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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Luxus, Leichen und viel Luft nach oben

Pretty Perfect
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Man nehme ein abgelegenes Luxusresort, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Gästen, ein drohendes Unwetter und natürlich einen Mord. Klingt nach einer spannenden Mischung? Dachte ich auch. Dieser Thriller ...

Man nehme ein abgelegenes Luxusresort, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Gästen, ein drohendes Unwetter und natürlich einen Mord. Klingt nach einer spannenden Mischung? Dachte ich auch. Dieser Thriller beginnt vielversprechend: Die Kulisse ist filmreif, die Stimmung drückt unterschwellig schon von Anfang an und Sprecherin Julia Nachtmann schafft es, jeder Figur ihre eigene Stimme zu geben, ohne zu übertreiben. Man fühlt sich direkt ein bisschen wie in einem modernen Agatha-Christie-Setting mit Yoga, Smoothies und Designer-Bademänteln.
Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr plätschert sie dahin. Die Figuren sind zwar interessant angelegt, bleiben aber größtenteils an der Oberfläche. Vieles wird angedeutet, manches bewusst verschleiert und was anfangs Spannung erzeugt, wirkt später leider wie ein Herumstochern im Nebel. Die Auflösung am Ende kommt eher beiläufig daher, ohne den großen Knall, den man sich nach all dem Aufbau erhofft hatte.

Unterm Strich ist „Pretty Perfect“ ein netter Begleiter für entspannte Nachmittage oder lange Zugfahrten. Wer auf vielschichtige Charaktere, überraschende Twists und echten Nervenkitzel hofft, wird hier eher nicht fündig. Aber für ein bisschen Urlaubsflair mit Schattenseiten reicht’s allemal.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Wenn Fitzek Comedy macht – leider kein Match

Horror-Date
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Ich bin eigentlich ein Fan von Fitzek – wenn er tut, was er am besten kann: packende Thriller schreiben, die einem den Schlaf rauben. Horror-Date ist das genaue Gegenteil davon – ein „Keinthriller“, wie ...

Ich bin eigentlich ein Fan von Fitzek – wenn er tut, was er am besten kann: packende Thriller schreiben, die einem den Schlaf rauben. Horror-Date ist das genaue Gegenteil davon – ein „Keinthriller“, wie es so schön heißt. Und leider trifft genau das auch auf meine Begeisterung zu: kein Treffer.

Die Grundidee ist durchaus kreativ: Ein Datingportal für Menschen mit wenig verbleibender Lebenszeit klingt nach einer spannenden Mischung aus Romantik und Tragik. Doch statt echter Tiefe bekommt man hier einen überdrehten Roman, der mit der Brechstange auf lustig macht. Mir war das alles zu gewollt, zu laut, zu überspitzt – von Situationskomik keine Spur, eher Klamauk mit Ansage.

Die Figuren? Leider Paradebeispiele für Klischees. Der smarte Startup-Bro mit dem Ego größer als sein Auto, die todkranke, aber übermoralische Traumfrau und der beste Freund als aufopferungsvoller Plotmotor. Leider viel zu durchschaubar.

Was das Hörbuch betrifft: Simon Jäger hat definitiv Talent, keine Frage. Als Sprecher von Matt Damon und Co. hat er gezeigt, was stimmlich geht. Hier allerdings war er mir persönlich viel zu drüber. Jede Figur bekam eine Extraportion Theatralik, als würde man einem Cartoon beim Speed-Dating zuhören. Weniger wäre hier mehr gewesen – und vielleicht ein zweiter Sprecher, um dem Ganzen etwas mehr Nuance zu verleihen.

Mein Humor war’s nicht – aber wer auf laute Pointen und überspitzte Dialoge steht, wird sicher seinen Spaß haben. Ich hingegen sage: Sebastian Fitzek, bitte geh zurück zum Thriller-Schreibtisch.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Keinen Zugang gefunden

Sie sieht, was du tust
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Klappentext:

"Mercy Lake ist eine Außenseiterin. Sie liebt es, andere im Schutz der Dunkelheit zu beobachten: den Einbrecher «Kalte-Hand-Carl» oder «Liebeskummer-Linda», die immer Pech mit Männern hat. ...

Klappentext:

"Mercy Lake ist eine Außenseiterin. Sie liebt es, andere im Schutz der Dunkelheit zu beobachten: den Einbrecher «Kalte-Hand-Carl» oder «Liebeskummer-Linda», die immer Pech mit Männern hat. Und Simon Raffertys Familie, der sich Mercy wegen einer einstweiligen Verfügung nicht nähern darf. Unbemerkt manipuliert sie die Leben ihrer Mitmenschen − nur um zu helfen, wie sie sich immer wieder versichert.

