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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2025

Unterhaltsame Lesestunden

Tod im Piemont - Trüffel, Nougat und Barolo
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Im Hinterland des Lago Maggiore geht es ruhiger und weniger touristisch zu. Dort, betreibt die junge Frau Sofia Dalmasso ein kleines Café in einem Bergdorf. Zu ihr kommen die Kunden nicht nur wegen ihrer ...

Im Hinterland des Lago Maggiore geht es ruhiger und weniger touristisch zu. Dort, betreibt die junge Frau Sofia Dalmasso ein kleines Café in einem Bergdorf. Zu ihr kommen die Kunden nicht nur wegen ihrer unvergleichlichen Nusstorte oder sonstigen Köstlichkeiten, sondern auch, um bei ihr einen Mokka zu bestellen, was bedeutet, dass die Menschen sich von Sofia die Zukunft voraussagen lassen. Denn von ihrer kroatischen Großmutter Valerija hat Sofia das Kaffeesatzlesen gelernt. Als eines Tages ein Fremder bei ihr einen Mokka bestellt, sieht Sofia Unheil und Tod voraus. Und kurz darauf wird der Mann ermordet aufgefunden.
Von Schuldgefühlen geplagt, dass sie den Mann nicht besser beschützen konnte, beginnt Sofia sich im Dorf umzuhören. Dabei kommt sie allerdings auch dem ermittelnden Kommissar Alessandro Ranieri in die Quere, mit dem sie jedoch bald mehr teilt als das Interesse an dem Mordfall.
Ein unterhaltsamer, nicht allzu komplexer Krimi mit Wohlfühlfaktor und einem interessanten Schauplatz.

Veröffentlicht am 05.01.2025

Was ist schon normal?

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Was ist schon normal, wenn man gerade seine Mutter durch einen Verkehrsunfall verloren hat? Und sich dann auch noch die Schuld daran gibt? Asher Hunter jedenfalls fühlt sich nicht wie andere, normale Menschen. ...

Was ist schon normal, wenn man gerade seine Mutter durch einen Verkehrsunfall verloren hat? Und sich dann auch noch die Schuld daran gibt? Asher Hunter jedenfalls fühlt sich nicht wie andere, normale Menschen. Durch seinen Vater wird er mehr oder weniger gezwungen, sich psychologische Unterstützung in einer Trauergruppe zu suchen. Völlig unerwartet findet Asher genau dort Freunde: Sloane und Will, die etwa so alt sind wie Asher, und der 80-jährige Henry. Sie alle haben jemanden verloren, der ihnen sehr wichtig war. Durch einen spontanen Einfall begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise nach Memphis, Tennessee. Allerdings verschweigt Asher seinen Mitreisenden den wahren Grund für diese Idee. In Memphis lebt der Mann, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und Asher will sich an ihm und seiner Familie rächen……..
Der Roadtrip verläuft chaotisch, mit Höhen und Tiefen und wird gerade dadurch berührend und menschlich beschrieben.
Ein Jugendbuch – auch für Erwachsene.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Schwierige Amoklage

Who's to blame - Direkt, brutal, realitätsnah: ein spannender Jugendthriller über ein brandaktuelles Thema
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Am letzten Schultag vor den Ferien bestellt der Deutschlehrer Moritz Brandl die Schülerinnen und Schüler seines Leistungskurses zu einer Podiumsdiskussion ein. Doch statt des erwarteten langweiligen Unterrichts ...

Am letzten Schultag vor den Ferien bestellt der Deutschlehrer Moritz Brandl die Schülerinnen und Schüler seines Leistungskurses zu einer Podiumsdiskussion ein. Doch statt des erwarteten langweiligen Unterrichts verriegelt der Lehrer die Tür und zieht eine Waffe: Amoklauf mal aus einer ganz anderen Perspektive. Erst nach und nach erschließt sich den Schülern die Situation. Offenbar hat sich Brandts Frau das Leben genommen und er will herausfinden, wer dafür verantwortlich ist. Haben die Schüler ihn bei der Direktorin wegen seines Alkoholproblems angeschwärzt? Mit verschiedenen Spielchen versucht er,, den oder die Schuldige herauszufinden. Dabei wird er immer verzweifelter, betrunkener, wirrer und damit natürlich auch unberechenbarer und gefährlicher.
Erzählt wird aus der Perspektive zweier SchülerInnen und einer Polizistin, was die Erzählung spannend und abwechslungsreich macht.
Auch wenn es gerade sehr in ist und sicherlich auch seine Berechtigung hat: mir persönlich war die genderneutrale Sprache und die diversen Probleme der SchülerInnen etwas zu geballt.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Serienauftakt

Wölfe von Potsdam
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Die junge Kommissarin Paula Osterholz lässt sich von Cottbus nach Potsdam versetzen: Da ihr Kollege, mit dem sie ein heimliches Liebesverhältnis hatte, bei einem ungeklärten Mordfall ums Leben kam, muss ...


