Der Grüffelo ist bei so ziemlich allen Kindern eher absolute Dauerbrenner. Seit ich im Kindergarten Arbeite musste ich ihn wahrscheinlich schon an die 10000 mal vorlesen und mittlerweile kenne ich ihn ...
Der Grüffelo ist bei so ziemlich allen Kindern eher absolute Dauerbrenner. Seit ich im Kindergarten Arbeite musste ich ihn wahrscheinlich schon an die 10000 mal vorlesen und mittlerweile kenne ich ihn auswendig. Das mindert meine Begeisterung für dieses Buch allerdings nicht. Die Geschichte von der kleinen Maus die die Tiere austrickst um sich zu schützen ist absolut genial und das die Geschichte in Reinform erzählt wird finde ich grenzgebnial. Ich habe ihn tausend mal vorgelesen und lese ihn jedes Mal aufs Neue unheimlich gerne wieder.
Ich bin ein riesen Fan von Daniel Glattauer und auch mit diesem Buch konnte er mich total überzeugen.
Die Geschichte ist ebenso spannend wie bewegend. Mit großem Fingerspitzengefühl entwirft ...
Ich bin ein riesen Fan von Daniel Glattauer und auch mit diesem Buch konnte er mich total überzeugen.
Die Geschichte ist ebenso spannend wie bewegend. Mit großem Fingerspitzengefühl entwirft Glattauer hier die Karikatur einer von Foyerismus geprägten, sensationslüsternen Gesellschaft die sich ohne Rücksicht auf Verluste ins immer extremere steigert.
Nach einem tragischen Badeunfall bei dem ein junges Mädchen das ursprünglich aus Somalia stammte ertrunken ist bleiben die Angehörigen, sowie die Familien die das Mädchen mitgenommen hatten vor einem trümmerhaufen zurück.
Sophie Luise, die Tochter der einen Familie, die angeregt hatte Ayana ihre Schulkollegin mitzunehmen flüchtet sich in einen zwielichtigen Chat mit jemandem den sie eigentlich gar nicht kennt, die Erwachsenen versuchen sich außergerichtlich zu einigen, was allerdings nicht klappt. Was sich daraus entwickelt ist eine Katastrophe die so wohl niemand vorhersehen konnte.
Dieses Buch hat mich gleich auf mehreren Ebenen verblüfft und begeistert. Schon nach den ersten Sätzen war ich total in den Bann dieses Buches gezogen. Es werden verschiedene Arten von Traumaverarbeitung ebenso in die Handlung miteingeflochten als auch der Mediale Hype um "bewegende Schicksale" und die Doppelmoral wenn es darum geht das Menschenrecht auf Gleichheit zu beachten.
Sehr interessant fand ich das Glattauer hier ein Mittel wählt das wirklich sehr wirksam ist. Immer wieder wird die Handlung durch Posts in Social Media Foren von außenstehenden Kommentiert und durch diskusionen von am vorfall unbeteiligten, jedoch ihre eigene Meinung und Absicht zum Vorfall verbreiteten Menschen, erweitert. Das hat mir gut gefallen da es damit noch eine andere Ebene gab und dem Buch ein sehr interessanter Handlungsstrang mit ordentlichem Potential für Kritik an der Sensationssucht der Mendien und der öffentlichen Wahrnehmung von anderen hinzugefügt wurde.
Als großer Daniel Glattauer Fan war ich wieder einmal begeistert von seinem Scharfsinn, seiner Fähigkeit gesellschaftliche Probleme zu sezieren ohne zu moralisieren und den Leser sowohl durch sein großes Fingerspitzengefühl als auch durch seinen Scharfsinn in die Handlung hineinzusaugen und nicht mehr loszulassen.
Die Autorin erzählt hier die Geschichte einer Familie und gleichzeitig einen wichtigen, sowie schmerzhaften Teil der Geschichte Vietnams.
Der Leser verfolgt die Lebenswege von Hu'o'ng die bei ihrer ...
Die Autorin erzählt hier die Geschichte einer Familie und gleichzeitig einen wichtigen, sowie schmerzhaften Teil der Geschichte Vietnams.
Der Leser verfolgt die Lebenswege von Hu'o'ng die bei ihrer Großmutter in Hanoi aufwächst nachdem ihr Vater im Krieg verschwunden ist und ihre Mutter sich aufgemacht hat ihn zubsuhen. Hu'o'ng brennt darauf die Geschichten ihrer Familie zu hören die ihre Großmutter ihr erzählt. So erfährt man einiges über die Geschichte Vietnams, die Landreform, den Krieg und vieles mehr.
Hu'o'ng, die in einer Familie aufwächst die von großer Trauer gebeutelt aber auch von großem Zusammenhalt innerhalb der Familie geprägt ist wird immer wieder von Leid gebeutelt doch die Frauen der Familie haben beschlossen nicht aufzugeben und für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen.
Der Roman hat mir ein Kapitel der Geschichte erzählt das ich bisher nur aus der Sichtweise der Amerikaner kannte bzw auch aus Sichtweise derjenigen Amerikaner die gegen diesen Krieg demonstrierten. Was allerdings in der Geschichte Vietnams alles geschehen ist war mir völlig unbekannt.
Dieses Buch hat mir einen interessanten, berührenden, teilweise sehr aufwühlenden Einblick in ein mir bisher unbekanntes Thema gegeben. Der Schreibstil war toll und Hu'o'ng war eine Protagonistin voller Kraft, Durchhaltevermögen und Ausdauer was mich angesichts dessen was sie und ihre Familie durchmachen mussten sehr beeindruckt hat.
Die Widmung im Buch hat mich auch sehr berührt. Die Autorin hat das Buch ihren Familienmitgliedern gewidmet die Opfer der Hungersnot, sowie der Landreform und des Vietnamkrieges wurden.
Meine künstlerische Entwicklung wurde nicht nur von Weltliteratur vorangetrieben,sondern ganz wesentlich auch von Abfall, von Hingeschmiertem und Verworfenem. Es wäre ein Fehler, das eine gegen das andere ...
Meine künstlerische Entwicklung wurde nicht nur von Weltliteratur vorangetrieben,sondern ganz wesentlich auch von Abfall, von Hingeschmiertem und Verworfenem. Es wäre ein Fehler, das eine gegen das andere auszuspielen, denn das eine ersetzt nicht das andere. Wichtig sind die vielen Wechselwirkungen aus Alltagsschreiben und Literatur. " s. 131
Arno Geiger hat mich schon mit dem Roman "Der alte König in seinem Exil" in dem er die Demenzerkrankung seines Vaters zum Thema macht sehr beeindruckt. Auch in seinem neuesten Werk in dem er seinen Werdegang sowohl als Autor als auch als Privatperson beschreibt findet sich seine Begabung mit viel Fingerspitzengefühl und vielen leisen untertönen zu berühren.
Seine Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge, alles schildert er ohne Wehnut und Verbitterung, gesteht Fehler offen ein und spricht von einer Zeit als er völlig unbekannt durch die Straßen wanderte, das ein oder andere Buch aus dem Müll fischte, von seinen Liebschaften, seinem ersten Erfolg sowie seinen nicht so großen Erfolgen.
Ich finde Arno Geigers Schreibstil wirklich toll, durfte ihn auch schon bei einer Lesung seines Romans "Selbstporträt mit Flusspferd" sehen und bin fasziniert von seiner ruhigen Art tiefgründige Geschichten zu erzählen in denen die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle mit viel Feingefühl und Empathie aufgeboten wird und auf suptile Weise die menschliche Existenz hinterfragt und aufs wesentliche untersucht wird.
Monika Häuschen ist einfach nur großartig. Zusammen mit ihren Freunden dem Regenwurm Schorsch und dem Gänserich Herr Günther entdeckt sie so alle möglichen kuriosen Fakten über die Tierwelt. Sie lernen ...
Monika Häuschen ist einfach nur großartig. Zusammen mit ihren Freunden dem Regenwurm Schorsch und dem Gänserich Herr Günther entdeckt sie so alle möglichen kuriosen Fakten über die Tierwelt. Sie lernen immer neue Freunde kennen die ihnen etwas über sich erzählen und natürlich dürfen sowohl die streigespräche von Herrn Günther und Schorsch ebensowenig fehlen wie Herrn Günther Schlaubergervorträge darüber was und wen er auf seinen langen und lehrreichen Reisen nicht alles gesehen hat. Wie immer sind die drei ein absoluter Hit und alles was mit Monika Häuschen zu tun hat klappt einfach