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Veröffentlicht am 12.12.2024

Atmosphärisch, düster, überraschend!

Die blaue Stunde
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"Die Blaue Stunde" ist ein wirklich gutgeschriebener Thriller voller Atmosphäre. James Becker, Kurator in einem Museum und großer Fan der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman, wird damit konfrontiert, ...

"Die Blaue Stunde" ist ein wirklich gutgeschriebener Thriller voller Atmosphäre. James Becker, Kurator in einem Museum und großer Fan der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman, wird damit konfrontiert, dass in einer Skulptur der Künstlerin vermutlich ein menschlicher Knochen verwendet wurde. Um der Sache auf den Grund zu gehen, fährt James nach Eris Island und besucht Grace, die Nachlassverwalterin Vanessas und einzige Bewohnerin der Gezeiteninsel.
Was eine Gezeiteninsel ist, wusste ich vor Lektüre des Buches nicht. Das Setting hat mich auf jeden Fall abgeholt - einsam und düster ist das Leben auf einer solchen Insel bestimmt!
Wie ich es schon aus Girl on the train von Paula Hawkins kannte, sind die Personen authentisch gezeichnet - und es gibt viele Dinge, die anders scheinen, als sie sind, Konflikte zwischen den Protagonisten und vor allem - dunkle Geheimnisse!
Die Atmosphäre des Thrillers ist wirklich ein dicker Pluspunkt! Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit hat es mich total mitgenommen und ich liebte es wirklich, einzutauchen in diesen besonderen Ort, bei dem man fest sitzt, wenn Flut ist und nur zu bestimmten Zeiten die Wege benutzen kann.
Der Handlungsstrang ist absolut packend geschrieben und hat mich streckenweise kalt erwischt. Die verstorbene Vanessa wird durch Tagebucheintragungen und Briefe lebendig - und war mir durchaus sympathisch.
Grace ist ein absolut besonderer Charakter, der mich an Stephen Kings Dolores erinnerte.
Aber auch James Becker hat seine Geschichte - eine Dreiecksbeziehung, Unsicherheiten wegen seiner Herkunft und seinem Arbeitgeber.
Ich habe die Lektüre wirklich sehr genossen und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Ein im besten aller Sinne besonderes Buch

Am Himmel die Flüsse
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Am Himmel die Flüsse ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefangen genommen hat - und ich habe mir bewusst Zeit gelassen mit dem Lesen. Ein bisschen war es, wie wenn man sich eine kleine Schachtel ...

Am Himmel die Flüsse ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefangen genommen hat - und ich habe mir bewusst Zeit gelassen mit dem Lesen. Ein bisschen war es, wie wenn man sich eine kleine Schachtel Pralinen einteilt und sich damit belohnt, eine zu essen. So ging es mir, wann immer ich weiter gelesen habe.

Alles dreht sich um Wasser in dem Roman - es gibt 3 Erzählstränge, die jeweils mit einem Buchstaben der chemischen Formel für Wasser überschrieben sind: -H für Zaleekhah, H- für Narin und O für Arthur. Zaleekhah ist eine Wissenschaftlerin, die in London lebt und auf ein Hausbott zieht, nachdem sie sich von ihrem Ehemann getrennt hat, ihr Strang spielt im Jahr 2018. Narin ist ein junges Mädchen ezidischen Glaubens, ihr Strang spielt im Jahr 2014. Und schließlich Arthur, er lebte von 1840 bis 1876, ein armer Junge, der sich aus den Elendsquartieren hoch arbeitet und schließlich archäologische Ausgrabungen in Ninive leiten wird.

Wie die 3 Ebenen miteinander verflochten sind und wie sich die fast schon epische Geschichte entwickelt, hat mich wirklich berührt und war ein ganz besonderer Lesegenuss. Ich habe unfassbar viel gelesen, von dem ich noch nie gehört hatte. Mein liebster Strang war der Arthurs, weil ich die viktorianische Zeit in London so liebe - und noch dazu trifft Arthur auf Charles Dickens!!! Narins Geschichte hat mich am Ende sehr, sehr traurig gemacht. Und Zaleekhahs Entwicklung und Geschichte war ebenfalls sehr stark und ich vermisse sie jetzt schon.

Das Buch ist ein absolutes Juwel und ich empfehle es uneingeschränkt! Zum Jahresende noch ein Highlight meines Lesejahres 2024!

