Profilbild von Judiko

Judiko

Lesejury Star
offline

Judiko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Judiko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Spannend, wichtig und ein bisschen magisch

Perla der Superhund 1
0

Isabel Allende ist vielen vielleicht ein Begriff unter den Erwachsenen Romanen. Nun hat sie auch ein Kinderbuch geschrieben. Die Erlebnisse der Geschichte, basieren auf die der Autorin mit ihrer besten ...

Isabel Allende ist vielen vielleicht ein Begriff unter den Erwachsenen Romanen. Nun hat sie auch ein Kinderbuch geschrieben. Die Erlebnisse der Geschichte, basieren auf die der Autorin mit ihrer besten Freundin, einer Hündin. Es ist somit aus dem Leben gegriffen, was mir persönlich immer gut gefällt, damit die Kleinen sich auch damit identifizieren können.
Die hübschen Illustrationen laden dazu ein, zu diesem Buch zu greifen.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: im zweiten Bild.



𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Ich habe dieses Buch mit meiner fast 4jährigen Enkelin gelesen, die ziemlich aufgeregt verfolgt hat, wie Perla in die Familie Rico gekommen ist. Perla war nämlich in einem Tierheim und konnte Nico, mit ihren Zauberkräften, sofort für sich gewinnen. Und das, obwohl die Familie lieber einen richtigen großen Wachhund haben wollte.
Noch aufgeregter war meine Enkelin dann, als ein wütender, großer und unangeleinter Hund im Park herumlief. Auch ihn konnte Perla besänftigen. Das fand sie toll. Das eigentliche Thema Mobbing hat mir widerum gut gefallen und lehrt empathisch zu sein/zu werden. Wenngleich ich die Herangehensweise von Nico gegenüber Tom nicht ganz so gut fand. Meine Enkelin fand es sehr schlimm, wie Tom Nico immer geärgert hat. Aber durch Perlas Hilfe hat der an Selbstvertrauen gewonnen, auch eine wichtige Eigenschaft für das Heranwachsen.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Meine Enkelin fand das Buch spannend und mochte Perla sehr. Eine Geschichte, magisch und dennoch aus dem Leben gegriffen, mit all den schönen und unschönen Dingen, aber mit einem Happy End.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2024

Hach, war das schön!

Rosa
0

Nachdem ich vor ein paar Jahren ein Buch über einen Oktopus namens Marcellus gelesen habe, das seit dem zu meinen Lieblingsbüchern gehört, bin ich immer auf der Suche nach ähnlichen Geschichten. Klar, ...

Nachdem ich vor ein paar Jahren ein Buch über einen Oktopus namens Marcellus gelesen habe, das seit dem zu meinen Lieblingsbüchern gehört, bin ich immer auf der Suche nach ähnlichen Geschichten. Klar, dass ich bei diesem Cover hängengeblieben bin und auch aufgrund des Klappentextes, wollte ich wissen, ob auch diese Geschichte mich so begeistern kann. ⁣

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: ⁣

Vigga, Ende zwanzig, lebt in ihrem eigenen kleinen Kosmos. Einzig ihre lebenslustige, aufgeschlossene Freundin Maiken schafft es immer wieder, sie aus ihrer Komfortzone zu locken. Als diese schwanger wird, fürchtet Vigga, dass nun alles anders wird, und zieht sich zurück. Zur selben Zeit begegnet sie in einem Aquarium in Kopenhagen dem Oktopus Rosa. Fasziniert von dem intelligenten, einzelgängerischen Wesen hinter Glas, beginnt sie, Rosa täglich zu besuchen, und ein zartes Band zwischen Mensch und Tier entsteht. Durch Rosa erkennt Vigga: Ohne Strömung und Bewegung ist es unmöglich zu leben. Und so beschließt sie, ihr Leben neu anzugehen.⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Hach, war das schön! ⁣

Auch wenn ich Viggas Handlungen nicht immer verstanden habe, konnte ich das aber bei ihren Ängsten und Sorgen. Gerne bin ich den Weg mit ihr gegangen. Ihre Panik vor Veränderungen und ihre Verlustangst zieht sich durch diese Geschichte. An manchen Stellen bringt das eine gewisse Melancholie mit sich, die ich eigentlich nicht so gerne mag, beim Lesen. Die Autorin hat es aber, durch die Szenen im Aquarium wieder gut aufgefangen. Hier lernen wir Johannes, aber auch Rosa kennen. Wissenswertes über die Unterwasserwelt, insbesondere über Oktopoden gibt es on top. Das hat mich schon sehr fasziniert. Den Weg, den Vigga dabei gegen muss, bringt eine Entwicklung mit sich, die ich mir für sie gewünscht habe. Das Ende war sehr berührend und hat mich auch traurig gestimmt, auch wenn mir bewusst ist, mit dem jetzigen Wissen, dass es keine andere Möglichkeit gab. 😢 ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Rosa war für mich eine kurze, traurige, aber dennoch wohlfühlende Geschichte über das Leben und die Angst vor Veränderungen.⁣
Ich hätte gerne noch ein wenig weitergelesen, um noch mehr über Vigga, Johannes und Maiken zu erfahren.⁣

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2024

Traurig und schön, aber mit Happy End

Drei kleine Handschuhe
0

Bei diesem Buch hat mich, vor den Bildern, mehr noch die Geschichte gereizt, da sie Empathie lehrt und zeigt wie schön es ist, wenn alle so sein können wie sie sind.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Pünktchen und Pünktchen ...

