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Veröffentlicht am 19.01.2025

Die Reise geht weiter!

Mats und Mathilde 2. Eine abenteuerliche Reise
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Endlich geht das herzerwärmende, phantasievolle Abenteuer von Mats, dem kleinen, vorwitzigen Schwatz (halbe Schwalbe, halb Spatz) und der Vogelscheuche Mathilde weiter!

Nachdem die beiden von Hyggingen ...

Endlich geht das herzerwärmende, phantasievolle Abenteuer von Mats, dem kleinen, vorwitzigen Schwatz (halbe Schwalbe, halb Spatz) und der Vogelscheuche Mathilde weiter!

Nachdem die beiden von Hyggingen Abschied genommen haben, begeben sie sich wieder auf die Reise, auf der Suche nach dem Ort, wo die Sonne untergeht, und wo Mathilde ihre Mama verortet und Mats seine Vogelfamilie.
Hierbei geraten sie von einem Abenteuer ins nächste, begegnen den wundersamsten Orten und Wesen, und durchleben hierbei auch gefährliche Momente. Doch eines ist den beiden gewiss: Sie halten ganz fest zusammen und passen stets fest aufeinander auf – so kann ihnen nie etwas passieren.

Wie schon Band 1 zeichnet sich auch der zweite und abschließende Teil wieder durch Christian Wunderlichs kreative und lautmalerische Wortschöpfungen aus, so dass es auch für mich als Mutter eine große Freude ist, daraus vorzulesen. Mir gefällt Band 2 sogar noch besser als der erste, da im zweiten Band nahezu alle Wortspielereien auch für die Zielgruppe ab fünf Jahren verständlich sind. In ersten Band gab es einige Referenzen, deren Witz nur für Erwachsene nachvollziehbar war.

Ganz besonders ist mir der kleine Mats ans Herz gewachsen, der in der Geschichte über sich hinaus wächst und Schritt für Schritt seine Ängste überwindet. Er ist damit eine wichtige Identifikationsfigur für die Kinder und kann sie ermutigen, sich selbst etwas zuzutrauen.
Ganz besonders berührt hat mich das warmherzige und lebenskluge Ende, das einen rundherum glücklich zurücklässt und eine echte Liebeserklärung an die Freundschaft ist.

Anne Hofmann hat das Buch wieder ganz wunderbar und mit leuchtenden Farben illustriert. Die fröhlichen und lebendigen Bilder ergänzen die Geschichte wundervoll, und die außergewöhnlich schöne Ausstattung macht dieses Buch zu einem echten Highlight und auch einem wunderbaren Geschenk.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein sehr abwechslungsreiches Wimmelbuch

Mein Sachen suchen Lieblingsbuch
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Irgendwie sind die „Sachen suchen“-Bücher leider bisher komplett an mir vorbeigegangen, und erst jetzt habe ich durch meinen kleinen Neffen diese wundervolle Reihe entdeckt. „Mein Sachen suchen Lieblingsbuch“ ...

Irgendwie sind die „Sachen suchen“-Bücher leider bisher komplett an mir vorbeigegangen, und erst jetzt habe ich durch meinen kleinen Neffen diese wundervolle Reihe entdeckt. „Mein Sachen suchen Lieblingsbuch“ bietet durch die vielfältigen Themen auf den einzelnen Doppelseiten viel Abwechslung – vom Bahnhof über einen Waldspielplatz bis zur Brückenmontage im Hafenbecken ist alles dabei. Die Zeichnungen sind dabei sehr schön gestaltet und in angenehm kräftigen, aber nicht knalligen Farben gehalten. Die detailreichen Wimmelbilder laden dazu ein, die daneben abgebildeten Gegenstände oder Tiere zu suchen und auch selbstständig weitere Details zu entdecken und zu benennen, sich sogar kleine Geschichten auszudenken, so dass auch die Sprachkompetenz gefördert wird. Durch den kurzen Text zu jedem Buch und die Bezeichnungen unter den Suchgegenständen vermittelt das Buch zusätzlich Wissen und erweitert den Wortschatz. Ein ganz hervorragendes, abwechslungsreiches Wimmelbuch ab ca. 2 Jahren!

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Genial!

