Profilbild von gagamaus

gagamaus

Lesejury Star
offline

gagamaus ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit gagamaus über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

kann es nochmal passieren?

Ginsterburg
0

"Ginsterburg" war mein erstes Buch des Autors Arno Frank. Ausgesucht habe ich es, da das Thema mich sehr interessiert und der Klappentext vielversprechend klingt.

Schnell war mir klar beim Lesen klar, ...

"Ginsterburg" war mein erstes Buch des Autors Arno Frank. Ausgesucht habe ich es, da das Thema mich sehr interessiert und der Klappentext vielversprechend klingt.

Schnell war mir klar beim Lesen klar, dass meine Vorstellungen falsch waren und ich habe versucht, das Buch dann mit einem weiteren und neutraleren Blick zu lesen. Es ist für mich eine Geschichte, die von einem großen Kaleidoskop an Figuren und deren Schicksalen über einen 10jährigen lebt. Man merkt, meiner Meinung nach, dass der Autor mit dem Roman gesellschaftliche und politische Entwicklungen der Gegenwart in einen Kontext zur Nazi-Vergangenheit Deutschlands ziehen möchte.

1935 - wie waren die Anfänge des Terror-Regimes? Wie haben die Menschen versucht, mit den Veränderungen umzugehen? Wie haben sich Mitläufer herauskristallisiert, wie haben Verfolgte versucht, eine Lücke im System zu finden um zu überleben.

1940 - wie hat sich die vollzogene Veränderung im Land dargestellt? Wie haben die Nazis ihre Macht gefestigt? Wie haben die vielen Einzelnen daraus ihren eigenen Profit geschlagen? Wie geht es den Opfern und wie gelang ihnen teilweise doch die Flucht?

1945 - wie stehen die Menschen kurz vor dem Ende der Nazis da? Versuchen sie zu verdrängen, zu flüchten, zu leugnen, sich aus der Affäre zu ziehen?

Die vielen einzelnen Schicksale sind immer stellvertretend für verschiedene Menschengruppen. Durch die Vielzahl und durch den sehr perspektivischen Erzählstil konnte ich wenig Empathie entwickeln. Die Zusammenhänge und Rückschlüsse liegen auf der Hand. Aber für mich war es nicht genau die richtige Mischung. Es war ein bisschen viel erhobener Zeigefinger für mich.

Veröffentlicht am 29.01.2025

der tote Ehemann

Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf
0

So recht kann ich das Gelesene nicht einordnen. Weder in ein Genre noch in eine Benotung.
Die Idee ist interessant und vielversprechend. Das Thema Schicksalsschlag wird etwas genauer betrachtet und so ...

So recht kann ich das Gelesene nicht einordnen. Weder in ein Genre noch in eine Benotung.
Die Idee ist interessant und vielversprechend. Das Thema Schicksalsschlag wird etwas genauer betrachtet und so was spricht mich auch an. In der zweiten Hälfte wird es etwas unwirklich und mir fehlte ein wenig der psychologisch erklärende Ansatz.
Und dann ist die Geschichte ganz schnell auch schon wieder vorbei.
Lässt mich ein wenig ratlos zurück. Mich störte ganz subjektiv auch, dass der tote Ehemann - der vielleicht nicht ganz so tot ist wie gedacht - Robert heißt. Das irritiert mich die ganze Zeit, da ich immer den Autor im Kopf hatte.

Veröffentlicht am 28.12.2024

nicht überzeugend

Gefährliche Betrachtungen
0

Ich gebe zu, dass ich bei Histokrimis immer skeptisch bin, da sie mir oft nicht spannend genug sind. Oder nicht authentisch genug. Der Protagonist Thomas Mann war aber schon der Grund, warum ich dieses ...

Ich gebe zu, dass ich bei Histokrimis immer skeptisch bin, da sie mir oft nicht spannend genug sind. Oder nicht authentisch genug. Der Protagonist Thomas Mann war aber schon der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte.

Leider ist es mit nichten ein Kriminalroman für mich gewesen. Kein wirklicher handfester Verbrechensfall. Keine richtigen Ermittlungen. Keine Spannung weit und breit. Das hat mich schnell enttäuscht.

Ja, es gibt von allem ein klein wenig aber eigentlich geht es um einen litauischen Übersetzten und Thomas Mann und seine Probleme mit dem deutschen Regime. Aber das wäre an sich doch eine spannende Sache gewesen aber mir war das alles zu verkopft, zu oberflächlich, sich an Fakten entlang hangelnd ohne mit fesseln zu können. Die Sprache war mir auch zu anstrengend. Ich habe das Buch am Ende mehr quer gelesen. Es hat mich nicht überzeugt.

Veröffentlicht am 12.12.2024

nicht überzeugend genug

Fractal Noise
0

Irgendwie habe ich mich mit der Story von Fractal Noise schwer getan. Ich bin froh, dass ich es als Hörbuch versucht habe, denn Simon Jäger liest einfach gewohnt gut und routiniert, so dass man gerne zuhört. ...

Irgendwie habe ich mich mit der Story von Fractal Noise schwer getan. Ich bin froh, dass ich es als Hörbuch versucht habe, denn Simon Jäger liest einfach gewohnt gut und routiniert, so dass man gerne zuhört. Der Plot an sich hat einige Längen. Außerdem ist etwas passiert, was bei mir sehr selten vorkommt. Ich liebe eigentlich Dialoge in Geschichten und finde sie ausgesprochen wichtig. Aber hier war ich im Laufe der Handlung tatsächlich genervt. Die Gespräche drehen sich ständig um die gleichen Probleme. Und da die vier Hauptpersonen, die eigentlich als Team gemeinsam funktionieren und arbeiten sollen, an keinem Punkt einen gemeinsamen Nenner findet und statt dessen immer mehr auseinanderdriftet, konnte ich mich nicht wirklich anfreunden mit ihnen.

Da es sozusagen ein Prequel auf Infinitum ist, das schon auf meiner Wunschliste stand, war ich gespannt. Jetzt überlege ich, ob ich mir nicht die "Fortsetzung" erspare, da ich im Augenblick finde, dass Paolini Fantasy besser kann als Science Fiction.

Veröffentlicht am 08.12.2024

nicht meins

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
0

Ich hatte keine bestimmten Erwartungen an dieses Buch aber irgendwie bin ich trotz einer positiven Grundeinstellung nicht wirklich warm geworden mit der Geschichte. Ich musste nach Beendigung des Romans ...

Ich hatte keine bestimmten Erwartungen an dieses Buch aber irgendwie bin ich trotz einer positiven Grundeinstellung nicht wirklich warm geworden mit der Geschichte. Ich musste nach Beendigung des Romans erst mal ein paar Tage darüber nachdenken, was es denn nun genau war, dass mich störte. Ich denke, es sind zwei Dinge. Zum einen sind es die Frauen der Geschichte.

Es geht ja darum, dass Frauen zu Drachen werden und damit irgendwie ihre Weiblichkeit demonstrieren. Aber das ist nie so ganz greifbar warum das geschieht. Und es ändert auch nicht wirklich was an der Gesamtsituation der Frauen. Also wozu dient es? Was will die Autorin mir sagen. Und all die Frauen, die keine Drachen werden, sind eher devot und lassen sich klein machen von den Männern. Und die widerrum sind allesamt Despoten, Ignoranten, viele sogar Idioten.

Ich konnte mit der Geschichte einfach nichts anfangen.