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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2024

Sozialkritischer Roman

Oliver Twist
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Dieser bewegende Roman, schildert das Schicksal eines Waisenjungen in der Zeit der Industriellen Revolution in England. Charles Dickens, der ebenfalls in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, hat hier sicherlich ...




Dieser bewegende Roman, schildert das Schicksal eines Waisenjungen in der Zeit der Industriellen Revolution in England. Charles Dickens, der ebenfalls in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, hat hier sicherlich eigene Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet. Der Autor übt durch die hier erzählte Geschichte des Oliver Twist, sehr stark und überzeugend Sozialkritik. Diese kommt zum Beispiel bei den realistischen Schilderungen der Lebensumstände, wie schmutzige Stadtviertel, Elendsquartiere und des täglichen Überlebenskampfes des einfachen Volkes im damaligen, viktorianische England zum Ausdruck. Bei all den schonungslosen Beschreibungen sind die einzelnen Figuren so bildhaft charakterisiert, das man sich die menschenunwürdige Lage gut vorstellen kann. Auch wenn für meinen Geschmack die Protagonisten schon sehr stereotyp daherkommen, hier hätte ich mir mehr Ecken und Kanten gewünscht, kommt aber auch der Humor in so mancher Szene nicht zu kurz.

Alles in allem ist Oliver Twist ein Buch, das man einmal gelesen haben sollte. Ich kann es jedenfalls empfehlen und vergebe volle 5 Sterne.


Veröffentlicht am 25.12.2024

sehr unterhaltsam

Das Gespenst von Canterville
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Der Protagonist der Geschichte ist das Gespenst selbst, das seit Jahren jeden quält, der seine Villa betritt. Doch mit der Ankunft der Otis, einer wohlhabenden amerikanischen Familie, ändert sich alles. ...




Der Protagonist der Geschichte ist das Gespenst selbst, das seit Jahren jeden quält, der seine Villa betritt. Doch mit der Ankunft der Otis, einer wohlhabenden amerikanischen Familie, ändert sich alles. Sie lassen sich nicht vom Geist des Sir Simon de Canterville schrecken, ganz im Gegenteil, sie können seinen Zwiespalt zwischen seiner tragischen Vergangenheit und seinen Taten als Gespenst durchaus verstehen und werden ihm helfen Frieden zu finden.
Oscar Wilde erinnert in dieser schaurig-schönen, mal lustigen, mal spöttischen aber stellenweise auch traurigen Geschichte an die Bedeutung von Mitgefühl, Tapferkeit und Vergebung.

„Das Gespenst von Canterville“ ist eine wirklich schöne, interessante und sehr unterhaltsame Geschichte, die ich hiermit gerne weiterempfehle.


Veröffentlicht am 24.12.2024

Atemberaubend und mitreißend

Moby Dick
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Herman Melville veröffentlichte seinen Roman Moby Dick zur Zeit der amerikanischen Renaissance im Jahr 1851. Darin erzählt der Matrose Ishmael die Geschichte um den besessenen Kapitän Ahab. Auch wenn ...




Herman Melville veröffentlichte seinen Roman Moby Dick zur Zeit der amerikanischen Renaissance im Jahr 1851. Darin erzählt der Matrose Ishmael die Geschichte um den besessenen Kapitän Ahab. Auch wenn man eventuell einen der Verfilmungen kennt, sollte man sich das Buch durchaus einmal zu Gemüte führen. Denn zurecht wird es unter dem Begriff Weltliteratur geführt.

Ich war sowohl von der inhaltlichen als auch von der sprachlichen Intensität beeindruckt. Natürlich steht Kapitän Ahab absolut im Mittelpunkt der Erzählung. Mit seinen an Wahnsinn grenzenden Rachegelüsten, die er zielstrebig verfolgt, wird er immer wieder wunderbar in Szenen gesetzt. Dabei ist ihm egal wen er auf seiner Jagd nach Moby Dick opfern muss, solange er nur seinem Ziel Moby Dick zur Strecke zu bringen, Stück für Stück näher kommt. Aber auch die täglichen Schindereien auf solch einem Walfänger beschreibt Melvill sehr eindringlich und überzeugend.

Fazit: Für mich ist Moby Dick ein absoluter Klassiker der Weltliteratur mit unvergesslichen Charakteren und einem mitreißenden und zugleich unterhaltsamen Schreib- und Erzählstil. Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe volle 5 Sterne.


Veröffentlicht am 24.12.2024

Komplex und tiefgründig

Schuld und Sühne
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Mit Raskolnikow hat Dostojewski einen großartigen Protagonisten geschaffen. Er ist so wunderbar zwiegespalten, dass ich, war ich erst einmal in die Geschichte eingetaucht, mit den dunklen Abgründen ...




Mit Raskolnikow hat Dostojewski einen großartigen Protagonisten geschaffen. Er ist so wunderbar zwiegespalten, dass ich, war ich erst einmal in die Geschichte eingetaucht, mit den dunklen Abgründen seiner Gedanken konfrontiert wurde, und es mir einfach schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen. Dostojewski vereint in seiner Erzählung viele wichtige Dinge jener Zeit. Sicher es geht um Verbrechen und Bestrafung, aber auch um Unzurechnungsfähigkeit, Schuld, Gewissen, Reichtum und Armut. Dabei schafft es der Autor seine Charaktere sehr komplex und tiefgründig zu beschreiben und schafft dadurch ein sehr lebensechtes Ambiente.

Fazit: In „Schuld und Sühne“ beschreibt Dostojekwski sehr überzeugend die menschliche Fähigkeit zum Bösen, aber auch zu Scham und Reue. Und lässt letztlich Raskolnikow als Sühne an seiner Schuld an den Rand des Wahnsinns treiben. Was für eine hervorragende Parabel – absolut lesenswert.


Veröffentlicht am 24.12.2024

Leseempfehlung

Jane Eyre
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Dieses Buch ist ein wahres Juwel. Über den Inhalt, so glaube ich, muss ich wohl keine Worte mehr verlieren. Es ist die Geschichte einer mutigen, beeindruckend starken Frau, die aber selbst auch ein ...




Dieses Buch ist ein wahres Juwel. Über den Inhalt, so glaube ich, muss ich wohl keine Worte mehr verlieren. Es ist die Geschichte einer mutigen, beeindruckend starken Frau, die aber selbst auch ein Geheimnis hütet.

Nicht nur die sehr gut charakterisierten Hauptprotagonisten Jane Eyre und Mr. Rochester und all die anderen sind beeindruckend intensiv, auch das Setting, welches schön düster und geisterhaft beschrieben ist, machen den Reiz dieses Romans aus. Neben den von Bronte eingebundenen feministischen Idealen jener Zeit, mutet die Geschichte in manchen Szenen wie ein Thriller an. Und selbst der Schreib- und Erzählstil sind sehr angenehm und ungemein leicht zu lesen.

Alles in allem ein Roman, den man mal gelesen haben sollte, es lohnt sich wirklich. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.