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Veröffentlicht am 21.07.2025

Phantastisch!

Blazing Hearts - Das Schicksal der Drachen
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Ja, ich habe schon Bücher abgebrochen, weil es mir zu viele explizite Szenen waren. Aber bei diesem Buch wusste ich von vornherein, worauf ich mich einlasse. Oder zumindest in etwa. Womit ich nicht gerechnet ...

Ja, ich habe schon Bücher abgebrochen, weil es mir zu viele explizite Szenen waren. Aber bei diesem Buch wusste ich von vornherein, worauf ich mich einlasse. Oder zumindest in etwa. Womit ich nicht gerechnet habe, wie gut mir dieses Buch insgesamt gefallen hat.

Lyneria ist die drittgeborene Tochter der Sonnenkönigin der Fae und gilt daher als weniger Magiebegabt. In den Augen der Königin ist sie sogar so wertlos, dass sie Lyneria ohne groß nachzudenken an den Draachenkönig verheiratet, in der Hoffnung ihre Macht zu erweitern und aus der dritten Tochter doch noch einen Nutzen ziehen zu können.
Womit die Königin jedoch nicht gerechnet hat, ist Lynerias Wille, den Drachen eine gute Königin zu sein. Selbst der Drachenkönig Alaric kann das nicht so ganz glauben und gibt sich distanziert. Für ihn ist die Ehe mit der Fae-Prinzessin eine rein politische Entscheidung und Gefühle haben in der Beziehung gar nichts zu suchen.
Der General der Drachen, Kethan, wird als Lynerias persönliche Leibgarde abgestellt und obwohl es ihn stört, nicht mehr seinen regulären Aufgaben nachgehen zu können, genießt er Lynerias Nähe mehr, als er sollte. Zudem ist er Alarics bester Freund und zögert nicht, dem König seine Meinung zu sagen.

Bereits in Kapitel 7 offenbart Lyneria in ihren Gedanken, welche lustvollen Träume sie sowohl von Kethan als auch Alaric, zu der Zeit noch als Botschafter getarnt, hat. Ab da ging es ziemlich schnell ziemlich oft um körperliche Verschmelzungen, trotzdem haben sie die Handlung vorangebracht. B. E. Pfeiffer schafft es, dass sogar mir „ein spicy Buch“ gefällt. Besonders fand ich die Umschreibungen der expliziten Szenen. Da war nichts unangenehm, obszön oder seltsam formuliert. Alles war einvernehmlich, liebevoll, heiß, aber auch romantisch. Die Beziehungen haben sich stetig weiterentwickelt, was vor allem Lyn hat wachsen lassen.

Übrigens gibt es auch noch eine Handlung, die mir sehr gut gefallen hat. Das Ende war absolut befriedigend (nicht auf sexuelle Art) und einfach schön. Ich bin froh, es gewagt zu haben, dieses Buch nicht nur zu erstehen, sondern auch direkt zu lesen. Vielleicht muss ich meine Sammlung der Autorin um ihre würzigeren Bücher erweitern ...

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Veröffentlicht am 14.07.2025

mehr davon!

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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„Wenn die Soldaten der Blutwache ein Mädchen verdächtigten, eine Hexe zu sein, zogen sie es nackt aus und suchten seinen Körper nach Narben ab.“ (S. 7)

Rune Winters ist eine Patriotin der Republik des ...

„Wenn die Soldaten der Blutwache ein Mädchen verdächtigten, eine Hexe zu sein, zogen sie es nackt aus und suchten seinen Körper nach Narben ab.“ (S. 7)

Rune Winters ist eine Patriotin der Republik des Roten Friedens, die von allen bewundert wird. Vor zwei Jahren, als die drei Hexenköniginnen ermordet wurden und ihre Herrschaft so ein grausames Ende fand, hat Rune ihre eigene Großmutter an die Blutwache verraten und stand emotionslos bei ihrer Hängung dabei.
Was die meisten jedoch nicht wissen, sind die Vorwürfe, die Rune sich seitdem macht. Deswegen versucht sie auch so viele Hexen wie möglich außer Landes zu schaffen, wenn es sein muß auch direkt aus den Fingern der Blutwache. Doch der Hauptmann Gideon Sharpe ist ihr auf den Fersen. Und der Bruder ihres besten Freundes.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite begeistert. Das Gefüge der Republik, das Magiesystem der Hexen, und Rune an sich. Sie ist ein interessanter Charakter, mit zwei Rollen, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Sie nutzt ihren Status, um an Informationen zu kommen, trägt wunderschöne Kleider, gibt opulente Bälle, und wühlt sich durch den Dreck um Mädchen das Leben zu retten. Sie hat nicht nur Durchhaltevermögen, sondern ist auch gewitzt, intelligent, liebevoll und einen extrem großen Gerechtigkeitssinn. Wäre sie keine Hexe, wäre sie eine verflucht gute Hexenjägerin.

