Profilbild von Buchfresserchen

Buchfresserchen

Lesejury Star
offline

Buchfresserchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchfresserchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2024

Das Leben des Louis Braille

Eine Fingerkuppe Freiheit
0

Zunächst war ich erstaunt, als ich den Namen der Familie hörte.
Ein dreijähriger Junge, der einen Unfall hatte und danach erblindete. Sein Vater, ein Sattler, darüber sehr verzweifelt. Er fördert indes ...

Zunächst war ich erstaunt, als ich den Namen der Familie hörte.
Ein dreijähriger Junge, der einen Unfall hatte und danach erblindete. Sein Vater, ein Sattler, darüber sehr verzweifelt. Er fördert indes seinen Sohn, da er das Potential erkannt hat.

Schnell war mir dann bewusst, das es sich bei dem Hörbuch, das ich mir ausgewählt hatte, ohne den Klappentext zu lesen, um den Erfinder der Blindenschrift handelte.

Louis hatte , ebenso wie andere Blinde, nicht leicht im Leben.
Mir war nicht bewusst, das man blinden Kindern schon vorher eine Schrift beibringen wollte, die den Sehenden klar war, aber sich für Blinde nicht wirklich erschloss.

Krass fand ich die Argumente die die Verfechter der Prägeschrift anbrachten, um nicht nach dem neuen, von Braille erfundenen System zu gehen. Wahrlich haarsträubend, solch eine Ignoranz von Menschen, die die Blinden nur dann fördern wollten, wenn sie wie Sehende sein sollten.

Ein gutes Beispiel dafür, was es bringt, wenn man nicht das System an die Kinder anpasst, sondern die Kinder quält sich einem System anzupassen, das für sie nicht das passende ist.

Ich fand das Buch sehr informativ und habe es gerne gelesen. Mitunter waren mir zu viele Personen mit ihren französischen Namen, die ich nicht wirklich unterscheiden konnte. Deshalb ziehe ich einen Stern ab, wobei ich das Buch trotzdem noch sehr gelungen finde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Sehr viel Text für meine Siebenjährige

Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball
0

Das Mädchen Locke spielt in einer Schulmannschaft Fußball. Da sie selten den Ball bekommt ist sie sauer und kickt den Ball weg. Das gibt eine Strafarbeit. Hierbei hilft ihr Freund Logo und sie treffen ...

Das Mädchen Locke spielt in einer Schulmannschaft Fußball. Da sie selten den Ball bekommt ist sie sauer und kickt den Ball weg. Das gibt eine Strafarbeit. Hierbei hilft ihr Freund Logo und sie treffen auf einen Zeitreisenden.
Durch ein Zeitloch ist er 100 Jahre in der Zeit gereist, als er auf die Freu de trifft,
Die sollen ihm nun helfen wieder in seine Zeit zu kommen.

Eine gute Geschichte mit dargestelltem Zeitloch als Wesen mit Bart und großem Mund.
Allerdings hat die Story schon schwierige Passagen, gerade für Leseanfänger. Bei meinem Patenkind habe ich das meiste des Buches gelesen, damit sie die Freude an der Geschichte nicht verlor. Bei anderen Eltern in der Bücherei nachgefragt haben erfuhr ich, das viele Kinder mit sieben solch lange Textpassagen mit 50 Wörtern und mehr auf einer Seite noch lange nicht alleine schaffen.

Deshalb ziehe ich auch einen Stern bei der Beurteilung ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Schachtelsätze

Barfuß in den Bergen
0

Heidi kommt zum Großvater auf die Alp. Tante Dete bringt sie hin, weil sie nach Frankfurt zieht. Heidi lernt den Großvater und Peter und seine Großmutter kennen. Sie liebt die Alp, doch dann holt Tante ...

Heidi kommt zum Großvater auf die Alp. Tante Dete bringt sie hin, weil sie nach Frankfurt zieht. Heidi lernt den Großvater und Peter und seine Großmutter kennen. Sie liebt die Alp, doch dann holt Tante Dete sie nach nach Frankfurt.

Hier wird die Geschichte von Johanna Spyri in kurzer Form erzählt, so dass auch Kinder aus der zweiten oder dritten Klasse damit klar kommen.
Die Sätze sind nicht immer ganz einfach. Es hat auch viele Schachtelsätze. Hier hätte man es für Leseanfänger meines Erachtens nach noch weiter runter brechen können.

Es ist aber gut bebildert und die Bilder helfen auch beim Textverständnis.

Ich ziehe auch nur einen Stern ab, da die Sätze nicht wirklich so kurz und einfach sind, wie auf der Rückseite des Buches beworben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Der Überfall

Fünf Freunde JUNIOR - Den Räubern auf der Spur
0

Es ist Sommer. Die Freunde sind mal wieder zusammen. Georg will sich eigentlich die Haare schneiden, aber als sie bei Herrn Pails im Laden ist, kommt es ganz anders.
Wie gut das Timmy sie so vermisst und ...

Es ist Sommer. Die Freunde sind mal wieder zusammen. Georg will sich eigentlich die Haare schneiden, aber als sie bei Herrn Pails im Laden ist, kommt es ganz anders.
Wie gut das Timmy sie so vermisst und sich auf die Suche ach ihr macht.

Das Buch ist konzipiert für Leseanfänger von 7 Jahren. Das finde ich noch zu schwer, da Kinder heute in dem Alter in der Regel noch keine 50 Wörter pro Seite schaffen.

Die Geschichte ist spannend. Ein Überfall, ein rasender Laster, eine heiße Spur und die Freunde mal wieder mitten drin.
Die Illustrationen erinnern mich an Bücher meiner Kindheit in den 60er/70er Jahren.

Schön finde ich auch, dass für Neulinge ganz vorne noch kurz aufgezeigt ist wer die Fünf Freunde eigentlich sind.

Ich ziehe bei der Bewertung auch nur einen Stern ab, da ich es nicht als geeignet für Leseanfänger von 7 Jahren sehe, sondern eher ab der dritten Klasse. Da sind die Kinder in der Regel 9 Jahre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Heinrich und seine Getreuen

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
0

Heinrich Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen verliert schon mit drei Jahren den Vater und seine Mutter Jutta hat Angst, das man ihm nach dem Leben trachtet, um die Macht an sich zu reißen.Sie ...

Heinrich Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen verliert schon mit drei Jahren den Vater und seine Mutter Jutta hat Angst, das man ihm nach dem Leben trachtet, um die Macht an sich zu reißen.Sie ruft ihre Getreuen um sich, um das Leben ihres Kindes zu retten.

Rüde Sitten in einer Zeit, als ein Menschenleben noch nicht viel galt. Treue, aber auch Verrat, Liebe und abgrundtiefer Hass, Verleumdungen und Verfolgung. Alles bietet dieser mittelalterliche Roman von Sabine Ebert, der im 13. Jahrhundert angesiedelt ist.

Ich fand es sehr interessant, da ich auch vieles über das Leben der Elisabeth von Thüringen erfahren habe, die meine Mutter mir als Namenspatronin auswählte. Ich kannte bisher nur die Sage über sie, als sie den Armen Brot brachte, was sie nicht durfte und sich dann auf wundersame Weise das Brot unter ihrem Tuch in Rosen verwandelt hatte.Diese Sage kam im Buch nicht vor, aber ich erfuhr wie fanatisch religiös sie war und wie sie , nicht wirklich angenehm auch ihr Umfeld einbezog, ob diese wollten oder nicht.

Erschreckend fand ich auch ihren Beichtvater Konrad, den der Papst später mit der Ketzerverfolgung beauftragte. Furchtbar wie viel Macht ein einzelner, kranker Mensch bekommen kann, damit er sich in seinen Machtgelüsten ausleben kann. Ich sehe da leider viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit, in der wir, trotz alles modernen Wissens auch nicht in der Lage scheinen Gut von Böse zu unterscheiden.

Das Hörbuch war wieder gut gesprochen von Gabriele Blum. Ich mag ihre Art zu lesen und konnte mich gut in die Geschichte Wegträumen.An manchen Stellen war mir aber, sicherlich aufgrund der geschichtlichen Grundlage, einfach zu viel auf einmal. Viele Namen, die nur einmal vor kamen und mich mehr verwirrten, als zu informieren.

Geliebt habe ich Änne und Simon und natürlich Christian und seinen Freund Marek sowie seinen Vater Thomas. Auch die Markgräfin Jutta fand ich eine tolle Person, da sie in dieser von Männern beherrschten Zeit wahre Größe im Kampf um Gerechtigkeit für ihren Sohn Heinrich kämpfte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere