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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Tiefgründig

Blumen im Schuh
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Elisabeth steht nach einem beruflichen Misserfolg und dem Ehebruch ihres Mannes vor den Trümmern ihres Lebens. Zuflucht sucht sie bei ihrer Schwägerin, die komplett das Gegenteil von ihr ist. Aber genau ...

Elisabeth steht nach einem beruflichen Misserfolg und dem Ehebruch ihres Mannes vor den Trümmern ihres Lebens. Zuflucht sucht sie bei ihrer Schwägerin, die komplett das Gegenteil von ihr ist. Aber genau diese Mischung hilft ihr zu sich selbst zu finden und neu zu erfinden.
Mit vielen Denkanstößen taucht der Leser in eine wunderbare Geschichte ein. Der bildliche Schreibstil sowie die authentische und vielschichtige Beschreibung der Charaktere zeigt eine abwechslungsreiche Handlung mit Höhen und Tiefen, wobei Tabu-Themen auch nicht ausgespart werden. Ich habe manchmal das Gefühl gehabt, mitten in der Handlung dabei zu sein. Der sprachliche Schlagabtausch zwischen den zweien ist humorvoll wie emotional zugleich. Akzeptanz, die Suche nach sich selbst und Narzissmus sind dabei zentrale Themen, ohne dabei jedoch die Leichtigkeit zu verlieren und schwer zu wirken. Eine rundum gelungene tiefgründige Geschichte.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2025

Alles sicher aus einer Hand!

Die Telefonistinnen - Verbindungen fürs Leben
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Die Nachkriegszeit hat viele auf ein besseres Leben als während des Krieges hoffen lassen. Nadine Schojer hat dieses Stimmungsbild wunderbar in ihrer Trilogie „Die Telefonistinnen“ eingefangen. Nicht nur ...

Die Nachkriegszeit hat viele auf ein besseres Leben als während des Krieges hoffen lassen. Nadine Schojer hat dieses Stimmungsbild wunderbar in ihrer Trilogie „Die Telefonistinnen“ eingefangen. Nicht nur auf der Arbeit, sondern auch privat begleitet der Leser die vier Freundinnen. Jede hat ihr Päckchen zu tragen und entwickelt sich im Laufe der Trilogie weiter. Sie stützen sich gegenseitig, motivieren sich und kämpfen um ihre Zukunft. Träume werden verwirklicht und privates Glück gefunden.
Ein warmherziger, bildlicher Schreibstil lässt den Leser die Geschichte rund um „Die Telefonistinnen“ eher als Freundin begleiten. Nebenschauplätze und Persönlichkeiten werden tiefgründig beschrieben. Humorvolle Passagen fehlen genauso wenig wie ernsthafte. Eine tolle Trilogie, die mir sehr viel Spaß gemacht hat zu lesen und die ich sehr gerne weiterempfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.01.2025

Wunderbar

Degrees of Engagement
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Familie und Freunde sind für Bianca sehr wichtig. Für sie lässt sie alles stehen und liegen. Aber als diese gerade am Tag ihrer Dissertationsverteidigung nicht zu ihrer Party kommen, um mit ihr den Erfolg ...

Familie und Freunde sind für Bianca sehr wichtig. Für sie lässt sie alles stehen und liegen. Aber als diese gerade am Tag ihrer Dissertationsverteidigung nicht zu ihrer Party kommen, um mit ihr den Erfolg zu feiern, ist Bianca nicht nur enttäuscht, sondern auch sehr verletzt. Xavier und Bianca sind sich während des Studiums immer wieder begegnet und haben sich gegenseitig zum Erfolg motiviert. Er versteht ihre Verletzungen und macht den Vorschlag einer Fake-Verlobung.
Der bildliche Schreibstil ist wunderbar angenehm zu lesen und man hat keine Startschwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Emotional mit der nötigen Tiefe werden Biancas Gefühle beschrieben. Die Geschichte wird aus Biancas und aus Xaviers Perspektive erzählt, ohne das dies den Lesefluss stört. Man taucht in die magische Welt der beiden ein und möchte diese am liebsten nicht mehr verlassen. Die Autorin hat mich in das New Aduld / RomCom Genre entführt, dass ich normalerweise nicht lese. Aber es ist ihr gelungen mich zu fesseln, faszinieren und zu überzeugen. Die Entwicklung der einzelnen Personen sowie die Gefühle mitzuverfolgen hat mir sehr viel Spaß gemacht und der Roman zählt jetzt schon zu meinem Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Unsichtbar

Das Glaskind
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Wie schwer es Kinder haben, deren Geschwister mehr Aufmerksamkeit benötigen, beschreibt die Autorin Stefanie Gregg perfekt in diesem Roman.
Maya, eine erfolgreiche Ärztin für Frühchen, musste sich schon ...

Wie schwer es Kinder haben, deren Geschwister mehr Aufmerksamkeit benötigen, beschreibt die Autorin Stefanie Gregg perfekt in diesem Roman.
Maya, eine erfolgreiche Ärztin für Frühchen, musste sich schon früh um den autistischen Bruder Tobi kümmern. Dass diese Hilfe von den Eltern als selbstverständlich angesehen und sogar eingefordert wurde, ist selbst für Maya als Glaskind irgendwann zu viel.
Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen. Der Leser bekommt durch Rückblicke einen tollen Einblick in die Kindheit von Maya, ihre Gefühlswelt und die Selbstverständlichkeit der Mutter. Maya wird einfach nicht als ein Kind, das auch Gefühle und Probleme hat wahrgenommen (Glaskind). Ihr an Autismus erkrankte Bruder stand immer im Vordergrund.
Dieser Roman ist sehr bewegend und tiefgründig. Die autistische Erkrankung sowie deren medizinische Erklärung fügt sich wunderbar in die Erzählung ein. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch eine noch tiefgründiger Beschreibung der Gefühlswelt gewünscht. Hervorheben möchte ich aber diese wunderbare Darstellung und Beleuchtung der familiären Beziehung und Abhängigkeiten untereinander. Insgesamt ein berührender und lesenswerter Roman, der mich an manchen Stellen sehr zum Nachdenken angeregt hat und mich noch langen in Gedanken begleiten wird. Ein tiefgründiges Lesehighlight, dass Lust auf mehr Romane von Stefanie Gregg macht.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Witzig und einfallsreich

Widder Willi will aber!
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Woher Sprichwörter, wie zum Beispiel „über den eigenen Schatten springen“ stammen, wissen Kinder teilweise nicht. Die Idee, dieses Sprichwort in einem Buch zu verarbeiten, ist nicht nur gelungen, sondern ...

Woher Sprichwörter, wie zum Beispiel „über den eigenen Schatten springen“ stammen, wissen Kinder teilweise nicht. Die Idee, dieses Sprichwort in einem Buch zu verarbeiten, ist nicht nur gelungen, sondern auch wunderbar anschaulich illustriert. Widder Willi hat eine Trotzphase und möchte eigentlich alles bestimmen. Das er damit aber weder in der Gemeinschaft noch innerhalb der Familie durchkommt, ist für ihn völlig unverständlich. Bis er den Steinbock Hörnchen trifft, der auch mit der Kein-Bock-Phase aneckt. Gemeinsam lernen die zwei ihre Emotionen in den Griff zu bekommen und damit umzugehen. Zentrale Themen in diesem Buch, wie Familie, Persönlichkeitsentwicklung und Freundschaft, werden wunderbar altersgerecht und witzig transportiert. Die farbigen Illustrationen passen perfekt zur Botschaft. Die hervorgehobenen Textstellen laden den Vorleser zu einer bestimmten Betonung beim Lesen ein, wodurch dieses Buch noch mal eine besondere Bedeutung bekommt. Ein schönes Lese-Erlebnis mit besonderer Botschaft, das uns sehr gefallen hat.

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