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Veröffentlicht am 10.12.2024

Ertrunken in den vielen Handlungssträngen.

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Euphemia ‚Effy‘ Sayre möchte Literatur studieren, doch als Frau ist ihr das in Llyr untersagt, weswegen sie sich für ein Architektur-Studium entscheidet. Als einzige Frau in ihrem Studiengang, hat sie ...

Euphemia ‚Effy‘ Sayre möchte Literatur studieren, doch als Frau ist ihr das in Llyr untersagt, weswegen sie sich für ein Architektur-Studium entscheidet. Als einzige Frau in ihrem Studiengang, hat sie es allerdings auch dort nicht leicht. Allerdings erhält sie durch ihr Studium die traumhafte Möglichkeit das Anwesen ‚Hiraeth Manor’ ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren. Doch das Anwesen ist nicht nur heruntergekommen, sondern droht zunehmend vom Meer verschlungen zu werden und dann ist da auch noch ausgerechnet der Literaturstudent Preston Héloury, der den Nachlass des Autoren sichtet. Gemeinsam kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

A study in drowning von Ava Reid ist ein historischer Fantasyroman mit düsterer Atmosphäre, der durch einen tollen, detaillierten Schreibstil und einer spannenden Grundidee überzeugen kann.

Die Autorin macht über knapp 460 Seiten sehr viele Handlungstränge auf, da wäre der feministische Aspekt, der unter anderem durch Effys Studiumswahl präsentiert wird, die Enemies-to-Lovers-Romance zwischen Effy und Preston, die Mythen und der Elfenkönig. Jeder einzelne Aspekt hatte ein gutes Grundgerüst, allerdings fehlte mir überall die Tiefe, weswegen ich nie wirklich im Buch ankam. Es hätte für meinen Geschmack mehr Raum gebraucht, auch um die einzelne Handlungsstränge einordnen und mitfühlen zu können. Die vorhandene Oberflächlichkeit führte dann hingegen eher zu langatmigen Passagen.

Dennoch haben mir die Atmosphäre, die Ideen der einzelnen Handlungsstränge und das Ende durchaus gefallen und konnten mich unterhalten.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

1468-2019, Murano.

Das Geheimnis der Glasmacherin
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1468: Venedig. Der tragische Tod des Glasvirtuosen Lorenzo Rosso wirft Trauer über Venedig. Seine Tochter Orsola nimmt das Schicksal der Familie in die Hand, trotz den Konventionen und erlernt das Handwerk ...

1468: Venedig. Der tragische Tod des Glasvirtuosen Lorenzo Rosso wirft Trauer über Venedig. Seine Tochter Orsola nimmt das Schicksal der Familie in die Hand, trotz den Konventionen und erlernt das Handwerk ihres Vaters.

Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier kann mit einem einnehmenden Schreibstil punkten, der mir die Geschichte der Glasmacherei und die Zeiten auf Murano unfassbar gut übermitteln konnte, sodass ich insgesamt sehr gut durch die Geschichte gekommen bin.

Ich fand die Veränderung der Arbeitsabläufe, die sich über die fast 600 Jahre ergaben, super interessant und habe sehr gerne über diese Entwicklung gelesen. Allerdings konnte mich eine Sache gar nicht überzeugen und hat bei mir die Lesefreude doch minimiert, eine Protagonistin (und weitere Charaktere), die wesentlich langsamer altern. Ist Orsola anfangs 9-Jahre alt, beenden wir ihre Geschichte mit Ende 60. Sie ist also knapp 60 Jahre, in 600 Jahren gealtert.

Bei einer solchen Geschichte, hätte ich vermutet, dass wir über die Jahre mehrere Familien/Generationen kennenlernen und nicht nur einer Protagonistin folgen. Das war für mich zu viel (unerwartbare) Fantasy.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Die Wheelers

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Amy Wheeler ist Bodyguard und es gewohnt ihr Leben für andere zu riskieren. Aktuell kümmert sie sich um die Sicherheit einer erfolgreichen Thrillerautorin und befindet sich dafür in South Carolina. Neu ...

Amy Wheeler ist Bodyguard und es gewohnt ihr Leben für andere zu riskieren. Aktuell kümmert sie sich um die Sicherheit einer erfolgreichen Thrillerautorin und befindet sich dafür in South Carolina. Neu für Amy ist jedoch, wenn sie selbst ins Visier gerät und sie hat keine Ahnung, wer auf sie schießen könnte.
Amys Schwiegervater Steve Wheeler, Ex-Kommissar, genießt sein Leben in der Pensionierung. Doch als seine Schwiegertochter ihm von den Vorfällen berichtet, begibt er sich sofort zu ihr, um die Morde aufzuklären.

Wir finden Mörder von Richard Osman ist der Beginn einer neuen Reihe des Donnerstagsmordclub Autoren, der mich etwas im Zwiespalt zurücklässt.

Ich hatte etwas Probleme den zahlreichen Handlungen zu folgen, vor allem weil wir sehr viele Figuren vorgestellt bekommen und diese Fülle an Informationen den Einstieg erschwerte. Der Fall selbst war zwar interessant, aber mir dann doch etwas zu überspitzt dargestellt und auch der Humor ist teilweise zu trocken.

Insgesamt war der Auftakt für mich okay, aber sowohl der Fall auch die Figurenkonstellationen geben mir nicht das Gefühl, dass ich unbedingt am Ball bleiben muss.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Die Albae

Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe
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Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe von Markus Heitz war mein erstes Buch aus der Fantasy-Reihe und die finsteren Albae. Zu Beginn des Buches war mir nicht bewusst, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, ...

Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe von Markus Heitz war mein erstes Buch aus der Fantasy-Reihe und die finsteren Albae. Zu Beginn des Buches war mir nicht bewusst, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, möglicherweise wird das Gelesene mit dem entsprechenden Vorwissen emotionaler wahrgenommen, doch inhaltlich hatte ich nicht das Gefühl, dass Vorwissen benötigt werden würde.

In Dunkles Erbe begleiten wir drei Figuren, den Künstler Amânoras, die junge Albin Sajùtoria und den intriganten Elb Telìnâs.

Markus Heitz erzählt die Geschichte sehr stringent, dabei ging mir persönlich aber etwas das Emotionale verloren, weswegen ich im Laufe der Geschichte nur noch zum Hörbuch griff, da es mir selbst gelesen zu flach blieb und langatmig wurde. Durch das tolle Einsprechen Johannes Stecks bekam die Geschichte aber einen schönen Aufbau und ich konnte mir die Welt deutlich besser vorstellen. Weswegen ich der Geschichte, aufgrund des Hörbuchs, gerne gefolgt bin und es mich gut unterhalten konnten.

Allerdings war es am Ende keine Geschichte, die nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, weswegen ich die Vorgänger und Nachfolger wohl nicht weiterlesen werde.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Adventskalender des Grauens

Das Kalendermädchen
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Die 12-jährige Alma braucht dringend einen Knochenmarkspender, doch Alma wurde direkt nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben und die Identität ihrer Eltern ist strengsten Geheim.

Almas Adoptivmutter ...

Die 12-jährige Alma braucht dringend einen Knochenmarkspender, doch Alma wurde direkt nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben und die Identität ihrer Eltern ist strengsten Geheim.

Almas Adoptivmutter Olivia Rauch möchte ihre Tochter dringend retten und macht sich daher auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Schnell stößt Olivia auf eine Legende des „Kalendermädchens“ nach der eine junge Frau zur Weihnachtszeit in den Frankenwald fuhr und dort den Adventskalender des Grauens erwartete.

Das Kalendermädchen von Sebastian Fitzek ist der neuste Thriller des Erfolgsautoren. Wir erleben die Geschichte auf drei verschiedenen Zeitebenen und aus zwei verschiedenen Perspektiven. Einerseits aus der Perspektive Olivia Rauchs und aus der Sicht Valentinas.

Grundsätzlich hat mich Das Kalendermädchen gut unterhalten, vor allem die Idee des Adventskalenders fand ich interessant. Doch bei aller Unterhaltung, war ich gegen Ende dann doch eher genervt. Auch wenn das Nachwort das Konstrukt erklären möchte, war mir das insgesamt zu dick aufgetragen. Mir waren es zu viele Zufälle und Verbindungen, die extrem konstruiert wirkten und mit denen man leider auch gerechnet hat, Überraschungen blieben daher komplett aus.

Des weiteren gab es Beweggründe die so absurd waren, dass ich die Charaktere nicht mehr ernst nehmen konnte. Bei aller Kritik habe ich mich aber am Ende doch unterhalten gefühlt, sodass es ein solider Thriller war, dessen Grundidee für mich aber ein deutlich größeres Potenzial gehabt hätte.

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