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Veröffentlicht am 25.12.2024

Ein Muss für alle Disney- und Eiskönigin-Fans!

Disney: Das große goldene Buch der Eiskönigin-Geschichten
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Die großen goldenen Disney-Bücher sind aus meinem Regal längst nicht mehr wegzudenken. „Das große goldene Buch der Eiskönigin-Geschichten“ durfte in meiner Sammlung daher natürlich auf keinen Fall fehlen. ...

Die großen goldenen Disney-Bücher sind aus meinem Regal längst nicht mehr wegzudenken. „Das große goldene Buch der Eiskönigin-Geschichten“ durfte in meiner Sammlung daher natürlich auf keinen Fall fehlen. Es ist bereits der zweite goldene Disney-Sammelband aus dem Frozen-Universum, mit einer neuen Zusammenstellung der schönsten Abenteuer rund um die Schwestern Elsa und Anna und ihre Freunde Olaf, Kristoff und Rentier Sven. So feiert man zum Beispiel eine königliche Pyjamaparty mit den beliebten Charakteren, plant eine Geburtstagsüberraschung für Schneemann Olaf und begibt sich auf Eismonster-Jagd. Auch eine Sommer-Parade wird veranstaltet, an den Winterspielen der Eisfarmer wird teilgenommen und zusammen mit Olaf erlebt man einen perfekten Sommertag am Strand.

Eine wirklich kunterbunte Mischung aus insgesamt 12 Kurzgeschichten erwartet einen hier, die einen nicht nur in das winterliche Arendelle entführen, sondern auch an andere aufregende Orte wie die Schwarzen Berge, wo die Trolle leben. Dank der kurzen, leicht verständlichen Texte eignen sich die Erzählungen sehr gut als Gute-Nacht-Geschichten und sorgen für wunderbare unterhaltsame (Vor-)Lesemomente.
Neben dem Inhalt begeistert auch die Optik auf ganzer Linie. Mit seinem festen, weißen Einband, den vielen goldenen Elementen sowie dem prachtvollen Goldschnitt kommt das Buch sehr edel und hochwertig daher und ist der reinste Blickfang im Regal. Im Inneren geht es genauso schön weiter. Zahlreiche Bilder erwecken die Geschichten zum Leben, jede Seite ist liebevoll und farbenfroh gestaltet, sodass es eine Menge zu entdecken gibt. Dass auch dieser Band, wie seine Vorgänger, durch die opulente Ausstattung recht schwer in der Hand liegt, schmälert das Lesevergnügen in keinster Weise. Es macht einfach Freude, zu diesem Schmuckstück zu greifen und immer wieder darin zu schmökern.

Fazit: Mit „Das große goldene Buch der Eiskönigin-Geschichten“ hat der Carlsen Verlag einen weiteren wunderschönen Sammelband herausgebracht, der die Herzen aller Disney- und Frozen-Fans höher schlagen lässt. Auch dieses goldene Geschichtenbuch ist der perfekte Vorleseschmöker für die ganze Familie und verzaubert kleine und große Leser*innen ab 4 Jahren mit märchenhaften kleinen Abenteuern, bunten Illustrationen und ganz viel magischen Disney-Feeling. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Genauso wunderschön und unvergesslich wie der erste Band!

Wiedersehen mit Bär
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April Wood ist von ihrem Abenteuer auf der Bäreninsel zurückgekehrt, aber auch nach einem Jahr kann sie nicht aufhören, an Bär zu denken. Als sie hört, dass in Spitzbergen ein Eisbär angeschossen wurde, ...

April Wood ist von ihrem Abenteuer auf der Bäreninsel zurückgekehrt, aber auch nach einem Jahr kann sie nicht aufhören, an Bär zu denken. Als sie hört, dass in Spitzbergen ein Eisbär angeschossen wurde, ist sie sich sicher, dass es ihr bäriger Freund ist. Sie überredet ihren Vater dazu, gemeinsam mit ihr erneut zum nördlichen Polarkreis zu reisen und nach Bär zu suchen. Doch auf ihrer Suche macht April eine erstaunliche Entdeckung: Bär ist Vater geworden und auch sein winziges Junges braucht dringend ihre Hilfe. Eine gefährliche Reise durch eisige Steppen und Gletscher beginnt, bei der April alles geben muss, um Bär und sein Jungtier zu retten.

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von „Der letzte Bär“. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, da alles Relevante kurz erklärt wird, allerdings macht es erheblich mehr Spaß, wenn man mit dem ersten Band startet.
Ich habe Hannah Golds Debütroman vor gut zwei Jahren gelesen und absolut geliebt. Das Wiedersehen mit April und Bär konnte ich daher kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht! Nicht nur das Cover ist wieder ein Hingucker, auch das, was sich dahinter verbirgt, ist der reinste Genuss, sowohl inhaltlich als auch optisch.

Hannah Gold hat erneut eine außergewöhnliche Abenteuergeschichte geschaffen, die fesselt, berührt und nachklingt. Vielschichtig und einfühlsam erzählt die britische Autorin von den Auswirkungen der globalen Erderwärmung, den schädigenden Umwelteinflüssen auf die Arktis und Eisbärenpopulation sowie den Umgang des Menschen mit den Ressourcen unseres Planeten. Sie erzählt aber auch von Hoffnung, Mut und Entschlossenheit. Von der wilden Schönheit der Natur und der Liebe zwischen Mensch und Tier.
Das besondere Band zwischen April und Bär wird abermals herzerwärmend schön beschrieben, vor allem Aprils Fürsorge für Bärs Junges ist zum Dahinschmelzen. Natürlich hat sich die Autorin dabei auch wieder einige künstlerische Freiheiten erlaubt. Dass ein Mädchen und ein Eisbär so vertraut miteinander werden, ist wohl doch eher unwahrscheinlich, ein wilder Eisbär ist schließlich kein Schmusetier. Doch genau das macht den Zauber dieser Reihe aus, diese Verflechtung aus Realität und Fantasie. Und wenn man sich darauf einlässt, bekommt man eine wirklich wundervolle Geschichte über eine grenzenüberwindende Freundschaft und mit Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst. April ist eine starke und inspirierende Protagonistin, die man nur zu gerne begleitet. Sie zeigt uns, dass es sich immer lohnt, seine Träume zu verfolgen – vor allem wenn man davon träumt, die Welt zu verbessern – und niemand zu klein oder unbedeutend ist, um etwas zu bewirken.
Langweilig wird es auf den gut 300 Seiten an keiner Stelle. Durch die bildlichen Beschreibungen hat man direkt das Gefühl, selbst dabei zu sein. Man fühlt die frostklirrende Kälte förmlich, meint Bärs eindrucksvolles Bärengebrüll im Ohr zu haben und verspürt bereits während der Lektüre den unbändigen Wunsch, in die Arktis zu reisen und sich von den tanzenden Nordlichtern verzaubern zu lassen.

Ein weiteres Highlight sind auch wieder die stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Levi Pinfold, die den Text ergänzen und das Erzählte grandios in Szene setzen. Der mehrseitige informative Anhang rundet das Ganze perfekt ab und macht auch diesen Band zu einem echten Herzensbuch.

Fazit: Hannah Gold schenkt uns mit „Wiedersehen mit Bär“ einen weiteren großartigen Kinderroman, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Dieses Buch ist eine mitreißende und spannende Abenteuergeschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, die zu Herzen geht. Ein kraftvolles Plädoyer für den Umweltschutz. Wunderschön geschrieben, traumhaft von Levi Pinfold illustriert und vortrefflich von Sylke Hachmeister ins Deutsche übertragen. Einfach unvergesslich! Von mir gibt es auch dieses Mal ein begeistertes Bärengebrüll und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Ein richtig schönes cozy Weihnachtsbuch zum Wohlfühlen und Gernhaben

Heinrich Hase rettet Weihnachten
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Was hat der oberste Osterhase mit Weihnachten zu tun? Normalerweise eigentlich nichts. Doch als Heinrich Hase einen überraschenden Anruf vom Weihnachtsmann erhält, wird es ihn vom sonnig-warmen Osterdorf ...

Was hat der oberste Osterhase mit Weihnachten zu tun? Normalerweise eigentlich nichts. Doch als Heinrich Hase einen überraschenden Anruf vom Weihnachtsmann erhält, wird es ihn vom sonnig-warmen Osterdorf an den klirrend kalten Nordpol verschlagen. Der Weihnachtsmann braucht nämlich dringend seine Hilfe. Er packt seinen Job einfach nicht mehr, ihm fehlt seine Energie und Tatkraft von früher. Am liebsten möchte er sich nur noch hinlegen. Heinrich Hase aber ist motiviert, organisiert und verantwortungsvoll. Wer, wenn nicht er, könnte die wichtige Aufgabe des Weihnachtsmannes übernehmen? Da Heinrich natürlich auf keinen Fall möchte, dass die Menschen enttäuscht werden und den Glauben an Weihnachten verlieren, reist er also nach Weihnachtsstadt. Dort wird er freundlich empfangen und von Wilma, der Frau des Weihnachtsmannes, köstlich bewirtet. Er lebt sich schnell ein, findet in dem Wichtelmädchen Kiki eine gute Freundin und als das geborene Organisationstalent bekommt er auch das Chaos, das der Weihnachtsmann hinterlassen hat, in kurzer Zeit in den Griff. Doch nicht jeder scheint erfreut über Heinrichs Auftauchen zu sein und es kommt immer wieder zu seltsamen Zwischenfällen. Wird es Heinrich dennoch schaffen, das Weihnachtsfest zu retten und herauszufinden, warum es dem Weihnachtsmann so schlecht geht?

Seid ihr gerade auf der Suche nach einem schönen gemütlichen Weihnachtsschmöker? Dann seid ihr hier genau richtig! Bereits das von Marie Bollmann gestaltete Cover strahlt etwas wunderbar Winterlich-Heimeliges aus und ist mit seiner Goldfolienprägung ein echter Blickfang im Regal. Um mich war es sofort geschehen, als ich es zum ersten Mal sah und so viel sei schon mal gesagt: Es hat mir nicht zu viel versprochen.

Schon wenn man das Buch aufschlägt, merkt man, wie viel Herzblut darin steckt. Marie Bollmann hat auch das Innenleben wunderschön bebildert, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die kleine Charaktervorstellung und detailreiche Landkarte zu Beginn bis hin zu den liebevollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Erzählung begleiten und deren winterlich-weihnachtliche Stimmung perfekt einfangen.

Neben der Optik überzeugt aber auch der Inhalt auf ganzer Linie. Wer denkt, dass Weihnachten und Ostern nicht zusammenpassen, wird von Heinrich Hase eines Besseres belehrt. Mit diesem freundlich-hilfsbereiten Hasen hat Lisa Bogen einen überaus liebenswerten Helden erschaffen. Humorvoll und charmant lässt sie ihn als Ich-Erzähler von seinem Abenteuer berichten und schleicht sich dabei sofort in das Leserherz. Es macht großen Spaß ihn zu begleiten und gemeinsam mit ihm und den vielen weiteren nicht minder bezaubernden Figuren ein unvergessliches Weihnachtsfest zu erleben. Beim Lesen sollte man nur besser Plätzchen oder andere Leckereien griffbereit halten. Die Autorin (und selbst ernannte Keksliebhaberin) versteht sich nämlich hervorragend darin, einem weihnachtliche Köstlichkeiten so richtig schmackhaft zu machen. ;)
Ob Heinrich Hase seine Mission erfolgreich meistern wird, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Lisa Bogen hat eine originelle Idee jedenfalls sehr gelungen umgesetzt. Ihr Kinderbuchdebüt sprüht nur so vor Weihnachtszauber, gewürzt mit einem Hauch von Osterfeeling. Es zeigt uns, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt: Freude, Liebe, Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft. Und es liefert zugleich auch die Antwort auf die Frage aller Fragen: Wie schafft es der Weihnachtsmann eigentlich, an einem einzigen Abend alle Geschenke zu verteilen? Dieses Buch wird garantiert selbst den größten Grinch in Weihnachstlaune versetzen und mit einem wohlig-warmen Gefühl im Herzen zurücklassen.

Fazit: „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ ist eine herzerwärmende, fantasievolle und unterhaltsame Geschichte über eine abenteuerliche Rettungsmission und die wahre Magie von Weihnachten. Ein richtig schönes cozy Wohlfühlweihnachtsbuch ab 8 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und daran erinnert, die Adventszeit zu genießen. Ich bin ganz begeistert von Lisa Bogens erstem Kinderbuch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Einfach zauberhaft!

Berts Blume
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Ein kleiner Laubenvogel namens Bert sammelt eifrig und völlig unbeschwert lauter Dinge, mit denen er sich eine perfekte Laube bauen kann. Als er fertig ist, betrachtet er zufrieden seine neue Behausung. ...

