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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Gemütlicher Weihnachtskrimi

Geld oder Lebkuchen
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Die Autorin entführt uns auf meine Lieblingsinsel Sylt, wo der Rentner Ernst Mannes und seine Freunde in ein turbulentes Abenteuer geraten. Der örtliche Bankfilialenleiter hat das Spendengeld für bedürftige ...

Die Autorin entführt uns auf meine Lieblingsinsel Sylt, wo der Rentner Ernst Mannes und seine Freunde in ein turbulentes Abenteuer geraten. Der örtliche Bankfilialenleiter hat das Spendengeld für bedürftige Kinder gestohlen, also beschließen die Rentner, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit einer guten Portion Chaos, Herz, Humor und etwas Spannung entwickelt sich eine unterhaltsame Kriminalgeschichte.
Das Buch lebt von den liebenswerten Charakteren und der weihnachtlichen Adventszeit auf Sylt. Dora Heldt hat einen lockeren und leichten Schreibstil, wodurch sich das Buch schnell und angenehm lesen lässt. Es ist ein Unterhaltungskrimi, der mit einem Augenzwinkern daherkommt, und weniger ein blutiger und hochspannender Thriller. In meinen Worten: eine harmlose Kriminalerzählung auf der winterlichen Insel Sylt.
„Geld oder Lebkuchen“ eignet sich hervorragend, um in der kalten Jahreszeit noch ein wenig Weihnachtsstimmung zurückzuholen oder sich das Buch für die kommende Adventszeit auf die Leseliste zu setzen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein Kriminalfall zwischen Spannung und Gemütlichkeit

Der Weihnachtsmordclub
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Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, ...

Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, auch bekannt als die „Häkeldamen“ – helfen bei den Vorbereitungen für das Krippenspiel in Archsum. Doch statt festlicher Stimmung herrscht in der Kirche eine angespannte Atmosphäre, als mehrere Diebstähle passieren. Die Situation eskaliert, als die Leiterin der Jugendgruppe vom Stern von Bethlehem erschlagen wird. Während die Kirchenverantwortlichen von einem Unfall ausgehen, sind die Häkeldamen überzeugt, dass es sich um einen Mord handelt, und nehmen die Ermittlungen selbst in die Hand.

Dieser weihnachtliche Krimi ist eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich hervorragend als Hörbuch eignet. Es fordert den Hörer nicht zu viel Aufmerksamkeit und lässt sich entspannt nebenbei genießen. Die Sprecherin Christ Nonnast bringt die verschiedenen Charaktere lebendig zum Leben, indem sie mit unterschiedlichen Stimmen und Akzenten spielt. Besonders die Häkeldamen, mit ihrer charmanten, aber auch etwas schusseligen Art, stehen im Mittelpunkt und treiben die Handlung voran.

Die weihnachtliche Atmosphäre wird gut eingefangen, doch das Setting auf Sylt bleibt eher blass und hätte genauso gut an einem anderen Ort spielen können. Der Spannungsbogen ist, wie es bei vielen „Cosy Crime“-Romanen der Fall ist, eher flach, und die Auflösung des Falls fällt unspektakulär und wenig packend aus.

Insgesamt ist Der Weihnachtsmordclub ein leichter Wohlfühlkrimi, der vor allem durch seine sympathischen Hauptfiguren und humorvolle Momente unterhält. Wer unblutige Krimis mit einer festlichen Note sucht, wird hier fündig. Die Häkeldamen waren für mich jedoch zu klischeehaft, und ihre schrulligen Eigenheiten wirkten teils übertrieben. Der Kriminalfall selbst hätte spannender und fesselnder sein können – so bleibt das Hörbuch eher gemütlich und entspannt als packend.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Wenn der Friedhof zum Tatort wird

Es rappelt in der Kiste
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"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad ...

"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad Leisegang nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Rückzugsort. Doch als er ein altes Grab räumen will, entdeckt er eine zweite Leiche darunter. Gleichzeitig stirbt ein Passagier auf einem Flug aus Bogotá nach Deutschland, und kurz darauf wird ein Wachmann in der benachbarten Rechtsmedizin ermordet. Sind diese drei Ereignisse Zufall oder hängen sie zusammen? Gemeinsam mit dem befreundeten Schüler Martin taucht Konrad in die Geheimnisse des Friedhofs und der Verstorbenen ein und stößt auf ein gefährliches Netz aus Verbrechen, das ihn selbst in Gefahr bringt.

Das Buch punktet mit einem angenehmen, leicht verständlichen Schreibstil und abwechslungsreichen, interessanten Charakteren. Besonders der atmosphärische Schauplatz des Friedhofs verleiht der Geschichte einen einzigartigen Charme. Der Autor hat viel Hintergrundwissen über den Melatenfriedhof in die Erzählung einfließen lassen. Der Einstieg in die Handlung ist flüssig und fesselnd, und die Grundspannung bleibt zunächst erhalten. Im Verlauf wird die Geschichte jedoch stellenweise langatmig und verliert an Tempo, bevor sie erst zum Ende hin wieder an Fahrt aufnimmt. Nicht alle Handlungen der beteiligten Personen konnte ich nachvollziehen, manches erschien mir doch sehr konstruiert.
Es gibt humorvolle Momente, doch der Fokus liegt auf dem ernsten Kriminalfall, der zwar reizvoll ist, aber zu sehr in die Länge gezogen wirkt. Für Fans von skurrilen und unterhaltsamen Krimis ist das Buch sicherlich einen Blick wert – insgesamt bleibt es jedoch Geschmackssache. Für mich war es ein solider Friedhofskrimi, der mich aber nicht nachhaltig beeindrucken konnte.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Unterhaltsames Hörbuch, teilweise unübersichtlich

