Mitreißender Roman, der die Französische Revolution erlebbar macht
Die Farben der Revolution. Éléonore und RobespierreIm Mittelpunkt dieses historischen Romans von Jeanette Limbeck stehen die Malerin Eleonore Duplay und der als brutaler Revolutionsführer in die Geschichte eingegangene Maximilien de Robespierre.
Die beiden ...
Im Mittelpunkt dieses historischen Romans von Jeanette Limbeck stehen die Malerin Eleonore Duplay und der als brutaler Revolutionsführer in die Geschichte eingegangene Maximilien de Robespierre.
Die beiden begegnen sich 1791 in Paris als Jeanette nur knapp einem Blutbad am Rande einer Demonstration entgeht. Die Anziehung zwischen Eleonore und Maximilien ist sofort spürbar, doch die politische Lage ist brisant und Eleonore muss sich entscheiden, ob sie wirklich die Frau an der Seite eines hoch gelobten, aber auch abgrundtief gehassten Revolutionärs sein möchte.
Normalerweise ist mein Lesetempo recht hoch, doch für Jeanette Limbecks Werk habe ich mir viel Zeit gelassen. Denn aus Schulzeiten nur mit einem groben historischen Gerüst, was die Französische Revolution betrifft, ausgestattet habe ich immer wieder über bestimmte Personen und Ereignisse nachgelesen.
Für mich war das einfach wichtig, um die komplizierten politischen Verwicklungen zu dieser Zeit auch wirklich nachvollziehen zu können.
Man kommt allerdings auch völlig ohne andere Quellen aus, da die Autorin sehr viel Wissenswertes übersichtlich am Anfang und Ende des Buches liefert.
In „Die Farben der Revolution“ steckt soviel Wissen gepaart mit guter Unterhaltung, dass es für mich zu einem richtigen Leseerlebnis wurde.
Die Beziehung zwischen Maximilien und Eleonore ist anfangs noch zart und es ist schön, ihre Entwicklung zu verfolgen. Eleonore ist eine interessierte junge Frau, die sich für ihre Überzeugungen lautstark einsetzt und ihre Leidenschaft, das Malen, nie aufgibt.
Robespierre wird in diesem Roman einmal von einer anderen Seite beleuchtet.
War er wirklich einer der brutalsten Revolutionsführer, der Frankreich in den Terror abgleiten ließ oder wurde er Opfer der politischen Wirren und musste als Sündenbock für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung herhalten?
Jeanette Limbeck setzt sich mit diesen Fragen auf äußerst unterhaltsame Weise auseinander und gibt im Nachwort noch Informationen zur historischen Genauigkeit.
Fazit
Ein hervorragend recherchierter historischer Roman für alle, die Geschichte hautnah erleben wollen.