Ich habe den zweiten Teil bereits vorbestellt.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

ich bin absolut zufrieden mit diesem Buch

Dreams Lie Beneath
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„Als Magierin hatte ich beschlossen, nie zu träumen.“ (S. 33)

Clementine und ihr Vater sind Hüter in Hereswith, im Schatten der „Festung in den Wolken“, die dem Herzogtum Seren angehört. Seit der Herzog ...

„Als Magierin hatte ich beschlossen, nie zu träumen.“ (S. 33)

Clementine und ihr Vater sind Hüter in Hereswith, im Schatten der „Festung in den Wolken“, die dem Herzogtum Seren angehört. Seit der Herzog von Seren vor über 100 Jahren von seinem eigenen Hof verraten wurde, ist das Reich von Azenor verflucht. In jeder Neumondnacht werden die Alpträume wahr und wandeln durch die Straßen. Die Hüter haben die Aufgabe, die Menschen vor den Alpträumen zu beschützen und diese mit Hilfe von Magie zu zerstören.
Als zwei Magier nach Hereswith kommen und Clem und ihren Vater herausfordern, ist sich Clem sicher: Wenn sie verlieren, dann nicht nur ihre Positionen als Hüter, sondern auch das Cottage, in dem sie aufgewachsen ist, und die Stadt, in der sie ihre Heimat hat.

Schon die ersten Seiten dieses Buches haben mich gefesselt. Clementine ist 17 Jahre alt und etwas stürmisch, manchmal etwas kurzsichtig und impulsiv, aber das hat mich kein bisschen gestört. Ihre Herangehensweisen sind etwas unkonventionell, aber ich habe mich bis zur letzten Seite großartig unterhalten gefühlt.
Die Charaktere in diesem Buch sind, ebenso wie das Reich Azenor, wundervoll ausgearbeitet. Ihr Zusammenspiel ist interessant, jeder entwickelt sich weiter, und niemandem kann man trauen!
Neben der Magie gibt es auch den Neumondfluch, der die Handlung vorantreibt. Es gibt immer wieder Hinweise, wie der Flucht entstanden und wie er gebrochen werden könnte. Doch Clementine konzentriert sich auf ihre Rache an den beiden Magiern, die sie entwurzelt haben.

Dreams Lie Beneath ist nicht nur ein ziemlich hübsches Buch, sondern auch ein abgeschlossener Einzelband mit einer phantastischen Geschichte. Ich mochte alles an diesem Buch, die Charaktere, den Fluch, vor allem aber das Ende. Ich bin mit dem Ende so richtig zufrieden.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Empfhelenswerte Anthologie

Aqua obscura
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„Wenn er sich Geschichten über holde Meerjungfrauen ins Gedächtnis rief, musste die Autoren wohl stark kurzsichtig oder arg betrunken gewesen sein, denn das vor ihm war keine zarte Forelle, wie man es ...

„Wenn er sich Geschichten über holde Meerjungfrauen ins Gedächtnis rief, musste die Autoren wohl stark kurzsichtig oder arg betrunken gewesen sein, denn das vor ihm war keine zarte Forelle, wie man es sich vorstellte, sondern ein ausgewachsener Wal, der seine Jugendjahre lange hinter sich gelassen hatte.“ (Baba Olga von Silke Pahl, 21%)

Kurzgeschichtensammlungen zu einem bestimmten Thema sprechen mich immer besonders an, ich habe ein ganzes Regalfach mit Anthologien. Als ich Aqua obscura entdeckte, mußte ich es sofort lesen und habe es nicht bereut. Jede einzelne Geschichte war interessant und bis zum Ende war ich gefesselt. Wasser bietet ein großes Spektrum an Unheimlichkeiten und alle Autoren haben sie wunderbar ausgeschöpft.

