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Veröffentlicht am 20.04.2026

Moorland

Moorland. Die Zwillinge
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Als ich auf dem Klappentext den Namen "Jana" gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ja, ich bin ehrlich. Aber der Rest hatte sich für meinen Geschmack auch schon total spannend angehört, deswegen ...

Als ich auf dem Klappentext den Namen "Jana" gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ja, ich bin ehrlich. Aber der Rest hatte sich für meinen Geschmack auch schon total spannend angehört, deswegen ging kein Weg an dem Buch vorbei.
Jana und Nieke sind eineiige Zwillinge und auf Social Media aktiv. Für ihren Account drehen sie regelmäßig Videos im Moor, so auch an dem Tag, an dem beide verschwinden. Kommissarin Malia Gold kehrt nach fünfzehn Jahren wieder nach Moosbach zurück. Und nun darf sie direkt den Vermisstenfall der Zwillinge übernehmen.

Der Einstieg gefiel mir gut, auch wenn es zu Beginn mehr einem Ermittlungskrimi ähnelte. Die Geschichte wird immer komplexer und auch die Hintergründe vertiefen sich. Es spielen viele Figuren eine tragende Rolle und Malia hat mir als Polizistin sehr gefallen. Auch ihre privaten Hintergründe und Verstrickungen haben mich interessiert und ich war gespannt, inwieweit sie für die Geschichte wichtig werden könnten. Nach und nach nahm es immer mehr an Fahrt auf, das Setting rund um das Moor war sehr stimmungsvoll. Die Kapitel wechseln zwischen vereinzelten Charakteren hin und her. Es gibt auch Perspektiven aus Sicht der vermissten Mädchen, was nochmal für zusätzliche Spannung sorgt.

Insgesamt war es für mich ein toller, spannender Thriller. Er ist tiefgründig und mit tollen Figuren ausgestattet.

⭐⭐⭐⭐,25 | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Inspirierend

25 letzte Sommer
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Der Erzähler dieser Geschichte bleibt in dem Roman namenlos. Er führt ein sehr gehetztes Leben, rennt von Termin zu Termin und hat sein Handy immer griffbereit in der Hand. Denn es könnte ja der Fall eintreten, ...

Der Erzähler dieser Geschichte bleibt in dem Roman namenlos. Er führt ein sehr gehetztes Leben, rennt von Termin zu Termin und hat sein Handy immer griffbereit in der Hand. Denn es könnte ja der Fall eintreten, dass er gebraucht wird. Das seine Arbeitskraft gebraucht wird. Dabei verliert er so ein bisschen die Freude am Leben. Als er sich an einem Wochenende in ein Sommerhaus zurückzieht, begegnet er am See Karl. Was erst nur eine flüchtige Begegnung ist, wird zu einer unverhofften Freundschaft. Unser Erzähler lässt sich von Karl inspirieren, der mit jeder einzelnen Faser seines Körpers das Leben liebt. So geht er beispielsweise immer morgens eine große Runde im eiskalten See schwimmen. Danach geht er gestärkt in den Tag. Er pflanzt Kartoffeln an und lebt für sie. Jede Kleinigkeit wird genossen und zelebriert.

Dies stimmt sowohl den Erzähler als auch mich als Lesende nachdenklich. Über einige Dinge habe ich beim Lesen nachgedacht und mit meinem Leben verglichen. Was ist wirklich wichtig und wann sollte man die Reißleine ziehen?

Mir hat der Schreibstil des Autors sehr gefallen, denn er schreibt unheimlich anschaulich. Durch Vergleiche bleibt es authentisch und es macht unheimlich Spaß den beiden Herren beim Kennenlernen zuzuschauen. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob ich einem wildfremden Menschen wirklich so schnell so viele persönliche Dinge über mich erzählen würde. Aber ich denke, dass ist auch den Umständen dort geschuldet. Karl nutzt die letzten schönen Sommer, er hat nichts mehr zu verlieren. Nur zu gewinnen!

Ein schöner Roman, der noch einmal daran erinnert, wie schön das Leben sein kann. Und das man dieses so gestalten sollte, wie es für einen selbst am Besten ist. Damit man hinterher sagen kann: Ich habe mein Leben so geführt, wie ich es wollte. Nicht fremdbestimmt.

Die vier Fragen auf dem 2. Bild sind ein Zitat aus dem Buch. Ich fand sie sehr inspirierend!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Actionreich

Worst Case
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Folgendes Szenario:
Ein Passagierflugzeug mit 295 Leben an Bord befand sich auf dem Weg zum nächsten Zielflughafen. Der Pilot erleidet urplötzlich einen Herzinfarkt. Der Co-Pilot ist auf der Toilette und ...

Folgendes Szenario:
Ein Passagierflugzeug mit 295 Leben an Bord befand sich auf dem Weg zum nächsten Zielflughafen. Der Pilot erleidet urplötzlich einen Herzinfarkt. Der Co-Pilot ist auf der Toilette und bekommt davon nichts mit. Alles gerät außer Kontrolle. Sie sind im Begriff abzustürzen. Aber nicht einfach irgendwohin, sondern direkt auf ein Kernkraftwerk. Die Kleinstadt Waketa im Westen der USA ist durch den Aufprall des Flugzeugs vollkommen zerstört. Und nun steht eine Kernschmelze im Kraftwerkt bevor.

Die Bücher der Autorin sind immer actionreich. Wer hier einen ruhigen Thriller erwartet ist an der falschen Adresse. Es ist nervenaufreibend, beinahe atemlos spannend und vor allem erschreckend echt. Jedes Buch von T.J Newman kann ich mir mühelos als Actionfilm vorstellen.