Bei diesem Buch hat mich, vor den Bildern, mehr noch die Geschichte gereizt, da sie Empathie lehrt und zeigt wie schön es ist, wenn alle so sein können wie sie sind.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Pünktchen und Pünktchen sind ein perfekt zusammenpassendes Paar Handschuhe. Und in ihren Augen ist es völlig richtig, dass der partnerlose Handschuh Streifi in die dunkle Jackentasche verbannt wird! Bis sich eines Tages die Verhältnisse umkehren, als ein Pünktchen verschwindet und der zweite Streifi wieder auftaucht. Ist das jetzt noch immer gerecht? Und warum müssen eigentlich immer alle zusammenpassen? Eine Rebellion im Kleiderschrank beginnt!

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Wie erwartet fanden meine fast vierjährige Enkelin und ich dieses Buch sehr schön. Selbst sie hatte Mitleid als das Pünktchen-Pärchen Streifi ausgegrenzt haben. Sehr klug war natürlich der Schachzug den beiden zu zeigen, wie sich so etwas anfühlt, denn ein Pünktchen geht verloren und der zweite Streifi taucht wieder auf. Obwohl Gleiches mit Gleichem zu vergelten nicht der richtige Weg sein sollte, wird gezeigt, dass Vorangeganges keine schöne Charaktereigenschaft ist. Empathie wird hier also groß geschrieben.
Danach beginnt die große Gaudi. Denn das Mädchen stellt fest, dass Handschuhe gar nicht zusammen passen müssen. Und so kommt jeder mal an die Reihe und darf das kleine Mädchen begleiten. Das ist natürlich schön anzusehen, wie alle Spaß hatten, aber die Aufmerksamkeit meiner Enkelin ließ damit plötzlich auch etwas nach. Ich hingegen mochte es, wie alle Mal dran kamen und auch die Einzelpaare am Ende glücklich waren.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Eine süßes, manchmal auch trauriges Bilderbuch, aber mit Happy End. Wir mochten es.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2024

Interessant und vielschichtig

Unser Buch der seltsamen Dinge
0

Nachdem ich mir den Klappentext des Buches durchgelesen hatte, begann mein Kopfkino. Warum spricht die Mutter plötzlich nicht mehr? Hat das was mit dem Mörder zu tun? Kurzum, diese Geschichte ließ mich ...

Nachdem ich mir den Klappentext des Buches durchgelesen hatte, begann mein Kopfkino. Warum spricht die Mutter plötzlich nicht mehr? Hat das was mit dem Mörder zu tun? Kurzum, diese Geschichte ließ mich nicht mehr los und ich wollte wissen, was dahinter steckt.

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩:

Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Als Mivs Vater mit der Familie wegziehen möchte, bricht für sie eine Welt zusammen. Eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem, doch ihr Zuhause und Sharon hinter sich zu lassen, kann Miv sich trotzdem nicht vorstellen. Egal, wie seltsam es dort auch geworden ist, seitdem ihre Mutter aufgehört hat zu sprechen und Tante Jean sich nun um alles kümmert. 

»Was wäre, wenn der Mörder gefasst würde?, fragte ich mich, als ich allmählich eindöste. Was, wenn die Morde aufhörten? Und wir hierbleiben könnten? Dann müsste ich Sharon nicht zurücklassen, und wir könnten für immer beste Freundinnen bleiben.«

Also beginnen die beiden Mädchen, auf eigene Faust die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu beobachten – und setzen dabei Dinge in Gang, die alles verändern werden.

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜:

Die Idee zu dem Buch entstand, da der Vater der Autorin den wahren Yorkshire Ripper "Peter Sutcliffe" kannte. Sie widmet dieses Buch all den Opfern, Überlebenden und heute erwachsenen Kindern, zu denen sie auch selbst gehörte.
Tatsächlich habe auch ich mir schon öfter die Frage gestellt, wie nah ich schon mal einem Serienmörder war?