Ein kleiner Laubenvogel namens Bert sammelt eifrig und völlig unbeschwert lauter Dinge, mit denen er sich eine perfekte Laube bauen kann. Als er fertig ist, betrachtet er zufrieden seine neue Behausung. Richtig gut ist es geworden, eine echtes Kunstwerk, aber etwas fehlt. Wie viel schöner könnte es sein, wenn er seine Laube mit jemanden teilen würde. Er möchte unbedingt das Vogelmädchen Nanette für sich gewinnen und gibt alles, um sie zu beeindrucken. Immer wieder fliegt er los und kehrt mit den tollsten Geschenken heim wie ein Tannenzapfen, ein Stein mit Streifen oder eine Murmel. Doch egal was er Nanette auch bringt, nichts ist ihr gut genug. Als ein Vogel mit dem Namen Titus vorbeikommt und Bert einen Ratschlag gibt, wie er das Herz seiner Nanette erobern kann, schöpft der kleine Laubenvogel neue Hoffnung. Voller Freude macht er sich erneut auf den Weg, doch als er zurückkehrt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Ob Bert wohl noch die große Liebe finden wird?

Da ich vor kurzem die Illustratorin Catherine Rayner für mich entdeckt habe, war meine Neugier sofort geweckt, als ich zum ersten Mal vom kleinen Laubenvogel Bert hörte. Dass es sich bei seiner Schöpferin um Grüffelo-Autorin Julia Donaldson handelt, tat dann das Übrige. Ich ließ das Buch bei mir einziehen und habe es definitiv nicht bereut! Nicht nur das Cover ist zum Verlieben, auch das, was sich dahinter verbirgt, verzückt von der ersten Seite an.

Julia Donaldson und Catherine Rayner haben ein hinreißendes Bilderbuch geschaffen. Mit seiner liebenswerten und bescheidenen Art erobert Vögelchen Bert das Leserherz im Sturm und gibt uns wertvolle Botschaften mit auf dem Weg: Echte Freundschaft und Liebe sind nicht käuflich, sie sind ein Geschenk.Verbiege dich nicht für andere, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, denn wahre Freunde erkennt man daran, dass sie dich so lieben, wie du bist. Es ist herzzerreißend zu sehen, wie Bert alles gibt, um seiner Angebeteten zu gefallen und wie sie ihn immer wieder abweist. Wie er sich stets aufs Neue darüber freut, wenn er etwas Schönes entdeckt, nur um kurz darauf wieder enttäuscht zu sein, wenn er erneut niedergemacht wird. Als Leser*in ist einem schnell klar, dass seine Auserwählte ein übles Spiel mit ihm treibt, doch Bert scheint dies gar nicht zu merken, Liebe macht eben bekanntlich blind.
Zugegeben, bis jetzt klingt die Geschichte ziemlich gemein und traurig. Julia Donaldson beschreibt alles aber mit sehr viel Feingefühl und so viel sei schon mal verraten: Es gibt natürlich ein Happy End.

Erzählt wird die Geschichte auf eine ganz besondere Weise. Sie ist nicht nur in stimmiger Reimform geschrieben (fabelhaft ins Deutsche übertragen von Annika Siems), sondern erinnert stellenweise auch an „Ich packe meinen Koffer“. Wie bei dem bekannten Merkspiel, so werden auch hier alle Errungenschaften von Bert immer wieder aufgezählt, sodass die Liste länger und länger wird. Der Text lädt daher wunderbar zum Mitsprechen und Aufsagen ein und bereitet sowohl den Zuhörenden als Vorlesenden sehr viel Freude.

Catherine Rayner hat die Erzählung mit ihren bezaubernden Aquarellzeichnungen zum Leben erweckt. Farbenfroh, sanft und ausdrucksstark untermalen die Bilder den Text gekonnt und schaffen eine warme Atmosphäre zum Wohlfühlen. Der kleine Sachanteil über Laubenvögel am Ende rundet das Ganze perfekt ab und macht dieses Buch zu einem echten Schätzchen.

Fazit: „Berts Blume“ ist eine berührende Geschichte ab 3 Jahren, die daran erinnert, dass man Liebe und Freundschaft nicht kaufen kann und wahre Freunde einen so akzeptieren, wie man ist. Ein liebevoll gereimtes und wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einen kleinen großherzigen Helden zum Gernhaben. Ich kann die Geschichte von Laubenvogel Bert jedem nur ans Herz legen, ich finde sie ganz zauberhaft. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Berührend, außergewöhnlich, einfach großartig!

Zeig uns, wer du bist
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Für die 12-jährige Cora war es noch nie leicht, neue Freunde zu finden. Als Autistin wird ihr schnell alles zu viel und ihre Mitmenschen geben ihr ständig das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt. ...

Für die 12-jährige Cora war es noch nie leicht, neue Freunde zu finden. Als Autistin wird ihr schnell alles zu viel und ihre Mitmenschen geben ihr ständig das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Doch dann lernt sie Adrien kennen, der ebenfalls anders ist als andere. Adrien hat ADHS, doch ihm scheint das gar nichts auszumachen. Cora fühlt sich zum ersten Mal richtig verstanden und freundet sich schnell mit Adrien an. Als sie Teil von seinem Leben wird, wird sie auch in die Projekte von Pomegranate Tech verwickelt – der Firma von Adriens Vater, die mithilfe von künstlicher Intelligenz lebensechte Hologramme von Menschen erstellt. Digitale Kopien von Verstorbenen, sodass niemand mehr trauern muss. Während Adrien nicht allzu begeistert von der Arbeit seines Dads ist, ist Cora fasziniert davon. Sie ist daher auch sofort Feuer und Flamme, als zu einem Interview eingeladen wird, um mit ihrer Hilfe neurodiverse Menschen besser nachbilden zu können. Ehe sie eine Entscheidung fällen kann, kommt es jedoch zu einem schlimmen Unfall und Adrien fällt ins Koma. Als sie die Chance erhält, noch einmal mit einer digitalen Kopie von Adrien sprechen zu dürfen, erkennt Cora schließlich, was wirklich hinter den Plänen von Pomegranate Tech steckt und dass es nun an ihr liegt, die Wahrheit des Unternehmens ans Licht zu bringen.

Nachdem es Elle McNicolls Debütroman „Wie unsichtbare Funken“ an die Spitze meiner Jahreshighlights 2023 geschafft hat, war ich auf ihr zweites Werk wahnsinnig gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil. Die englische Autorin hat ein weiteres herausragendes Stück Literatur geschaffen, das wir dank des Atrium Verlags und der wunderbaren Übersetzungsarbeit von Barbara König nun auch auf Deutsch genießen dürfen.

„Zeig uns, wer du bist“ – der Titel könnte passender kaum sein. Denn Elle McNicoll ermutigt ihre Leserinnen dazu, sich selbst so zu mögen und zu akzeptieren, wie man ist. Sie zeigt uns, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und es gerade unsere Ecken und Kanten sind, die uns auszeichnen und die Welt so viel bunter machen. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an alle neuodivergente Menschen. Es feiert die Unterschiede, die Menschlichkeit und das Anderssein und macht Mut, für sich selbst einzustehen.

Eingebettet in einer faszinierenden KI-Thematik erzählt Elle Nicolle von der Kraft der Freundschaft, Identität, Verlust, Trauer und Selbstakzeptanz. Die Geschichte ist so außergewöhnlich wie seine Protagonist
innen und lässt die Gefühle Achterbahn fahren. Durch die Science-Fiction-Elemente liest sie sich spannend wie ein Thriller, wirft zugleich aber auch viele wichtige Fragen auf: Was macht uns eigentlich aus? Wie muss ich sein, um von anderen wertgeschätzt zu sein? Und es ist wirklich so erstrebenswert, seine Liebsten auch nach dem Tod wiederzusehen?
Man spürt sehr, dass es sich bei der Autorin um eine Own-Voice-Autorin handelt. Elle McNicoll ist Autistin, so wie ihre Hauptfigur und Ich-Erzählerin Cora. Sie weiß also ganz genau wovon sie schreibt – wie sich das Leben anfühlt, wenn man anders ist als andere. Die neurodivergente Darstellung ist einmal mehr äußerst gelungen und fühlt sich sehr authentisch an. Sämtliche Charaktere sind großartig ausgearbeitet, vor allem Cora und Adrien sind zwei starke Heldinnen, die einem sofort ans Herz wachsen. Es ist wunderschön und ergreifend zu sehen, wie sich eine tiefgehende Freundschaft zwischen den beiden entwickelt und wie Cora durch Adrien den Mut findet, ihre Stimme zu erheben. Dieser Jugendroman ist definitiv nicht für junge Leserinnen ab 12 Jahren lesenswert – auch Erwachsenen bietet er ein überaus bereicherndes Leseerlebnis.

Fazit: „Zeig uns, wer du bist“ ist eine fesselnde, berührende und inspirierende Geschichte, die an den unschätzbaren Wert von Freundschaft erinnert und daran, dass wir alle wundervoll und einzigartig sind, genau so, wie wir sind. Ein kraftvoller Roman für alle ab 12 Jahren, der lange nachklingt. Ich habe auch dieses Buch von Elle McNicoll von der ersten Seite an geliebt und kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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