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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2024

Urlaubsfeeling mit jeder Menge Spannung

One of the Girls
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Meine Meinung

Flirrende Sonne und das rauschende Meer laden an traumhaften Sandstränden einer griechischen Insel zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Eine abgelegene Villa mit Meerblick bietet den gewünschten ...

Meine Meinung

Flirrende Sonne und das rauschende Meer laden an traumhaften Sandstränden einer griechischen Insel zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Eine abgelegene Villa mit Meerblick bietet den gewünschten Rückzugsort – doch nur dann, wenn alle das Gleiche wollen ...

Lexi feiert mit fünf Freundinnen in Griechenland ihren Junggesellinnenabschied. Doch nicht alle Frauen sind untereinander befreundet. Trotz der traumhaften Atmosphäre an diesem wundervollen Ort spielen nicht alle mit offenen Karten.

Diese Geschichte ist Urlaub pur. Da ich selbst schon in Griechenland Urlaub gemacht habe, fiel es mir leicht, in Urlaubslaune zu kommen. Die Handlung plätschert zwar gemütlich vor sich hin, verliert dabei aber nie an Spannung. Aus verschiedenen Perspektiven lernt man jede der Frauen kennen, erfährt von ihren Unsicherheiten und erkennt bald, dass sich einige hinter einer Fassade verstecken.

Bei köstlichem Essen kommen Geheimnisse zum Vorschein, die der entspannten Atmosphäre schaden. Was mir besonders gut gefallen hat: Ich konnte nichts vorhersehen. Als Leserin wurde ich immer wieder in tiefe Abgründe gestoßen.

Fazit
Das war nicht mein erstes Buch von Lucy Clarke. Die Autorin versteht es wunderbar, Urlaubsfeeling mit menschlichen Abgründen zu verweben. Die Figuren sind überzeugend gezeichnet. Das Setting spiegelt die fiktive griechische Insel wider.

One of the Girls konnte mich bisher am meisten überzeugen. Ich liebe ruhige Thriller, die durchgehend spannend sind und ohne großes Blutvergießen auskommen.

Danke Lucy Clarke. Ich hatte spannende Lesestunden in Griechenland verbracht.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Tolle Handlung und ein absoluter Hörgenuss

Weihnachten mit Ingrid Noll
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Meine Meinung

Heute möchte ich Euch ein Hörbuch vorstellen. Hab und Gier ist einfach nur köstlich anzuhören. Die Erzählstimme von Uta Halland passt wunderbar zu dem humorvollen Krimi. Bisher habe ich ...

Meine Meinung

Heute möchte ich Euch ein Hörbuch vorstellen. Hab und Gier ist einfach nur köstlich anzuhören. Die Erzählstimme von Uta Halland passt wunderbar zu dem humorvollen Krimi. Bisher habe ich von Ingrid Noll Gruß aus der Küche gelesen und nun Hab und Gier gehört. Das möchte ich unbedingt auch noch als Printausgabe genießen.

Frau Noll besitzt das Talent, einen Mord mit Humor zu veredeln. Ja, veredeln ist für mich das richtige Wort. Denn sowohl die Handlung als auch die Protagonisten konnten mich von Anfang an abwechselnd fesseln und zum Lachen bringen. Ich mochte sie alle. Sogar die Mörder besitzen einen gewissen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Angefangen hat alles mit einem Gabelfrühstück. Die Bibliothekarin Karla ist endlich in Rente, als sie eine Einladung von ihrem früheren Kollegen Wolfram erhält – zum schon erwähnten Gabelfrühstück. Karla nimmt die Einladung an. Wolfram ist todkrank. Karla soll sich um ihn kümmern und dafür sein ganzes Hab und Gut erben. Alles erbt sie jedoch nur, wenn sie ihm, sobald Morphium nicht mehr hilft, den Hals umdreht. Sie holt ihre frühere Kollegin und Freundin Judith mit ins Boot. Die sieht der Wolfram sehr gerne. Was er nicht sieht: die Hab und Gier in ihren Augen.

Ich erzähle jetzt nichts mehr. Diese wunderbare Geschichte sollte jeder für sich entdecken. Sie versprüht Herzenswärme, Skrupellosigkeit, Humor, Habsucht und Gier.

Das Ende bleibt irgendwie offen. Für Karla kann ich nur hoffen ...

Herzlichen Dank, Ingrid Noll!

Von mir eine klare Empfehlung. Ich bin mittlerweile ein absoluter Ingrid-Noll-Fan.

Was mich etwas traurig stimmt: Uta Halland ist 2022 mit 83 Jahren verstorben. Ihre tolle Erzählstimme bleibt uns jedoch erhalten.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Gone with the Wind

Gone with the Wind – Eine Liebe in Hollywood und der größte Film aller Zeiten
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Meine Meinung

Von "Vom Winde verweht" kenne ich weder das Buch noch den Film. Dennoch habe ich diese Romanbiografie sehr gerne gelesen. Jetzt habe ich richtig Lust auf den Filmklassiker aus Hollywood ...

Meine Meinung

Von "Vom Winde verweht" kenne ich weder das Buch noch den Film. Dennoch habe ich diese Romanbiografie sehr gerne gelesen. Jetzt habe ich richtig Lust auf den Filmklassiker aus Hollywood bekommen.

Irgendwie weiß ich nicht, was ich von Vivien Leigh halten soll. Die Theaterschauspielerin las das Buch "Vom Winde verweht", ein Werk aus der Feder von Margaret Mitchell, das 1936 die Bestsellerlisten stürmte und in Vivien den starken Wunsch schürte, die Hauptrolle als Scarlett O’Hara zu bekommen. Die Britin wurde tatsächlich auserwählt.



Schon vor ihrer großen Filmrolle hatte sich Vivien von ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter getrennt. Sie fühlte sich nur auf der Theaterbühne wohl. Dort lernte sie ihre wirklich große Liebe Laurence Olivier kennen und lieben. Beide brannten für das Theater. Beide verließen ihre Ehepartner und Kinder. Ihre Liebe ließ sie so manche Hürde meistern.



Ich konnte gut verstehen, dass Vivien sich diesen großen Traum erfüllen wollte und es letztendlich auch tat. Aber im Hinterkopf hatte ich immer das Bild eines kleinen Mädchens, das seine Mutter nie sah. In wen man sich verliebt, hat man nicht im Griff. Ich denke, da sind wir wohl alle machtlos. Aber sein kleines Kind zurückzulassen, übersteigt mein Verständnis.



Die Dreharbeiten verlangten Vivien alles ab. Nur ihre große Liebe zu Laurence ließ sie die Strapazen meistern. Wie dieser Film entstand, empfand ich als Abenteuer pur. So viele Probleme bei einem Filmdreh vermutet man beim Filmeschauen wirklich nicht. Ich war stellenweise selbst gestresst beim Lesen und konnte Vivians Erschöpfung förmlich spüren.



Clark Gable, in der Rolle des Rhett Butler, war Vivien anfangs nicht sonderlich sympathisch. Wie soll man Filmküsse miteinander tauschen, wenn man sich unsympathisch ist? Auch für mich kam Clark Gable anfangs etwas überheblich rüber. Manchmal benahm er sich wie eine Diva, der man nichts recht machen konnte. Im späteren Verlauf änderte ich jedoch meine Meinung. Warum, solltet ihr am besten selbst lesen. Clark Gable konnte mit seiner fairen Einstellung zu Menschen bei mir punkten.

Ich sah Parallelen zu Viviens realem Leben. Eine Liebe, für die ihr kein Weg zu weit war.

Vivien hatte wirklich Glück, als Britin die Rolle der Scarlett O’Hara zu ergattern. Neben den strapaziösen Dreharbeiten wurde ihr das prüde Amerika zum Verhängnis. Sie musste ihre Liebe zu Laurence Olivier geheim halten. Die Amerikaner hätten keine Schauspielerin geduldet, die verheiratet ist und fremdgeht. Aber Laurence war nun mal der Mann, der Vivien Leigh Kraft gab.

Fazit

Die Hintergrundinformationen zu diesem Südstaatendrama fand ich hochinteressant. Das Klima hinter den Kulissen war für mich erschütternd. Ein total nervöser Regisseur und cholerische Drehbuchautoren stellten Vivien Leighs Entscheidung, die Rolle anzunehmen, mehrmals in Frage. Ich empfehle auch das Nachwort und die Literaturempfehlungen zu lesen.

The End

Danke Charlotte Leonard. Ich war von Anfang bis Ende von der Geschichte gefesselt.

Von mir eine klare Empfehlung

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Veröffentlicht am 09.12.2024

William Tapping werde ich nicht mehr vergessen

Scheue Wesen
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Meine Meinung

William Tapping werde ich nicht mehr vergessen

Nach Kleine Freuden konnte mich Clare Chambers erneut mit Scheue Wesen überzeugen. Wieder hat mich die Lebendigkeit ihrer Figuren total ...

