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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

unterhaltsamer und solider Krimi

Nur ein Sterbenswort
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Dies ist der erste Fall für die Strahlsunder Kommissarin Meike Masur, die frisch nach Stuttgart gezogen ist. Denn die Schauspielstudentin Katie wird ermordet in ihre Wohnung aufgefunden. Wer hatte ein ...

Dies ist der erste Fall für die Strahlsunder Kommissarin Meike Masur, die frisch nach Stuttgart gezogen ist. Denn die Schauspielstudentin Katie wird ermordet in ihre Wohnung aufgefunden. Wer hatte ein Motiv? Die Ermittlungen führt sie an die Schauspielschule und an den Set einer erfolgreichen Serie, in der Katie eine heißumkämpfte Sprechrolle hatte. Hat es etwas mit dem Unidozenten zu tun, der angeblich für gefragte Rollen gewisse >Gefälligkeiten< erwartet?...

Die Autorin hat hier die Kommissarin Meike und Ihr Kollege Severin sehr glaubhaft dargestellt. Aber auch die Charakteren in Katies Umfeld wurden detailliert beschrieben, so das dies die richtige Tiefe ergab. Ihr ist es sehr gut gelungen einen Einblick der menschliche Abgründe - wie emotionale Abhängigkeit und Manipulationen näher zu bringen. Eigentlich eine sehr spannende Story, doch der Spannungsbogen wurde teilweise abgebremst durch die zu viele Informationen aus Meikes Privatleben - insbesondere das Verhältnis zu ihrem Vater. Weniger funktionierte hier auch der Versuch ein schwäbischer Lokalkolerit einzubringen, durch die humorvollen schwäbischen Dialogen, die für ein ernstzunehmenden Krimi nicht so richtig passten.
Trotzdem hat mir der Krimi sehr gut gefallen und unterhalten. Was will man mehr?

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Freundschaftsdienst - Sterbehilfe?

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
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In diesem Buch geht es um die Freundinnen Helene und Marlene, die nicht unterschiedlicher sein können. Beide haben ihre wilden Studienjahre zusammen verbracht. Danach haben sich zwar erst ihre Wege getrennt, ...

In diesem Buch geht es um die Freundinnen Helene und Marlene, die nicht unterschiedlicher sein können. Beide haben ihre wilden Studienjahre zusammen verbracht. Danach haben sich zwar erst ihre Wege getrennt, aber die Freundschaft ist bestehen geblieben.
Während Helene Ärztin geworden ist und eine eigene Praxis eröffnet, geheiratet und eine Tochter bekommen hat , ist Marlene in die USA gezogen, geheiratet und sich später wieder scheiden lassen. Dann hat sie zum zweiten Mal geheiratet und ist mit ihrem neuen Mann total glücklich. Doch dann wird sie durch eine schreckliche Diagnose, Krebs total aus der Bahn geworfen. Mittlerweile ist auch Helene ihre behandelnde Ärztin. Ihre Freundschaft wird auf dem Prüfstand gestellt, als Marlene mit einer verzwickten Bitte an sie herantritt...

Hier spricht die Autorin ein sensibles Thema von Sterbehilfe an, welches schon seit einigen Jahren zu kontroversen Diskussionen führt. Bei diesem Thema kann die Autorin aus ihren eigenen reichhaltigen Erfahrungen als promovierten Ärztin zurückgreifen. Nur unter gewissen Umständen ist eine assistierter Suizid für den Arzt straffrei. Der Selbstbestimmte Tod ist leider nur in einigen Ländern, so wie in der Schweiz erlaubt. In Deutschland ist er aber noch verboten.
Die Autorin hat hier diese Geschichte mit der Krebserkrankung sehr einfühlsam und mit Feingefühl geschildert. Zum Ende hin hat sie einen alternativen Weg gewählt, ohne eine Form der Sterbehilfe, so das der Konflikt und die Antwort auf den assistierten Suizids offen blieb.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da es mich wieder zum Nachdenken gebracht hat über den Tod, das würdige Sterben und was die Sterbebegleitung für mich bedeutet.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

zweite Fall für das ungleiche Ermittler-Duo

Die Brandung – Leichenfischer
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Die Archäologin Fria Svensson findet bei einer Ausgrabung eine Frauenleiche, die eindeutig nicht aus der Wikingerzeit stammt. Dieser Fall zeigt Parallelen zu einem anderen Fund, den der Kommissar Ohlson ...

Die Archäologin Fria Svensson findet bei einer Ausgrabung eine Frauenleiche, die eindeutig nicht aus der Wikingerzeit stammt. Dieser Fall zeigt Parallelen zu einem anderen Fund, den der Kommissar Ohlson in Flensburg bearbeitet, Da dieser Leichenfund nach einem Wikinger Ritual beerdigt wurde, gibt die dem Kommissar Hinweise, die vielleicht auf die Spur des Mörders führen könnten...

Dies ist der zweite Fall aus Der Brandung-Reihe, in dem das ungleiche Ermittler-Dou Fria Svensson auf der dänischen Seite und Kommissar Ohlsin auf der deutschen Seite ermittelt. Fria hat damals ihre Ausbildung bei der Polizei abgebrochen und sich der Archäologie zugewandt, während Ohlson eher der geradlinige Polizist ist, der auf reine Fakten seine Fälle löst. Diese aktuelle Fälle sind sehr ungewöhnlich, da die Leichen nach einem Wikinger Ritual beerdigt sind und dies zu ihrem Spezialgebiet gehört. Zusammen an diesen Fällen zu arbeiten kann nur zum Vorteil sein, da Beide einen anderen Blickwinkel darauf haben und so schon auf dem richtigen Weg sind.
Die Beschreibung ihrer Tätigkeit im Museum sind sehr interessant und überbrücken somit die zähen Ermittlungsarbeiten, die etwas von der Spannung nehmen.
Mir hat dieser Krimi, der über die deutschen und dänischen Grenzen drüber hinaus sich abgespielt hat, sehr gut gefallen, auch wenn er nicht ganz so spannend wie das erste Band war.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

wenn Altlasten einen erdrücken

A Beautiful Scandal
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In diesem zweiten Band geht es mit der Schauspielerin Sam weiter, die in der Soap-Serie Silver Line mitspielt. Da sie das Beziehungsaus mit dem Schauspielerkollegen so hinnehmen muss und von zu Hause aus ...

In diesem zweiten Band geht es mit der Schauspielerin Sam weiter, die in der Soap-Serie Silver Line mitspielt. Da sie das Beziehungsaus mit dem Schauspielerkollegen so hinnehmen muss und von zu Hause aus unter immensen Druck steht, verursacht sie unter Alkoholeinfluss ein Unfall. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen nimmt sie sich eine Auszeit und checkt unter falschen Namen in ein kleines Hotel auf der Insel Isle of Skye ein. Dort trifft sie auf den Autor Rory, mit dem sie sich sofort gut versteht. Da sie sich sicher ist, ihn nie wieder zu sehen, verbringt sie eine Nacht mit ihm. Wenn sie sich da nicht getäuscht hätte...

Die Autorin beschreibt hier im zweiten Band, dass auch heute noch weibliche Darstellerinnen in Filmen und Serien oftmals nur als schmückendes Beiwerk dienen und teilweise Rücksichtslos ausgenutzt werden.
Die Geschichte von Sam und Rory wird aus deren wechselnden Perspektive erzählt, so dass man sie besser kennen lernen kann und ein Einblick in deren Gefühlswelt bekommt. Beide lernen sich zu einem Zeitpunkt kennen, in denen ihre Gemüter aufgewühlt sind. Obwohl sie beide ein Päckchen zu tragen haben, fühlen sie sich zusammen wohl, haben aber Angst, über ihre Probleme offen zu sprechen.
Doch je länger sie später zusammen arbeiten, wird ihnen klar, das sie eigentlich das Selbe für die Serie wünschen. Aber was jetzt daraus geworden ist, sie nicht mehr gut finden. Jedoch müssen sie erst ihren Ballast zuwenden und aufarbeiten, bevor sie ihre Liebe eine Chance geben können.
Mir hat diese gefühlvolle Liebesgeschichte zwischen Sam und Rory, in Kombination mit den ernsten Themen, sehr gut gefallen. Zumal man ein guten Einblick in so einem Schauspieler-Leben innerhalb so einer Serie erhaschen konnte.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

witzige Pistenerlebnisse

Sonne, Schnee und Märchenprinzen
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In dieser Geschichte, in den 90er geht es um den schüchternen 18-jährigen Martin- Eigentlich wollte er nach seinem Schulabgang Journalist werden, stattdessen hockt er in einem Büro einer Heizungsfirma. ...

In dieser Geschichte, in den 90er geht es um den schüchternen 18-jährigen Martin- Eigentlich wollte er nach seinem Schulabgang Journalist werden, stattdessen hockt er in einem Büro einer Heizungsfirma. Zu allem Überfluss hat er überhaupt kein Plan von Heizungen und sein Chef ist ein notorischer Choleriker. Bei dessen nächsten Ausbruch hat Martin die Faxen dicke und kündigt. Da es gerade Winter ist, nimmt er vorübergehend den Job als Skilehrer an. Sein neuer Chef Manfred weiß, das er sehr gut Ski fahren kann, so das er nur noch ein Lehrgang mitmachen muss.
Was er dann so alles auf der Piste mit seinen Schülern, vor allen mit den weiblichen so alles erlebt, ist teilweise sehr amüsant, aber auch schon hart an seine Grenzen. Denn hier kommt seine Schüchternheit besonders zu Geltung, auch die Unwissenheit, wie er mit den Frauen flirten kann. Etwas überfordert ist er mit denen, die in sehr heftig anbaggern, aber nach gewissen Zeit meistert er dies auch souverän und für die unbegabten Skischüler findet er dann auch immer aufmunternde Worte, so das er im Ganzen viel lockerer wirkt. Nur mit ein paar Kollegen wird er nicht so richtig warm. Dann wird er gleich von drei Frauen umschwärmt. Darunter ist auch Niki, die den Skilift bedient, aber nur Freundschaft mit ihm haben möchte und sein Gefühlschaos ist perfekt. Wenn da nicht immer wieder Niki im Vordergrund seiner Gedanken wäre...

Der Autor schreibt hier eine sehr turbulenten Winterroman, in denen die teilweisen heftigen und amüsierenden Pistenerlebnisse beschrieben werden. Hierbei kann man sehr gut feststellen, dass er sich mit dem Metier eines Skilehrers und auch dem Skifahren sehr gut auskennt. Auch wenn Martin zu Anfang seine Startschwierigkeiten hatte, so hat er zum Ende hin doch sein happy-End bekommen.
Mir hat dieser winterlichen Pistengaudi mit dem erst schüchternen Martin sehr gut gefallen.

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