Wackelkontakt
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Eigentlich liebe ich realistische Geschichten, die so tatsächlich passieren könnten. Eigentlich. Denn für Wolf Haas mache ich mit großer Freude immer wieder eine Ausnahme. Wie schon in „Das Wetter vor ...

Eigentlich liebe ich realistische Geschichten, die so tatsächlich passieren könnten. Eigentlich. Denn für Wolf Haas mache ich mit großer Freude immer wieder eine Ausnahme. Wie schon in „Das Wetter vor 15 Jahren“ bedient sich Haas bei „Wackelkontakt“ der Metafiktion. Escher, dessen Steckdose einen Wackelkontakt hat, liest, während er auf den Elektriker wartet, ein Buch über einen Kronzeugen der Mafia, der seinerseits ein Buch liest über Escher, der auf den Elektriker wartet. Ähnlich wie bei einem elektrischen Wackelkontakt schaltet das Buch flirrend zwischen den Erzählebenen um, wechselt zwischen Escher und dem Mafioso, treibt beide Handlungen voran, aufeinander zu und verwebt sie kunstvoll miteinander. Gepaart mit Haas‘ messerscharfer Sprache und seinem unverwechselbaren Wortwitz ist hierdurch ein Roman entstanden, der beim Lesen auf mich einen regelrechten Sog ausgeübt hat, so dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen wollte. Auch nachdem ich das Buch beendet hatte, ging es mir lange nicht aus dem Kopf, und ich sinnierte über Dinge nach, die im Vagen geblieben waren, und meine Gedanken zu Perspektiven, Zeitschleifen, Kausalität begleiteten mich sogar in den Schlaf.

Da im Buch Themen wie Selbstreferenzialität und Zeitschleifen eine Rolle spielen, erinnerte ich mich wieder an "Gödel, Escher, Bach - ein endloses geflochtenes Band" von Douglas R. Hofstadter, das ich vor über 20 Jahren während meines Mathematikstudiums gelesen habe. Ich habe das Gefühl, dass auch Wolf Haas dieses Buch und seine philosophischen Theorien kennt.

Fazit: Sprachlich und erzählerisch ein echter Haas, der mich wieder begeistert hat. Für mich ein echtes Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Ehrfurcht vor dem Leben

Albert Schweitzer
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Vor ca. 30 Jahren habe ich als Kind ein Buch über das Leben Albert Schweitzers gelesen („Das Zeichen von Lambarene“ von Karl-Rolf Seufert), und war nun sehr gespannt darauf, ein Jugendbuch über diesen ...

Vor ca. 30 Jahren habe ich als Kind ein Buch über das Leben Albert Schweitzers gelesen („Das Zeichen von Lambarene“ von Karl-Rolf Seufert), und war nun sehr gespannt darauf, ein Jugendbuch über diesen beeindruckenden Menschen zu entdecken, das dem aktuellsten Stand der Forschung entspricht.

Alois Prinz schreibt anschaulich und lebendig, so dass sich dieses Sachbuch sehr flüssig liest, und ist bemüht um eine ausgewogene und objektive Sicht auf Albert Schweitzer. Beginnend mit Alberts Kindheit und Jugend legt der Autor ausführlich dessen langjährige Suche nach einem sinnvollen, zutiefst menschlichen Leben in der Nachfolge Jesu dar, die schließlich, auf vielen Umwegen und nach Jahren des Studiums der Theologie, Philosophie und Medizin sowie als gefeierter Organist, in seinem Aufbruch nach Lambarene mündete.

Auch die zunächst rein freundschaftliche Beziehung zu seiner späteren Frau Helene Bresslau, die seine wichtigste Ratgeberin und engste Vertraute war, wird ausführlich thematisiert. Sie begleitete Schweitzer bereits auf seiner ersten Reise 1913 nach Lambarene und wirkte dort als Krankenschwester und rechte Hand Schweitzers, musste jedoch aufgrund ihrer angegriffenen Gesundheit immer wieder kürzertreten und nach Europa zurückkehren.
Sehr ausführlich widmet sich das Buch Albert Schweitzers Sicht auf den Glauben und seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Mit zunehmender Berühmtheit sah sich Albert Schweitzer auch mit Kritik konfrontiert. Auch diese bringt Alois Prinz zur Sprache und bemüht sich, sie sachlich einzuordnen.