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Der neue Greg - wie immer ein perfektes Lesevergnügen!

Gregs Tagebuch 19 - So ein Schlamassel!
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Als Fan der Greg Buch Reihe ist der neue Greg immer Pflicht und wird jedes Jahr im November sehnlichst erwartet.
So war es auch dieses Jahr - und wir wurden nicht enttäuscht!
Der 19. Greg ist mal wieder ...

Als Fan der Greg Buch Reihe ist der neue Greg immer Pflicht und wird jedes Jahr im November sehnlichst erwartet.
So war es auch dieses Jahr - und wir wurden nicht enttäuscht!
Der 19. Greg ist mal wieder ein Ferien-Greg, nachdem Greg 18 die Schule(n) in den Vordergrund gestellt hat.
Wir lernen diesmal Gregs Familie mütterlicherseits besser kennen. Anlässlich des Geburtstags von Gregs Oma soll ein Familienfoto dort gemacht werden, wo die Familie von Gregs Mutter immer ihre Sommerferien verbracht hat. Also fahren alle (außer Oma) zusammen in ein kleines (!) Ferienhaus und verbringen dort einen turbulenten Urlaub.
Und das ist, wie man sich vorstellen kann - sehr, sehr amüsant!
Gregs Mutter ist schon immer meine Lieblingsfigur - und dass sie und ihre Familie im Mittelpunkt stehen, ist für mich ein absolutes Highlight gewesen. Gregs Mutter hat mehrere Schwestern und alle sind immer schon schwierig miteinander. Nun erleben wir sie in Aktion – und es wird ein Familiengeheimnis aufgedeckt!!!! 😉

Die Ideen und Bilder im neuen Greg sind wie immer super lustig, ich habe mehrmals laut gelacht beim Lesen. Man muss echt mal sagen, es ist absolut faszinierend, dass Greg auch jetzt im 19. Band noch immer nicht nachgelassen hat und uns noch immer so begeistern kann!
Das Buch ist für mich eins der besten Gregs bisher! Ich musste mehrmals laut lachen und werde das Buch auf jeden Fall mehrmals lesen!!!
Natürlich eine uneingeschränkte Leseempfehlung für ein großes Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Absoluter Pageturner mit Atmosphäre und Charme

Der Herzschlag der Toten
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Absoluter Pageturner mit Atmosphäre und Charme


Der Herzschlag der Toten ist ein echter Pageturner und ich habe ihn wirklich atemlos verschlungen. Mit sehr viel Atmosphäre erleben wir in gerade mal 6 ...

Absoluter Pageturner mit Atmosphäre und Charme


Der Herzschlag der Toten ist ein echter Pageturner und ich habe ihn wirklich atemlos verschlungen. Mit sehr viel Atmosphäre erleben wir in gerade mal 6 Tagen, wie im historischen Hamburg (wir befinden uns im April 1887) ein "Criminalcommisar" und die Tochter eines Richters gemeinsam Morde aufklären. 

Ich habe zum ersten Mal von einem Totenfotografen gelesen und bin den sehr sympathischen Protagonisten atemlos durch düstere Gassen und Keller gefolgt. Johanna Ahrens, die Tochter des Richters, ist eine mutige und sehr moderne Frau - nicht nur für die historische Zeit! - die heimlich jungen Frauen Lesen und Schreiben beibringt. Hermann Rieker, der Commisar, ist ein junger Mann, der eine harte Vergangenheit hinter sich hat und durch einen väterlichen Mentoren zu einem modernen Ermittler ausgebildet wurde. Die Beiden bilden ein absolut tolles Gespann und ihr erster Fall ist so spannend geschrieben, dass ich das Buch am Schluss nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich freue mich sehr, dass das eben ihr erster Fall von hoffentlich vielen war und werde diese Reihe auf jeden Fall weiter lesen!!! 

Ich empfehle euch das Buch wärmstens weiter und bin begeistert!

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Unfassbar gut - eins meiner Highlights dieses Jahr!

The Freedom Clause
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The Freedom Clause ist definitiv eins meiner Lese-Highlights in diesem Jahr!

Es geht um Daphne und Dominic - ein junges, verheiratetes Paar Mitte 20. Sie haben sich sehr jung kennen- und liebengelernt ...

