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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2024

Schöne Idee, mit der Umsetzung habe ich gehadert

Be My Shelter
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Ich finde die Aufmachung täuscht hier total, was den Inhalt des Buches angeht. Für mich war das hier nicht der locker leichter Slow Burn Roman, den ich erwartet habe. Die Grundidee des Buches mochte ich ...

Ich finde die Aufmachung täuscht hier total, was den Inhalt des Buches angeht. Für mich war das hier nicht der locker leichter Slow Burn Roman, den ich erwartet habe. Die Grundidee des Buches mochte ich sehr, aber ich hab mich sehr schwer getan, wirklich im Buch anzukommen und es auch bis zum Ende durchzulesen.

Zum Inhalt: Kaira ist zwischen Uni, Job, Ehrenamt und Familie voll eingespannt. Als ein Studienfreund ihres Bruders kurzzeitig bei ihr absteigen soll, bringt das daher gehörig ihren Tagesablauf durcheinander. Vor allem, das sie sich immer mehr zu Cooper hingezogen fühlt, der aber so völlig anders ist, als sie selbst

Kairas People Pleaser Vibes waren für mich teilweise nur sehr schwer zu ertragen, weil sie der ganzen Geschichte für mich eine wahnsinnig drückende Schwere und Beklemmung geben. Finde das so toxisch, wie sie von allen Seiten ausgenutzt wird, das es mein Lesen fast körperlich wehtat. Dadurch habe ich zu den anderen Charakteren auch nur schwer bis eigentlich gar keinen Zugang gefunden.

Es soll zwar von Beginn an Tension zwischen Kaira und Cooper aufgebaut werden, aber gemessen am Alter fand ich das Gedankenkarussell der beiden doch recht seicht und gefühlt gab es da besonders am Anfang viele Wiederholungen, sodass sich die erste Hälfte für mich etwas zäh anfühlte.

Die Idee mit den Challenges hat mir dann ganz gut gefallen. Ich finds gut wie hier auf ein wirklich wichtiges Thema aufmerksam gemacht wird. An manchen Stellen wollte das Buch glaube ich einfach zu viel und wirkte dadurch überladen und stellenweise geradezu unauthentisch auf mich.

Die Kapitel sind kurz und knackig und durch die einfache Sprache lassen sie sich schnell lesen. Für mich war das hier absolut kein Slow Burn, aber das ist ja Geschmacksache.
Mich hats insgesamt nicht so richtig erreicht.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Gegen die innere Bedrohung

Fire Study
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Ich habe die bisherigen Bände der Reihe absolut geliebt und war so gespannt auf diesen dritten Band, der gleichzeitig den Abschluss der Reihe darstellt. Ich hatte daher auf ein großes Finale gehofft. Allerdings ...

Ich habe die bisherigen Bände der Reihe absolut geliebt und war so gespannt auf diesen dritten Band, der gleichzeitig den Abschluss der Reihe darstellt. Ich hatte daher auf ein großes Finale gehofft. Allerdings hat sich dieses Band nicht so recht wie ein Abschluss angefühlt und auch spannungstechnisch konnte es nicht mit den anderen Bänden mithalten.

Zum Inhalt: Yelena hat gerade erst das Ausmaß ihrer magischen Fähigkeiten entdeckt, da muss sie sich bereits der nächsten Prüfung stellen. Denn nicht nur greifen Angst und Misstrauen bezüglich ihrer Gase um sich, eine alte Bedrohung scheint auch zu einem potentiellen Krieg auszuarten, der ihre Heimat bedroht.

Ich muss sagen, dass ich den Einstieg nach den letzten beiden Bänden, die absolut grandios waren, etwas zäh fand. Einfach weil über weite Strecken nicht so richtig was passiert. Es gibt zwar immer noch das Misstrauen rund um Meisterin Roze und den Thronjäger, aber es zieht sich alles ganz schön.

So richtige Spannung kam für mein Empfinden erst im letzten Drittel auf. Schade fand ich auch, dass Magie allgemein, aber vor allem die von Yelena, diesmal gar nicht so zum Tragen kam. Außer zum Heilen, hat sie ihre Kräfte bis zu Ende hin kaum weiterentwickelt, wodurch es da wenig neues zu entdecken gab.

