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Katjuschka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2024

Eher Krimi

Das Wunder vom Christkindlesmarkt
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1924. Auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt verkauft die junge Witwe Evelyn filigrane Rauschgoldengel, die die Herzen der Besucher im Sturm erobern.
Sie kann den beliebten Christbaumschmuck gar nicht schnell ...

1924. Auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt verkauft die junge Witwe Evelyn filigrane Rauschgoldengel, die die Herzen der Besucher im Sturm erobern.
Sie kann den beliebten Christbaumschmuck gar nicht schnell genug fertigen, als inmitten des vorweihnachtlichen Trubels ein rätselhafter Fund alte Wunden aufreißt.
In einem Wintermantel stößt Evelyn auf ein leeres Kuvert, auf dem sie die Handschrift ihres verstorbenen Mannes Gerson erkennt.
Doch was sollte ihr Gerson von der Adressatin des Briefes gewollt haben?
Die Suche nach einer Antwort stellt Evelyn schon bald vor ungeahnte Probleme...

Was auf den ersten Blick wie eine romantische Weihnachtsgeschichte aussieht, entpuppt sich recht bald als ein historischer Weihnachtskrimi.
Und dies sogar auf zwei unterschiedlichen Ebenen!
Wie kam das Kuvert in den Mantel von Frieba, dem verstorbenen Untermieter von Evelyns früherer Lehrerin?
Und warum holt diese Benjamin, einen jungen mittellosen Maler, so schnell nach Friebas Tod aus Prag nach Nürnberg?
Auf der Suche nach Hinweisen zu dem ominösen Briefumschlag kommt es im Umfeld von Evelyn zu weiteren mysteriösen Todesfällen, aber mit Hilfe und Unterstützung von Benjamin forscht Evelyn weiter - und kommt dabei selbst in Gefahr.
Zur gleichen Zeit setzen Evelyns egoistische Mutter Gertraud und deren spielsüchtiger Bruder Joachim Evelyn unter Druck, nicht nur den reichen Kilian zu heiraten, sondern auch Gersons Haus an den unsympathischen Hotelier Brungässner zu verkaufen - nur um mit Evelyns Geld dann ein feudales Leben zu führen zu können.
Und meinen es Kilian und seine materialistische Schwester Sibylle wirklich gut mit Evelyn?
Die ganze Geschichte um den verschwundenen Brief wird immer mysteriöser und nicht nur Evelyn stellt immer neue Theorien auf.
Und dann hat auch noch anscheinend Benjamin ein Geheimnis. Was verschweigt er?
Die Geschichte um die Nürnberger Rauschgoldengel geht in der Handlung fast unter.
Auch die Beschreibungen des Christkindlesmarkt findet eher nur am Rande statt.
Alles in allem mehr Spannung als Besinnlichkeit, wer weihnachtliche Romantik pur erwartet, könnte enttäuscht sein - auch wenn es natürlich zum Schluss noch ein Happy-End gibt.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Zweite Chancen

Weihnachtswunder im Hotel Mistelzweig
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Amelie hat der Liebe abgeschworen, denn ihr Freund und Chef hat in ihr offenbar nur eine billige Arbeitskraft für sein Hotel gesehen.
Sie trennt sich von ihm und beschließt in ihre Heimatstadt Rothenburg ...

Amelie hat der Liebe abgeschworen, denn ihr Freund und Chef hat in ihr offenbar nur eine billige Arbeitskraft für sein Hotel gesehen.
Sie trennt sich von ihm und beschließt in ihre Heimatstadt Rothenburg ob der Tauber zurückzukehren, um ihre geliebte Oma Ruth bei der Führung des Familienhotels "Mistelzweig" zu unterstützen.
Doch leider schreibt das "Mistelzweig" rote Zahlen.
Um wieder mehr Gäste in das charmante Hotel inmitten der märchenhaften Altstadt zu locken, bietet Amelie ein Weihnachtsspecial an: Übernachtung plus Führung über die örtlichen Weihnachtsmärkte. Dazu reisen auch der attraktive Franklin Scott und sein Großvater Georg an.
Und schon bald zeigt sich, dass Oma Ruth und Georg eine gemeinsame Vergangenheit miteinander verbindet...
Können Amelie und Ruth das Hotel retten, und beschert ihnen das Schicksal sogar ein romantisches Weihnachtsgeschenk?

Cover und Titel verraten es eigentlich schon: Hier handelt es sich um eine romantische Weihnachtsromanze mit einem Anteil Kitsch, genau wie es bei solchen Geschichten gewünscht ist.
Selbstverständlich finden Amelie und Franklin zueinander und das beschauliche Rotenburg bildet einen wunderschönen Rahmen dazu.
Der Weg zum Happy-End ist mit nur kleinen Hindernissen bestückt und so wird der Roman zu einer Wohlfühllektüre.
Alles in allem ging es mir zwar deutlich zu schnell und deutlich zu glatt, aber gerade in der Weihnachtszeit kann man dies mit einem Lächeln akzeptieren.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Teil 2 der Reihe

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 2: Das Vermächtnis der Winzerin
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Anna fühlt sich in der Toskana schon wie zu Hause.
Seit Neuestem darf sie sogar als Reporterin für den "Gazzettino Fontenaia" nach spannenden Geschichten im Ort suchen.
Dass sie dabei ausgerechnet beim ...

