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Veröffentlicht am 11.01.2025

Umbauten und Überraschungen

Kraft der Veränderung
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Die Arbeiten im alten Kontor laufen und jeden Tag tun sich neue Baustellen auf, die der Begeisterung der Hansens zwar keinen Abbruch verleihen, aber doch das ein oder andere Familienmitglied zum Nachdenken ...

Die Arbeiten im alten Kontor laufen und jeden Tag tun sich neue Baustellen auf, die der Begeisterung der Hansens zwar keinen Abbruch verleihen, aber doch das ein oder andere Familienmitglied zum Nachdenken anregen. Als Edus Geschäfte auffliegen, Bernhard von der Polizei abgeholt wird und Therese vermutlich ein langgehütetes Geheimnis aufdeckt, wird das Leben der Hansens mächtig auf den Prüfstand gestellt, ohne zu ahnen, dass das noch lange nicht alles an Problemen ist.

„Kraft der Veränderung“ von Ellin Carsta ist Band 5 der Reihe „Die Kinder der Hansens“.
Dieser Roman bietet wirklich eine Menge an Spannung und Abwechslung. Was jetzt auch immer deutlicher zu erkennen ist, ist die Veränderung der politischen Lage innerhalb des Deutschen Reiches. Diese machen selbst vor den Hansens nicht Halt, was Ellin Carsta sehr realistisch darstellt.
Mir gefallen auch weiterhin die tagebuchähnlichen Einträge, die jedes Kapitel einleiten. Sie fassen die Gefühle und Emotionen auch weiterhin gut zusammen, leiten aber auch die Denkvorgänge des jeweiligen Familienmitgliedes in der aktuellen Situation ein.
Der Leser weiß zu jeder Zeit, was welches Familienmitglied gerade bewegt, was es denkt und welche Auswirkungen diese Gedankengänge vermutlich auf den Rest der Familie haben werden.
Besonders stechen dabei auch wieder Therese und vor allem Georg hervor. Sie stellen weiterhin den Fels in der Brandung der Hansens dar. Vor allem Georg ist dabei das größte Vorbild und seine Weitsicht und Liebe sind dabei beispielhaft. Er ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen.
Trotz dessen, dass es sich um eine Menge Familienmitglieder handelt und jedes Mitglied auch zu Wort kommt, wird die Geschichte nicht unübersichtlich und bleibt für all jene, die sich bei den Hansens auskennen, auch weiterhin übersichtlich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2025

Aufbruchstimmung

Die Telefonistinnen - Verbindungen fürs Leben
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Die fünf Freundinnen stehen nun wieder voll im Leben und jede hat ihre Ziele, aber auch ihre Probleme.
Gisela möchte endlich ein Leben mit Anton führen. Hanni träumt immer noch von einem eigenen Atelier, ...

Die fünf Freundinnen stehen nun wieder voll im Leben und jede hat ihre Ziele, aber auch ihre Probleme.
Gisela möchte endlich ein Leben mit Anton führen. Hanni träumt immer noch von einem eigenen Atelier, aber ihre Gedanken sind weiterhin bei ihrer großen Liebe Dean.
Julia tut alles, um Hanni zu helfen und begegnet dabei immer wieder Karl, der etwas in ihr zum Klingen bringt. Gleichzeitig gehen die beiden einem langgehüteten Geheimnis auf die Spur.
Charlie müsste eigentlich mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen stecken, aber in ihrer Sturheit konzentriert sie sich auf die Gründung eines Betriebsrats bei Pering und Erna wünscht sich nichts sehnlicher als in der Nähe ihres Enkels zu sein.

„Die Telefonistinnen - Verbindungen fürs Leben“ ist Band drei und damit der abschließende Band der „Die Telefonistinnen - Saga“ von Nadine Schojer.
Die Aufbruchstimmung bei den fünf Angestellten der Versicherungsanstalt Peking ist deutlich zu spüren. Nadine Schojer schafft es, die Fröhlichkeit, die im Leben der Frauen wieder angekommen ist, aber vor allem ihr wieder erstarktes Selbstbewusstsein, nach den langen Entbehrungen des Krieges, mitreißend darzustellen.
Wenn man die beiden Vorgängerbände kennt, ist man schnell wieder in der Geschichte drin. Dies wird aber auch durch den fröhlichen Schreibstil der Autorin vereinfacht.
Der Leser kann weiterhin der Entwicklung von Hanni, Gisi, Erna, Julia und Charlie folgen. Während ich gerade im ersten Band noch mit Julia und Charlie gefremdelt habe, haben die beiden sich so zu ihrem Vorteil entwickelt, dass es mir eine Freude war, ihre Geschichten zu verfolgen. Ich konnte die Entwicklung jeder einzelnen der Frauen verfolgen und dennoch ist es der Autorin gelungen, die einzelnen Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.
In diesem Teil haben mir die Liebesgeschichten besonders gefallen. Ich empfand sie als nicht zu kitschig und sehr realitätsnah. Sicher waren sie an manchen Stellen vorhersehbar, aber nie zu übertrieben.
Sehr emotional fand ich die Geschichten um Hanni und Julia und deren Familien. Hier sind nach wie vor die Spätfolgen des Krieges, aber auch die Schattenseiten, die es während des Krieges gab, zu spüren.
Das Ende ist vielleicht etwas weichgespült, aber mir hat es gefallen und ich fand es absolut passend als Abschluss der kompletten Reihe.

Fazit des Buches und der drei Bände: Eine mitreißende Geschichte über fünf Freundinnen, die den Krieg hinter sich gelassen haben und die Zeichen der Zeit nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Dabei schildert die Autorin eindrucksvoll die Entwicklung der Selbstsicherheit der fünf Frauen und der Leser fiebert den Entwicklungen entgegen.
Wer also Romane über Aufbruchstimmung, Freundschaft und selbstbewusste Frauen mag, ist bei dieser Saga völlig richtig, sollte sie jedoch als komplette Reihe lesen!

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.01.2025

Besondere Freundschaften

Der Buchspazierer
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Karls Leben sind Bücher. Als Buchhändler im Ruhestand ist er noch bei seiner alten Wirkungsstätte angestellt und liefert täglich spazierend Bücher an Kunden aus. Seine Kunden sind aber genau wie Karl besonders. ...

Karls Leben sind Bücher. Als Buchhändler im Ruhestand ist er noch bei seiner alten Wirkungsstätte angestellt und liefert täglich spazierend Bücher an Kunden aus. Seine Kunden sind aber genau wie Karl besonders. Als sich dann eines Tages die kleine Schascha bei seinen Spaziergängen dazugesellt, lernt Karl das Leben auf eine andere Art zu genießen.

„Der Buchspazierer“ von Carsten Henn ist ein Roman, der eine andere Sicht auf das Leben, aber auch den Umgang mit Menschen und Büchern gibt. Es ist ein Werk, das sehr tiefgreifend wirkt. Auch wenn Carsten Henn Karl anfangs als unnahbar und ein bisschen verschroben darstellt, ist dieser ein herzensguter Mensch, der gern seinesgleichen etwas Gutes tut. Seinesgleichen sind Menschen, die nicht den Normen der Gesellschaft entsprechen, die bunt sind, etwas zu verbergen haben oder einfach vom Leben gezeichnet sind.
Karl Kollhoffs Geschichte in Verbindung mit Schaschas „Eingreifen“ steht dafür, einmal über den Tellerrand hinauszusehen, sich die Zeit zu nehmen, sein Gegenüber zu studieren, zu lernen, deren Gefühlswelt zu erkunden und ihnen eine helfende Hand zu reichen, als ein stiller, helfender Gast zu fungieren.

Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung für alle, die Bücher lieben, die ein Herz für Menschen haben, nicht über andere lachen und gern über den Tellerrand hinausschauen. 
Als Bücherfan ist dieses Buch einfach ein Muss!!


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Veröffentlicht am 22.12.2024

Frauenpower

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Der letzte Tag ist vorüber und Johanne verlässt ihren langjährigen Arbeitsplatz, um ins Rentnerleben zu starten. Doch sie hat die Rechnung ohne die liebe Verwandtschaft gemacht. 
Nachdem der Mann ihrer ...

Der letzte Tag ist vorüber und Johanne verlässt ihren langjährigen Arbeitsplatz, um ins Rentnerleben zu starten. Doch sie hat die Rechnung ohne die liebe Verwandtschaft gemacht. 
Nachdem der Mann ihrer Cousine die familieneigene Reederei an die Wand gefahren hat, müssen die Johanson-Frauen das sinkende Schiff retten, allen voran Johanne.

„Die Famlienangelegenheiten der Johanne Johansen“ von Dora Heldt gibt die Familiengeschichte der fiktiven Familie Johansen wider.
Ich fand den Titel etwas außergewöhnlich, aber er zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Ich höre nicht viele Hörbücher, aber dieses hat mich absolut gefesselt. Vera Teltz als Sprecherin hat es geschafft, die Figuren des Romans so toll vorzulesen und die Stimme dabei an die jeweiligen Charaktere anzupassen, dass ich bezweifle, dass es mir beim eigenen Lesen auch nur annähernd so gelungen wäre, dieses Buch so genießen zu können.
Dora Heldt hat mit Johanne eine sehr pragmatische, unnahbare, aber doch tolle und starke Frau geschaffen. Sie hat eine so trockene Art, dass sie einen quasi beim Hören geerdet hat. 
Richtig gut gefallen hat mir auch die Figur der Edda. Sie ist der gute Geist, quasi die graue Eminenz des Hörbuchs, was die Sprecherin auch eindrucksvoll an der ruhigen, aber freundlichen Stimmlage aufgezeigt hat.
Überhaupt ist dies ein Roman über starke Frauen, Zusammenhalt, Familie und Freundschaft, der zeigt, dass Frauen mitunter immer noch völlig unterschätzt werden, aber für ihren Erfolg auch keine große Kulisse benötigen.
Alle Frauen, die außerdem in diesem Roman erwähnt werden, wie Luise, Emma, Paula, Frieda und auch Renate dienen durchaus als Vorbild für alle Frauen.

Fazit: Einfach ein wunderbarer Gegenwartsroman, den man gelesen oder gehört haben muss, wenn man ein Fan von Romanen über erfolgreiche Frauen ist!!!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Vom Suchen und Finden

Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens
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Madge ist die tugendhafte Tochter, die ihre Geschwister im Eiskunstlauf trainiert. Durch Zufall lernt sie dabei Julianna kennen, die ihr die neue Art des Eiskunstlaufes zeigt. Als Madge in Juliannas Schuld ...

Madge ist die tugendhafte Tochter, die ihre Geschwister im Eiskunstlauf trainiert. Durch Zufall lernt sie dabei Julianna kennen, die ihr die neue Art des Eiskunstlaufes zeigt. Als Madge in Juliannas Schuld steht, ist Madges innerer Ehrgeiz geweckt, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen und das Preisgeld zu gewinnen. Dabei will ihr Rufus behilflich sein, doch Eiskunstlauftrainer Edgar sieht das anders.

„Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens“ von Rena Rosenthal ist Band 2 der „Eispalast-Saga“.
Auffallend ist bei diesem Buch schon das wunderschöne Cover, welches in einem tollen Blau gehalten ist, das zum Titel des Buches passt.
Mit den beiden Protagonistinnen Madge und Julianna hat Rena Rosenthal zwei absolute Gegenteile geschaffen. Dennoch schafft sie es in kürzester Zeit, diese Gegenteile zu einer Einheit zu formen, die es dem Leser von den ersten Seiten an einfach macht, der Geschichte zu folgen.
Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der beiden Frauen geschildert wird. Dies erfolgt in Form der Ich-Perspektive. Normalerweise tue ich mich schwer mit diese Erzählweise, aber in dieser Geschichte fiel mir dies gar nicht auf, sondern machte das Lesen sehr angenehm.
Das Salz in der Suppe war für mich die Geschichte zwischen Edgar und Madge. Aber auch Juliannas Suche nach ihrer Mutter sorgte für eine emotionale Abwechslung.
Historisch interessant fand ich die Aspekte über die Suffragistinnen, die ich schon kannte, doch deren Gegenbewegung - die Anti-Suffragetten - waren mir noch nicht bekannt.

Zusammenfassend ist dies ein wunderschöner Roman, der gerade in der Weihnachts- oder Winterzeit zum Lesen einlädt, mitreißt und auch den Ein oder Anderen romantischen Aspekt, aber auch überraschenden Momente bereithält.
Eine Empfehlung für alle Fans historischer oder romantischer Romane.

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