Obwohl es um den Yorkshire Ripper geht, der ja in den 70iger und 80iger Jahren sein Unwesen trieb, ist diese Geschichte trotzdem fiktiv.
Aufgrund dieser Ausgangsbasis habe ich einen Krimi erwartet, den bekommt man aber nur bedingt. Es ist eher wie ein roter Faden, an denen noch viel mehr hängt. Nämlich eine Freundschaft, zweier Mädchen, die unabhängig von der Polizei versuchen ebenfalls den Ripper zu entlarven. Die Zeit verstreicht und aus Kindern werden Teenager sie kommen in die Pubertät, verlieben sich das erste Mal, entwickeln sich dabei in unterschiedlicher Geschwindigkeit und auch die Interessen gehen dabei nicht immer den gleichen Weg. Diese schmerzliche Erfahrung macht vor allem Miv, bei der ich immer an die Autorin denken musste, als sei sie es selbst. Man lernt viele Bewohner kennen, mit ihren Eigenarten und Problemen.
Dabei geht es auch um Rassismus oder häusliche Gewalt, um mal ein paar Themen zu nennen. Somit ist dieses Buch sehr vielschichtig und hat damit genau meinen Nerv getroffen. Ja, es gab ein paar Längen, die ich aber gut verzeihen konnte, weil die Kapitel recht kurz waren und man dadurch einen stetigen Perspektivwechsel hatte. Das Miträtseln um den Mörder hat mir zusätzlich Spaß gemacht.
Am Ende gab es noch einen Twist den ich nicht erwartet hatte, der so plötzlich kam, dass ich die nachfolgenden Seiten mit offenen Mund gelesen habe. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Gesellschaftsromane mit ein wenig Krimianteil mögen.

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:

Eine interessante Verknüpfung von einer teils wahren Geschichte, mit erfundenen Charakteren, die mir großen Spaß gemacht hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2024

Schön und auch berührend, konnte mich aber nicht so erreichen, wie erhofft

Warte auf mich am Meer
0

Als ich gelesen hatte, worum es in diesem Buch geht, war ich sofort begeistert, weil ich solche Geschichten sehr mag. Zwei Zeitebenen, Familie und eine Entscheidung, die moralisch gesehen, schwer zu verstehen ...

Als ich gelesen hatte, worum es in diesem Buch geht, war ich sofort begeistert, weil ich solche Geschichten sehr mag. Zwei Zeitebenen, Familie und eine Entscheidung, die moralisch gesehen, schwer zu verstehen ist. Zudem hat Jodi Picoult gesagt, noch nie hätte sie eine Liebesgeschichte so berührt. Für mich noch ein Grund mehr, dieses Buch zu lesen, denn sie ist für mich eine Autorin, deren Bücher oft noch nachhallen. ⁣

𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: ⁣

Evelyn und Joseph begegnen sich im Sommer 1940. An der malerischen Küste New Englands, an der ihre Familien schon seit Generationen leben, verlieben sie sich ineinander. Gemeinsam übernehmen sie das Oyster Shell Inn von Josephs Eltern und ziehen dort, direkt am Meer, ihre drei Kinder groß.⁣
Nach sechzig turbulenten Ehejahren versammeln Evelyn und Joseph ihre Familie in dem wunderschönen alten Haus am Strand. Denn Evelyn hat eine erschütternde Diagnose erhalten, und Joseph will nicht ohne sie sein. Während alle unter Schock stehen, lassen die beiden ihre Liebe Revue passieren – die glücklichen Anfänge, aber auch die schwierigen Zeiten. Doch als Evelyns Zustand sich verschlechtert, stehen die beiden vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Wie soll ihre Geschichte enden? ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Sehr schnell habe ich die große Liebe zwischen Evelyn und Joseph gefühlt. Konnte beide verstehen und habe deswegen sehr mitgelitten. Das große Bangen, was das Ende bringen wird, hielt mich bei Laune und ich war ziemlich gespannt. ⁣
Mit der Zeit hat sich aber meine Sympathie mehr und mehr auf die Seite von Joseph geschlagen, denn die Einblicke in die Vergangenheit hinterließen ein Gefühl, Joseph hätte mehr geliebt. Was ansich nicht schlimm ist. Dazu kamen aber Längen im Mittelteil, die sich so anfühlten, als würde ich auf der Stelle stehen. Es ging nicht richtig voran, denn jeder einzelne aus der Familie wurde beleuchtet. Das kann man mögen, ich fand das eher störend. Für die Geschichte war es zwar wichtig, für meinen Geschmack gilt in diesem Fall, "weniger manchmal mehr". ⁣
Meine Hoffnung, das Ende könne mich darüber hinwegtrösten, ging nicht ganz auf. Zwar fand ich es schön und auch traurig, moralisch für mich auch richtig, aber geweint habe ich leider nicht. Dabei hatte ich zu Beginn noch dieses Gefühl und auch die Hoffnung, die Geschichte würde mich innerlich zerreißen und das Buch würde meinen Stempel "Prädikat Lieblingsbuch" erhalten. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine schöne Geschichte über eine große Liebe, mit viel Herzschmerz, der mich aber leider nicht ganz erreicht hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere