Das Leben des Louis Braille
Eine Fingerkuppe FreiheitZunächst war ich erstaunt, als ich den Namen der Familie hörte.
Ein dreijähriger Junge, der einen Unfall hatte und danach erblindete. Sein Vater, ein Sattler, darüber sehr verzweifelt. Er fördert indes ...
Zunächst war ich erstaunt, als ich den Namen der Familie hörte.
Ein dreijähriger Junge, der einen Unfall hatte und danach erblindete. Sein Vater, ein Sattler, darüber sehr verzweifelt. Er fördert indes seinen Sohn, da er das Potential erkannt hat.
Schnell war mir dann bewusst, das es sich bei dem Hörbuch, das ich mir ausgewählt hatte, ohne den Klappentext zu lesen, um den Erfinder der Blindenschrift handelte.
Louis hatte , ebenso wie andere Blinde, nicht leicht im Leben.
Mir war nicht bewusst, das man blinden Kindern schon vorher eine Schrift beibringen wollte, die den Sehenden klar war, aber sich für Blinde nicht wirklich erschloss.
Krass fand ich die Argumente die die Verfechter der Prägeschrift anbrachten, um nicht nach dem neuen, von Braille erfundenen System zu gehen. Wahrlich haarsträubend, solch eine Ignoranz von Menschen, die die Blinden nur dann fördern wollten, wenn sie wie Sehende sein sollten.
Ein gutes Beispiel dafür, was es bringt, wenn man nicht das System an die Kinder anpasst, sondern die Kinder quält sich einem System anzupassen, das für sie nicht das passende ist.
Ich fand das Buch sehr informativ und habe es gerne gelesen. Mitunter waren mir zu viele Personen mit ihren französischen Namen, die ich nicht wirklich unterscheiden konnte. Deshalb ziehe ich einen Stern ab, wobei ich das Buch trotzdem noch sehr gelungen finde.