Es werden nicht nur die Auswirkungen im Kernkraftwerk geschildert, sondern auch die Evakuierungsmaßnahmen in der Kleinstadt. Wie die Feuerwehrleute arbeiten, die Kinder in den Schulen versorgt werden, die Kirchen aufgesucht werden um für die Katastrophe zu beten. Eine Massenkarambolage auf der Interstate 37 sorgte für zahlreiche Verletzte und Verunglückte. Auch der fünfjährige Connor sitzt in einem dieser Fahrzeuge. Seine Familie ist vor seinen Augen gestorben, und er kann sich nicht mehr alleine daraus befreien.

Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Innerhalb der Kapitel wird zwischen unterschiedlichen Standorten gesprungen: Die Rettungsaktion des kleinen Connor, die Evakuierungsmaßnahmen in der Stadt und die Besprechung im Kernkraftwerk. Alle wollen die große Katastrophe verhindern.

Es war für mich hochemotional. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, sie haben Gefühle, Familie und ein Herz. Und jeder steht für jeden ein, da werden keine Abstriche gemacht. Es werden sogar Leben geopfert.
Am Ende saß ich weinend da, mit einem riesigen Knoten im Hals.

Mir hat es richtig gut gefallen, es war spannend von der ersten Seite. Die Details über Kernkraftwerke fand ich sehr gut recherchiert, jedoch auch manchmal zu technisch - jedenfalls für mich. Manche Szenarien konnte ich mir nicht bis ins kleinste Detail vorstellen. Macht aber auch nichts. Auch für das Ende hätte ich mir noch ein bisschen was anderes gewünscht. Aber trotzdem war es ein toller intensiver (actionreicher) Thriller!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Rauhnächte

Rauhnächte
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"Rauhnächte" ist mein erstes Buch der Autorin gewesen. Ich hatte ihre Bücher irgendwie immer schon im Hinterkopf, jedoch nie dazu gegriffen. Aber an diesem Cover bin ich hängengeblieben. Es sieht einfach ...

"Rauhnächte" ist mein erstes Buch der Autorin gewesen. Ich hatte ihre Bücher irgendwie immer schon im Hinterkopf, jedoch nie dazu gegriffen. Aber an diesem Cover bin ich hängengeblieben. Es sieht einfach traumhaft schön aus. Das sind genau meine Farben und es passt einfach hervorragend zum Inhalt.

Pia steht kurz vor ihrem 22. Geburtstag als sie am Weihnachtsabend ein Streitgespräch ihrer Eltern mitbekommt: Sie wurde adoptiert und ihre Eltern sind gar nicht ihre Eltern. Eine Welt bricht für sie zusammen, doch plötzlich ergibt einfach alles so viel Sinn, und ihre Träume scheinen immer Wirklichkeit gewesen zu sein. Pia macht sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn es ließ mich einfach abtauchen. Ellen Sandberg schreibt sehr lebendig und anschaulich. Durch die Thematik der Rauhnächte erhält die Geschichte noch einen mystischen Touch, der aber überhaupt nicht aufdringlich war. Es gibt immer mal wieder Szenen, die von den Ritualen und Bräuchen handeln. Zusammen mit dem was Pia in ihrem Geburtsort erlebt, hat das toll gepasst. Es war zu Beginn noch ein ruhig erzählter Spannungsroman, aber als sie sich dann auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt, wurde es zu einem wahren Pageturner. Ich habe viel gerätselt und mir immer wieder eine neue Lösung überlegt. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und fand es super. Insgesamt spielt die Geschichte innerhalb der 12 Rauhnächte, sodass wir mit der Protagonistin unter anderem Weihnachten und Silvester erleben. Es hatte einen tollen winterlichen Flair.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Still ist die Nacht

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Nachdem mich Band 1 sehr gut unterhalten hatte,und ich diese angenehme Dynamik im Buch mochte,war für mich relativ schnell klar,dass ich auch Band 2 lesen möchte. Allerdings hatte ich beim Cover den Eindruck,dass ...

Nachdem mich Band 1 sehr gut unterhalten hatte,und ich diese angenehme Dynamik im Buch mochte,war für mich relativ schnell klar,dass ich auch Band 2 lesen möchte. Allerdings hatte ich beim Cover den Eindruck,dass es im Winter spielt und das 'weiße' Schnee ist. Aber weit verfehlt.

Die Geschichte spielt im Sommer,denn Maya möchte einfach mal abschalten und verbringt ihren Urlaub auf einer abgelegenen Schäreninsel. Dort nimmt sie an einem Yoga Retreat Teil. Aber was wäre eine abgeschiedene Insel ohne Mordfall?

Das Szenario empfand ich als sehr spannend. Die Geschichte braucht allerdings etwas bis sie so richtig an Fahrt aufnimmt. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Die Besinnlichkeit des Retreats ist ein bisschen auf mich übergesprungen. Sobald der erste Mord geschieht ermittelt Maya natürlich verdeckt,denn eins ist klar: der Mörder muss ja unter ihnen sein,denn ein Sturm zieht auf und die Insel kann unmöglich verlassen werden.

Es war eine interessante,ruhige und toll erzählte Story. Nichts wirklich tiefgründiges,aber das war auch nicht weiter schlimm. Ich mochte die Umgebungsbeschreibungen sehr,auch wenn es etwas komisch war, dass man im Winter ein Buch rausbringt was im Sommer spielt .Nichtsdestotrotz wurde ich wirklich gut unterhalten und es hat eine wohlige Stimmung verbreitet.

Ich habe sowohl das eBook gelesen als auch das Hörbuch gehört. Heike Warmuth hat es wunderbar vertont.

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