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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2025

Zu viel Selbstmitleid

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
1

Auf den ersten Blick hat mir das Buch wahnsinnig gut gefallen. Die Optik des Umschlags und auch der Farbschnitt sind so schön. Leider ist hier aber die Verpackung schöner als der Inhalt, denn man bekommt ...

Auf den ersten Blick hat mir das Buch wahnsinnig gut gefallen. Die Optik des Umschlags und auch der Farbschnitt sind so schön. Leider ist hier aber die Verpackung schöner als der Inhalt, denn man bekommt lediglich eine durschnittliche Fantasygeschichte, die viel mehr Potenzial gehabt hätte. Statt sich mit spannenden magischen Fähigkeiten und einem Wettbewerb auf Leben und Tod zu beschäftigen, geht es unheimlich viel um die Figuren, ihr Selbstbild und ihre Unfähigkeit für Liebesbeziehungen. Die Perspektive springt ständig hin und her, sodass es trotz viel Gefühlduselei eher oberflächlich bleibt.
Mehr gestört hat mich aber tatsächlich die Tatsache, das sich die Figuren wie 13-jährige benommen haben. Unabhängig davon in welchem Alter sie gestorben sind und wie lange sie schon in Blackwood verweilen. Keiner traut sich ehrlich zu irgendwem zu sein und alle tuen sich selbst furchtbar leid, auch wenn sich die meisten selbst für sowas wie Monster halten.
Ich kann mir schon schöneres als ein Leben auf Blackwood vorstellen, aber so viel Gejammer war mir einfach zu viel. Schade, denn die Idee der verschiedenen Trialaufgaben war sehr gut und davon hätte ich auch gern mehr gesehen.
Für mich bleibt es daher bei Teil 1, weil es für mich nicht zum Weiterlesen reicht.

Veröffentlicht am 10.05.2025

Nicht ganz was der Titel verspricht

Schauplätze der Weltliteratur
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Als Freund des geschriebenen Wortes freue ich mich immer über Bücher, die mehr über Hintergründe anderer Bücher erzählen. Egal ob es sich um Werke über Autoren, Bücher oder wie hier um Schauplätze handelt.
Leider ...

Als Freund des geschriebenen Wortes freue ich mich immer über Bücher, die mehr über Hintergründe anderer Bücher erzählen. Egal ob es sich um Werke über Autoren, Bücher oder wie hier um Schauplätze handelt.
Leider hatte ich hier aber etwas anderes erwartet. Ich wollte gerne etwas über die Schauplätze großer Werke lesen. Hintergründe, Bilder, vielleicht eine Antwort auf die Frage, warum ein Autor genau den Schauplatz für seine Lektüre gewählt hat. Bekommen habe ich eine nette Zusammenfassung mehr und auch weniger bekannter Bücher, ihrer Autoren und ein wenig Bildmaterial.
In den Beschreibungen ging es allerdings viel mehr um die Inhalte der Bücher, als um ihre Schauplätze. Nicht verkehrt per se, aber nicht das was Titel oder auch Klappentext suggerieren. Hier wäre eine andere Umschreibung und ein besser gewählter Titel hilfreicher gewesen und hätte sicherlich mehr Lesererwartungen erfüllt. Was die Schauplätze angeht, bin ich auch nach dem Lesen, nicht wirklich schlauer geworden. Schade drum. Ansonst ein Werk was man durchaus lesen kann, aber nicht zwingend gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 14.03.2025

Spannend aber mit Schwächen

Seven Ways to Tell a Lie
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Mit Seven Ways to Tell a Lie greift Autor Colin Hadler die Möglichkeiten moderner Computertechnologie auf, um sie mit Thrillerelemten zu verbinden. Dabei erzäht er die Geschichte einer ehemaligen Clique ...