Wir finden Mörder (We Solve Murders-Serie 1)
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In „Wir finden Mörder“ von Richard Osman dreht sich alles um Amy Wheeler, eine Personenschützerin, die die berühmte Thrillerautorin Rosie D’Antonio bewachen soll. Doch als Amy verdächtigt wird, einen Mord ...

In „Wir finden Mörder“ von Richard Osman dreht sich alles um Amy Wheeler, eine Personenschützerin, die die berühmte Thrillerautorin Rosie D’Antonio bewachen soll. Doch als Amy verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben, bittet sie ihren Schwiegervater Steve, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, den wahren Täter zu finden und Amys guten Ruf wiederherzustellen.

Das Hörbuch wird von Richard Barenberg und Wolfgang Wagner gelesen, die ihre Sache gut machen und die Dialoge lebendig wirken lassen. Die Figuren sind charmant und witzig. Besonders Amy, Steve und Rosie sind sympathisch und sorgen für unterhaltsame Momente. Der trockene britische Humor, für den Richard Osman bekannt ist, kommt hier wunderbar zur Geltung.

Leider hat das Hörbuch aber auch Schwächen. Es gibt sehr viele Protagonisten und Schauplätze, die häufig wechseln. Beim Zuhören wird das schnell unübersichtlich, vor allem, weil keine sichtbaren Kapitel oder Markierungen vorhanden sind, wie in einem Buch. Auch war mir nicht immer klar, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammengehören. Das hat meinen Hörgenuss etwas getrübt.

Die Geschichte selbst ist durchaus spannend, aber durch die vielen Nebenfiguren und Handlungsorte etwas verwirrend. Für mein Empfinden war die Story etwas zu sehr in die Länge gezogen, und mir fehlte ein klarer roter Faden, an dem sich die Handlung entlang entwickelt. Der britische Humor und die liebenswerten Charaktere machen diese Schwächen jedoch teilweise wett. Trotzdem hatte ich mir insgesamt mehr versprochen und bin mir unsicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

„Wir finden Mörder“ ist trotz allem ein unterhaltsames Hörbuch mit witzigen Figuren und viel britischem Charme. Wer aufmerksam zuhören kann und Osmans Stil mag, wird sicher Freude daran haben. Für alle, die es lieber klarer und strukturierter mögen, könnte die gedruckte Buchversion besser geeignet sein.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen

Ordnung für immer
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„Ordnung für immer“ von Gunda Borgeest bietet eine grundlegende Einführung in das Thema Ordnung und richtet sich besonders an Einsteiger, die noch keine Vorkenntnisse haben. Die Autorin beleuchtet psychologische ...

„Ordnung für immer“ von Gunda Borgeest bietet eine grundlegende Einführung in das Thema Ordnung und richtet sich besonders an Einsteiger, die noch keine Vorkenntnisse haben. Die Autorin beleuchtet psychologische Aspekte, gibt praktische Tipps und bietet Hilfestellungen wie Typentests und Checklisten. Ihr Schreibstil ist angenehm und verständlich, und die klare Gestaltung des Buches passt gut zum Thema und spricht mich optisch an.
Für Leser, die bereits Erfahrung mit ähnlicher Literatur haben, bleibt das Buch jedoch hinter den Erwartungen zurück. Viele der vorgestellten Konzepte und Ratschläge sind mir schon bekannt und wurden bereits in anderen Büchern ausführlicher behandelt. Innovative Ansätze oder neue Ideen habe ich leider nicht gefunden. Zudem sind die praktischen Anwendungen oft oberflächlich oder zu allgemein gehalten, um mir einen echten Mehrwert zu bieten. Beispielsweise wirken der Aufräumkalender und die Checklisten wenig hilfreich, da ihnen Tiefe und Struktur fehlen. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich in unserem Familienhaushalt bereits viele Routinen etabliert habe und daher Punkte wie z.B. Betten machen oder durchlüften nicht extra aufgelistet brauche, da sie selbstverständlich erledigt werden.
Positiv hervorzuheben ist, dass Borgeest verschiedene Lebenssituationen und Ordnungstypen anspricht und auch das Zusammenleben mit anderen Ordnungstypen sowie die Einbindung von Kindern thematisiert. Dennoch fühlt sich die Umsetzung oft unzureichend und irgendwie schwammig an. Besonders Leser mit konkreten Erwartungen an detaillierte Anleitungen oder neue Ordnungssysteme dürften enttäuscht sein.
Insgesamt eignet sich „Ordnung für immer“ als Einstieg in die Thematik, kann aber mit anderen, fundierteren Werken zum Thema nicht mithalten. Wer bereits mit Ordnungsliteratur vertraut ist, wird hier wenig Neues finden.

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