Heinrich und seine Getreuen
Der Silberbaum. Die siebente TugendHeinrich Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen verliert schon mit drei Jahren den Vater und seine Mutter Jutta hat Angst, das man ihm nach dem Leben trachtet, um die Macht an sich zu reißen.Sie ...
Heinrich Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen verliert schon mit drei Jahren den Vater und seine Mutter Jutta hat Angst, das man ihm nach dem Leben trachtet, um die Macht an sich zu reißen.Sie ruft ihre Getreuen um sich, um das Leben ihres Kindes zu retten.
Rüde Sitten in einer Zeit, als ein Menschenleben noch nicht viel galt. Treue, aber auch Verrat, Liebe und abgrundtiefer Hass, Verleumdungen und Verfolgung. Alles bietet dieser mittelalterliche Roman von Sabine Ebert, der im 13. Jahrhundert angesiedelt ist.
Ich fand es sehr interessant, da ich auch vieles über das Leben der Elisabeth von Thüringen erfahren habe, die meine Mutter mir als Namenspatronin auswählte. Ich kannte bisher nur die Sage über sie, als sie den Armen Brot brachte, was sie nicht durfte und sich dann auf wundersame Weise das Brot unter ihrem Tuch in Rosen verwandelt hatte.Diese Sage kam im Buch nicht vor, aber ich erfuhr wie fanatisch religiös sie war und wie sie , nicht wirklich angenehm auch ihr Umfeld einbezog, ob diese wollten oder nicht.
Erschreckend fand ich auch ihren Beichtvater Konrad, den der Papst später mit der Ketzerverfolgung beauftragte. Furchtbar wie viel Macht ein einzelner, kranker Mensch bekommen kann, damit er sich in seinen Machtgelüsten ausleben kann. Ich sehe da leider viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit, in der wir, trotz alles modernen Wissens auch nicht in der Lage scheinen Gut von Böse zu unterscheiden.
Das Hörbuch war wieder gut gesprochen von Gabriele Blum. Ich mag ihre Art zu lesen und konnte mich gut in die Geschichte Wegträumen.An manchen Stellen war mir aber, sicherlich aufgrund der geschichtlichen Grundlage, einfach zu viel auf einmal. Viele Namen, die nur einmal vor kamen und mich mehr verwirrten, als zu informieren.
Geliebt habe ich Änne und Simon und natürlich Christian und seinen Freund Marek sowie seinen Vater Thomas. Auch die Markgräfin Jutta fand ich eine tolle Person, da sie in dieser von Männern beherrschten Zeit wahre Größe im Kampf um Gerechtigkeit für ihren Sohn Heinrich kämpfte.