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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2025

Schrebergartenglück

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll
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Das Buch ist extrem inspirierend. Nach der Lektüre und dem Genuss der vielen tollen Bilder überlegt man sofort, wie und wann man einige Ideen umsetzen kann. Gerade das Unperfekte, das den Dingen ...

Das Buch ist extrem inspirierend. Nach der Lektüre und dem Genuss der vielen tollen Bilder überlegt man sofort, wie und wann man einige Ideen umsetzen kann. Gerade das Unperfekte, das den Dingen auch Freiraum zur Entwicklung gibt, gefällt mir sehr.
Die Autorin nimmt uns mit auf den Weg zu ihrem Gartenglück. Vom langeweiligen Vorher mit strenger Hecke vor dem Zaun (zum Zeitpunkt der Übernahme) bis zum lebhaften Nachher mit einem Naturgarten, der die reinste Wohlfühloase geworden ist.
Sie teilt diverse Erfahrungen und gibt viel Inspiration mit. Gerade auch der Ansatz alte Materialien wiederzuverwerten, z.B. das tolle Gewächshaus aus alten Fachwerkfenstern, haben mir sehr gefallen. Der Schreibstil kommt locker flockig daher und so verweilt man gerne in dem Buch. Ein paar Rezepte runden das ganze ab. Sicherlich ein gelungenes Werk, vor allem wenn man einen Garten neu gestalten möchte, aber auch wenn man neue Ideen für einen bereits exisitierenden Garten benötigt.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

eine außerordentlich gute Erzählung

Ginsterburg
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Ein außerordentlich guter Roman. Ich mochte schlichtweg alles, über den realistischen Schreibstil bis hin zu der Zeitgliederung und dem Ende. Am Beispiel einer fiktiven deutschen durchschnittlichen ...

Ein außerordentlich guter Roman. Ich mochte schlichtweg alles, über den realistischen Schreibstil bis hin zu der Zeitgliederung und dem Ende. Am Beispiel einer fiktiven deutschen durchschnittlichen Stadt namens Ginsterburg taucht man ein in das Geschehen und das einmal 1935, dann 1940 und schließlich 1945.
Man begleitet die ganz unterschiedlichen Darsteller auf deren Lebensreise und lernt an deren Umgang mit dem Nationalsozialismus plausibel, wie es wohl gewesen sein könnte. Es ist ein Querschnitt aus Anpassern, Strebern, blinder Ereiferungen und aber auch einigen, die ihren Kopf nicht dem NS hingeben und sich treu bleiben.
Davor hatte ich noch nichts von dem spektakulären Raketenstart der Natter durch Lothar Sieber gehört. Ihn gibt es wirklich, sein Schicksal wird mir durch das Buch im Gedächtnis bleiben. Perfekt wäre für mich noch ein kurzer Abspann gewesen in dem man erfährt, was der Autor der Realität entnommen hat und wo genau die Grenzen der Fiktion verlaufen.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

nicht nur der Titel ist besonders

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Was ein Vergnügen! Dieses Buch konnte ich nur äußerst ungern aus der Hand legen und dabei ist das hier kein fesselnder Thriller. Aber der Schreibstil mit viel Wortwitz und die Interaktion der ...

Was ein Vergnügen! Dieses Buch konnte ich nur äußerst ungern aus der Hand legen und dabei ist das hier kein fesselnder Thriller. Aber der Schreibstil mit viel Wortwitz und die Interaktion der einzelnen Charaktere haben mich gefangen genommen.
Es ist ein Roman unserer Zeit, keine reine Liebesgeschichte sondern durch die Brille der fast 50 jährigen Protagonistin Nina geschrieben. Sie kommt aus dem Leben als Vollzeitmami in der noblen Villa durch Scheidung nunmehr in einer kleine Wohnung als Single an, von vermeintlich wohlhabend zu arm. Aber mit der Fähigkeit sich anzupassen, um das Leben dann sogar mehr genießen zu können. Durch Zufall lernt sie einen um fast 20 Jahre jüngeren Mann kennen, der ihr Leben etwas auf den Kopf stellt. Besonders waren auch die Me Too Bewegungen, die der Roman sehr realistisch und gesellschaftskritisch aufgenommen und umgesetzt hat.
Fazit: perfekt für die Frau um die 50

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Veröffentlicht am 17.11.2024

ein Must-have

Trinken wie ein Dichter
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Das Büchlein darf in keinem Regal fehlen, wenn man sich neben dem Lesegenuß auch mal an dem ein oder anderen alkoholischen Getränk erfreuen kann. Daher durch und durch für Genußmenschen geeignet. ...

Das Büchlein darf in keinem Regal fehlen, wenn man sich neben dem Lesegenuß auch mal an dem ein oder anderen alkoholischen Getränk erfreuen kann. Daher durch und durch für Genußmenschen geeignet. Wobei die Mischung teilweise schon wild ist und durch mehrere Jahrhunderte führt. Es geht los mit Shakespeares Metheglin und endet mit einer Auswahl an Katerhilfen, z.B. der Tipp von Hemingway "Tomatensaft mit Bier".
Man fühlte sich manchen Autoren trotz der knapp umschriebenen Situationen direkt verbunden. Sicherlich, weil der ein oder andere Satz einen direkt in die jeweilige Epoche schießt. Es ist kein tiefgehendes literaturwissenschaftliches Werk, sondern eine Sammlung charmant erzählter Geschichten die Lust machen, den ein oder anderen Drink einmal auszuprobieren oder einige Werke direkt zu lesen.
Die Bilder der Dichter, zusammen mit den Rezepten sind schon besonders.
Gerade jetzt für Weihnachten ein ideales Geschenk für Liebhaber, am besten gleich mit den Zutaten für den Cocktail des Lieblingsautors.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Thomas Mann wird zum Leben erweckt

Gefährliche Betrachtungen
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Ein Werk, das Thomas Mann zum Leben erweckt. Gerade, wenn man die großen Romane von ihm schätzt, hat man hier die Möglichkeit, in die Lebensumstände der 1930ern einzutauchen. Ihn sozusagen näher ...

Ein Werk, das Thomas Mann zum Leben erweckt. Gerade, wenn man die großen Romane von ihm schätzt, hat man hier die Möglichkeit, in die Lebensumstände der 1930ern einzutauchen. Ihn sozusagen näher kennen zu lernen. Wie seine Haltung gegenüber Nazi Deutschland war und wie sich alles schon damals abzeichnete. Es bleibt nicht aus, dass aufgrund der atmosphärischen Schilderungen der Gegend, das Fernweh einsetzt. Das muss ein wunderbarer Ort sein. Die Geschichte war für mich eigentlich nur schmückendes Beiwerk. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Der Autor vermag es ausgezeichnet die damalige Zeit zu schildern. Durch die Erzählperspektive eines alten Mannes, der sich die Vergangenheit aufruft, bekommt der Roman viel Lebendigkeit. Besonders gefallen hat mir, dass am Ende aufgezeigt wurde, wo hier ganz konkret die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verlaufen.

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