Der erste Teil war schon super, aber der zweite ist noch besser. Man merkt deutlich, dass der Autor jetzt wirklich mit der Intention dran gegangen ist, einen Roman zu schreiben und nicht nur lose witzige ...
Der erste Teil war schon super, aber der zweite ist noch besser. Man merkt deutlich, dass der Autor jetzt wirklich mit der Intention dran gegangen ist, einen Roman zu schreiben und nicht nur lose witzige Storys. Die Handlungen ist stringenter, die Witze aber genauso komisch wie im ersten Teil. Hat mir sehr gut gefallen!
Prinzessin Alice ist ein Roman, der genau den Zeitgeist trifft. Er erzählt von einer historischen Figur, der Mutter Prinz Philipps. Ich weiß nicht, in wie weit die Fakten stimmen oder ob sich da auch ein ...
Prinzessin Alice ist ein Roman, der genau den Zeitgeist trifft. Er erzählt von einer historischen Figur, der Mutter Prinz Philipps. Ich weiß nicht, in wie weit die Fakten stimmen oder ob sich da auch ein guter Teil Fiktion mit hineingemischt hat, aber wie it Prinzessin Alice umgegangen wird erschüttert einen. Unkonventionell und unangenehm für die Familie, so kann man die Haltung ihrer Familie zu ihr zusammenfassen.
Mir hat der Roman gefallen. Alice ist ein überaus interessanter Charakter und ihr unkonventionelles Denken und überraschenden Ansichten haben mir gefallen. Auf der anderen Seite wird der Roman in der Ich-Form erzählt und das hat mich an manchen Stellen gestört, weil man natürlich nur eine sehr sehr eingeschränkte Sichtweise zu Alice bekommt. Auch hat mir die Ausdrucksweise stellenweise nicht gefallen, für mich waren das nicht immer die besten Optionen, die ausgewählt wurden. Aber das liegt wahrscheinlich eher an der Übersetzung, als am Roman selbst.
Es ist ein gut und schnell zu lesender Roman, mit definitivem Fokus auf dem Erzählen einer Frauengeschichte. Aber auch außerhalb des aktuellen Trends, alle möglichen Geschichten "aus Frauenperspektive" neu zu erzählen (ich denke da vor allem an die ganzen griechischen Sagen, die gerade neu erzählt werden), finde ich die Geschichte von Prinzessin Alice auch so absolut lesenswert.
Ist der Glaube an Gott noch vereinbar mit einem Leben in der heutigen Zeit?
Beim lesen von "Monstergott" kam ich mir vor wie in einer Parallelwelt. Da gibt es Gottesdienste, Hauskreise und Lobpreisproben, ...
Ist der Glaube an Gott noch vereinbar mit einem Leben in der heutigen Zeit?
Beim lesen von "Monstergott" kam ich mir vor wie in einer Parallelwelt. Da gibt es Gottesdienste, Hauskreise und Lobpreisproben, christliche Camps, Kurse und sogar Psychiater. Und natürlich merken Ben und Esther, die in dieser Gemeinschaft aufgewachsen sind, den Druck von außen, von der realen Welt. Wenn der Glaube nicht zum Job passt. Oder zum Partner. Oder zu sich selbst.
"Monstergott" hat mich wirklich in den Bann gezogen beim Lesen. Ich konnte kaum aufhören, weil ich wissen wollte, wir sich dieser Autounfall entwickelt. Danach hat es sich nämlich angefühlt: Autounfall. Die Gedankenwelt dieser christlichen Gemeinde liegt jenseits meines Alltags und ich hätte mir oft gern gegen den Kopf geschlagen, wenn wieder irgendwelche (für mich) völlig abstrusen Gedankenwelten aufgebaut wurden.
Irgendwie tut das Buch weh, es ist kein Feel-Good-Roman. Und manchmal geht es mir etwas zu weit, etwas zu viele Klischees, die mit verpackt wurden. Aber der Umgang mit Sprache, die Komposition des Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Mutig, ein solches Thema auf diese Weise anzugehen. Bereichernd, wie ich finde. Der Roman hebt sich deutlich von der breiten Maße der aktuellen Literatur ab.
Wenn man offen ist und gerne Bücher liest, die einen gedanklich herausfordern, dann ist dieser Roman absolut zu empfehlen.
Bearbeitungen von antiken Stoffen aus weiblicher Perspektive sind gerade schwer "in". Irene Vallejos Buch reiht sich hier ein, indem sie die Aeneas-Geschichte neu erzählt. Aus verschiedenen Perspektiven, ...
Bearbeitungen von antiken Stoffen aus weiblicher Perspektive sind gerade schwer "in". Irene Vallejos Buch reiht sich hier ein, indem sie die Aeneas-Geschichte neu erzählt. Aus verschiedenen Perspektiven, ganz speziell aus weiblicher Sicht. Nicht sehr modern, weder in der Interpretation, noch im Wortstil. Aber auf jeden Fall fesselnd anregend.
Das Buch lässt sich schnell lesen und mir hat es gefallen, die bekannte Geschichte aus anderen Perspektiven kennen zu lernen. Es ist interessant zu sehen, wie viele verschiedene Akteure eine Geschichte hat und wie eingeschränkt wir diese normalerweise präsentiert bekommen (nur auf den Helden zugeschnitten). Durch die unterschiedlichen Perspektiven im Buch, beginnt man auch über die Geschichte anders nachzudenken.
"Elyssa" ist gute Unterhaltung und bietet interessante Anregungen und Aspekte, trotzdem ist es für mich kein großes Lese-Highlight. Dafür bleibt zu wenig von der Geschichte hängen. Aber nicht jedes Buch muss mich anschließend noch wochenlang beschäftigen. Für Geschichts-Fans auf jeden Fall ganz interessant zu lesen.
Schon das Cover ist grandios. Nur schwarz und weiß und doch eindeutig als skandinavischer Krimi zu erkennen. Und was dahinter liegt ist, nun ja, Verborgen.
Der dritte Krimi Björg Ægisdóttirs ist genauso ...
Schon das Cover ist grandios. Nur schwarz und weiß und doch eindeutig als skandinavischer Krimi zu erkennen. Und was dahinter liegt ist, nun ja, Verborgen.
Der dritte Krimi Björg Ægisdóttirs ist genauso spannend und atmosphärisch wie seine beiden Vorgänger. Ich mag Geschichten und vor allem Krimis, die im hohen Norden spielen und diese „Wohlfühlatmosphäre“ kommt hier auch auf jeden Fall auf, obwohl es in dem Krimi selbst natürlich hoch her geht. Der Einstieg ist eher etwas langsamer, weil unterschiedliche Handlungsstränge erzählt werden, aber das macht nichts, das passt ganz gut so.
Die Figuren fand ich authentisch und so habe ich auch mitgefiebert und gerätselt. Besonders gut an Ægisdóttirs Geschichten gefällt mir, dass es eben nicht so blutig oder brutal hergeht, sondern psychologische Spannung erzeugt wird.
Ich finde die ersten beiden Bücher der Reihe besser, aber „Verborgen“ auf jeden Fall gut lesbar und unterhaltsam genug. Vielleicht nicht der beste Krimi, den ich je gelesen habe, aber solide Spannung mit Islandfeeling.