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Veröffentlicht am 13.02.2025

Kann die Buchwelt gerettet werden?

Die magische Bibliothek der Buks 2: Das verfluchte Medaillon
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Nachdem im Juli 2024 der erste Band der Dilogie „Die magische Bibliothek der Buks“ erschienen ist, haben Nina George & Jens J. Kramer nun die Fortsetzung in die Buchläden gebracht. Ihr neustes Werk „Das ...

Nachdem im Juli 2024 der erste Band der Dilogie „Die magische Bibliothek der Buks“ erschienen ist, haben Nina George & Jens J. Kramer nun die Fortsetzung in die Buchläden gebracht. Ihr neustes Werk „Das verfluchte Medaillon“ ist Februar 2025 im Planet! – Verlag veröffentlicht worden. Mit Beendigung des ersten Teils, den ich mit großer Begeisterung las, wartete ich ungeduldig und zugleich neugierig darauf, wie die Abenteuer rund um die Buks weitergehen werden. Endlich war es soweit.
Im vorherigen Buch konnte mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autoren voll und ganz überzeugen. Bereits die ersten Sätze zogen mich sofort in ihren Bann bzw. ins Geschehen. Die Buks und ihre Magie trugen dazu bei, dass ich dieses Buch nicht so einfach beiseitelegen konnte. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es mit den vier Freunden und der Buks Bibliothek weitergehen wird. Die 15 Buks sind einfach herzallerliebst.
Das Buchcover hat Wiedererkennungswert. Es sieht dem vorherigen Band sehr ähnlich und so weiß der Leser direkt, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Zudem gefallen mir die detailreichen Gestaltungen, so wie bei Cover als auch im Innenleben des Buches. Ein großes Kompliment an den oder die Illustratoren.
Apropos zusammengehören: Diese Reihe ist nicht für Quereinsteiger gedacht. Nicht nur, dass die Bände nahtlos aneinanderknüpfen, nein, man erhält auch sehr viele Fakten nicht, die für die weitergehende Geschichte sehr wertvoll und nützlich sind. Meiner Meinung nach lohnt es sich, die beiden Bücher direkt hintereinander weg zu lesen.
Rückblick: Die Buks sind ratlos. Ihre Bücher, die sich in der magischen Bibliothek befinden, sind von der Bleichkrankheit befallen. Um diese aufzuhalten müssen sie den Buchmeister finden. Aber keiner hat die leiseste Ahnung, wo er sich aufhält. Ihre menschlichen Freunde Nola, Finn und Mira wollen den Buks helfen. Nur wie? Geraldine ist ihnen gefolgt und in der Buk Bibliothek kommt es zum Verhängnis. Geraldine fällt ins Kraftbuch. Um sie zu retten stürzen Nola und Finn hinterher.
Mit Hilfe des Kristallmedaillons wollen sie den verschwundenen Buchmeister finden. Allerdings ist dies nicht ganz ungefährlich oder gar einfach. Auf ihrer Suche treffen sie auf den einen oder anderen Freund oder Feind.
Zeitgleich in der menschlichen Welt: Thommy und Mira entdecken die Buchgilde und dabei kommen dem unbekannten Buchzerstörer verdammt nahe.
Auch bei den Buks herrscht reges Treiben, denn auch sie wollen die Zerstörung ihrer geliebten Bücherwelt verhindern. Die Mission „Draußen“ wird gegründet. Sie heißt nicht nur so, nein, ein paar kleine Buks müssen ihre magische Welt verlassen und in der menschlichen Welt Abenteuer überstehen. Man kann nur hoffen, dass alles gut gehen wird

Die magische Bibliothek der Buks „Das verfluchte Medaillon“ ist wieder ein spannendes Buchabenteuer, dass mich auf seine ganz besondere Art und Weise gefesselt hat. Nicht nur, dass ich die Buks in mein Herz geschlossen habe. Nein, was mir besonders gut gefiel war, dass man nie vorher wusste, was im nächsten Moment passieren wird. Ein magisches Abenteuer jagt das andere und am Ende fügt sich alles perfekt zusammen. Selbst das Kapitel „Einige Zeit später“ rundet das Finale perfekt ab. Zudem fanden zahlreichen Kinder – und Jugendbücher namentlich hier ihren Platz und das macht Lust, dass eine oder andere Buch mal zu lesen.
Ich kann die Dilogie rund um die Magische Bibliothek der Buks nur weiterempfehlen. Sie eignet sich perfekt zum Vorlesen oder auch zum selber lesen.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Carl Bruns zweiter Fall

Alte Taten, neuer Zorn
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Nach der Veröffentlichung des Debütkrimi „Helle Tage, dunkle Schuld“ hat Eva Völler nun ihr neustes Werk „Alte Taten, neuer Zorn“, dass im Oktober 2024 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. 2023 ...

Nach der Veröffentlichung des Debütkrimi „Helle Tage, dunkle Schuld“ hat Eva Völler nun ihr neustes Werk „Alte Taten, neuer Zorn“, dass im Oktober 2024 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. 2023 durfte ich mich von dem kriminalistischen Talent der Autorin überzeugen und fieberte einem neuen Carl Bruns Fall entgegen.

Wie bereits beim vorherigen Band konnte mich auch hier der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin sofort in seinen Bann ziehen. Bereits nach den ersten Seiten stand ich mitten im Geschehen, was dem bildhaften Erzählstil und den authentischen Charakteren zu verdanken ist.

Im neusten Fall geht es um Richter Dr. Vahrendonk, der im Gerichtsgebäude plötzlich tot zusammenbricht. Beim genaueren Hinsehen weiß sofort jeder, dass hier Mord im Spiel ist. Kriminalkommissar Carl Bruns und sein Assistent Harry Bloom übernehmen den Fall. Zwar laufen ihre Ermittlungen in alle Richtungen, aber in Vahrendonks Vergangenheit scheint der Fokus zu liegen, denn diese reicht bis in die Nazi-Zeit zurück. Was Carl und Harry darüber erfahren, lässt auch sie nicht kalt. Vahrendonk soll seine richterliche Macht dazu missbraucht haben, dass andere Menschen starben. Kann es sein, dass einer der Angehörigen jetzt Rache sühnt? Motive und Verdächtige gibt es viele, aber wer von ihnen hat diese Tat tatsächlich begangen? Für die beiden Ermittler ein sehr heikler Fall und zudem sitzt die Justiz ihnen im Nacken, denn die wollen den Fall schnellst möglich vom Tisch haben.
Carl steht aber nicht nur beruflich unter Stress, auch privat läuft es nicht gerade rosig. Seine künftige Frau erhält eine Hiobsbotschaft und falls diese stimmen sollte, droht die anstehende Hochzeit zu platzen.

Mit „Alte Taten, neuer Zorn“ hat Eva Völler erneut bewiesen, dass in ihr eine brillante Krimiautorin steckt. Kaum das ich das Buch begonnen hatte, da zog es mich regelrecht in seinen Bann. Während des Lesens merkte ich, wie schwer es mir fiel, dieses Buch vorzeitig aus den Händen zu legen. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es weitergeht. Wer bereits den ersten Fall gelesen hat, weiß, dass die Autorin wahre Begebenheiten in ihre fiktiven Handlungen einwebt. Dieses Mal entführt sie ihre Leserschaft in eine Zeit, wo richterlichen Machenschaften missbraucht wurden, nur um anderen Menschen Schaden zu zufügen. Auch wenn es sich hierbei, wie schon erwähnt, um eine fiktive Geschichte handelt, so könnte sie auch hundertfach irgendwo stattgefunden haben. Keine Angst, auch wenn diese in der Nachkriegszeit spielt, kommt der Spannungsbogen definitiv nicht zu kurz. Dank der vielen Täter und Wendungen wird er immer auf allerhöchstem Niveau gehalten und dies bleibt bis zum guten Schluss. Das genau das, was ein guter Krimi ausmacht: ein unvorhergesehenes Ende!

Ich kann die Carl Bruns Reihe nur weiterempfehlen. Auch wenn die beiden Fälle unabhängig voneinander gelesen werden können, so sollte man bei Buch eins beginnen. Man verpasst sonst wichtige Zusammenhänge, die im nach hinein wertvoll sind.
5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Paddington auf der Suche nach Tante Lucy

Paddington in Peru – Das Buch zum Film
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Inhaltsangabe:
Endlich hat Paddington einen Pass und um ihn gleich auszuprobieren, möchte er seine Tante Lucy in Peru besuchen. Das dies ein Familienausflug wird, ist abzusehen. Familie Brown ist mit von ...

Inhaltsangabe:
Endlich hat Paddington einen Pass und um ihn gleich auszuprobieren, möchte er seine Tante Lucy in Peru besuchen. Das dies ein Familienausflug wird, ist abzusehen. Familie Brown ist mit von der Partie und kaum das sie in Peru angekommen sind, gibt es gleich eine schlechte Nachricht: Tante Lucy ist aus dem Bärenheim verschwunden! Was nun? Für Paddington steht sofort fest: er will Tante Lucy suchen und so begeben sich alle auf eine spannende Reise in den peruanischen Urwald. Das bärige Abenteuer kann beginnen.
Anna Wilson hat das Buch zum gleichnamigen Film „Paddington in Peru“, dass im Karibu (Edel – Verlagsgruppe) im Januar 2025 erscheint, geschrieben. Ich kenne den kleinen Bären schon seit meiner Kindheit und so freute ich mich auf ein neues Abenteuer mit ihm.

Als allererstes gefiel mir das große Schriftbild. Sie ist gut lesbar und für Kinder, (ab 8 Jahren), die dieses Buch selber lesen wollen, perfekt geeignet. Hinzu kommt noch der flüssige und bildhafte Erzählstil, der verständlich gehalten worden ist. Kaum das ich diesen Roman angefangen hatte, konnte ich ihn auch nicht mehr beiseitelegen. Spannend und unterhaltsam zugleich, durfte ich das peruanische Abenteuer erleben. Während des Lesens lief bei mir das Kopfkino auf Hochtouren. Wer Paddington bereits kennt, weiß seine liebenswerte, hilfsbereite, humorvolle, aber auch tollpatschige Art zu schätzen. In diesem Buch kommt der Humor nicht zu kurz. Jede einzelne Figur wurde so kindgerecht und warmherzig dargestellt, dass man sie lieben muss.

Die Geschichte ist zwar kurzweilig, aber dennoch fesselnd. Das Verschwinden und auch die Suche nach ihr wurden brillant umgesetzt. Bei einigen Abenteuern bangte und fieberte ich mit, aber am Ende geht alles gut aus (so sollte es auch bei Kinderbüchern sein). Auch das Ende fand ich perfekt umgesetzt und stimmig zu gleich.

Was mir besonders gut gefiel, waren die zahlreichen Illustrationen, die sich im ganzen Buch verteilten. Ein schönes Highlight.

Als kleine Zugabe, befinden sich einige wenige Filmfotos im Buch. Kann man machen, ist meiner Meinung aber nicht notwendig. Wer Paddington liebt, wird definitiv ins Kino gehen.

Eine sehr gut umgesetzte und kinderechte Abenteuergeschichte, die die kleinen oder auch großen Leser lieben werden.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Familie Backes und ihr 10. Jubiläum

Nur Norbert malte blauer
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Kaum zu glauben, aber wahr: Familie Backes feiert schon ihr 10jähriges Jubiläum und genau aus diesem Anlass erhält der Hirschweiler Dorfbulle Jupp Backes seinen 8. Fall. Mit „Nur Norbert malte blauer“, ...

Kaum zu glauben, aber wahr: Familie Backes feiert schon ihr 10jähriges Jubiläum und genau aus diesem Anlass erhält der Hirschweiler Dorfbulle Jupp Backes seinen 8. Fall. Mit „Nur Norbert malte blauer“, der im November 2024 im Arturo Verlag erschienen ist, hat Dany R. Wood sein neustes Werk vorgelegt. Von Beginn an bin ich ein großer Fan dieser einzigartigen Reihe und freue mich immer wieder aufs Neue, wenn ein neuer Dorfkrimi erscheint und kaum das dieser bei mir eingezogen ist, muss er auch sofort gelesen werden.

Über den leichten und flüssigen Schreibstil des Autors brauche ich nichts mehr zu schreiben. Bereits nach den ersten Sätzen habe ich ein Grinsen im Gesicht, den ich dem humorvollen Erzählstil zu verdanken habe. Dany R. Wood schafft es immer wieder, seine genialen Sprüche so in Szene zu setzen, dass daraus ein großartiger Slapstick entsteht. Für mich ist es nicht nur ein pures Lesevergnügung, sondern auch ein wahres Kopfkino.

Wenn ich den Dorfkrimi beginne, ist es für mich wie eine Art nach Hause kommen. Alles ist so vertraut: Ehepaar Jupp und Inge Backes, Oma Käthe, Karl-Heinz und auch der Jupps heiß und innig geliebter Pöscho steht schon bereit. Auch der eingestreute saarländische Dialekt darf hier nicht fehlen. Für knapp 301 Seiten bin ich in Hirschweiler zuhause.

Inge hat Grund zu jubeln. Ihre Pension „Bed & Breakfast“ ist (endlich!) komplett ausgebucht. Eine Gruppe von Kunst – und Malerfreunden hat sich dort eingefunden, um ihre künstlerischen Fähigkeiten zu vertiefen. Leider hält Inges Freude nicht lange an, denn ihr Geschäftspartner und Nachbar Karl – Heinz wird tot im Gerätehaus gefunden. Alles sieht nach einem Suizid aus. Aber warum? Geht es der Pension so schlecht, dass Karl-Heinz keinen anderen Ausweg mehr sah? Jupp und auch Käthe haben ihre Zweifel und sofort starten die Ermittlungen. Im Fokus der Verdächtigen stehen alle Teilnehmer dieses Kurses.

Aber nicht nur der Mord an Karl-Heinz sorgt bei der Familie Backes für Aufsehen. An der elterlichen Haustür steht unverhofft Eva. Beim Gespräch mit Mutter Inge eröffnet sie das ihre langjährige Beziehung gescheitert sei, aber auch, dass sie schon wieder neu liiert sei. Über diese Neuigkeiten freut sich Inge keineswegs und der Haussegen hängt ein wenig schief. Selbst in der neuen Beziehung von Oma Käthe kriselt es ein wenig und so muss Jupp an alle Fronten ermittelt und vermitteln.

Im achten Jupp Backes Fall hat Dany R. Wood erneut sämtliche Register gezogen. In bekannter
humorvoller und spannungsgeladener Manier lädt er seine Leserschaft ein, den Fall zu lösen. Ich habe es versucht und die Betonung liegt wirklich auf Versuch, denn geschafft habe ich es nicht. Kaum das ich dachte, dass ich den möglichen Täter hätte, kam die nächste Wende um die Ecke und der Verdächtige war aus dem Rennen. Aber genau dies ist es, was ich an den Krimis so liebe: die Hintergründe zum Täter und Motiv werden erst am Ende enthüllt.

So, wie Jupp Backes nicht müde wird, seine Falle zu lösen, so werde ich auch nicht müde, diese Dorfkrimis zu lesen und zu lieben. Schon jetzt freue ich mich auf Fall Nr. 9!!!

5 von 5 Sternen und ich kann die Dorfkrimi – Reihe wirklich nur weiterempfehlen! Unterhaltung vom allerfeinsten!!!

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Das Ende der Ärztin

Die Töchter der Ärztin
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie. z.B. „Die Polizeiärztin Magda Fuchs“ oder „Die Ärztin“) hat Helene Sommerfeld nun ihr neustes Werk „Die Töchter der Ärztin – Zeit des Vertrauens“, dass im November ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie. z.B. „Die Polizeiärztin Magda Fuchs“ oder „Die Ärztin“) hat Helene Sommerfeld nun ihr neustes Werk „Die Töchter der Ärztin – Zeit des Vertrauens“, dass im November 2024 im dtv – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Hierbei handelt es sich nicht nur um den letzten Teil der Ärzte – Reihe, sondern ist zugleich auch der letzte Roman des erfolgreichen Autoren- Duo. Ende Juni 2024 ist leider der weibliche Part, die zudem auch seine Ehefrau war, verstorben und somit werden unter dem Pseudonym Helene
Sommerfeld wohl keine Bücher mehr veröffentlicht werden.

Wer schon das eine oder andere Buch von Helene Sommerfeld gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil sehr zu schätzen. Kaum hatte ich die ersten Seiten beendet, so fand ich mich auch schon Thomasius-, Vandenberg- und von Freystetten- Geschichte wieder, die mich erneut in ihren Bann zog. Aber nicht nur der Schreibstil konnte mich überzeugen, auch der bildhafte Erzählstil trug dazu bei, dass ich dieses Buch nicht einfach so aus den Händen legen konnte. Hinzu kommen noch die Charaktere, auf die ich mich freute. Wie schon in den vorherigen Bänden, wurden diese wieder authentisch und lebensnah dargestellt. Für mich war es eine Art Wiedersehen und zudem war ich neugierig, wie es mit den einzelnen Personen weitergehen wird. Wer mit den vielen Personen ein paar Schwierigkeiten haben sollte, der findet ein Personenregister im Buch, dass die Zuordnung der einzelnen Figuren erleichtert.

In diesem Band entführen Helene Sommerfeld ihre Leserschaft in die Jahre 1930 – 1932. Gerade in Berlin, wo Antonia „Toni“ Thomasius ihre Praxis führt, spürt man den politischen Umbruch. Jede Menge Arbeitslose, Judenhass und Demonstrationen stehen an der Tagesordnung. Hitlers Regime will an die Macht und dies mit allen Mitteln. Unter den Parteimitgliedern befindet sich auch Tonis Neffe, der schon innerhalb der Familie für Unruhe gesorgt hat. Nicht nur die politischen Ansichten von Franz sorgen für Unmut. Er besitzt ein Sorgerecht, dass die leibliche Mutter wieder rückgängig machen möchte. Wird er kampflos dem zustimmen?

Toni hat endlich ihren Mann fürs Leben gefunden und mit ihm möchte sie auch eine kleine Familie gründen. Dies scheint aber gar nicht so einfach zu sein. Kann Mutter Ricarda ihr mit dem einen oder anderen Ratschlag helfen können? Wird sie überhaupt den Kopf dafür frei haben, denn ihr Ehemann Siegfried ist ebenfalls schwer krank.

Ricardas älteste Tochter Henriette „Henny“ Vandenberg lebt mit ihrer Familie in Kalifornien, wo sie als Ärztin tätig ist. Ihr Mann Viktor arbeitet als Filmproduzent. Als dieser plötzlich krank wird, scheint das idyllische Leben auf der Kippe zu stehen. Wird Henny es schaffen, dass Leben ihres Ehemannes zu retten. Als ob dies nicht genug wäre, meldet sich auch noch ihr Erzfeind und Neffe Franz mit einer Bitte an sie. Wie wird sie mit seiner bitte umgehen?

Helene Sommerfeld hat erneut gezeigt, warum sie eines der erfolgreichen Autoren – Duos sind. Ihre ereignisreiche und spannende Geschichte konnte mich von Anfang bis zum Ende mehr als nur überzeugen. Ihr Talent liegt nicht nur darin, einen Roman vorzulegen, nein, sie entführen ihre Leserschaft auf eine eindrucksvolle Reise. Durch die Einbettung von historisch politischen Ereignissen, die in den Jahren 1930 – 1932 aktuell waren, entstand eine Authentizität, die einfach nur brillant war. Mehr als einmal hatte ich den Eindruck, dass ich nicht Leserin war, sondern Zeitzeuge, so hautnah war ich mitten im Geschehen.

Schade, dass die Ära des Autoren-Duos Helene Sommerfeld nun ein so trauriges Ende gefunden hat, aber dennoch möchte ich mich bei Ihnen für all die bewegenden Lesestunden bedanken, die ich mit ihren Romanen hatte. Ich wünsche Ihnen alles Gute!
5 von 5 Sternen.

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