Die junge Kommissarin Paula Osterholz lässt sich von Cottbus nach Potsdam versetzen: Da ihr Kollege, mit dem sie ein heimliches Liebesverhältnis hatte, bei einem ungeklärten Mordfall ums Leben kam, muss sie weg aus Cottbus, um ihr Leben wieder i n den griff zu bekommen. Bei ihrer Tante und ihrem Bruder kommt sie erst einmal unter. Gleich an ihrem ersten Tag geht es um Wölfe, die in den letzten Jahren die Wälder Brandenburgs wiederbevölkert haben. In einem Wald wurde der abgetrennte Kopf eines Wolfs gefunden und Menschen, die entweder für oder strikt gegen die Wölfe sind, sterben in einer rätselhaften Mordserie.
Paulas neuer Partner Henry Wullitzer ist ein kauziger Typ, der offenbar Schwierigkeiten hat, seinen Beruf voll zu erfüllen. Dennoch scheint er ein brillanter Ermittler zu sein und Paula und er kommen recht schnell miteinander klar.
Der Täter ist recht bald vorherzusehen, jedoch bleibt sein Motiv lange unklar. Manche Begriffswiederholungen wie z.B. die ,,Wolfromantiker“ empfand ich als störend. Dennoch ist der Fall durchaus spannend und unterhaltsam, gerade wenn man mit der Region vertraut ist. Am Ende bleiben allerdings einige Fragen offen, die, da es sich ja um einen Serienauftakt handelt, wohl im nächsten Band aufgegriffen werden.

Veröffentlicht am 17.12.2024

Nicht ganz überzeugend

The Killer Profile
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Midnight Jones arbeitet bei einem modernen Biotech-Unternehmen in London. Dort ist sie für die Auswertung psychometrischer Persönlichkeitstests zuständig. Ihre Arbeit ist gut bezahlt, die Firma aber sehr ...

Midnight Jones arbeitet bei einem modernen Biotech-Unternehmen in London. Dort ist sie für die Auswertung psychometrischer Persönlichkeitstests zuständig. Ihre Arbeit ist gut bezahlt, die Firma aber sehr hierarchisch organisiert und jeder Schritt der Mitarbeiter wird überwacht. Als sie auf ein Profil K stößt, das Profil eines Killers, glaubt ihr niemand in der Firma, allerdings wird sie gezwungen, alle Daten sofort zu löschen, womit Midnights Misstrauen geweckt ist. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord an einer jungen Frau in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft und Midnight ist sich sicher, dass es sich bei dem skrupellosen Mörder um den anonymen Bewerber mit dem Profil K handelt, Da sie in ihrer Firma niemand vertrauen kann, nicht einmal ihrer Kollegin und Freundin Amber, versucht Midnight, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch damit begibt sie sich in große Gefahr, da der anonyme Bewerber mit dem Profil K ihren Vornamen aus der automatisierten E-Mail kennt, die bei jedem Vorgang versendet wird. »Herzlichen Glückwunsch, dein Profil wird gerade von Midnight J. ausgewertet.«
Die Schilderung der Atmosphäre in Midnights Firma wirkt angsteinflößend und bedrohlich. So futuristisch die psychometrischen Tests klingen mögen, dennoch wirken sie realistisch und für bestimmte Zwecke äußerst nützlich. Auch das Vorgehen der Firma, die Menschen mit viel Geld zu ködern, unter Druck zu setzen, sie umfassend zu überwachen, klingt nach Big Brother, aber möglich. Die Handlung ist spannend und wendungsreich, allerdings sind mir die Figuren teilweise zu schwarz-weiß gezeichnet, allen voran Midnight. Zudem ist mir das Ende etwas zu actionmäßig und blutig. Auch die Motive der Auftraggeber bleiben leider etwas nebulös, weshalb mich der Thriller nicht gänzlich überzeugen konnte.