Der Einstig „Heimweg“ von Olivia Meyer setzt den Ton für die gesamte Sammlung, denn ein Mädchen wird auf dem Heimweg von zwei Männern verfolgt, doch wer genau die Monster sind, wird erst am Ende klar. Ähnlich ist auch „Mondlichtbaden“ von Maya Malou. Beide Geschichten haben mir sehr gut gefallen.
„Reichelts Garten“ von Sabine Frambach besitzt einen Hauch von Lovecraft-Atmosphäre, was in einer Kurzgeschichtensammlung über Wasser nicht fehlen darf. Genauso wenig wie Meerjungfrauen, auch wenn „Baba Olga“ von Silke Pahl eine ganz besondere Meerjungfrau aufweist.

„Energien“ von Tobias Lagemann war ein guter Einstieg in Kanalarbeiten der besonderen Art, bei denen ich mir auch gut ein ganzes Buch vorstellen kann.

Am besten gefallen hat mir „Salz auf der Haut“ von Jules B. Asches, weil diese Geschichte seltsam ist und ich mir nicht sicher bin, worum es genau ging. Doch die Stimmung war wundervoll.

Aqua obscura ist eine durchwachsene Geschichtensammlung mit Fabelwesen, echten Monstern und manchmal auch ganz normalen Menschen. Jede Geschichte erzeugt ihre ganz eigene Stimmung und oft sind sie einfach zu kurz. Diese Anthologie lohnt sich und ich kann sie sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Historische Phantastik wie ich sie liebe

Die Akademie der schwarzen Feldschere
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„Du willst hier nicht die ganze Nacht eingeschlossen werden. Spätestens wenn du dich mal erleichtern musst, begreifst du, dass Bücher nicht jedes Problem lösen können.“ (S. 241)

Lukas ist der jüngste ...

„Du willst hier nicht die ganze Nacht eingeschlossen werden. Spätestens wenn du dich mal erleichtern musst, begreifst du, dass Bücher nicht jedes Problem lösen können.“ (S. 241)

Lukas ist der jüngste Sohn seines Vaters Karl und der einzige, der noch mit ihm auf dem Hof lebt. Einst war Karl ein erfolgreicher Pferdezüchter, doch die Zeiten sind schon lange vorbei. Außerdem herrscht schon seit Monaten Krieg und Landsknechte plündern das Land.
Als die Landsknechte auf den Hof von Lukas Vater kommen und drohen, das letzte Pferd mitzunehmen, wird Lukas an die Landsknechte verkauft.
„»Gib uns den Gaul!«, fuhr Lorenz Karl an.
»Nein, ich habe euch dafür meinen Sohn gegeben.«
»Ja, das ist schon richtig. […] Aber wir sind der Meinung, dass wir einen Schweinepriester von Vater, der seinen eigenen Sohn verkauft, nicht auch noch belohnen sollten. Nicht, dass dieses Verhalten noch Schule macht.«“ (S. 19)

Lukas hat es auch unter den Landsknechten nicht leicht. Die einzige Freude ist das letzte Fohlen von seinem Hof, was zum Leid von Karl ein Maultier ist. Lukas liebt Jolande jedoch über alles, obwohl sie ihn ständig beißt. Als er die Gelegenheit zur Flucht bekommt, nimmt er Jolande mit. Auf dem Weg nach Prag ist sie seine einzige Freundin.

Wie nicht anders zu erwarten, mischt Greg Walters die Geschichte Deutschlands um 1619 mit phantastischen Elementen ganz hervorragend, sodaß beim Lesen das Gefühl entsteht, alles wäre genau so geschehen. Ich habe die Feldscher Chroniken aufgrund dieser Mischung schon geliebt, und freue mich extrem über die Vorgeschichte dazu.
Lukas Erlebnisse auf dem Hof seines Vaters, unter den Landsknechten und anschließend auf dem Weg nach Prag, sind spannend und prägend. Doch vor allem seine Zeit an der Akademie haben mich ans Buch gefesselt. Auch wenn er sich nicht vorstellen kann, am richtigen Ort zu sein, war ich es definitiv. Ich erwarte den nächsten Teil sehnsüchtig!

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