Als Mercy eines Nachts Louis kennenlernt, nimmt ihr einsames Leben eine unerwartete Wendung. Denn auch Louis mischt sich gern in die Angelegenheiten anderer ein. Allerdings ist er der Meinung, dass die meisten Leute in Crannerʼs Ford keine Hilfe brauchen, sondern Bestrafung verdienen. Anfangs findet Mercy noch Gefallen daran, in der Stadt für Gerechtigkeit zu sorgen. Bis das Spiel außer Kontrolle gerät …"




Fazit:

Insgesamt ist es für mich bereits das dritte Buch welches ich von dem Autor lesen durfte, aber leider schon das Zweite, das mich nicht erreicht hat. Ich habe mich mit der Erzählart und der Protagonistin unglaublich schwer getan. Ich fand einfach nicht rein. 
Viele Passagen sind meiner Meinung viel zu ausführlich und hätten deutlich knapper sein können. Auch sind einige Handlungsstränge total unrelevant für den weiteren Verlauf. Mich konnte weder der Plot noch der Ausgang überzeugen. Leider, leider.



Insgesamt hat das Buch ein paar gute Momente aber im Großen und Ganzen kommt es für mich nicht an das erste Buch des Autors dran. 


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Veröffentlicht am 08.12.2024

Langwieriger Einstieg

Die blaue Stunde
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Klappentext:

„Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein ...

Klappentext:

„Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen Chapmans entdeckt wird, ist die Aufregung groß: Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerks werden?

James Becker, der Kurator des Museums, begibt sich auf Spurensuche und reist dafür auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island, die nur eine einzige Bewohnerin hat und weit mehr als nur eine dunkle Wahrheit verbirgt.“





Fazit:

Trotz des guten und atmosphärischen Schreibstils, habe ich mich mit dem Einstieg in die Geschichte unglaublich schwer getan. Ich kann gar nicht so genau sagen was mich gestört hat, denn die Rückblenden und Tagebucheinträge von Vanessa sorgen durchaus für mehr Spannung. Auch die ein oder andere unerwartete Szene hat mich positiv überrascht - allerdings erst im letzten Drittel. 



Meine Meinung ist sehr zwiespältig, denn mir ist auch durchaus bewusst, dass es bei diesem Buch um keinen Thriller oder Krimi handelt, aber ein bisschen mehr spannendere Momente hätte ich mir schon gewünscht. Schön finde ich die Figurenzeichnung. Die Charaktere haben wirklich viel Tiefe, und auch das Setting ist sehr bildhaft dargestellt. 



Im Großen und Ganzen ist es kein schlechtes Buch, doch mich konnte es leider nicht packen. Ob es nun an der Thematik oder den für mich langsamen Verlauf lag, weiß ich nicht. Vielleicht waren meine Erwartungen nach „Girl on a train“ einfach zu hoch.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Confused

Freier Fall
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Klappentext:

„Was als Party für die Medien geplant war, wird zum Alptraum: In London startet der erste Nonstop-Flug nach Sydney, vollbesetzt mit etlichen Prominenten und Journalisten.

Flugbegleiterin ...

Klappentext:

„Was als Party für die Medien geplant war, wird zum Alptraum: In London startet der erste Nonstop-Flug nach Sydney, vollbesetzt mit etlichen Prominenten und Journalisten.

Flugbegleiterin Mina bedient die anspruchsvollen Gäste in der Business Class. Dabei versucht sie, weder an die Probleme mit ihrer 5-jährigen Adoptivtochter Sophia zu denken, noch an ihre auseinanderbrechende Ehe. Doch dann drückt jemand Mina einen Zettel in die Hand. Die Botschaft ist ebenso grausam wie unmissverständlich: Wenn Flug 79 dank Minas Hilfe sein Ziel nie erreicht, wird Sophia leben – andernfalls ist sie tot.


Die Flugzeit beträgt 20 Stunden: zu viel oder zu wenig Zeit für eine Entscheidung über Hunderte Leben?“





Fazit:

Ich werde mit dem Schreibstil und den ausführlichen Beschreibungen von der Autorin einfach nicht warm. Die erste Hälfte des Buches fand ich um ehrlich zu sein weniger spannend. Zwar wird vieles sehr detailliert und ausführlich beschrieben, mir was es jedoch von allem too much. Es werden einfach zu viele Informationen und Nebensächlichkeiten im Nachhinein nicht benötigt. Diese Tatsache hat mich später ziemlich genervt.



Die vielen Perspektiven bringen zwar etwas mehr Schwung und Spannung mit sich aber auch ein leichtes Durcheinander. Interessant fand ich die Tätersicht - die Motive sind top aktuell. Ihre Absichten hat man aus einer anderen Sicht wahrgenommen. 



Im Großen und Ganzen nichts weltbewegendes. Ich werde die Autorin für mich einfach abhaken. Ist einfach nicht mein Geschmack.

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