendwie nicht richtig in ein Genre packen konnte, bin ich aufgrund einiger positiver Rezensionen auf ...

Meine Meinung:
Obwohl mich dieses Buch anhand des Covers überhaupt nicht angesprochen hat, da ich es irgendwie nicht richtig in ein Genre packen konnte, bin ich aufgrund einiger positiver Rezensionen auf das Buch aufmerksam geworden.
Die Prämisse des Buches klingt zunächst einmal unheimlich oberflächlich und wahrscheinlich wie jedes x-beliebige Buch in diesem Genre und dies lässt sich grundsätzlich auch gar nicht von der Hand weisen, denn das Rad neu erfinden, tut das Buch "Experienced" nicht, doch viele Dinge macht es besser oder setzt dies innovativer und erfrischender um, als so manch anderes Buch des Genres.

Dabei changiert das Buch zwischen einem prickelnden Roman, tiefgründigerer Selbstfindung und manchmal doch oberflächlicher Vorhersehbarkeit, die die Lesefreude etwas schmälert.
Dennoch ist dieses Buch eine unterhaltsame, gut und kurzweilig geschriebene Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.