Angesichts der durchaus anspruchsvollen und zuweilen recht trockenen Themen wie Philosophie und Ethik empfinde ich die Altersempfehlung ab 12 Jahren als zu niedrig, und würde die Zielgruppe bei 14 Jahren und älter sehen. Auch sollten die Leserinnen und Leser bereits über grundlegendes Wissen zum politischen Geschehen in Europa im 20. Jahrhundert sowie zur Geschichte der Kolonisation Afrikas und den Verbrechen der Kolonialmächte verfügen. Mein elfjähriger Sohn hat das Buch auch zur Hand genommen, jedoch bereits nach dem Prolog das Interesse verloren. In ein paar Jahren sieht das sicher anders aus.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch über Albert Schweitzers Leben, Denken und Wirken für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Das Crookhaven-Abenteuer geht weiter!

Schule der Meisterdiebe 3: Die geheimnisvolle Insel
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Mein Sohn (11) und ich sind große Fans der Crookhaven-Reihe um die „Schule der Meisterdiebe“, und so haben wir voller Ungeduld auf den dritten Band der auf insgesamt fünf Bände angelegten Reihe gewartet, ...

Mein Sohn (11) und ich sind große Fans der Crookhaven-Reihe um die „Schule der Meisterdiebe“, und so haben wir voller Ungeduld auf den dritten Band der auf insgesamt fünf Bände angelegten Reihe gewartet, um ihn gemeinsam und abwechselnd (vor-)zulesen.

Nachdem Band 2 mit einem kleinen Cliffhanger endete, geht es im dritten Teil nahtlos weiter, und man sollte unbedingt zuvor die Bände 1 und 2 gelesen haben. Gabriel Avery, inzwischen 15 Jahre alt, und seine Freunde müssen sich nun den Namenlosen stellen. Zusätzlich warten in Crookhaven neue Herausforderungen auf die Bande: Der Gaunerpokal lockt, die diesjährige Einbruch-Challenge verspricht, besonders knifflig zu werden, eine geheimnisvolle Gärtnerin bereitet Gabriel Kopfzerbrechen, und zudem ist die Bande auf der Suche nach Maravel, einem ehemaligen Crookhaven-Absolventen. Ausgerechnet jetzt zeigen sich Risse in der verschworenen Gemeinschaft, und sie zieht nicht wie sonst an einem Strang. Gabriel Avery als Anführer der Bande sieht sich vor der großen Aufgabe, die Mitglieder wieder zu vereinen und zu einem Team zusammenzuschweißen.

Die Geschichte geht direkt spannend und actionreich los, und wir waren sofort wieder mitten im Geschehen. Gabriel, Penelope, Ade, Ede und Amira sind uns inzwischen schon sehr vertraut, und jeder Charakter zeichnet sich durch besondere Eigenheiten, Talente und auch Schwächen aus. Dieser Band greift einige Handlungselemente, die in den Vorgängerbänden angedeutet bzw. aufgebaut wurden, auf, und es entwickelt sich eine höchst abwechslungs- und wendungsreiche Geschichte, die bis zum Schluss richtig spannend bleibt.

Wie in den beiden bisherigen Bänden auch spielen Freundschaft, Gemeinschaft und Zusammenhalt eine große Rolle. Diesmal haben die Freunde jedoch stärker als zuvor mit sich selbst zu kämpfen, und die Bande steht vor einer Bewährungsprobe, in der sie zeigen muss, dass sie auch schwierige Phasen durchstehen kann.

Verglichen mit Band 1 und 2 tritt der Humor in diesem Teil etwas in den Hintergrund, und es gab in der Geschichte vor allem gegen Ende die eine oder andere Wendung, die auf mich ein bisschen konstruiert wirkte, was meinem Sohn jedoch nicht weiter auffiel.

Wir hatten auf jeden Fall wieder sehr viel Spaß mit der „Schule der Meisterdiebe“ und sind schon sehr gespannt darauf, was Gabriel und seine Freunde im nächsten Schuljahr erwartet und wie der Kampf gegen die Namenlosen weitergeht.

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