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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2024

Auftrag in Südamerika

Und immer wieder Blut
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In diesem Buch reisen wir mit dem ehemaligen Soldaten und Protagonisten David für einen scheinbar harmlosen Auftrag nach Peru. Schnell wird klar, dass hier mehr passiert als angenommen und David befindet ...

In diesem Buch reisen wir mit dem ehemaligen Soldaten und Protagonisten David für einen scheinbar harmlosen Auftrag nach Peru. Schnell wird klar, dass hier mehr passiert als angenommen und David befindet sich innerhalb kürzester Zeit mitten in einem hoch brisanten und intriganten Kampf wieder.

Die Liebe des Autors zu Südamerika und seine Kenntnisse der lokalen Gepflogenheiten scheinen deutlich durch. Das gefällt mir tatsächlich auch sehr gut an dem Buch, denn man erhält sehr interessante Einblicke über Land, Leute und vergangene politische Situationen.

Auch die Idee hinter dem Fall fand ich sehr spannend - definitiv ein Stück Geschichte, das es Wert ist nicht vergessen zu werden. Den Ablauf der Handlung fand ich auch weitestgehend schlüssig, kann mir aber gut vorstellen, dass man die verschiedenen Szenen und deren Spannung noch mehr hätte ausbauen können - hier wurde etwas Spannungspotential verschenkt.

Die Charaktere sind mir leider allesamt nicht ans Herz gewachsen. David erschien mir naiv und emotional sprunghaft und einige andere interessante Charaktere, von denen ich mehr Beteiligung am Gesamtgeschehen erwartet hatte, werden plötzlich aus der Geschichte genommen.

Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen und stellt dabei verschiedene Charaktere vor, die dann irgendwann zusammen finden. Dies erfordert beim Lesen etwas Aufmerksamkeit, hat mir aber eigentlich sehr gut gefallen.

Ich denke, der Thriller ist ein solides Debut, das in Bezug auf Spannungsbogen und Charaktere noch ungenutztes Potential hat.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Gut recherchiertes Sachbuch

Leuchten am Meeresgrund
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Dieses Buch ist sehr hochwertig produziert. Das zahlreiche historische Fotomaterial sowie auch die farbigen Illustrationen, die das Forscherteam damals hat zeichnen lassen, sind sehr beeindruckend. Mir ...

Dieses Buch ist sehr hochwertig produziert. Das zahlreiche historische Fotomaterial sowie auch die farbigen Illustrationen, die das Forscherteam damals hat zeichnen lassen, sind sehr beeindruckend. Mir gefällt es sehr gut, wenn existierendes Bildmaterial genutzt wird, um dem Leser ein Bild zu vermitteln.

Der Schreibstil lässt sich gut lesen, für mich ist es stilistisch und inhaltlich aber tatsächlich ein Sachbuch. Ich weiß gar nicht mehr wie ich darauf kam, aber ich hatte irgendwie einen gut recherchierten, auf Fakten basierenden Roman erwartet. So kamen schon auch viele lateinische Spezienbezeichnungen vor sowie Zitate, die durch ein sehr umfangreiches Quellenverzeichnis belegt sind.

Die Beschreibungen der Tiefsee und seiner Bewohner, die Beschreibung der Farben und Geräusche sowie des Ablaufs der Forschung fand ich sehr spannend. Auch interessant fand ich die teils schon sehr philosophischen Gedanken des Forschungsleiters Beebe.

Leider hat dieser Teil nur einen kleinen Teil des Buches ausgemacht. Hinzu kamen immer wieder Kapitel zu Menschen der Zeit, die oft zunächst wahllos und zusammenhanglos wirkten - ob gab es dann einen kleinen Berührungspunkt mit Beebe irgendwo. Oder sie dienten dazu, die Zeit und das Umfeld zu illustrieren, in der wir uns mit dem Buch bewegen. Teilweise waren auch diese Abstecher durchaus interessant und lesenswert, aber mir sind wir damit zu oft zu weit vom eigentlichen Thema abgekommen.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Emotional etwas zu distanziert

A Song to Drown Rivers
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Dieses Buch erzählt die chinesische Legende um Xishi nach. Das Mädchen aus einem chinesischen Dorf im Königreich Yue wurde mit einer unvergleichlichen Schönheit gesegnet und soll nun als Spionin und menschliche ...

Dieses Buch erzählt die chinesische Legende um Xishi nach. Das Mädchen aus einem chinesischen Dorf im Königreich Yue wurde mit einer unvergleichlichen Schönheit gesegnet und soll nun als Spionin und menschliche Waffe als Konkubine des Königs an den Hof ins Reich Wu. Selbst von Schmerz und Wut wegen des gewaltvollen Todes ihrer kleinen Schwester zerfressen, willigt sie ein, auch wenn sie letzten Endes ihre große Liebe zurück lassen muss, um einer größeren Sache zu dienen und Rache am verfeindeten Königreich zu üben.