Anna fühlt sich in der Toskana schon wie zu Hause.
Seit Neuestem darf sie sogar als Reporterin für den "Gazzettino Fontenaia" nach spannenden Geschichten im Ort suchen.
Dass sie dabei ausgerechnet beim Dorffest über eine tote Winzerin stolpert, war aber nicht geplant.
Und auch Commissario Vico Martinelli gefällt es ganz und gar nicht, dass Anna ihm schon wieder bei einem Mordfall dazwischenfunkt.
Doch da der Mörder - der noch am Tatort verhaftet werden konnte - kein Italienisch spricht, bittet Martinelli Anna zähneknirschend als Dolmetscherin um Hilfe.
Was Anna beim Verhör über die Vergangenheit und Zukunft des alten Weinguts erfährt, weckt nicht nur ihre Instinkte als Reporterin, sondern auch ihren Sinn für Gerechtigkeit...

Der zweite Teil der Reihe ist ebenfalls recht kurzweilig und sogar etwas spannender als der erste Band.
Für einen Krimi-Snack zwischendurch eine gute Wahl.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Das Buch leuchtet nicht

Und Wien leuchtete
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Der Besuch der fiktiven Elisabeth Wimmer in Wien ist der Aufhänger für eine Geschichte, die um den Skandal um "Komtess Mizzi" aus dem Jahr 1908 kreist.
Anna Sacher und Emilie Flöge hat es jedoch natürlich ...

Der Besuch der fiktiven Elisabeth Wimmer in Wien ist der Aufhänger für eine Geschichte, die um den Skandal um "Komtess Mizzi" aus dem Jahr 1908 kreist.
Anna Sacher und Emilie Flöge hat es jedoch natürlich gegeben und man erfährt innerhalb der Handlung ein wenig aus dem Leben der bekannten Damen - und über das bekannte Hotel Sacher.
Die realen Begebenheiten rund um das kurze Leben der Marie Veith sind gleichermaßen schrecklich und traurig.
Leider wird die junge Frau auch hier zu einer Randfigur der Geschichte.
Leider muss ich sagen, dass ich mit dem Erzählstil meine Probleme hatte.
Es wird keine kontinuierliche Geschichte (ggf. mit Rückblenden) erzählt, sondern wirkt eher wie Art Report, bei der die Autorin wie aus dem Off Bemerkungen einstreut.
Da mir auch die bekannterweise sehr herrische Anna Sacher zu positiv dargestellt wird, kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Eine Reise nach Rochester

Weihnachtspost im kleinen Cottage
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In einer kleinen Buchhandlung fällt Klara die Weihnachtsgeschichte von Dickens in die Hände.
Sofort denkt sie an den Weihnachtsbuchclub, den sie vor vielen Jahren mit drei Freunden gegründet hat.
Zusammen ...

In einer kleinen Buchhandlung fällt Klara die Weihnachtsgeschichte von Dickens in die Hände.
Sofort denkt sie an den Weihnachtsbuchclub, den sie vor vielen Jahren mit drei Freunden gegründet hat.
Zusammen reisten sie damals ins englische Rochester und notierten ihre vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnachtsträume.
Nach der Schule verloren sich die Freunde jedoch aus den Augen.
Jetzt, fünfzehn Jahre später, trommelt Klara die alte Clique wieder zusammen, um im kleinen Cottage in England herauszufinden, was aus ihren Wünschen für die Zukunft geworden ist.
Auch Jonas ist da, der Klaras Herz immer noch schneller schlagen lässt.
Doch die Vier haben sehr verschiedene Lebenswege gewählt und merken bald: Zwischen vergangenen Träumen und der Gegenwart liegen viele ungesagte Gefühle und versteckte Wahrheiten…

Klara, Annika, Jonas und Alex waren zu Schulzeiten keine Freunde oder eine Clique, sondern eher eine Art Zweckgemeinschaft im Abi-Englischkurs.
Und so haben sie sich auch direkt nach dem Abitur nie wieder gesehen.
Nicht nur Klara wundert sich, dass die drei ehemaligen Reisegefährten für den Trip nach Rochester sofort zugesagt haben.
Der Aufenthalt und die Gespräche werden interessant, teils lustig, teils ernst erzählt, denn alle vier sind und waren sehr unterschiedlich.
Nach und nach kommen im vorweihnachtlichen Cottage verschiedene ungesagten Dinge und ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit ans Tageslicht, was ihr kommendes Leben entscheidend verändern könnte.
Und wie Ebeneezer Scrooge müssen sich die Vier dem nun stellen und entscheiden wie es zukünftig weitergehen kann oder soll.

Auch wenn Titel und Cover einen Wohlfühlroman mit Happy-End-Garantie versprechen, sind durchaus auch ernste Dinge und tiefergehende Konflikte Thema der Handlung.
Ich mochte Klara und Annika, den recht arroganten Alex nicht so - aber auch im wahren Leben ist ja nicht jeder dein Freund
Und Jonas.... im Prinzip sympathisch, aber ehrlich gesagt fand ich seine Sprechweise, bzw. einige seiner Formulierungen sehr unrealistisch, denn sie klangen stellenweise wie vorbereitet und dann abgelesen.
Generell fand ich die Idee mit den von der Weihnachtensgschichte inspirierten Briefen klasse.
Diese gemeinsam um Mitternacht mit einem Glas Punsch zu lesen und darüber zu sprechen klingt irgendwie schon.
Das Ende war teils wie erwartet, teils überraschend.
Alles in allem eine nette Geschichte zum lesen in der Vorweihnachtszeit - zusammen mit einem Glas Punsch.

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