Das Herz will, was das Herz will
The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)Alexandria Warwick entführt hier in eine atmosphärische, eisige Fantasywelt, die von Dunkelheit und Gefahr geprägt ist. Die Geschichte dreht sich um Wren, die in einer kargen Welt lebt und sich für ihre ...
Alexandria Warwick entführt hier in eine atmosphärische, eisige Fantasywelt, die von Dunkelheit und Gefahr geprägt ist. Die Geschichte dreht sich um Wren, die in einer kargen Welt lebt und sich für ihre Schwester opfern will und enthält viele klassische Fantasy-Elemente, wie die „Enemies-to-Lovers“-Dynamik und die Verbindung zwischen Sterblichen und Unsterblichen.
Die winterliche Ästhetik und der flüssige Schreibstil schaffen eine dichte Atmosphäre, doch die Handlung ist vorhersehbar, und die Figuren sind klischeehaft. Man kennt alle vorkommenden Elemente bereits aus anderen Fantasy Büchern. Klar man muss das Rad nicht neu erfinden, aber ein bisschen könnte man doch anders machen.
Wren als Protagonistin überzeugt mit ihrer inneren Zerrissenheit und Entwicklung, während Boreas, der Frostkönig, leider etwas eindimensional bleibt. Leider leidet die Geschichte hier und da unter unscharf ausgearbeiteten Weltendetails.
Für Leser die Geschichten mit etwas Neuem suchen wir dieses Buch nicht gerade ansprechend sein, aber alle die alt bewehrtes lesen wollen sind hier genau richtig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ähnlichkeiten zu bekannten Vorlagen auffällig sind und wer innovative Ideen und tiefgründige Charaktere sucht, könnte enttäuscht werden.
Insgesamt ist es jedoch eine unterhaltsame, aber wenig originelle Fantasy-Romance, die sich gut für leichte Lektüre zwischendurch eignet und mich für ein paar Stunden super unterhalten konnte.