Platzhalter für Profilbild

natze

Lesejury Profi
offline

natze ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit natze über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Ein sehr informatives und leicht verständliches Buch über die Krebserkrankung eines Hundes.

Diagnose Krebs beim Hund
0

In ihrem Buch „Diagnose Krebs beim Hund“ berichtet Lenka Sochor über die Diagnose Krebs beim Hund bis hin zu sämtlichen möglichen Therapien in der heutigen Zeit.

Zunächst informiert die Autorin den Leser ...

In ihrem Buch „Diagnose Krebs beim Hund“ berichtet Lenka Sochor über die Diagnose Krebs beim Hund bis hin zu sämtlichen möglichen Therapien in der heutigen Zeit.

Zunächst informiert die Autorin den Leser darüber, was man über die Diagnose „Krebs beim Hund“ wissen muss. Dabei erläutert sie im ersten Kapitel, was für mögliche Ursachen hinter einem Krebsgeschehen stecken können. In den darauffolgenden Kapiteln geht sie auf die Diagnostik, die Psychoonkologie von Tierhaltern, der klassischen Behandlungsmethoden (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) sowie begleitende, adjuvante und komplementäre Therapiemöglichkeiten. Auch auf die Möglichkeit der palliativen Behandlung geht die Autorin dabei ein. Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und klar gegliedert, so dass man bei Bedarf auch einzelne Kapitel bzw. Behandlungsmethoden nochmals lesen und nachschlagen kann.
Ich war positiv überrascht, was es inzwischen alles für Möglichkeiten gibt bei der Behandlung einer Krebserkrankung des Hundes. Die Autorin informiert dabei in einem flüssigen, leicht zu lesenden und sehr gut verständlichen Schreibstil über viele Möglichkeiten, die man als Tierbesitzer hat. Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen. Dadurch bekommt man einen ersten Gesamtüberblick über die Erkrankung des Hundes und kann sich danach gezielter mit einzelnen Behandlungsmöglichkeiten beschäftigen. Auch für ein Gespräch mit dem Tierarzt / Onkologen ist dieses Buch eine sehr gute Ausgangsbasis durch die vielen Informationen zu diesem Thema. Dadurch ist es möglich, die beste Therapie oder Begleitung für den Vierbeiner zu finden. Das Buch vermittelt dem Tierbesitzer ein gutes Gefühl, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und seinem geliebten Vierbeiner bestmöglich beizustehen. Dadurch wird dem Hundehalter eine gute Begleitung durch eine schwere Zeit mit seinem geliebten Tier ermöglicht.
Im hinteren Bereich des Buches befindet sich eine tolle Übersicht über die unterschiedlichen Heilpilze, die bei jeweils unterschiedlichen Krebserkrankungen in Frage kommen. Ganz besonders gut gefallen hat mir das Glossar, in dem Fachbegriffe erklärt werden. Außerdem sind hilfreiche Links am Ende des Buches abgedruckt.

Fazit: Mir persönlich hat dieses Buch sehr viel an Wissen vermittelt. Nun kann ich die bestmögliche Therapie für meinen Hund wählen. Die Autorin nimmt einen sozusagen in einer schweren Zeit an der Hand und begleitet sowohl den Menschen als auch den Hund. Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung für Hundehalter, deren Hund an Krebs erkrankt ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2025

Ein toller historischer Roman. Fesselnd und unterhaltsam!

Die Spur der Sehnsucht
0

„Die Spur der Sehnsucht“ von Jaane Janssen ist der Auftakt der Ostfriesland - Saga. Die Autorin entführt den Leser auf die Insel Borkum in das Jahr 1775. Die junge Friesin Sventje meistert das harte Leben ...

„Die Spur der Sehnsucht“ von Jaane Janssen ist der Auftakt der Ostfriesland - Saga. Die Autorin entführt den Leser auf die Insel Borkum in das Jahr 1775. Die junge Friesin Sventje meistert das harte Leben auf der Insel häufig alleine, während ihr Ehemann als Walfänger unterwegs ist und Geld verdient. Hochschwanger mit dem vierten Kind muss Sventje für ihre Familie sorgen. Dabei würde sie sich endlich mehr Zeit mit ihrem Mann Lian wünschen. Sie hofft sehr, dass er rechtzeitig zur Geburt des vierten Kindes auf die Insel zurückkehrt.
Gutsherr Valentin von Halversberg ist in brenzligen Situationen oftmals der Retter in der Not. Um seiner Rolle als Gutsherr gerecht zu werden, ist er gegenüber der Bevölkerung eher hart, um den Schein zu wahren. Bei Sventje allerdings zeigt er seinen wahren Charakter.

Die Spur der Sehnsucht schildert die harte Zeit der Bevölkerung im 18. Jahrhundert. Dabei erzählt sie von zwei unterschiedlichen Familien und unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Beide Erzählstränge haben mich sehr berührt! Sventje ist wirklich bewundernswert. Sie ist eine mutige, tapfere junge Frau, die ihren Alltag mit den Kindern alleine bewerkstelligen muss. Besonders anschaulich wird auch der harte Alltag ihres Mannes Lian auf hoher See geschildert. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch die bildhafte Sprache fühlt man sich förmlich auf die Insel Borkum oder das Schiff versetzt. Der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil und die relativ kurzen Kapitel sorgen dafür, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt und die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gut gefallen hat mir das Tagebuch von Lian, das er auf See für seine Sventje schreibt. Dadurch kann sie miterleben, was er auf dem Schiff für Erfahrungen sammelt und wie es ihm geht. Doch nicht nur der Alltag von Sventje und der Inselbevölkerung ist spannend und interessant. Ein Familiengeheimnis gilt es auch noch zu lüften. Auch das Schicksal von Sventjes Sohn Tammo, das mich sehr berührt hat, bleibt noch offen.

Fazit: Der Autorin ist mit dem 1. Band der Ostfriesland - Saga ein toller Auftakt gelungen. Ich habe die Geschichte von Sventje, Lian und Valentin sehr genossen. Häufig konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hat mir viele wunderschöne Lesestunden bereitet. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte und kann das Buch für Fans von historischen Romanen nur empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2025

Ein interessanter, wissenschaftlich fundierter Einblick auf die Beziehung zwischen Menschen und Hunden.

Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen
0

In seinem Sachbuch „Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen“ beleuchtet Kurt Kotrschal die Beziehung zwischen Menschen und Hunden und deren Auswirkungen. Dabei stützt sich der Verhaltensforscher auf ...

In seinem Sachbuch „Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen“ beleuchtet Kurt Kotrschal die Beziehung zwischen Menschen und Hunden und deren Auswirkungen. Dabei stützt sich der Verhaltensforscher auf viele wissenschaftliche Studien. Am Ende des Buches findet man ein umfangreiches Quellen- und Anmerkungsverzeichnis. Wer sich also gerne noch genauer mit dem Thema auseinandersetzen möchte, findet dort genügend weitere Literatur.

In einem flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil betrachtet Kurt Kotrschal die Beziehung zwischen Menschen und Hunden. Zunächst geht der Autor auf den geschichtlichen Hintergrund der Mensch - Hund Beziehung ein. Wie war die Beziehung zwischen Menschen und Hunden früher? Wie ist sie entstanden und wie hat sie sich im Laufe der Zeit verändert? Menschen wollen schon immer mit anderen Tieren zusammenleben. Dabei nimmt der Hund eine besondere Stellung ein. Hunde sind Menschen sozial am nächsten. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass Menschen mit ihren Hunden oftmals alles teilen. Häufig sogar das Bett. Weiterhin geht Kurt Kotrschal auf die positiven Auswirkungen einer Mensch - Hund Beziehung ein. Ein Hund bringt Freude ins Leben des Menschen. Außerdem hilft er oftmals als Assistenzhund bei unterschiedlichen Aufgaben im Alltag des Menschen. So kommen Hunde z. B. im Bereich der Pädagogik und der Medizin genauso zum Einsatz wie im Bereich der Spürhunde. Dass der Mensch so gut mit dem Hund zusammenpasst liegt unter anderem daran, dass wir Menschen ein fast identisches soziales Gehirn mit Hunden teilen. Wir fühlen und denken ganz ähnlich.
Gegen Ende des Buches geht Kurt Kotrschal noch auf die dunkle Seite der Mensch - Hund Beziehung ein. Der CO2 Abdruck der Hundehaltung ist nicht zu verleugnen. Auch der Aspekt, dass manche Menschen mit einer Hundehaltung Macht ausüben möchten und manche Tiere leider in falsche Hände geraten, wird erwähnt.
Insgesamt überwiegen allerdings die positiven Auswirkungen der Mensch - Hund Beziehung.
Das Buch ist trotz der wissenschaftlichen Hintergründe gut und verständlich geschrieben. Beispiele aus dem Alltag und Fotos lockern die Texte auf. Besonders gut gefallen hat mir die Übersichtliche Gestaltung. So wird jedes der 6 Kapitel mit einer Seite, auf der eine große Überschrift, ein kurzer Text, worum es in dem jeweiligen Kapitel geht und der Zeichnung eines Hundekopfes ist, begonnen.

Fazit: Die Betrachtung der Mensch - Hund Beziehung mit wissenschaftlichem Hintergrund ist spannend und toll beschrieben. Es war nicht mein erstes Buch des Autors und ich werde mich noch weiter mit diesem tollen Thema beschäftigen. Für mich als Hundehalter ist es immer wieder faszinierend, wie sehr ein Hund das Leben des Menschen positiv bereichert! Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen. Es ist nicht nur für Hundebesitzer interessant!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2024

Ein hilfreiches Buch über das Thema Ängste

Ängste verstehen und überwinden
0

Dr. Doris Wolf vermittelt in ihrem Ratgeber „Ängste verstehen und überwinden“ dem Leser Wissen und Strategien, wie man Ängste besser verstehen und auch überwinden kann.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert. ...

Dr. Doris Wolf vermittelt in ihrem Ratgeber „Ängste verstehen und überwinden“ dem Leser Wissen und Strategien, wie man Ängste besser verstehen und auch überwinden kann.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es zunächst darum, Ängste und deren Entstehung besser zu verstehen. Erst wenn man versteht, wie die Angst entstanden ist und was die Angst aufrechterhält, kann man mit Strategien (oder Medikamenten) die Angst überwinden. Manchmal entsteht ein Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt.
In Teil 2 geht es um Grundsätzliche Strategien der Angstbewältigung und im 3. Teil dann konkret um gewisse Ängste wie z. B. die Platzangst, soziale Phobien, die Panikstörung und noch andere. Im 4. Teil geht es darum eine neue Lebensphilosophie zu entwickeln und wieder ein besseres Leben zu führen.

Der Ratgeber von Dr. Doris Wolf ist klar gegliedert und übersichtlich. So kann man zu gegebener Zeit einzelne Kapitel, die für einen relevant sind, nochmals lesen und durcharbeiten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Klar verständlich vermittelt sie dem Leser wichtig Informationen und Strategien zum Thema Angst. Für mich waren viele neue Erkenntnisse in dem Ratgeber zu finden, die mir im Alltag weiterhelfen. Ich werde das Buch auf alle Fälle noch ein zweites Mal lesen und durcharbeiten. Hilfreiche Tipps werde ich mir notieren und sie dann in bestimmten Situationen ausprobieren. Toll fand ich die ermutigenden Worte, die die Autorin findet. Sie bestärkt den Leser und somit auch mich sich den Ängsten zu stellen und nicht immer nur mit Hilfe von Vermeidungsverhalten das Leben zu gestalten.