Meine Meinung

William Tapping werde ich nicht mehr vergessen

Nach Kleine Freuden konnte mich Clare Chambers erneut mit Scheue Wesen überzeugen. Wieder hat mich die Lebendigkeit ihrer Figuren total begeistert. Mit William hat sie eine Person gezeichnet, die mich emotional sehr berührt hat. Kennengelernt habe ich den stummen Mann in den 60er Jahren. Verwildert, mit einem ungewöhnlich langen Bart und Haaren, gibt er ein erbarmungswürdiges Bild ab. Mit seiner betagten Tante Luise haust er in einem heruntergekommenen Cottage, das er seit Jahren nicht mehr verlassen hat. Nach einem lautstarken Streit alarmieren Nachbarn die Polizei. Keiner wusste, dass es William überhaupt gibt. Seine Tante und er landen in einer psychiatrischen Klink. Dort lernt William die empathische Helen Hansford kennen. Die Kunsttherapeutin hat das Herz am rechten Fleck. Zusammen mit dem Arzt Gil, versuchen sie William zu helfen, ein eigenbestimmtes Leben zu führen.

Helen führt ihren Beruf mit großer Leidenschaft aus. Für sie zählt nur das Wohl der psychisch kranken Menschen. Auch Gil ist überzeugt; die Patienten brauchen viel Zuwendung, statt Unmengen Medikamente. Die Einstellung der beiden hat sie mehr sehr sympathisch gemacht.

Die Affäre zwischen dem verheirateten Gil und Helen passt wunderbar in die Geschichte. Sie hat gezeigt, dass auch einfühlsame Menschen nicht immer ein moralisch tadelloses Leben führen.

In dieser Geschichte menschelt es gewaltig. In verschiedenen Zeitebenen erfahren wir abwechselnd aus der Perspektive von Helen und William, das ganze Ausmaß einer großen Tragödie, basierend auf einer wahren Begebenheit. Für mich war es manchmal sehr hart mitzuerleben, was William alles erleiden musste.

Einzig eine Person ist für diese Tragödie verantwortlich. Sämtliche andere Personen haben auch falsch gehandelt, aber sie waren sich dessen nicht bewusst. Sie hatten nach besten Wissen und Gewissen gehandelt. Aber diese eine Person hat einen Stein ins Rollen gebracht, der durch falsches Handeln lange Zeit nicht mehr zu stoppen war.

Ich bin von dem Schreibstil der Autorin sehr angetan. Clare Chambers schreibt sich in die Seele des Lesers und erzeugt ein emotionales Kopfkino.

Die komplexe Geschichte beinhaltet wichtige Themen, darunter den Alltag in einer psychiatrischen Klink. Der zweite Weltkrieg spielt eine untergeordnete Rolle, da die Thematik nur kurz angeschnitten wird. Ich empfehle das Nachwort zu lesen.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke Clare Chambers.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Spannend und unvorhersehbar

Stalker – Er will dein Leben.
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Meine Meinung

Spannend und unvorhersehbar

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und in ihren Bann gezogen. Es war unmöglich, mich dem Sog der Handlung zu entziehen. Herr Strobel spielt gekonnt ...

Meine Meinung

Spannend und unvorhersehbar

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und in ihren Bann gezogen. Es war unmöglich, mich dem Sog der Handlung zu entziehen. Herr Strobel spielt gekonnt mit den Ängsten, die wohl jeder Nutzer sozialer Netzwerke kennt.

Eric Sanders, ein Theaterschauspieler, erlebt den ultimativen Alptraum. Nach einer beeindruckenden Rolle in einer Tatort-Folge wird er über Nacht berühmt. Doch kurz darauf stößt er auf einen Facebook-Account, der vorgibt, er selbst zu sein. Als der Stalker seine Frau und Sohn entführt, muss sich Eric mit seiner mysteriösen Vergangenheit auseinandersetzen.



Wie genial ist dieser Thriller bitte? Ich hatte unzählige Vermutungen, doch am Ende traf lediglich eine davon zu. Die vielen Wendungen haben mich immer wieder überrascht und völlig mitgerissen.

Die Tatsache, dass auch Kinder betroffen sind, verleiht der Geschichte eine zusätzliche emotionale Tiefe und macht sie besonders eindringlich.

Nichts ist, wie es scheint. Niemandem kann man wirklich vertrauen.

Fazit

"Stalker" ist nun der zweite Thriller von Arno Strobel, den ich gelesen habe, und auch dieser hat mich überzeugt. Die Handlung wirkt größtenteils erschreckend realistisch. Ob es tatsächlich möglich ist, Teile des Gedächtnisses gezielt auszulöschen, kann ich nicht beurteilen – aber die Vorstellung ist durchaus glaubwürdig, beängstigend und faszinierend zugleich.

Einziger Kritikpunkt: Ich hätte gerne mehr über Erics Frau und seinem besten Freund erfahren. Dennoch von mir eine klare Empfehlung.

Danke Arno Strobel. Ich hatte spannende Lesestunden.

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