Profilbild von agnesBookworld

agnesBookworld

aktives Lesejury-Mitglied
offline

agnesBookworld ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit agnesBookworld über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Weihnachten die Zeit des Friedens

Ein Lied für den Feind
0

In diesem Buch nimmt die Autorin die Leser mit in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Die Leser begleiten Fred, mit vollem Namen Manfred, in zwei Zeitebenen: einmal als Teenager in den Jahren 1908 bis 1914 ...

In diesem Buch nimmt die Autorin die Leser mit in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Die Leser begleiten Fred, mit vollem Namen Manfred, in zwei Zeitebenen: einmal als Teenager in den Jahren 1908 bis 1914 und ab 1914 an der Front.

Als Leserin habe ich viel über Fred erfahren, der mir sehr sympathisch war. Er ist sanftmütig und fürsorglich. Iris Muhl hat ihm einen wunderbar facettenreichen Charakter verliehen. Fred zieht nicht freiwillig in den Krieg. Als Bauernsohn verlässt er den elterlichen Hof, um Veterinärmedizin zu studieren. Mit Beginn des Krieges unterbricht er jedoch sein Studium und meldet sich zum Kriegsdienst, um seinen jüngeren Bruder zu schützen.

Iris Muhl hat einen angenehmen, leicht lesbaren Schreibstil. Sie versteht es, lebendige Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Durch ihren Roman konnte ich erneut etwas über die menschliche und deutsche Geschichte lernen.

Besonders berührt hat mich das Zitat auf Seite 61: »Glaube nicht, dass Gott dich allein lässt, nur weil er unfassbar ist. Für mich war er bisher immer ein barmherziger Tröster.« Kein Mensch ist allein, wenn er mit Gott unterwegs ist.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es wärmstens weiter. Es wird jedem Leser schöne Lesestunden bereiten. Der Roman vermittelt zudem die wichtige Botschaft, dass man auch im Krieg, selbst inmitten von Streit und Leid, zu Weihnachten die Waffen niederlegen und gemeinsam die Wunder der Gnade – die Geburt Jesu – feiern kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2024

Bibel auslegen verstehen

Bibelauslegung praktisch
0

In diesem Buch fand ich den Schreibstil, verständlich und angenehm zu lesen. Die Autoren stellen dem Leser eine Methode vor in der man in 10 Schritten die Bibel auslegen kann. Dabei steht immer Im Mittelpunkt ...

In diesem Buch fand ich den Schreibstil, verständlich und angenehm zu lesen. Die Autoren stellen dem Leser eine Methode vor in der man in 10 Schritten die Bibel auslegen kann. Dabei steht immer Im Mittelpunkt die Frage: Was sagt die Bibel, der Text den ich lese? Den Bibellesern wird nahe gelegt sich von der frommen Denkweise „Was sagt der Text mir oder was enthält er für mich?“ zu trennen. Man sollte sich eher fragen „Was sagt der Text an sich?“ und „Was bedeutet der Text für uns heute?“ Auch legen sie nahe die Bibel zum Vergleich in unterschiedlichen Übersetzungen zu lesen.

Im zweiten Teil des Buches werden die einzelnen Schritte detailliert erläutert. Bevor jedoch auf die konkreten Schritte eingegangen wird, wird empfohlen, sich zunächst einen Überblick über die zu lesende Bibeltexteinheit zu verschaffen. Das bedeutet, den Text zunächst vollständig zu lesen, das Gelesene gründlich zu studieren und eventuelle Stolpersteine oder unklare Stellen zu markieren. Der Text sollte wiederholt gelesen und schließlich in eigenen Worten zusammengefasst werden, um das Verständnis zu vertiefen.

Die zehn Schritte lauten:
1. Sich mit dem Text vertraut machen
2. Die Textbasis feststellen
3. Die ursprüngliche Kommunikationssituation klären
4. Den Zusammenhang der Texteinheit erfassen
5. Die Texteinheit untersuchen
6. Die Begriffe und ihre Verbindungen in der Texteinheit erkennen
7. Den Gedankengang der Texteinheit entfalten
8. Fragen zur Texteinheit beantworten
9. Die Aussage der Texteinheit präzise zusammenfassen
10. Die Bedeutung der Texteinheit für die heutige Zeit reflektieren

Jeder dieser Schritte ist in ein bis drei Kapitel unterteilt. Anschließend werden dem Leser praktische Aufgaben an die Hand gegeben, um das Gelernte zu üben.

Ich habe dieses Buch gern gelesen und konnte einige wertvolle Erkenntnisse für mich persönlich und mein Bibelstudium gewinnen. Dennoch sehe ich den größten Nutzen des Buches bei Personen, die aktiv in der Gemeindearbeit oder im Predigtdienst tätig sind, weniger bei Privatpersonen, die es für ihre persönliche Andacht nutzen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.11.2024

Beter sind Wundervollbringer

Wunder passieren unterwegs
0

In einem mitreißenden Schreibstil, der lebhafte Bilder vor das innere Auge zaubert, erzählt Louisa Vogel eine bewegende Geschichte. Sie erzählt die Geschichte zweier Menschen, deren Lebenswege sich auf ...

In einem mitreißenden Schreibstil, der lebhafte Bilder vor das innere Auge zaubert, erzählt Louisa Vogel eine bewegende Geschichte. Sie erzählt die Geschichte zweier Menschen, deren Lebenswege sich auf wundersame Weise kreuzen.

Als Leser begleitet man Mia und Finn. Mia, eine Theaterdramaturgin, ist nach einer großen Enttäuschung in Hamburg in ihre Heimatstadt Goppeln, bei Dresden, zurückgekehrt. Doch dort wird sie von ihrer Familie überbehütet und immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert, wie naiv sie gewesen sei. Sie hadert mit ihren Entscheidungen und bereut ihre Unvorsichtigkeit. Finn hingegen ist alleinerziehender Vater, Fotograf, gemeinsam mit seinem kleinen Sohn Mattheo in einem Oldtimer-Wohnwagen unterwegs. Für seine Auftraggeber reist er durch ganz Deutschland, bis der Motor des Wohnwagens eines Tages ausgerechnet vor Mias Haus den Geist aufgibt. Kurzerhand mietet er sich für einige Tage in ihrer kleinen Ferienwohnung ein. Was beide, Mia und Finn, nicht wissen ist das sie einander brauchen.

Anders als erwartet entwickelt sich keine romantische Beziehung zwischen Mia und Finn – ein überraschender, aber erfrischender Ansatz, der mir bisher in keinem anderen Roman begegnet ist. Stattdessen vermittelt die Geschichte eine tiefere Botschaft: In allen Lebenslagen kann und sollte man sich Gott zuwenden. Man braucht keine Angst zu haben. Der Roman betont die Macht des Gebets, die Kraft der Vergebung und die allgegenwärtige Nähe Gottes. Gott führt den Menschen in jeder Lebenslage, er kennt die Vergangenheit und Zukunft.

Ich möchte meine Rezension mit einem Zitat aus dem Buch abschließen (S. 187):
„Sei mutig und stark und fürchte dich nicht, denn der Herr, dein Gott, ist bei dir.“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2024

Geben statt nehmen

Kein Korb zu Weihnachten
0

In diesem Werk gelingt es Witemeyer auf eindrucksvolle Weise, mit tiefgründigen Gedanken darauf hinzuweisen, dass Weihnachten vor allem ein Fest des Gebens ist – nicht nur des Nehmens.

Die Hauptcharaktere, ...

In diesem Werk gelingt es Witemeyer auf eindrucksvolle Weise, mit tiefgründigen Gedanken darauf hinzuweisen, dass Weihnachten vor allem ein Fest des Gebens ist – nicht nur des Nehmens.

Die Hauptcharaktere, Felicity und Evan, wirken für mich authentisch und greifbar. Evan, ein nahezu zurückgezogener Eigenbrötler, glaubt, dass alle Menschen nur an seinem hart verdienten Geld interessiert sind. Felicity hingegen hat sich fest vorgenommen, ihn aus seiner Einsamkeit und seinen Vorurteilen herauszuholen – und dabei gibt sie nicht so schnell auf. Doch wird sie es schaffen, Evan von seinen tief verwurzelten Vorbehalten zu befreien?

Der Schreibstil ist leicht und unterhaltsam, zugleich aber auch tiefsinnig. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln oder sogar laut lachen, wurde aber auch zum Nachdenken angeregt. Das Buch ist kurzweilig und lässt sich problemlos an einem Tag – oder sogar in wenigen Stunden – durchlesen.

Ich empfehle es sehr gerne weiter, vor allem für alle, die sich zur Weihnachtszeit nach einem herzerwärmenden und inspirierenden Leseerlebnis sehnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2024

Gott sieht dich

Jede Nacht hat ihre Sterne
1

Dies ist das erste Buch von Michelle Shocklee, das ich gelesen habe. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Shocklee entführt die Leser*innen in die Jahre 1897 und 1961, wobei beide Zeitlinien ...

Dies ist das erste Buch von Michelle Shocklee, das ich gelesen habe. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Shocklee entführt die Leser*innen in die Jahre 1897 und 1961, wobei beide Zeitlinien aus der Perspektive der jeweiligen Hauptfigur erzählt werden. Im Mittelpunkt stehen Audrey und Priscilla, in deren Geschichten Shocklee aufzeigt, dass Gott jeden Menschen sieht (1. Mose 16,13).

Audrey entdeckt im Jahr 1961 ein altes Fotoalbum einer Hotelbewohnerin und beginnt, der Geschichte der Vorbesitzerin nachzugehen. Priscilla, die 1897 zur Weltausstellung nach Nashville reist, wird dabei mit dem harten Leben vieler junger Frauen konfrontiert, die ausgenutzt und missbraucht werden.

Die beiden Protagonistinnen waren mir sofort sympathisch. Die Beschreibung der Zeit und Orte ist so lebendig, dass ich die Szenen förmlich vor mir sehen konnte. Das Buch hat mir nicht nur interessante Einblicke in das späte 19. Jahrhundert und die 1960er-Jahre in Amerika vermittelt, sondern auch auf erschütternde Weise gezeigt, wie junge Frauen ausgenutzt und Menschen mit Behinderung diskriminiert wurden. Am Ende des Buches verspürte ich Wehmut, denn ich hätte gern noch länger in dieser Geschichte verweilt.

Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere