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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2025

Wo bleibt die kalte Rache?

Signora Commissaria und die kalte Rache
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„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem ...

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem Pseudonym Pietro Bellini.

In Florenz verfolgt ein Mann nachts Frauen durch die Straßen, Er „begleitet“ sie bis vor ihre Haustür und am nächsten Morgen hängen dort Vermisstenplakate mit den Fotos der Frauen. Doch plötzlich verschwindet eine Frau spurlos. Giulia nimmt gemeinsam mit ihrem blinden Partner und Kollegen Enzo und dem ehemaligen Commissario Luigi Batista die Spur auf. Doch auch ein Rätsel in Giulias Vergangenheit gilt es zu lösen.

Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von Giulia und Luigi erzählt. So treffen hier auch wortwörtlich wiedergegebene Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau und Briefe von Giulia an ihre verstorbene Schwester aufeinander. Aber auch der Entführer kommt zu Wort.

Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn es hier nicht um Mord und Totschlag geht, sondern ein Stalker, der nachts Frauen begleitet, im Kern der Geschichte steht.

Die Beziehung zwischen Giulia und ihrem blinden Kollegen Enzo gibt der ganzen Geschichte noch eine romantische Note. Jedoch finde ich die Entwicklungen um Giulias Familiengeschichte und den Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester stark überzeichnet. So gerät die Geschichte um den Stalker schnell in den Hintergrund und man bekommt den Eindruck, dass Giulia den Fokus verliert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Part in den folgenden Bänden aufklären wird.

Ich kann bestätigen, dass man den Band gut lesen kann, ohne die vorhergehenden Teile zu kennen. Die Geschichte hat mich unterhalten, aber den Bruch mit der Mafia hätte es für mich nicht gebraucht. Momentan weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Rund um Whiskey

Ein Schuss Whiskey
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Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist ...

Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist dieser Geschichte.

Doch als er sieht, dass eine bildhübsche Frau mit einem roten Schal am Flussufer erschossen wird, ist er wieder stocknüchtern. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Erst am nächsten Tag wird eine weibliche Leiche aus der Liffey gefischt. Diese ist aber nicht die Frau, deren Ermordung Janur beobachtet hat.

Als er wenig später in einem naheliegenden Buchladen einen roten Schal entdeckt, der auch noch etwas feucht ist und Splitter aufweist, die zum Steg am Ufer gehören könnten, macht er sich selbst auf die Suche. Zusammen mit seiner Mitbewohnerin macht er sich auf die Jagd. Doch wer jagt hier wen?

Im dritten Teil der „Kulinarischen Kriminalromane“ von Autor Carsten Henn dreht sich alles um Dublin und den irischen Whiskey. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die ersten beiden Teile nicht kenne.

Das Umfeld der Geschichte gefällt mir gut, aber die Handlung wirkt stellenweise doch sehr konstruiert und wenig glaubwürdig. So kann der Höhepunkt auch sehr unerwartet. Aber man lernt in der Geschichte viel Wissenswertes über Whiskey, Fachbegriffe und Herstellung, sowie nette Cocktail- und Kochrezepte.

Ich denke die Geschichte ist zur Unterhaltung für Krimi- und Whiskeyfans gut geeignet, doch leider hat sie mich nicht wirklich überzeugt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Wenn Wörter eine Währung wären

Der Wörterschmuggler
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Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur für eine Nacht ...

Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur für eine Nacht und gegen schöne Verse empfängt, versucht er, sie mit seinen Geschichten für sich zu gewinnen. Er erzählt von dem Jugendlichen, der Wörter schmuggelt, von der Frau, die in Paris von einem unsichtbaren Verehrer verfolgt wird und von vielen weiteren magisch-zauberhaften Begebenheiten, die in Buenos Aires, Paris oder Shanghai spielen und die am Ende wieder nach Venedig führen.

Ich muss gestehen, dass mich der Titel, das Cover und der Klappentext auf Anhieb angezogen haben. Aber hätte ich nicht gewusst, dass Bruno der Japanerin Keiko seine Geschichten schickt, um dafür von ihr mit einer Nacht belohnt zu werden, wäre ich so von alleine nicht darauf gekommen.

Zu Anfang begegnen sich die beiden, doch dann folgt eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten ohne einen vollständig zu erkennenden roten Faden. Man merkt zwischendurch nicht, was die Geschichten mit den beiden machen und wohin das Ganze führen soll. Und so kam hier leider für mich nicht wirklich eine Stimmung auf. Es gab einzelne Geschichten, die mich wirklich auch mitgenommen und berührt haben, aber leider hat sich mir die Geschichte als Ganzes so nur bedingt erschlossen.

Wer Kurzgeschichten mag, für den könnte „Der Wörterschmuggler“ gut geeignet sein, aber als Roman ist die Geschichte aus meiner Sicht nicht ganz rund.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Hotel der Träume

Hotel in den Wolken
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Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der Reiseschriftstellerin Jane Brightfield im 19. Jahrhundert und von Maike Reineke in der Gegenwart erzählt.

Jane Brightfield hat es mit ihrem Mann Henry schon ...

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der Reiseschriftstellerin Jane Brightfield im 19. Jahrhundert und von Maike Reineke in der Gegenwart erzählt.

Jane Brightfield hat es mit ihrem Mann Henry schon immer wieder zum Bergwandern in die Schweizer Alpen gezogen und so schreibt sie auch über den Sommer im Posthotel und über den Direktor Flo Fernsby, den sie von Anfang an sympathisch findet, und ich auf seltsame Weise zu ihm hingezogen fühlt.

Die Handlungsebene in der Vergangenheit hat mich mit den Erzählungen um das Bergsteigen nicht wirklich mitreißen können, doch als die Geschichte um Flo in den Vordergrund rückt, habe ich es gern gelesen. Spannend fand ich es, dass das eigentliche Geheimnis, das Flo mit sich herumträgt, nicht wirklich vorhersehbar war.

Mit Eleganz, Stil und Charme erschien Flo damals als perfekter Hotelier. Eine geheimnisvolle Aura umgibt ihn, die auf viele faszinierend wirkt. Was niemand ahnt: Flo ist eine Frau, aber nur als Mann verkleidet, kann sie ihren Traum als Hoteldirektor leben. Doch dann begegnet sie ihrer großen Liebe. Was soll sie tun?

Als Maike zusammen mit ihrem Freund Ravi und ihren Eltern Skiurlaub in den Schweizer Alpen macht, erhält sie einen Anruf einer jungen Frau, die meint, dass sie die Erbin des halb verfallenen Posthotels in Sumbriva sein könnte. Doch wie sollte es weitergehen, wenn es wirklich so wäre?

Das Cover wirkte auf mich so stimmungs- und gleichzeitig geheimnisvoll, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Auf hat der Klappentext definitiv Lust auf das Lesen gemacht.

Grundsätzlich lese ich gern historische Romane, die auf zwei Zeitebenen erzählt werden und sich die Geheimnisse nur nach und nach lüften. Aber der Einstieg fiel mir schwer, und die gegenwärtige Zeitebene hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Den Figuren fehlt es hier leider an Tiefe. Handlungen, Emotionen und Gedanken sind stellenweise nicht wirklich nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Wie Weihnachten?

Feels like Christmas
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Heiligabend in Venedig oder Silvester in den Bergen? Wäre das vielleicht auch was für Euch? Vielleicht lasst ihr Euch einfach von den fünf Kurzgeschichten in „Feels like Christmas“ von Loewe intense inspirieren.

Die ...

Heiligabend in Venedig oder Silvester in den Bergen? Wäre das vielleicht auch was für Euch? Vielleicht lasst ihr Euch einfach von den fünf Kurzgeschichten in „Feels like Christmas“ von Loewe intense inspirieren.

Die fünf Autorinnen Gabriella Santos de Lima, Marina Neumeier, Alexandra Flint, Carolin Wahl und Kyra Groh schreiben in diesem Sammelband über besondere Protagonistinnen, herzerwärmende Freundschaften und weihnachtliche Abenteuer. Die Schreibstile der Autorinnen haben mir gut gefallen. Jede hat ihre ganz eigene Art zu schreiben und Emotionen zu transportieren.

Leider haben mich nur zwei Geschichten wirklich überzeugt. Das waren die Geschichten von Gabriella Santos de Lima und Kyra Groh. Die anderen Geschichten waren zwar auch gut erzählt, jedoch fiel es mir echt schwer, hier die vielen Protagonisten in der Kürze der Zeit wirklich auseinanderzuhalten und so auch besser kennen zu lernen. Vielleicht hätte man hierzu die Reihen der Autorinnen kennen müssen.

Alles in allem bekommt man mit „Feels Like Christmas“ eine nette Kurzgeschichtensammlung, die auf Weihnachten einstimmt. Ich denke vor allem für Fans der ursprünglichen New-Adult-Reihen der Autorinnen sind diese weihnachtlichen Geschichten nochmal eine nette Zugabe.

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