Den neuen Feind, der auf der Bildfläche auftaucht, fand ich an sich schon interessant angelegt, aber auch er kommt nicht so richtig zum Tragen. Auch hier wurde es erst gegen Ende nochmal so richtig spannend.

Da sich die Geschichte aber wieder sehr flüssig und leicht ließt, bin ich trotz der für mich inhaltlichen Schwächen schnell durch das Buch gekommen und habe den Schreibstil selbst und das Setting wieder sehr genossen. Für mich ist dies der schwächste Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Traue niemandem

Nachtwald
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Ich hatte mich bei diesem Buch tatsächlich eher auf einen Thriller als einen Roman eingestellt, weil das Buch ja auch als solcher ein klassifiziert wurde. Für mich psst dieses Buch aber nicht in das klassische ...

Ich hatte mich bei diesem Buch tatsächlich eher auf einen Thriller als einen Roman eingestellt, weil das Buch ja auch als solcher ein klassifiziert wurde. Für mich psst dieses Buch aber nicht in das klassische Muster eines Thrillers, dafür war es mir zu ruhig, eher lauernd und unterschwellig brodelnd. Es hat viel von Familiendrama, eine Tragödie in drei Akten wenn man so will. Liest sich trotzdem gut, aber wer hier atemlose Spannung und Nervenkitzel erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein.

Zum Inhalt: Nachdem Lizzie die letzten Monate, abgeschottet von ihrer Familie in einer Entzugsklinik verbracht hat, wird sie bei ihrer Entlassung plötzlich mit dem neuen Leben Mutter konfrontiert. Die hat spontan geheiratet und die ganze Familie verbringt ein Wochenende in Butler Hall, dem Landsitz von George, dem neuen Mann ihrer Mutter. Doch dann trifft ein ungebetener Gast ein und schnell verwandelt sich die ruhige Abgeschlagenheit in einen Albtraum

Persönlich fand ich die Prämisse, mit der Geschichte startet, etwas seltsam. Gegen Ende wird das ganze Szenario zwar aufgeklärt, aber ich muss sagen, dass mich das Grundkonstrukt, der Glaubenssatz der hinter allem steckte, einfach nicht überzeugt und abgeholt hat.

Die Geschichte lebt eigentlich vom Misstrauen der zwischenmenschlichen Beziehungen, viele Erwachsen, die einander überhaupt nicht kennen auf engstem Raum, alle verhalten sich auffällig, eine angespannte Atmosphäre hat sich gebildet und niemandem ist so recht zu trauen. Soweit, so gut. Dazu kommen Briefe aus der Vergangenheit, die die Familie Geschichte der Butlers in ein unliebsames Licht rücken.

Ich muss sagen, dass hier allgemein viel mit wilden Spekulationen um sich geworfen wird und ausnahmslos eine Art Übersprungreaktionen und naiven Reaktionismus an den Tag legen. Die Handlungsabläzfe wirkten daher auf mich nicht ganz glaubwürdig.

Das Buch liest sich aber locker und kurzweilig, einfach weil viel passiert, wodurch ich mich trotz des für mich eher mangelhaften Plots durchaus unterhalten gefühlt habe. Gegen Ende wirkt es nochmal stark konstruiert und fast ein bisschen ins lächerliche gezogen. Bei mir hast mit diesem Buch einfach nicht gefunkt.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Eher seichter Liebesroman

Lichterzauber in Schweden
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Ich fürchte ich habe mich bei diesem Buch etwas vom Cover und dem Klappentext blenden lassen, denn obwohl ich gemütliche Liebesromane total gerne lese, hat dieser eher nicht so meinen Geschmack getroffen. ...


Ich fürchte ich habe mich bei diesem Buch etwas vom Cover und dem Klappentext blenden lassen, denn obwohl ich gemütliche Liebesromane total gerne lese, hat dieser eher nicht so meinen Geschmack getroffen.

Das winterliche Setting in Jokkmokk hat mir richtig gut gefallen und ich mochte, dass hier auch die Sami-Kultur viel in den Fokus der Handlung gerückt wurde. Man erfährt als Leser einiges über das Leben in Schweden und die Schwierigkeiten, denen sich die Rentierhirten stellen müssen. Natürlich wird hier viel an der Oberfläche gekratzt, alles andere hätte den Rahmen gesprengt.