Fazit: Ein tolles Buch zum Thema Ängste und die Möglichkeiten diese zu überwinden. Dieses Buch ist auch hilfreich, um Ängste erst gar nicht entstehen zu lassen. Wenn man über den Entstehungsprozess Bescheid weiß, kann man gleich zu Anfang dagegen ankämpfen. Somit kann ich diesen Ratgeber jedem nur ans Herz legen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2024

Herbst 1946 - ein schöner Abschluss der Trilogie

Die Melodie des Aufbruchs
0

Die Melodie des Aufbruchs der Autorin Marion Johanning ist das Finale der Geschichte von Emma und Kurt (Trilogie „Neue Zeiten“). Im Herbst 1946 leben Emma und Kurt zusammen bei Kurts Eltern in der Villa. ...

Die Melodie des Aufbruchs der Autorin Marion Johanning ist das Finale der Geschichte von Emma und Kurt (Trilogie „Neue Zeiten“). Im Herbst 1946 leben Emma und Kurt zusammen bei Kurts Eltern in der Villa. Die Beiden haben Zukunftspläne, die allerdings nicht bei allen Familienmitgliedern auf Akzeptanz stoßen.

Emma und Kurt sind ein sehr sympathisches Paar. Im Laufe der Trilogie sind mir die Beiden sehr ans Herz gewachsen. Umso mehr war ich gespannt, wie es denn nun weitergeht. Mit Kurt habe ich in diesem Band Mitleid. Er versucht es allen recht zu machen, was ihm nur bedingt gelingt. Es ist für ihn ein großer Spagat, immer alles unter einen Hut zu bekommen und allen Erwartungen zu erfüllen. Auch Emma hat es nicht einfach. Ich finde es toll, wie sie sich in ihr neues Aufgabengebiet Sekretärin von Kurt zu sein und ihn bei der Leitung der Hüffenberger Werke zu unterstützen, hineinkniet. Aber nicht bei allen Mitmenschen kommt Emmas Engagement so gut an. Kurzzeitig habe ich für das Paar schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch viele Paare wachsen daran, Probleme gemeinsam zu lösen. Emma fand ich nach wie vor sehr empathisch. Sie hat das Herz am rechten Fleck und versucht ihre Mitmenschen zu unterstützen wo sie nur kann. Ihr liegt das Wohl der Mitarbeiter der Hüffenberger Werke am Herzen. Die Autorin erzählt die Geschichte mit einem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Authentisch berichtet sie von den Problemen der Nachkriegszeit. Gut gefallen hat mir dabei auch der Unterschied zwischen Emmas Familie und der Familie von Kurt. Emmas Familie hat im Krieg so ziemlich alles verloren und muss um ihre Existenz kämpfen. Kurts Familie hatte da mehr Glück. Interessant fand ich auch die Familienkonstellationen in Kurts Familie. Solche Situationen waren zu der damaligen Zeit bestimmt häufig anzutreffen. Ich konnte gut nachvollziehen, dass Emma für eine Weile das Akkordeonspielen ausgesetzt hat. Ihre Erinnerungen an schlimme Ereignisse, die sie mit dem musizieren verknüpft hat, müssen zuerst verarbeitet werden. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie das Akkordeonspielen und musizieren wieder aufnehmen konnte. Wie viel Musik bewirken und bedeuten kann, hat die Autorin sehr gut geschildert. Mit Musik werden einfach sehr viele Emotionen verknüpft. Oftmals ist das Musizieren dabei ein Indikator dafür, wie es um die Gefühlswelt des Musizierenden steht.

Fazit: Marion Johanning ist ein schöner Abschluss der Trilogie gelungen. Das Ende war ganz nach meinem Geschmack. Der 3. Band hat mir genauso wie die anderen beiden Bände viele schöne Lesestunden bereitet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere