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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2025

Da wäre deutlich mehr drinnen gewesen

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch der Klappentext klang ansprechend und spannend. Daher war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Leider wurden meine ...

Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch der Klappentext klang ansprechend und spannend. Daher war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Das Buch spielt in der Fantasiewelt Viridia, die leider für mich bis zum Schluss nicht wirklich greifbar war. Dies liegt vor allem an den doch eher spärlichen Beschreibungen der Welt. Die Autorin hat sich leider nicht die Mühe gemacht und die Welt zu durchdenken und zu beschreiben, sondern streut nur vereinzelte Brocken über die Geschichte und die Geografie Viridia ein. Sehr schade, denn für mich gehört zu einem gelungenen Fantasiebuch auch eine durchdachte Umgebung dazu.
Auch bezüglich der Charaktere hat sich es Autorin Tracy Banghart eher leicht gemacht. Ihre Beschreibungen der Schwestern Nomi und Serena sind zwar noch halbwegs akzeptabel, aber die meisten Nebencharaktere blieben für mich flache Gestalten ohne Tiefgang.
Die Geschichte selbst fand ich sehr interessant und fesselnd, wenn auch an vielen Stellen durchschaubar und vorhersehbar. Manche Dinge kamen mir auch aus anderen Büchern bereits bekannt vor. Dies passiert, aber natürlich immer wieder, vor allem wenn man viele Bücher aus dem gleichen Genre liest. In den meisten Fällen kann ich über den Punkt hinwegsehen, wenn die Charaktere und die Fantasiewelt vernünftig herausgearbeitet wurden.
Nomi und Serena waren für mich zu Beginn der Geschichte zwei interessant Charaktere, von denen ich mir viel erwartet habe. Vor allem in Nomi habe ich meine Hoffnungen gesetzt und ihr sturer, nicht angepasster Charakter hat mir gut gefallen. Leider hat sich dies sehr schnell geändert. Nomis Stärke verblasste über die Zeit immer mehr und sie wurde zu einem Spielball des Thronfolgers und seines Bruders. Gerade ihr hätte ich mehr Verstand und Skepsis gegenüber den höfischen Spielen zugetraut.
Das Thema Feminismus und Unterdrückung von Frauen ist allgegenwärtig, wenn auch sehr einfach gehalten und teilweise ein wenig klischeehaft. Dies kann ich der Autorin aber dahin gehend verzeihen, da es sich hierbei ja um ein Jugendbuch handelt und das empfohlene Lesealter bei 14 Jahren liegt.
Leider wird auch dieses Thema ein wenig zunichte gemacht, in dem beide Schwestern sich in mehr oder weniger kürzester Zeit in einen Mann verlieben bzw. sich von ihm abhängig machen. Die Stärke der beiden geht dadurch ein wenig verloren.
Meiner Meinung nach hat Autorin Tracy Banghart einiges an Potential ungenutzt gelassen und hätte aus der Geschichte und vor allem aus Serena und Nomi mehr machen können. Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte gefesselt und ich werde definitiv auch noch den zweiten Teil lesen.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Ganz nett, aber leider nicht mehr als das

Der Strickladen am Meer - Hollywell Hearts 3
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Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den abschließenden Band der Hollywell Hearts Serie. Das Buch selbst ist in sich abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen/gehört ...

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den abschließenden Band der Hollywell Hearts Serie. Das Buch selbst ist in sich abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen/gehört werden. Dies war bei mir zum Beispiel auch der Fall. Allerdings muss ich einräumen, dass ich dieses Vorgehen nur bedingt empfehlen kann.
Gerade zu Beginn des Buches habe ich mir sehr schwer getan die handelnden Personen, vor allem Graces Freundinnen auseinander halten zu können. Dies wäre sicher deutlich einfacher gewesen, wenn ich die beiden vorhergehenden Bücher gelesen hätte. Mit der Zeit bin ich aber in die Geschichte hineingewachsen und die Autorin hat auch immer wieder Informationen aus den ersten beiden Teilen einfließen lassen.
Im Großen und Ganzen habe ich die Geschichte als ganz nett empfunden, allerdings fand ich sie nicht besonders originell oder fesselnd. Über lange Zeit dümpelt alles so ein wenig vor sich hin, das Ende der Geschichte ist vorhersehbar und es dreht sich alles immer ein wenig im Kreis. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Grace und Elliot erzählt. Ein mittlerweile gängiges Stilmittel, wobei in diesem Fall, beide Parteien von der gleichen Sprecherin, nämlich Lisa Rauen gelesen werden. Die Stimme der Sprecherin hat mir persönlich zugesagt und ich werde gerne wieder zu einem Buch greifen, dass von ihr eingesprochen wurde.
Zu Beginn der Geschichte waren mir eigentlich beide Hauptpersonen sehr sympathisch und ich hatte mich darauf gefreut, zu erfahren über welche Irrungen und Wirrungen die beiden ihre Liebe zueinander finden. Leider hat sich dieses Gefühl im Laufe des Buches verabschiedet und vor allem Grace hat mich immer mehr zu nerven angefangen. Ihre Abneigung gegen Ärzte, ihr Beharren auf Homöopathie und ihre etwas weinerliche Art waren einfach zu viel für mich.
Den Titel finde ich nach Abschluss des Buches ein wenig irritierend. Denn eigentlich geht es die ganze Zeit im Buch ums Häkeln und nicht ums Stricken, daher wäre „Der Häkelladen am Meer“ für mich stimmiger und passender gewesen. Prinzipiell hatte ich an einigen Stellen Schwierigkeiten mit dem Wording. Für mich war es nicht 100 Prozent stimmig, dass das Buch zwar in England spielt aber an vielen Stellen doch sehr bundesdeutsche Ausdrucke verwendet wurden.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erwartet und erhofft hatte. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu anspruchsvoll und zu verwöhnt von anderen Autorinnen.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Streiten gehört zum Leben

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt
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Die Autorin und ihre artgerecht Bücher sind mir zwar ein Begriff, aber bis dato habe ich keines der Bücher gelesen, da die Meinung doch stark auseinander gehen. Das Nicola Schmidt jetzt aber auch ein Bilderbuch ...

Die Autorin und ihre artgerecht Bücher sind mir zwar ein Begriff, aber bis dato habe ich keines der Bücher gelesen, da die Meinung doch stark auseinander gehen. Das Nicola Schmidt jetzt aber auch ein Bilderbuch herausgebracht hat, hat mich dann doch neugierig gemacht.
Die Grundsatzidee ein Bilderbuch für die Kleinen zum Thema Streiten zu machen, finde ich sehr gut. Denn das es früher oder später einmal Streit geben wird, ist klar, dies lässt sich ja nicht wirklich vermeiden. Und gerade hier finde ich es besonders wichtig den Kindern zu helfen, auf vernünftige und zufriedenstellende Art und Weise das Problem zu lösen. Also eigentlich sehr gute Grundvoraussetzungen.
Leider habe ich bereits nach ein paar Seiten gemerkt, dass die Botschaft zwar sehr gut und wichtig ist, mir persönlich die Umsetzung aber nur mäßig gefällt. Die Zeichnungen sind eigentlich schön gemacht, wenn auch für meinen Geschmack ein wenig zu schreiend. Manche Tiere habe ich erst auf den zweiten Blick erkannt, gerade die Hirsche fand ich nicht besonders gut getroffen. Ich denke, dass es meinem Sohn da nicht anders gehen wird.
Die Gründe, warum die Tierkinder streiten, waren alle nachvollziehbar und sind gerade für kleine Kinder wirklich aus dem Leben gegriffen. Leider finde ich die Texte nicht besonders ansprechend und es macht mir keinen Spaß sie vorzulesen. Ich kann schwer in Worte fassen, warum dies der Fall ist, aber irgendwie klingt es für mich zu gestellt und gekünstelt.
Das Nachwort richtet sich dann eher an die Erwachsenen und hier werden noch einmal die wichtigsten Strategien zusammengefasst, wie man am besten Streit Kindern schlichtet, bzw. wie man die Kinder anleitet, dies selbst zu machen.
Ich habe in dem Buch einiges gelernt und werde versuchen so gut es geht alles bei meinem Kind umzusetzen. Ich denke aber nicht, dass dies ein neues Lieblingsbuch meines Sohns und mir werden wird.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Die Bibliothek die die Welt zusammen hält

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Schon nach wenigen Seiten war ich von dem Buch wie gefesselt. Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wohin die Reise geht, wollte ich unbedingt mehr ...

Schon nach wenigen Seiten war ich von dem Buch wie gefesselt. Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wohin die Reise geht, wollte ich unbedingt mehr davon.
Dieses Gefühl hat sich dann leider nach dem ersten Teil des Buches ein wenig gelegt. Der Spannungsbogen, der zu Beginn rasant in die Höhe geschossen ist, flachte dann auch wieder fast gleich rasant wieder ab. Lange Zeit dümpelte die Geschichte vor sich hin und auch wenn eigentlich viel passierte, war es doch irgendwie immer das gleiche. Ich habe das Buch dann auch für einige Zeit auf die Seite gelegt und musste mich selbst dazu überreden es fertig zu lesen.
Gegen Ende hin kam dann wieder ein wenig mehr Spannung auf und nach Abschluss des Buches, kann ich es kaum erwarten den zweiten Teil der Mondia Dilogie zu lesen.
Prinzipiell gefällt mir der Schreibstil von Alexandra Flint sehr gut und auch die Idee hinter der Geschichte finde ich spannend. Ähnlichkeiten mit anderen Büchern gibt es natürlich, das lässt sich ja kaum vermeiden. Trotzdem finde ich die Idee neuartig und außergewöhnlich.
Die Protagonisten sind bis zu einem gewissen Grad normale, junge Erwachsene. Auf der anderen Seite tragen beide eine besondere Fähigkeit in sich, wobei Remy dies erst recht spät bemerkt, während Sim von klein auf damit konfrontiert war. Diesbezüglich hätte ich mir mehr Details erhofft. Gefühlt kratzt Alexandra Flint immer an der Oberfläche und verzichtet darauf in die Tiefe zu graben.
Auch die "Geheimgesellschaft" rund um die Mondia wird zwar immer wieder thematisiert, aber auch hier fehlen mir viele Informationen. Möglicherweise ist dies aber auch so von der Autorin gewünscht, um das Geheimnisvolle aufrecht zu erhalten für den zweiten Teil. Ich hoffe wirklich, dass sich im nachfolgenden Band einige meiner Fragezeichen lösen werden, die jetzt in meinem Kopf vorhanden sind.
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch und bin ein klein wenig enttäuscht. Der Prolog war unglaublich vielversprechend und spannungsgeladen. Ich hatte wirklich gehofft, dass es in dieser Tonart weitergeht. Schade, denn die Geschichte hätte mehr hergegeben. Ich setze jetzt meine Hoffnungen in den zweiten Teil. Den werde ich nämlich auf jeden Fall auch lesen.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Überspitzt und klischeebeladen, aber trotzdem amüsant

Mami braucht 'nen Drink
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Wahrscheinlich kennen die meisten Mütter (und auch Väter) das Gefühl völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, wie man den Alltag mit Kindern, Haushalt und Job schaffen soll.
Gill Sims treibt das ...

Wahrscheinlich kennen die meisten Mütter (und auch Väter) das Gefühl völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, wie man den Alltag mit Kindern, Haushalt und Job schaffen soll.
Gill Sims treibt das Thema in diesem Buch auf die Spitze. Ihre Protagonistin Ellen ist überfordert, ordinär und steht sich manchmal selbst im Weg. Das Ganze ist herrlich übertrieben und überspitzt formuliert. Trotzdem findet man das eine oder andere Fünkchen Wahrheit und an manchen Stellen auch sich selbst.
Dies gilt nicht nur für die ganze Geschichte an sich, sondern insbesondere auch für die Charaktere. Ellen ist nicht gerade eine Sympathieträgerin und an manchen Stellen habe ich mich richtig über sie geärgert. Ihre Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar und ihr Hang zum Alkohol ist manchmal ein wenig bedenklich. Daran könnte man jetzt natürlich Anstoß nehmen oder sich einfach immer vor Augen halten, dass hier eine ordentliche Portion Satire im Spiel ist.
Der Erzählstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht komplett ungewohnt. Bereits andere Autorinnen und Autoren haben ihre Werke im Tagebuchformat geschrieben. Wenn man mit diesem Stilmittel nichts anfangen kann, sollte man definitiv die Finger von diesem Buch lassen. Ich persönlich, finde es immer wieder sehr spannend und durchaus interessant zum Lesen.
Das Buch ist kein Meisterwerk und wird sicher nie einen der beliebten Preise gewinnen. Ich glaube aber nicht, dass dies die Intension der Autorin war. Viel mehr glaube ich, dass sie ein gutes Unterhaltungsbuch schreiben wollte und Müttern zeigen, dass sie nicht allein sind mit ihren Problemen und Sorgen. Dies hat sie für mich auch sehr gut umgesetzt. Auch wenn ich öfters mal den Kopf schütteln musste über die Absurdität von manchen Situationen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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