The Freedom Clause ist definitiv eins meiner Lese-Highlights in diesem Jahr!

Es geht um Daphne und Dominic - ein junges, verheiratetes Paar Mitte 20. Sie haben sich sehr jung kennen- und liebengelernt und hatten beide keine sexuellen Erfahrungen davor. Nun, mit Mitte 20, sind sie immer noch sehr glücklich miteinander, aber ihr Sexleben ist praktisch kaum vorhanden. Aus diesem Grund und auf Initiative Dominics hin beschließen sie ein Experiment zu wagen: 5 Jahre lang darf jeder je einmal im Jahr eine sexuelle Erfahrung mit einem anderen Menschen machen, nicht zweimal mit derselben Person und sie reden nicht miteinander darüber - ihre Freedom Clause.

Wir begleiten nun Daphne und Dominic über die besagten 5 Jahre.
Und die haben es in sich! Auf jeden Fall werden (auch) sexuelle Erfahrungen geschildert, allerdings - zum Glück - stehen diese nicht alleine im Vordergrund oder sind das einzige Thema. Stattdessen werden die persönlichen Entwicklungen der Beiden gezeigt, was sich bei ihnen in der Beziehung verändert, ihre beruflichen Karrierewege, ihre Freundschaften und Familienbande, sowie auch der Umgang mit Verletzungen aus ihrer Kindheit und Jugend.

Vor allem Daphne nutzt die von ihr zunächst abgelehnte Freedom Clause dafür, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu erkunden - und weil sie nicht mit ihren Freundinnen darüber reden darf, macht sie sich Luft auf einem Substack Kanal, der dann unerwartet erfolgreich wird.
Ihre Beiträge schreibt sie unter dem Pseudonym "die hochemotionale Köchin" und verbindet ihre Leidenschaft des Kochens und Backens mit ihrem Talent zu schreiben. Sie schreibt darüber, wie sie die Situation in ihrer Ehe mit der Freedom Clause und allem, was daran hängt, wahrnimmt und schildert ihre Erlebnisse.

Dominics Entwicklung ist leider deutlich weniger schön zu lesen als Daphnes.
Ohne zu spoilern - er kommt auf jeden Fall viel schlechter weg als Daphne. Am Ende der Geschichte haben mich "seine" Stellen leider oft ungeduldig gemacht, weil er immer wieder die gleichen Fehler macht und manchmal sogar unsympathisch wirkt, auch wenn die Autorin ihn hin und wieder sein Verhalten auch selbstkritisch reflektieren lässt, was es ein bisschen abmildert, aber eben nur ein bisschen.

Der Roman liest sich wirklich absolut perfekt!
Unterteilt in Prolog und Epilog als Rahmen und den 5 Jahren der Freedom Clause als Inhaltsteil habe ich mir immer vorgenommen, nur noch das aktuelle Jahr noch fertig zu lesen - und bin immer wieder gescheitert. Es gibt nicht wirklich Cliffhanger, aber der Lesefluss ist so da, dass ich immer wissen wollte, wie es weiter geht!
Als Frau konnte ich mich wirklich sehr mit Daphne identifizieren und ich LIEBE es, wie die Autorin ihre Entwicklung auf vielen Ebenen sichtbar macht - die beruflichen Erfolge und Misserfolge, die charakterliche Weiterentwicklung und nicht zuletzt die Veränderung ihres Typs in Bezug auf Styling und Kleidung. Daphne hat rote Locken und da ich ebenfalls lockig bin, konnte ich es soooo mitfühlen, wie sie anfängt, sich beraten zu lassen, wie sie ihr Haar stylen und tragen kann und immer mehr zu ihrer Lockenmähne steht!

Es lohnt sich auch absolut das Nachwort der Autorin zu lesen, in dem sie u.a. schreibt, dass sie dieses Buch auch für sich als junge Frau geschrieben hat. Wir alle kennen wahrscheinlich - leider - die Situation, dass wir eben unerfahren und unsicher sind und "mitmachen" ohne klar zu sagen, was wir wollen - zum Teil auch ganz profan nur, weil wir es einfach nicht wissen! Es ist so wichtig, diese Themen sichtbar zu machen und nicht nur aber auch deswegen ist Freedom Clause eins meiner Highlights 2024 und ich empfehle es uneingeschränkt weiter!!!

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