Der Stil des Buches hat mir gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, fast poetisch und zeichnet sehr eindrücklich das Leben am Hof des Königs. Bei mir kam durchaus das Gefühl auf, dass hier eine Legende erzählt wird. Das hat aber leider dazu geführt, dass ich vieles sehr distanziert wahrgenommen habe. Bei mir kamen keine wirklichen Emotionen für die Protagonisten auf muss ich sagen und die große Liebesgeschichte fand ich nicht sehr authentisch.

Darüber hinaus empfand ich einige Passagen als ziemlich unrealistisch - zum Beispiel, dass Xishi innerhalb von nur 10 Wochen singen, tanzen, diverse Instrumente, Hofetikette, Politik und ganze Bücher auswendig lernt.

Insgesamt hat das Buch eine sehr starke Botschaft, die aber noch etwas mehr Raum verdient hätte, in ihrer Bedeutung und Auswirkung ausgearbeitet und werden.

Wer Spaß an poetischer Sprache hat und den etwas distanzierten Blick auf die Dinge nicht scheut, wird hier eine schöne Geschichte vorfinden, die insbesondere in der zweiten Hälfte Spannung und Tempo aufbaut.

Eine „feministische Neuinterpretation“ würde ich das Buch aber nicht nennen. Zumindest bedeutet Feminismus für mich etwas anderes als die Macht, die Frauen aufgrund ihrer optischen Schönheit und ihres umgarnenden Verhaltens auf Männer haben. Insgesamt ist das meiner Meinung nach kein Buch, in dem die Frau eine starke, selbstbestimmte und emanzipierte Rolle einnimmt.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Spannende, magische Welt

Chroniken der Magie: Kapitel 1
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In diesem Genre-Mix aus Fantasy und Krimi begeben wir uns nach Eristria. Ein Land mit verfeindeten Völkern, Intrigen, Schlachten und dem mysteriösen Mord an einem Zauberer.

Besonders gefallen hat mir ...

In diesem Genre-Mix aus Fantasy und Krimi begeben wir uns nach Eristria. Ein Land mit verfeindeten Völkern, Intrigen, Schlachten und dem mysteriösen Mord an einem Zauberer.

Besonders gefallen hat mir an dem Buch die sehr phantasievolle Auseinandersetzung mit heller und dunkler Magie. Der Autor hat hier eine Menge Zauber und Elemente ins Spiel gebracht, die mir so noch nicht über den Weg gelaufen sind.

Insgesamt merkt man dem Roman an, dass hier eine komplexe Welt vorgestellt wird, die noch mit viel Potential aufwartet und für den Leser noch einige weitere Geschichten auf Lager hält. So werden die verschiedensten Charaktere sehr detailliert eingeführt und es fällt ein bisschen schwer, einen Protagonisten auszumachen. Den Leiter der Stadtwache, der mit der Auflösung des Mordfalls betraut ist, hätte ich als Hauptperson vermutet, im Gegensatz zu anderen, eigentlich Nebencharakteren, blieb er aber sehr blass. Zwischenzeitlich ist der Mordfall auch etwas in den Hintergrund gerückt, auch wenn alle Fäden stimmig wieder zusammen geführt werden.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, hätte vielleicht hier und da noch ein wenig den rein beschreibenden Pfad verlassen können.

Insgesamt eine schöne Geschichte mit der Aussicht auf eine spannende Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Fokus auf Ermittler-Entwicklung

Falsche Masken
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„Falsche Masken“ ist nicht der erste Fall, in dem Privatdetektiv Edgar Brehm und seine Assistentin Toni ermitteln - für mich ist er es allerdings schon. Für den Fall selbst hat dies meiner Meinung nach ...

„Falsche Masken“ ist nicht der erste Fall, in dem Privatdetektiv Edgar Brehm und seine Assistentin Toni ermitteln - für mich ist er es allerdings schon. Für den Fall selbst hat dies meiner Meinung nach keine Rolle gespielt. Allerdings legt die Autorin einen großen Fokus auf ihre Protagonisten, deren Privatleben und Enrwicklung. So ist mir doch hier und da aufgefallen, dass mir Hintergründe zu den Personen fehlen.

Eigentlich mag ich es auch gerne, wenn man die Protagonisten richtig kennen lernt und sie nicht nur oberflächliche Bekannte bleiben. Bei diesem Krimi kam mir allerdings der Fall neben den ganzen privaten Dramen etwas zu kurz. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass es der Autorin wichtig ist, das Leben der Ermittler mit all seinen Facetten aufzuzeigen. So kommt auch die bürokratische Arbeit eines Ermittlers zur Sprache und es werden Nebenhandlungen mit aufgegriffen, die mehr verwirren als helfen, da sie einen als Leser aufmerksam warten lassen, wo dieser Strang in den Fall passt - tut er aber nicht.

Der Fall selbst war durchaus spannend und man konnte schön spekulieren und bis zum Ende mitraten. Eine schöne Lektüre, der etwas weniger an eingeflochtenen Themen gut getan hätte.

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