Mit Seven Ways to Tell a Lie greift Autor Colin Hadler die Möglichkeiten moderner Computertechnologie auf, um sie mit Thrillerelemten zu verbinden. Dabei erzäht er die Geschichte einer ehemaligen Clique Jugendlicher, bei der vor einem Jahr ein Mädchen spurlos verschwand. Durch gefakte Videos wird die Vergangenheit wieder ans Tageslicht gebracht und tief verborgene Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Ich mochte die Idee insbesondere jüngeren Lesern vor Augen zu führen, was für eine Gefahr KI sein. Das nahezu alles vorgegaukelt werden kann und die Menschen unheimlich leicht von generierten Bildern zu überzeugen sind. Trotz der tollen Chancen die KI auf der anderen Seite bietet, sollte man gerade diesen Aspekt niemals aus den Augen verlieren. Daher schonmal ein großes Plus für das Thema.
Auch die Spannung war durchgängig gut, sodass der Thrilleranteil gepasst hat.
Weniger gut haben mir sowohl die meisten Charaktere als auch die komplette Übertreibung gefallen. Mal im Ernst, wie hoch ist die Chance das bei einer Clique von 7 Jugendlichen jeder ein wirklich tiefschürfendes Geheimnis hat. Dabei ist tatsächlich nicht von Banalitäten die Rede, sondern Geheimnissen der Art, wo es schon verwunderlich wäre, wenn es 2 betreffen würde. Von 3 oder mehr oder gar 7 ganz zu schweigen.
Dadurch hat der Autor für mich weit über das Ziel hinaus geschossen. Schade, denn die Idee war super und auch der Schreibstil hat für mich gepasst.

Fazit:
Leider zu viel des Guten.

Veröffentlicht am 13.03.2025

Zu viel des Guten

Lehrerkind
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Ich mag Bastian Bielendorfer grundsätzlich gern. Daher war ich auch neugierig was er als Schreiberling so zu bieten hat. Leider muss ich sagen, das mir seine Auftritte deutlich besser gefallen. In Lehrerkind ...

Ich mag Bastian Bielendorfer grundsätzlich gern. Daher war ich auch neugierig was er als Schreiberling so zu bieten hat. Leider muss ich sagen, das mir seine Auftritte deutlich besser gefallen. In Lehrerkind reiht sich ein Gag an den nächsten. Statt gut gesetzten Pointen gibt es Dauerbeschallung. Das nimmt selbst guten Gags einfach etwas vom Witz, was sehr schade ist. Denn der ein oder andere Satz ist wirklich lustig.
Hier muss ich nach der Lektüre aber ganz klar sagen, das nicht bei allem das Buch besser ist. Als Unterhaltung fürs Bahnfahren zum Beispiel nebenbei und in einzelnen Häppchen okay, für gemütliche Stunden auf der Couch nicht das Richtige.

Veröffentlicht am 14.12.2024

Es fehlt ein bisschen was

Meck und Schneck. Meck ist weg!
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Meck und Schneck sind auf den ersten Blick wirklich niedlich.
Besonders die Schnecke gefällt mir optisch wirklich gut. Beim Kind kam die Geschichte aber leider trotzdem nicht so gut an. Es fehlte an Illustration ...

Meck und Schneck sind auf den ersten Blick wirklich niedlich.
Besonders die Schnecke gefällt mir optisch wirklich gut. Beim Kind kam die Geschichte aber leider trotzdem nicht so gut an. Es fehlte an Illustration auf den meisten Seiten, sodass es hier wenig zu entdecken gab. Okay für mich als Erwachsene, eher langweilig für Kinder in dem Alter. Dadurch wurden hier sogar zwei Anläufe gebraucht um das Buch bis zum Ende anzuschauen.
Schön fand ich aber, das beide trotzdem in jeder Szene zu sehen waren. So konnte man den verschwundenen Meck immer selbst suchen. Das macht den Kleinen natürlich immer Spaß. Etwas mehr Ausgestaltung hätte dem Werk aber besser getan.

Die Geschichte selbst ist ganz nett, aber nichts was mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Gut gefallen haben mir dagegen das Format und die Griffigkeit des Buches. Prima für Kinderhände geeignet.