Die Lovestory fand ich eher fad und irgendwie ziemlich cringe. Vor allem Juha fand ich für ein Alter reichlich unreif und seine Gedankengänge teilweise ziemlich platt. An Lilje mochte ich, wie aufgeschlossen und lebensfroh sie wirkte und wie interessiert sie an ihren Job herangegangen ist.

Was ich etwas enttäuschend fand war, dass rund um das Bauprojekt und Liljes Kolumne erst so ein Bohai gemacht wurde, das Thema dann aber irgendwie im Sande versickert ist bzw. nicht mehr richtig aufgearbeitet wurde. Generell wirkte Lilje eher wie eine privilegierte Touristin denn wie eine Journalistin. Denn noch während sie eigentlich recherchieren sollte, liebäugelt sie bereits mit einer neuen Karriere als Silberschmiedin. Das ganze Konzept wirkte einfach nicht recht ausgefeilt auf mich.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

ganz schön durchwachsen

Sweet Nightmare
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Ich habe schon einiges von Tracy Wolff gelesen, nicht alles davon mochte ich und die Autorin selbst ist ja auch immer mal wieder umstritten. Da ich aber zum Beispiel die Katmere-Academy-Reihe ganz solide ...

Ich habe schon einiges von Tracy Wolff gelesen, nicht alles davon mochte ich und die Autorin selbst ist ja auch immer mal wieder umstritten. Da ich aber zum Beispiel die Katmere-Academy-Reihe ganz solide fand, wollte ich auch in dieses Dark Academy-Buch reinlesen. Und hier bestätigt sich mal wieder meine Hassliebe: denn circa zwei Drittel des Buches waren überhaupt nicht meins, aber gegen Ende entfaltete das Buch dann echtes Potential, sodass ich auch Band 2 lesen würde.

Zum Inhalt: Für Clementine Calder ist die Academy für Paranormale, die von ihrer Familie geleitet wird, sowohl Heimat als auch Gefängnis. Vor allem, da ihre Mutter klarmacht, dass Clementine die Schule und die Insel, auf der sie liegt, nie verlassen wird. Doch als sich ein Sturm über der Insel zusammenbraut, geraten nicht nur Schüler und Lehrer in Gefahr, Clementine muss auch ihr bisheriges Leben und alles, was sie zu wissen glaubte, hinterfragen.

Man wird als Leser direkt in die Handlung geworfen. Das finde ich normalerweise nicht schlecht, aber bei Fantasy würde ich mir manchmal ein paar Vorworte zum Worldbuilding wünschen. Die wären hier aus meiner Sicht auch absolut notwendig gewesen. Denn nicht nur wird man auf eine Insel in eine Schule mit verhaltensauffälligen paranormalen wesen geworfen, die einzelnen Gattungen werden aber auch null vorgestellt, es gibt auch keine Infos dazu, was die Schüler eigentlich getan haben, um einen Aufenthalt in der Schule zu verdienen. Generell werden viele Infos einfach als gesetzt gegeben, ohne weitere Ausführungen dazu.

Mir kam es ungefähr bis zur Hälfte des Buches so vor, als würde die Handlung nirgendwo hinführen. Es gab keinen echten roten Faden, warum die Charaktere tun was sie tun und was eigentlich das Ziel der Geschichte ist. Zwischendrin gibt es schwelende Konflikte, die nicht weiter erklärt werden, ominöse, magische Gegenstände und Monster, die ich mir nicht vorstellen konnte, weil ich noch nie von ihnen gehört habe, sowieso tödliche Gefahren, die ohne Vorwarnung auftauchen. Dadurch hat sich das Buch für mich echt gezogen und schwergängig lesen lassen. Dabei war eigentlich alles da, was ein Fantasybuch normalerweise packend und mitreißend macht. Aber hier bin ich einfach nicht in der Handlung angekommen.

Gegen Ende hat mich die Geschichte dann halt aber eben doch noch catchen können, sodass ich schon interessiert am Fortgang der Handlung wäre. Vor allem einzelne Charaktere, wie zum Beispiel Jude sind halt schon faszinierend angelegt und machen neugierig. Für mich ein eher schwieriges Buch von Tracy Wolff, dem ich eher zwiegespalten gegenüberstehe.

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